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„Verschiedene Welten“

Teil 1

„Ha, getroffen“ rief Finn, die gerade dabei war ihre Treffsicherheit mit ihrer Armbrust an einem Baum zu üben. 

Ihr Zielobjekt war eine kleine Strohpuppe, die sie sich mit einigen Materialien aus Challengers Labor gebastelt hatte. Dafür hatte sie Challenger auf Knien anbetteln müssen, denn er rückte nur ungern etwas von seinen Untersuchungsmaterialien heraus, obwohl er sie schon seit Jahren nicht mehr benutzt hatte. Aber Challenger ist nun mal der Meinung, dass alles irgendwann, irgendwie noch mal gebraucht wird.

Er hatte sich schon seit Tagen nicht mehr sehen lassen. Man hörte aus seinem Labor nur ein ständiges Hämmern und Sägen. Auch in der Nacht war er nicht zu stoppen. Marguerite war deswegen nicht gerade gut gelaunt, denn sie konnte es absolut nicht leiden, wenn sie um ihren Schlaf gebracht wurde, aber wer kann das schon?! Auch Roxton und Veronika litten etwas unter dem Schlafentzug, ließen es sich aber weniger anmerken.
„Meine Güte, Challenger übertreibt es mal wieder“ regte sich Marguerite auf.
„Ja, jemand sollte wirklich mal mit ihm reden“ sagte Roxton.
„Oh, das habe ich bereits, aber er hat immer nur gesagt, es sei unglaublich wichtig und er wäre kurz vor dem Durchbruch“ teilte Veronika den anderen mit.
- Gibt es eigentlich auch etwas, was bei Challenger mal nicht unglaublich wichtig ist? - dachte Marguerite.
„Na dann hoffen wir, dass er bald fertig ist“ sagte Roxton.

In diesem Moment begann der Lift nach oben zu fahren. Es war Finn, die von ihrem Schusstraining wiederkam.
„Na, hämmert Challenger immer noch rum?“ fragte sie mit einem kleinen Grinsen.
„Ja, und es nimmt einfach kein Ende!“ fauchte Marguerite sie an.
Finn wich zurück, und zog, als Marguerite ihr den Rücken zukehrte, eine Grimasse, woraufhin sich Roxton und Veronika ein Lächeln nicht verkneifen konnten.

Doch alle kehrten sofort zum Ernst zurück, als sich die Tür zum Labor öffnete. Ein völlig zerwuschelter Challenger trat heraus.
„Endlich! Ich bin fertig“ sagte Challenger.
„Was hast du denn bloß solange da drin gemacht?“ fragte Veronika neugierig.
„Das kann ich euch noch nicht sagen“ antwortete Challenger.
Marguerite, die ohnehin schon ziemlich wütend war, ging jetzt zum Angriff über. Was die andere schon geahnt hatten am für Challenger sehr erschreckend.
„Also das ist ja wieder so typisch, da kann man Tage lang nicht schlafen, wegen deinem ewigen Gehämmer, uns jetzt willst du uns nicht mal sagen was du da zusammengenagelt hast?“ regte Marguerite sich auf. Doch auf das was jetzt noch an Donnerwetter kam, waren auch die anderen nicht gefasst, Marguerite war außer sich, niemand konnte sie noch stoppen, alles sprudelte aus ihr heraus.

„Mir geht hier generell so einiges auf den Keks“ wütete sie, „Veronika, die Beschützerin des Plateaus, alles weiß sie immer besser. Roxton, spielst immer den Macho und den großen Kämpfer, du willst alles und jeden beschützen und erdrückst mich. Und Finn spielt hier Superwoman, aber du weißt gar nicht wie es ist eine schwere Vergangenheit hinter sich zu haben, und doch maßt du dir an, dich über deine Vergangenheit zu beschweren.“ Marguerite war völlig außer Atem nach dieser Ansprache, aber das musste sie einfach loswerden, zu lange hatte sie einfach alles so hingenommen. Nachdem sie ihre Predigt beendet hatte, lief sie in ihr Zimmer.

Alle standen regungslos da. Nach dieser Ansprache traute niemand sich zu bewegen. Challenger war der Erste, der sich rührte und in sein Labor gehen wollte, als etwas aus seiner Hosentasche fiel. Es sah aus wie ein Stück Metall.
„Challenger warte, du hast etwas verloren“ sagte Finn und deutete dabei auf das Metallstück. Challenger hob es blitzschnell auf und versuchte es unauffällig zu verstecken.
„Das ist doch...“ Finn konnte nicht zu ende sprechen, denn Challenger unterbrach sie: „Das ist nichts!“
Doch Finn war schneller und riss es Challenger aus den Händen.
„Challenger? Was ist das?“ fragte Veronika verwirrt.
„Das ist ein Chip, um genauer zu sein, ein Zeitchip“ erklärte Finn.
„Was hast du da drin gemacht?“ fragte Veronika Challenger mit einem ernsten Blick.
„Also gut ich erkläre es euch, wenn wir Marguerite wider zu Vernunft gebracht haben“ sagte Challenger.
„Okay ich rede mit ihr“ sagte Roxton.
„Nein, diesmal werde ich mit ihr sprechen“ entgegnete Finn.

Sie horchte an Marguerites Zimmertür, doch es war nichts zu hören. Schließlich klopfte sie an.
„Verschwinde Roxton, ich habe echt keine Lust mich jetzt mit auf eine Debatte einzulassen“ entgegnete Marguerite.
„Ich bin’s Finn“ sprach sie.
Marguerite hatte mit Finn wohl am wenigsten gerechnet, denn es war eine Weile still.
„Komm rein“ sprach sie endlich.
Finn betrat ihr Zimmer und sah Marguerite am Fenster stehen.
„Wenn du mir jetzt sagen willst, dass ich das alles falsch sehe und ich mich wieder beruhigen soll, dann kannst du gleich wieder gehen“ schnappte sie.
„Nein, ich finde du hattest vollkommen recht damit was du gesagt hast, Challenger ist manchmal zu sehr in seine Erfindungen vernarrt, Veronika manchmal eigensinnig, Roxton übertreibt es manchmal mit seiner Abenteuerlust und auch ich bin nicht perfekt, aber du solltest mal darüber nachdenken, warum das so ist!“ sprach Finn.
„Alle haben schwere Zeiten hinter sich, ich weiß wie es dir geht, meine Eltern haben mich auch im Stich gelassen“ sagte sie „uns verbindet mehr als du denkst“ sprach sie zu ende.
„Es tut mir leid, aber es ist alles so aus mir herausgesprudelt, ich halte das alles einfach nicht mehr aus, es ist als hätte es für mich nie etwas anderes als dieses Plateau gegeben, als wäre mein Leben vor dem Plateau völlig aus meinem Gedächtnis gelöscht, allerdings werde ich ab und zu schon daran erinnert, wenn auch nicht immer positiv“ sprach Marguerite mit leiser Stimme.
„Aber du solltest darüber nachdenken, ob es nicht vielleicht besser ist als dein altes Leben. Wenn du dich entschieden hast, komm zu uns, Challenger will uns zeigen woran er gearbeitet hat“ sagte Finn und ging in Richtung Tür.
„Warte!....Ich komme mit. Finn, erst jetzt sehe ich was du fühlst, doch du versuchst es immer zu verbergen, aber jetzt sehe ich es. Ich weiß, dass auch du es nicht immer leicht hattest“ sagte Marguerite und ging zusammen mit Finn zu den anderen.

„Es tut mir leid!“ sprach Marguerite und setzte sich hin.
„Also um eure Neugier zu stillen, ich habe eine Zeitmaschine gebaut, es fehlt nur noch der Chip um sie zu aktivieren“ erklärte Challenger.
„Was? Was hast du vor?“ fragte Roxton.
„Ich will in die Vergangenheit reisen, um genau zu sein zu dem Tag, an dem ich den Vorschlag mit dieser Expedition gemacht habe und dort werde ich diese Expedition rückgängig machen“ sagte Challenger. Doch keiner war von dieser Idee begeistert.
„Wir können endlich wieder nach Hause! Freut ihr euch gar nicht?“ fragte Challenger verwirrt. Das der folgende Kommentar von Marguerite kam überraschte jeden: „Wollen sie das denn wirklich? Nach Hause?“ fragte Marguerite.
„Nein, nicht wirklich“ sprach Challenger schwermütig.
Und auch für alle anderen war die Antwort auf diese Frage eigentlich schon klar. Alle hatten auf dem Plateau ein besseres Leben gefunden als zuvor.
„Aber ausprobieren würde ich das Teil schon gern“ sagte Finn. Alle begannen zu lachen und es schien, als wären alle Probleme auf einmal vergessen. Also beschlossen sie, die Maschine am nächsten Morgen auszuprobieren.

Alle gingen schlafen. Marguerite sah Roxton an „Ich...“ doch Roxton unterbrach sie und nahm ihre Hand „Schon gut Marguerite“ beruhigte er sie. Challenger baute den Zeitchip ein, bevor auch er schließlich ins Bett ging, so könnten sie morgen Früh zeitig starten.
Es war Mitternacht und alle schliefen. Plötzlich stießen unter der Tür des Labors Lichtstrahlen hervor, und das ganze Baumhaus wurde von grellen Lichtstrahlen überflutet. Doch genauso schnell wie sie gekommen waren, verschwanden sie auch wieder.

Am nächsten Morgen war Roxton der erste, der aufwachte, weil ihm kalt war. Es war so kalt, dass er sogar seinen Atem sehen konnte.
„Was ist denn hier los?“ fragte er sich. Er ging in den Vorraum und sah aus dem Fenster. Er konnte nicht glauben, was er da sah. Sie waren anscheinend schon wieder in New Amazonia, doch alles lag in Eis, eine Schneedecke lag über den Straßen und zahlreiche Wolkenkratzer zierten die Landschaft wie Eisstatuen.

Roxton weckte sofort die anderen.
„Man ist das kalt“ bemerkte Marguerite.
„Finn, kannst du dir das erklären?“ fragte Challenger.
„Nein, so was habe ich in New Amazonia noch nie erlebt, die Ozonschicht war von der Umweltverschmutzung total zerstört und auch die Pole waren geschmolzen, Schnee war unmöglich“ sagte Finn,
„Na für diese Jahreszeit haben wir ja genau die richtige Bekleidung“ sagte Veronika zu Finn.
„Wir müssen unbedingt herausfinden, was hier los ist“ sprach Challenger und lief in sein Labor.
„Ich glaube hier ist die Lösung“ sagte er „die Zeitmaschine muss sich über Nacht aktiviert haben, als wir schliefen und durch einen Konstruktionsfehler hat sie gleich das ganze Baumhaus samt Inhalt in die Zukunft befördert“ erklärte er.
„Soll das heißen, dass das hier so was wie eine zweite Eiszeit ist?“ fragte Marguerite.
„Sieht ganz so aus“ sagte Challenger.
Sie machten sich auf den Weg, um zu erfahren was passiert sei.

Sie stapften durch den Schnee in die Stadt. Als Finn einen Beg sah, konnte sie nicht anders und schnappte sich ein Brett, das in der Nähe lag und schlitterte den Berg hinunter. Die anderen wunderten sich nur darüber.
„Hey, sagt mal habt ihr in eurem verstaubten London denn nie irgendwelche lustigen Sachen gemacht?“ fragte Finn verwundert.
„Das soll lustig sein? Das sieht mir eher nach Knochenbrüchen aus“ sagte Marguerite. Challenger begann nach Ursachen für diese Kälte zu suchen.
„Ich kann mir einfach nicht erklären wie das passiert ist, aber ich glaube, das ist die Vorstufe der Zerstörung des Plateaus“ vermutete Challenger.

Finn stand an einer Eiswand. Eine Träne lief an ihrer Wange entlang.
„Was hast du Finn?“ fragte Veronika.
„Dort, in der Eiswand, das ist mein alter Teddy, er war damals alles was ich hatte“ sagte sie mit trauriger Stimme.
„Challenger, ich schlage vor wir kehren nach Hause zurück“ sagte Veronika.
Sie liefen also wieder zurück zum Baumhaus.
„Finn, stell die Zeitmaschine auf 1922/Plateau“ sprach Challenger.
Die Maschine aktivierte sich und wieder wurde das Baumhaus mit einem hellen Licht ausgefüllt.

„Verschiedene Welten“

Teil 2

Endlich hatte sich das helle Licht wieder gelegt und Challenger lief sofort zum Fenster um zu sehen, ob sie wieder zu Hause waren.
„Finn, was für eine Zahl hast du eingegeben?“ fragte Challenger.
„Ähm, na ja, weiß nicht, ich hab’s mit Zahlen genauso wenig wie mit Buchstaben“ antwortete sie.
„Ich weiß nur, dass dahinter so ein Häkchen und ein Halbkreis ist“ erklärte sie.
„Finn, was hast du überhaupt gelernt? Das ist kein Häkchen, das ist ein V und der Halbkreis ist ein C, und v. C. bedeutet ‚vor Christus’“ sagte Challenger wütend.
Roxton sah auf das Ziffernblatt: „Oh, wir befinden uns im Jahre 1337 vor Christus“ sagte er.
„Finn hast du überhaupt irgendwas gelernt?“ fragte Challenger aufgebracht.
„Bei dem Lehrer wäre das ja echt ein Wunder“ nuschelte Marguerite.
„Das habe ich gehört“ meckerte Challenger.
Finn zog nur ein verdutztes Gesicht. Da, wo vorher eingefrorene Wolkenkratzer standen, befand sich nun eine weite, kahle Wüste.
„Seht mal da hinten!“ sagte Roxton und zeigte auf etwas in der Ferne.
„Das ist eine Pyramide, wow, da müssen wir unbedingt hin“ sagte Challenger.
„Ach, auf einmal findet er’s toll“ flüsterte Finn zur grinsenden Veronika.
„Challenger, befinden wir uns eigentlich immer noch auf dem Plateau?“ fragte Veronika.
„Ja, die Maschine kann immer nur in den Ort reisen, von dem sie gestartet ist“ antwortete Challenger.
„Das heißt ja, dass die alten Ägypter dieses Plateau auch schon kannten“ schlussfolgerte Finn.
„Ja sieht ganz danach aus“ entgegnete Roxton.
So begaben sie sich zur Pyramide.

Bei der Pyramide angekommen, war Challenger äußerst überrascht.
„Challenger, was ist los?“ fragte Marguerite.
„Seht ihr diese Hieroglyphen dort?“ fragte Challenger und deutete auf Symbole über dem Pyramideneingang. 

„Diese Zeichen bedeuten ‚Tut Ench Amun’ das hier ist das Grabmal des ägyptischen Pharao’s Tut Ench Amun“ sagte Challenger.
„Sie meinen, das ist das Grabmal, welches Howard Carter kurz vor unserer Expedition in Ägypten entdeckte?“ fragte Roxton.
„Genau, das bedeutet, das wir als einzige das Grabmal des Tut Ench Amun kurz nach seiner Errichtung noch unversehrt sehen können“ sprach Challenger.
„Sag, mal gab es in diesem Grabmal nicht auch eine Totenmaske aus purem Gold?“ fragte Marguerite interessiert.
„Ja, auch der dritte Mumiensarg besteht aus Gold und ist ungefähr 110kg schwer, außerdem...Moment mal!“ unterbrach Challenger seinen Satz, „du denkst doch nicht etwa darüber nach etwas aus der Grabkammer zu stehlen?“ fragte Challenger.
„Nein, sie will sich nur historische Informationen einholen“ lachte Roxton voller Ironie. Schließlich gingen sie in das Innere der Pyramide.

„Cool hier sieht es ja wirklich aus wie im Film“ bemerkte Finn.
„Nun, da ich denke, dass du dich genauso gut mit Pyramiden auskennst wie mit Pflanzen oder sonstigen Dingen, frage ich dich wo wir jetzt hin müssen?“ fragte Marguerite Challenger.
„Ja Marguerite da hast du recht, last mich kurz überlegen, wir müssen diesen langen Gang entlang, dann müssten wir zur Königinnenkammer gelangen“ erklärte er.
- Königinnenkammer? Da gibt es bestimmt ein paar Schätze – dachte sich Marguerite.
„Wie lang ist der Tunnel denn wir laufen ja schon eine halbe Ewigkeit hier rum“ quengelte Finn.
„Wir sind gleich da“ beruhigte Challenger.
An den Wänden befanden sich zahlreiche Malereien und Symbole. Der Boden bestand aus Kalksteinen, die poliert und in Ziegelform gebracht waren. Plötzlich hörte man ein ’KLICK’.
„STOP!“ rief Challenger und alle blieben sofort stehen.
„Was ist denn?“ fragte Roxton.
„Marguerite, beweg dich nicht“ sagte Challenger.
„Warum? Was ist?“ fragte sie gereizt, tat aber was Challenger ihr sagte.
„Du stehst auf einem Auslösemechanismus“ erklärte Challenger.
„Auslösemechanismus? Wofür?“ fragte Veronika.
„Das weiß ich nicht aber hier geht irgendwas los wenn der Schalter, auf den Marguerite getreten ist losgelassen wird“ sagte Challenger. Marguerite stand da wie angewurzelt und traute sich kaum zu atmen.
„Die Ägypter bauten oft Fallen in die Pyramiden um sie vor Grabräubern zu schützen.
„Also es ist doch schon fast wieder eine Ironie, dass ausgerechnet Marguerite darauf treten musste“ scherzte Roxton.
„Was soll das denn bitte heißen?“ fragte sie böse.
„Na das du immer in solche Fallen trittst“ mischte sich Finn ein.
„Und, dass sie sich gerne alles krallt, was glänzt und glitzert“ ergänze Roxton.
„Hört auf zu streiten! Sucht lieber alles ab, ob ihr irgendwelche Öffnungen am Boden, an den Wänden oder an der Decke seht“ sagte Challenger.
Sie suchten alles ab aber fanden nichts.
„Hey ich glaube ich hab was“ rief Veronika plötzlich. Sie hatte an beiden Wänden links und rechts von ihnen mehrere Löcher entdeckt.
„Was meint ihr was da rauskommen soll?“ fragte Roxton.
„Keine Ahnung da könnte alles mögliche rauskommen“ sagte Challenger.
„Und was machen wir jetzt?“ fragte Marguerite, die immer noch stock, steif dastand.
„Ganz einfach, wir müssen versuchen in der Höhe unterhalb der Löcher weiter zu gehen, am besten kriechen wir“ sagte Finn.
„Ja, also Marguerite wenn wir alle auf dem Boden liegen und ich dir zurufe, dann legst du dich ganz schnell auf den Boden okay?“ sagte Roxton. Marguerite war einverstanden und wartete auf Roxton’s Zeichen.

„Jetzt!“ rief Roxton. Marguerite schmiss sich blitzschnell auf den Boden und sofort schossen aus den Löchern mehrere Klingen. Jede Klinge bohrte sich in die gegenüberliegende Wand, blieben aber auch in der Wand stecken aus der sie kamen. So waren unsere fünf Abenteurer gezwungen den weiteren Weg zu kriechen.
„Man das war eine ungemütliche Landung und jetzt darf ich hier auch noch rumkriechen“ nörgelte Marguerite. Endlich waren sie in der Königinnenkammer angekommen.
„Sind wir hier auch richtig? Hier sind ja gar keine Schätze“ fragte Marguerite.
„Wir müssen zur Königskammer“ sagte Challenger.
„Die Schätze schlägst du dir am besten gleich wieder aus dem Kopf“ sagte Roxton.
„Hey, das Teil sieht ja voll verschärft aus, was is’n das?“ fragte Finn und deutete auf eine Zeichnung an der Wand, die offensichtlich ein Auge darstellte.

„Also du hast manchmal merkwürdige Wörter, die du benutzt“ warf Marguerite ein.
„Oh, das Horusauge, es verleiht angeblich das ewige Leben und soll dich beschützen auch wenn es sich schließt“ klärte Challenger sie auf.
Sie gingen weiter. Endlich kamen sie in der Königskammer an und tatsächlich, dort gab es zahlreiche Statuen aus Gold und mehr.
„Challenger, sieh mal!“ sagte Veronika.
„Was ist denn?“ fragte Challenger.
„Dieses Bild hier an der Wand sieht genauso aus wie der Anhänger, den ich von meiner Mutter habe“ sagte sie. Tatsächlich auf der Wand befand sich genau dasselbe Bild.
„Merkwürdig, soll die Geschichte des Plateaus wirklich so tief in die Vergangenheit reichen?“ fragte Challenger sich und die anderen.

„Verschiedene Welten“ letzter Teil

„Das ist alles sehr merkwürdig“ grübelte Challenger.
„Können wir nicht einfach wieder nach Hause?“ nervte Finn.
„Da wären wir schon längst, hättest du nicht die falschen Zahlen eingestellt“ schnappte Marguerite.
„Du bist ja nur sauer, weil du hier nix klauen kannst“ schlug Finn zurück.
„Hört auf“ Ich denke es wird Zeit, dass wir wieder nach Hause fahren, oder als was man unsere Zeitsprünge bezeichnen kann“ sagte Roxton.
„Time - Surfing“ scherzte Finn.

Im Baumhaus angekommen, stellte Challenger die Zeitmaschine auf das Jahr 1922 ein. Erneut stießen helle Lichter in alle Richtungen. Die Maschine stoppte.
„So, jetzt sind wir endlich wieder zu Hause“ sagte Challenger. Finn lief zum Fenster. Tatsächlich, es sah alles ganz normal aus, sie blickte in den Dschungel. Aber plötzlich entdeckte sie etwas.
„Ähm, Challenger? Warum steht da draußen unser Baumhaus?“ fragte Finn.
„Was? Wo?!“ fragte Roxton verwirrt. Alle fuhren mit dem Lift schnell nach unten.
„Verdammt!“ fluchte Challenger.
„Was ist?“ fragte Veronika.
„Das ist tatsächlich unser Baumhaus, aber es hat keinen Elektrozaun und ein Windkraftrad ist auch nicht zu hören“ sprach Challenger.
„Was bedeutet das?“ fragte Marguerite.
„Wir sind in der Vergangenheit, als Veronika noch allein auf dem Plateau lebte“ erklärte Challenger.
„Lasst uns in das Baumhaus gehen“ sagte Veronika.
„Aber da kommen wir doch gerade her?“ sagte Finn verwundert.
„Sie meint doch das ohne Zaun“ keifte Marguerite.
- Bla, bla, bla – dachte sich Finn. – immer gleich am Keifen die Frau – dachte sie weiter.

Als sie das Baumhaus betraten, sah eigentlich fast alles so aus wie immer. Aber eben nur fast.
„Hey Veronika, dass sind doch die Bücher von deinem Vater“ sagte Marguerite, die die Bücher von Veronika’s Vater entdeckte.
„Ja, aber die kenne ich schon in und auswendig, mein Vater hat mir immer alles ganz genau erklärt. Aber ich nehme sie mit als Erinnerung“ sprach Veronika. Marguerite blätterte in den Büchern.
„Sag mal Veronika, hat dir dein Vater auch davon erzählt?“ fragte Marguerite und deutete auf eine Zeichnung im Buch, die das Symbol der Druidenpriesterin, welches Marguerite auf dem Rücken trug, beinhaltete.
„Nein, diese Seite kenne ich gar nicht, merkwürdig“ wunderte sich Veronika.
„Also erst mein Teddy, dann Veronika’s Zeichen, jetzt Marguerite’s Zeichen, was kommt als nächstes?!“ jammerte Finn gelangweilt.
„Du nimmst einfach nichts ernst“ regte sich Marguerite schon wieder über Finn auf.
„Nein, nein Marguerite, sie hat gar nicht mal so unrecht“ sprach Challenger.
„Warum? Was meinst du?“ fragte Roxton.
„Ich habe seitdem wir in der Pyramide waren eine Vermutung, ich habe bisher nur noch nichts gesagt, weil ich mich erst vergewissern wollte“ sagte Challenger.
„Jetzt rede doch nicht um den heißen Brei herum“ drängte Marguerite.
„Da es eine längere Erklärung wird und es schon spät ist, schlage ich vor, dass wir erst mal Abendbrot machen und das ganze dann beim Essen besprechen“ sprach Challenger. Endlich war das Essen angerichtet.
„Also, raus mit der Sprache Challenger“ sagte Veronika.
„Finn hatte recht, bis jetzt haben wir überall wo wir waren etwas von uns gefunden. Aber all das war nicht wirklich da. Der Teddy von Finn war nicht wirklich in der Eiswand, das Bild von Veronika’s Anhänger war nicht wirklich an der Wand, und auch das Zeichen von Marguerite ist nicht wirklich im Buch, das sind alles nur Hinweise für uns“ erklärte Challenger.
„Woher willst du das wissen, dass das alles nicht echt war?“ fragte Veronika.
„Die Welten waren schon echt, aber die persönlichen Zeichen nicht, das habe ich gemerkt, weil Veronika das Zeichen von Marguerite im Buch ihres Vaters noch nie gesehen hatte, obwohl sie die Bücher in und auswendig kennt“ sagte Challenger. Alle hörten gebannt zu, Spannung lag in der Luft.
„Du sagtest, es wären Hinweise für uns, was meinst du damit?“ fragte Roxton.
„Für unsere Zukunft“ sprach Challenger „das heißt, das wir irgendwann mal dort landen, wo die Zeichen sind“ sprach er zu ende.
„Wie? Jeder getrennt oder alle zusammen? Und wann? Geht das nicht etwas genauer?“! fragte Marguerite.
„Nun, genau da weiß ich noch nicht weiter, aber ich weiß, wie wir zu den Orten gelangen, die Zeitmaschine wird von Kräften des Plateaus gesteuert, wir können es sie nicht beeinflussen, es ist, als würde uns jemand unsere Zukunft präsentieren“ sagte Challenger.
„Das heißt ja, dass ich gar nicht schuld war, dass wir zu dieser Wüste gelangt sind“ bemerkte Finn und warf Marguerite einen siegessicheren Blick zu.
„Und was jetzt?“ fragte Veronika.
„Wir müssen zu allen Orten reisen, in welche uns die Maschine führt“ sagte Challenger.

Man hatte beschlossen im Baumhaus zu übernachten, bevor sie sich am Morgen wieder auf den Weg machen würden. Die Nacht war still, alle schliefen nur Veronika war noch wach und blätterte in den Büchern ihres Vaters.
„Na kannst du auch nicht schlafen?“ fragte Finn Veronika, denn auch sie konnte nicht mehr schlafen. Wenn sie mitten in einem Abenteuer steckten konnte sie das nie, dafür war sie viel zu hibbelig. Challenger sagt immer zu ihr, dass sie erst im höheren Alter merken werde wie wertvoll Schlaf doch ist, aber Finn war jung und im Augenblick total munter.
„Das alles hier ist so merkwürdig, ist dir schon aufgefallen, dass wir nirgendwo Menschen oder andere Lebewesen getroffen habe?“ fragte Veronika.
„Du kannst vielleicht Fragen stellen, ich steig bei der ganzen Sache so schon nicht mehr durch“ scherzte Finn.
„Ach Finny, du bist manchmal echt witzig mit deinen merkwürdigen Sprüchen, das ist es, was so an dir mag“ grinste Veronika. So unterhielten sie sich die ganze Nacht.

Am Morgen, als die anderen endlich alle aufgestanden waren, machten sie sich auch gleich wieder auf den Weg um mit der Zeitmaschine weiter zu reisen.
„Man bin ich müde“ gähnte Finn.
„Ja ich auch“ bestätigte Veronika.
„Kein Wunder, wenn man die ganze Nacht über tratschen muss“ feigste Roxton. Die Maschine wurde in Gang gesetzt und die Reise begann auf’s neue. Sie landeten diesmal in einer Stadt.

„Wo sind wir denn hier gelandet?“ fragte Veronika.
„Ddas ...... d d ddas ist London!” stotterte Roxton überrascht.
„Das ist London? Und hier wolltet ihr unbedingt wieder hin zurück?“ fragte Finn spöttisch. Sie schlugen den Weg Richtung „Londoner - Scientic - Institute“ ein.
„In diesem Raum, haben wir alles für die Expedition besprochen“ sagte Challenger und dachte an damals zurück.
„Georg, sieh mal! Das ist doch mein Ring, den ich von meinem Vater habe“ sagte Roxton, der seinen Ring auf dem Schreibtisch entdeckte.
„Roxton, das bedeutet, dass du irgendwann nach London zurückkehren wirst“ schlussfolgerte Marguerite. Challenger wurde plötzlich kreide bleich und setzte sich.
„Challenger, was hast du?“ fragte Finn besorgt.
„Meine Vermutung ist bestätigt und ich weiß jetzt auch, dass wir alle getrennt sein werden“ sprach er.
„An keinem dieser Orte waren Menschen, in Büchern, die ich über Zeitreisen gelesen habe, bedeutete das, das man tot sein wird. Das heißt, in all diesen Orten wo wir waren, werden wir unsere letzten Lebenstage verbringen und sterben“ sprach er.

„Wir sollten zum letzten Ort reisen, zu dem Ort wo ich sterben werde“ sagte er. Wieder starteten sie die Maschine. Wieder landeten sie im Dschungel des Plateaus.
„Das ist doch das Zangadorf“ bemerkte Veronika. Challenger sah sich um und entdeckte in einem Zelt, das Bild des Flugsaurier, welches er immer bei sich trug.
„Das Zangadorf ist also der Ort, wo du... „ sprach Finn, wurde aber unterbrochen.
„Ja, Finn jetzt sollten wir eigentlich wieder nach Hause zurückkehren können nachdem wir alle Welten besucht haben“ sprach Challenger und versuchte seine Angst vor der Zukunft zu verdrängen. So reisten sie zurück und kamen tatsächlich endlich wieder nach Hause.

Es war sehr spät und jeder musste das, was sie heute erlebt hatten und über ihre Zukunft erfahren hatten auf seine Art verkraften. So ging Finn zu Veronika ins Zimmer.
„Veronika? Schläfst du schon?“ flüsterte sie.
„Nein“ antwortete Veronika.
„Ich habe Angst. Irgendwann werden sich unsere Wege trennen ich habe Angst davor wieder allein zu sein“ weinte Finn.
„Finny mach dir keine Sorgen, ich glaube nicht, dass sich all das erfüllen wird, wir haben doch schon so einiges erlebt und haben alles überstanden also auch das“ beruhigte sie Veronika. Veronika nahm Finn in den Arm, wo Finn nach einer Weile einschlief.
„Ich werde dich vermissen kleine Finny“ sprach Veronika, bevor auch sie einschlief.

ENDE

„Der Tempel“

Es war früh am Morgen, Marguerite war im Garten, obwohl sie sonst eher weniger für körperliche Arbeit zu begeistern war. Roxton war zusammen mit Veronika auf der Jagd. Finn war mit Challenger im Labor, wo Challenger dabei war mal wieder etwas neues zu erfinden. Finn verstand natürlich nicht viel und fragte deshalb alle zwei Minuten noch mal nach, nachdem Challenger ihr etwas erklärt hatte. Sie versuchte so viel Interesse wie möglich an Challengers Forschungen zu zeigen, der Höflichkeit halber. Marguerite war gerade dabei neues Gemüse zu pflanzen, als sie beim Umgraben etwas entdeckte.

„Was ist das denn?“ fragte sie sich, als sie auf etwas papierartiges im Boden stieß.

Sie grub es aus und entdeckte, dass es so etwas wie eine Karte war. Zur selben Zeit waren Veronika und Roxton einem Raptoren auf der Spur. Veronika war der Köder und zog die Aufmerksamkeit des Raptoren auf sich. So konnten sie die Bestie in eine von Challenger entwickelte Falle, seine neueste Erfindung, locken und Roxton tat mit dem Gewehr das Übrige. Marguerite zeigte Challenger und Finn was sie gefunden hatte.

„Nun, ich kann damit wenig anfangen, die Worte sind ziemlich merkwürdig gewählt“ sagte Challenger zu dem Schriftstück, welches Marguerite gefunden hatte.

„Ich weis was das ist“ antwortete Finn.

Marguerite sah sie verwundert an.

„Und? Was ist es?“ drängte sie.

„Seht ihr das Zeichen links unten in der Ecke?“ fragte Finn.

„Kommt euch das nicht bekannt vor?“ fragte sie und wedelte dabei ganz aufgeregt mit dem Zettel vor Challengers Nase herum.

„Du hast recht, das ist die Flagge von New Amazonia“ erkannte Challenger.

„Und wie bitte kommt das hier her?“ fragte Marguerite, der dieser Zettel relativ egal war.

„Dafür kann es nur eine Erklärung geben, die Karte muss irgendwie mit Finn durch das Zeittor damals in der Höhle gelangt sein“ schlussfolgerte Challenger.

Endlich trafen Roxton und Veronika wieder im Baumhaus ein.

„Na, gibt’s was Neues? Ich hoffe du hast dich im Garten nicht überarbeitet Marguerite“ entgegnete Roxton mit einem Hauch von Ironie in der Stimme.

„Ich kann dich beruhigen John, ich lebe noch. Und ja, es gibt was Neues“ erwiderte Marguerite schnippisch.

„Marguerite hat das hier gefunden“ sagte Finn und zeigte Veronika und Roxton die Karte.

„Ich weiß ja nicht wie’s euch geht aber es wäre nett wenn du uns endlich sagen würdest was es mit der Karte auf sich hat“ nörgelte Marguerite ungeduldig.

„Okay, in der Zukunft, also in der Zeit aus der ich komme, gab es ein geheimes Forschungsprojekt. Man war auf der Suche nach einem geheimnisvollen Tempel, in welchem sich magische Kräfte bündeln sollen“ klärte Finn die Freunde auf. „Man versuchte alles geheim zu halten, aber man konnte das Vordringen an die Öffentlichkeit nicht verhindern und deshalb wurde die geheime Forschungsmission aufgelöst.“

„Und was hat die Karte damit zu tun?“ fragte Challenger interessiert.

„Der Kreis, der auf der Karte zu sehen ist, stellt den Tempel dar“ antwortete Finn.

„Da sich New Amazonia auf dem Plateau befand, bedeutet das, dass der Tempel hier irgendwo sein muss“ vermutete Roxton.

„Soll das heißen, dass ihr nach dem Tempel suchen wollt?“ fragte Marguerite.

„Natürlich! Das könnte eine wichtige wissenschaftliche Entdeckung werden“ ermahnte Challenger und beschloss eine Expedition vorzubereiten.

Sie machten sich auf den Weg. Nach zwei Tagen langer Wanderung kamen sie in ein Gebiet, in dem sie nie zuvor waren. Dabei lebten sie nun schon seit drei Jahren auf dem Plateau. Der dichte Wald hatte abgenommen, nun wurde die Landschaft zum größten Teil von kahlen Bäumen und grauer Steppe bestimmt. In der ersten Nacht hatten sie Glück und konnten ihr Lager im Freie aufschlagen, dich diesmal machte ihnen das Wetter einen Strich durch die Rechnung und sie mussten Unterschlupf in einer Höhle suchen. Da es dort sehr feucht war, war es schwer ein Feuer zu machen, was Roxton aber doch noch gelang.

„Der Karte zu folge müssen wir morgen nur noch ein paar Stunden laufen, dann müssten wir da sein“ sagte Finn.

„Na hoffentlich, so langes Wandern ist nichts für mich“ sagte Marguerite erschöpft.

„Wir sollten schlafen, damit wir morgen genug Energie haben, es liegt noch viel vor uns“ sprach Veronika.

Am nächsten Morgen hatten sie sich früh auf den Weg gemacht und erreichten ihr Ziel am Mittag.

„Und was soll hier jetzt sein?“ fragte Veronika.

„Eigentlich müsste sich der Tempel genau hier befinden“ wunderte sich Finn.

„Tja sieht so aus als wären wir umsonst so lange gewandert“ entgegnete Roxton.

„Das ist ja mal wieder typisch, ich habe ja von Anfang an nicht geglaubt, dass es diesen Tempel gibt“ nörgelte Marguerite.

„Nein, wir sind nicht umsonst hier“ sagte Challenger.

„Challenger, sieh doch ein, hier ist nicht“ versuchte Finn Challenger klar zu machen.

Aber Challenger war fest davon überzeugt, dass sich der Tempel dort irgendwo befindet.

„Finn, was weißt du über den Tempel?“ fragte Challenger.

„Na ja er wurde angeblich zu Ehren des ’gefangenen Untieres im Chaos’ erbaut“ entgegnete Finn.

„Hey, seht mal dort ein Pfeil“ entdeckte Veronika.

„Ja aber warum zeigt er nach unten auf den Boden?“ fragte Roxton verwundert.

„Roxton, geben sie mir eine Schaufel“ forderte Challenger und begann an der Stelle zu graben, auf welche der Pfeil weißte.

Plötzlich stieß er auf einen Hebel, welchen er ohne zu zögern betätigte. Der Boden begann zu beben und die fünft Abenteurer fielen durch einen langen Tunnel, der kein Ende zu nehmen schien. Sie landeten schließlich in einem riesigen leeren Raum.

„Das ist der Tempel“ erkannte Roxton.

„Ja aber seht euch die vielen Türen an“ sagte Veronika.

Der Raum war mit fünf Türen verbunden.

„Na toll, und welche sollen wir jetzt nehmen?“ fragte Marguerite genervt.

„Nun, ich denke immer noch darüber nach, was Finn vorhin gesagt hat, das mit dem ’gefangenen Untier im Chaos’“ überlegte Challenger.

„Natürlich, damit ist der Minotaurus gemeint, erkannte Roxton.

„Ja du hast recht, der Minotaurus war eine Gestalt halb Stier halb Gott, denn der Minotaurus ging aus der Verbindung der Frau des Minos und eines Stieres hervor. So lässt sich der Ausdruck ’Untier’ erklären“ erläuterte Challenger.

„Er wurde doc in ein Labyrinth eingesperrt, wo er dann lebte, damit könnte das ’Chaos’ gemeint sein“ schlussfolgerte Marguerite.

„Ja aber etwas beunruhigt mich“ sagte Challenger.

„Und das wäre?“ fragte Veronika.

„Dem Minotaurus wurden stets Menschenopfer gebracht und wir wissen nicht, ob er wirklich nur eine Legende ist“ erzählte Challenger.

„Soll das heißen, dass der Tempel hier das Labyrinth des Minodingsbums darstellen soll und das er hier vielleicht noch rumlaufen könnte?“ fragte Finn etwas beunruhigt.

„Das könnte durchaus möglich sein“ entgegnete Challenger.

„Wie könnte man ihn töten?“ fragte Roxton.

„Der Sage nach mit Hilfe des Ariadnefadens“ antwortete Challenger.

Schließlich beschlossen sie sich zu trennen und gingen durch die Türen. Marguerite begegnete nach ein paar Metern einer ihr bekannten Person, Winston Churchill.

„Ms. Krux, Sie laufen in ihr Verderben, sie glauben doch nicht im Ernst, das sie hier wieder rauskommen“ entgegnete er ihr.

„Seien sie still, sie sind nicht real“ versuchte Marguerite sich abzulenken.

„Werte Ms. Krux ich bin realer als sie denken, sie können ihren Freunden nicht vertrauen“ sprach er zu ihr.

Plötzlich zog Churchill eine Waffe und schoss auf Marguerite. Marguerite spürte einen dumpfen Schmerz, sie konnte ihre Umgebung nicht mehr wahrnehmen und fiel zu Boden. Sie sah Roxton vor sich, er streckte ihr die Hand entgegen doch Marguerite konnte ihn nicht erreichen. Sie lag am Boden, die Zeit blieb stehen, ihr Herz stand still.

Währenddessen suchte Challenger nach weiteren Hinweisen um mehr über den Tempel zu erfahren. Plötzlich hörte er eine Stimme:

„Challenger, sie glauben doch nicht hier wissenschaftliche Entdeckungen machen zu können“ entgegnete ihm diese Stimme.

Challenger sah sich um, konnte aber niemanden entdecken.

„Arthur? Sind die das?“ fragte Challenger.

„Challenger, sie waren schon immer ein Tölpel mit ihren Hirngespinsten“ sprach die Stimme, welche sich nun als Arthur Summerlee zu erkennen gab.

„Hören sie damit auf“ rief Challenger.

Plötzlich löste sich aus der Wand ein Pfeil und durchbohrte Challenger. Seine Augen waren leer, sein Atem kalt, er fühlte nichts mehr.

Veronika betrachtete die Wände, auf welchen merkwürdige Malereien zu sehen waren.

„Hallo Schatz!“

Veronika traute ihren Augen nicht, sie sah ihre Mutter.

„Mutter?“ fragte sie und konnte nicht glauben was sie sah. „Ich wusste das ich dich irgendwann finde, wo ist Vater?2 fragte Veronika.

„Komm her Schatz!“

Veronikas Mutter streckte ihre Arme aus und Veronika ging auf sie zu um sie endlich in ihre Arme zu schießen. Doch Veronika lief in den Tod. Tausend Stiche nahmen ihr die Sinne. Ihr Körper war gelähmt und ihr Atem erlosch.

Roxton hatte Fußspuren entdeckt, die einem Affen ähnelten.

„Ich mag keine Affen“ sagte er vor sich hin.

„Ah, mein ältester Sohn“ sprach jemand.

„Vater?“ fragte Roxton. „Bist du das?“

„Oh ja aber bist du mein Sohn?“

„Ja Vater ich bin’s, John!“

„Oh nein du bist nicht mein Sohn, mein Sohn bringt nicht seinen eigenen Bruder um, du bist ein Mörder!“

„Nein Vater das war ein Unfall, ich wollte ihn retten“ entgegnete Roxton.

Plötzlich fiel ein Schuss, Leere, Stille, Unendlichkeit.

„Tut mir leid mein Sohn, es war nur ein Unfall!“

Finn fühlte sich in diesem Tempel nicht wohl, sie wünschte, sie hätte ihre Klappe gehalten aber nun war sie hier. Plötzlich sah sie am Ende des Ganges einen hellen Schein. Sie betrat einen großen Raum, in dessen Mitte ein Podest mit einer leuchtenden Kugel stand. Marguerite, Challenger, Veronika und Roxton lagen bewusstlos am Boden. Langsam wachten sie auf.

„Was ist passiert?“ fragte Marguerite verwirrt.

„Ich dachte ich wäre tot“ sagte Challenger.

„Ja ich spürte Schmerz“ antwortete Veronika.

„Ich weiß nicht, was hier passiert ist, aber es muss an den Magischen Kräften liegen, von denen die Rede war“ entgegnete Finn.

„Was ist das für eine Kugel?“ fragte Roxton.

„Das mein lieber Roxton ist der Ariadnefaden, er kann uns aus diesem Labyrinth wieder unbeschadet rausführen“ erklärte Challenger.

„Wenn das so ist, na dann los!“ rief Marguerite.

„Warten sie, sie können den Faden nicht berühren, nur wer eine Vergangenheit ohne Schuldgefühle hat kann ihn verwenden. Finn du musst es tun“ forderte Challenger.

„Wieso ich?“ fragte Finn überrascht.

„Ich glaube ich weiß was Challenger meint, Marguerite hat in ihrer Vergangenheit durch ihre Gier viele Fehler gemacht, Challenger hat Schuldgefühle, weil er euch auf dieses Plateau gebracht hat, Roxton plagt immer noch das Gewissen wegen dem Tod seines Bruders und ich gebe mir die Schuld an dem Verschwinden meiner Eltern. Nur du wurdest nicht mit deiner Vergangenheit konfrontiert“ erklärte Veronika.

„Klingt logisch“ antwortete Finn.

Sie näherte sich dem Ariadnefaden. Sie nahm ihn und legte ihn auf den Boden. Tatsächlich, die Kugel bewegte sich und zeigte den fünf Freunden den Weg. Sie waren gerettet.

„Finn ohne dich wären wir da nie rausgekommen“ sagte Veronika.

„Ja, aber ich denke wenn wir mal wieder eine Karte finden sollten wir sie gleich vernichten“ antwortete Finn.


ENDE

"Die Botschaft"

Finn Challenger Marguerite Roxton
Veronica


Seit Tagen war es im Dschungel ziehmlcih ruhig. Auch die üblichen Angriffe der Affenmenschen blieben aus. Nicht dass es unserere 5 Abenteurer störte, aber dennoch traute Veronica dieser Ruhe nicht. Es war Nacht, die Luft schien still zu stehen und es lag eine gewisse Spannung in ihr. In der Ferne hörte man nur das gewohnte Geräusch des Windkraftrades. Da Finn nicht schlafenkonnte, hatte sie beschlossn sich noch einen Tee zu genehmigen. Nun saß sie im Baumhaus und genoss die Stille.

Doch plötzlich sah sie einen Schatten. Dich in dem Glauben sich das nur eingebildet zu haben ging sie weider Richtung Bett. Aber schonwieder sah sie diesen Schatten vorbeihusche. "Spinn ich?!" fragte sie sich und begann langsam an sich zu zweifeln. Auf einmal hörte sie ein Klirren. Der Schatten verschwand schlagartig, als Roxton das Licht anmachte. Challenger, Marguerite und Veronica kamen auch dazu. "Wer macht denn mitten in der Nacht so einen Krach?" fragte Marguerite noch halb im Tiefschlaf. "Was ist geschehen und wer war das?" fragte Challenger ganz außer sich und deutete dabei auf das zerbrochene Bild des Flugsauriers. "Da war so ein komischer Schatten" versuchte Finn zu erklären aber Challenger wollte nichts davon hören. "Wir sollten wieder schlafen gehen und morgen darüber diskutieren." versuchte Roxton zu beruhigen.

Am nächsten Morgen berichtete Finn den anderen was sie gesehen hatte. "Konntest du erkennen wer es war?" fragte Veronica ganz aufgeregt. "Dazu hatte sie ja keine Zeit, denn der Schatten verschwand ja sofort, weil irgendjemand das Licht angemacht hat." entgegnete Marguerite und warf Roxton einen stechenden Blick zu. "Ich konnte zwar nicht erkennnen wer es war, aber ich habe das hier gefunden." Finn hielt in ihrer Hand eine zerbrochene Brille. "Das ist doch Summerlees Brille!" stellte Veronica fest.

Sollte Summerlee im Baumhaus gewesen sein?

„Die Botschaft“ – Teil II

Challenger
Finn
Roxton
Marguerite
Veronika


„Summerlees Brille? Wo kommt die denn her?“
fragte Marguerite entgeistert.

„Dafür gibt es nur eine Erklärung, Summerlee muss der Schatten gewesen sein, den Finn gesehen hat.“ sagte Roxton

Challenger lief aufgeregt auf und ab.

„Das kann nicht sein, Summerlee ist tot, es muss eine einfachere Erklärung dafür geben.“

Finn verdrehte genervt die Augen, da Challenger bekannt dafür war alles genauestens zu hinterfragen. Drei Tage waren vergangen, doch der Schatten war noch nicht wieder aufgetaucht. Challenger lief seit Tagen mit einem von ihm erfundenen Schwingungsmesser herum, um irgendwelche unnatürlichen Schwingungen aufzuspüren. Es war spät abends, außer Challenger und Veronika, waren alle schon im Bett. Plötzlich hörte Veronika ein Rascheln und auch der Schwingungsmesser spielte plötzlich verrückt.

„Was war das und was ist mit dem komischen Apparat los?“ fragte Veronika völlig verwirrt.

„Ich werde versuchen die Schwingungsquelle zu finden.“ sagte Challenger und lief mit dem Schwingungsmesser durch das ganze Baumhaus.

Plötzlich erschien wieder dieser Schatten, den Finn gesehen hatte.

„Challenger, schnell, kommen Sie her!“ rief Veronika, doch vergeblich, Challenger war plötzlich spurlos verschwunden.

Veronika rief die anderen zusammen und sie machten sich auf den Weg Challenger zu suchen.

„Challenger sucht sich immer den schlechtesten Zeitpunkt zum Verschwinden aus.“ sagte Marguerite mürrisch, da sie schon wieder mitten in der Nacht aus ihrem Schlaf gerissen worden war.

„Marguerite, ich frag mich warum du dich so aufregst, du hast doch nun wirklich keinen Schönheitsschlaf mehr nötig.“ erwiderte Roxton mit einem leichten Grinsen auf dem Gesicht.

„Seht mal dort – Fußspuren.“ entdeckte Finn.

„Ja, aber seht mal daneben sind noch etwas größere Spuren.“

Kaum hatte Veronika dies ausgesprochen sprangen aus dem Gebüsch zwei Raptoren. Um sich zu retten rannten alle vier in die Richtung einer Höhle. Doch unterwegs fielen Finn und Marguerite in eine Grube, die von den Affenmenschen als Falle ausgehoben worden war. Das dachten sie jedenfalls.

„Die Botschaft“ Teil III


Challenger
Finn
Veronika
Roxton
Marguerite

„Wo sind Finn und Marguerite?“ fragte Roxton völlig außer Atem.

„Keine Ahnung, wir müssen sie unterwegs verloren haben.“ antwortete Veronika.

„Gut das ihr hier seit.“ tönte eine Stimme aus einem Winkel der Höhle.

Es war Challenger.

„Ich hoffe ihr habt euch keine Sorgen gemacht, aber ich fand im Baumhaus diesen Zettel mit Summerlees Handschrift, der mich zu dieser Höhle führte.“ Berichtete Challenger und wedelte dabei ganz aufgeregt mit dem Zettel.

„Seht euch das an!“ sagte Challenger und deutete auf merkwürdige Schriftzeichen in der Felswand.

„Was bedeutet das?“ fragte Roxton verwundert.

„Das ist lenganisch. Diese Sprache sprachen die Lenga, doch ihr Stamm existiert nicht mehr.“ klärte Veronika auf.

„Kannst du das entziffern Veronika?“ fragte Roxton.

„Ich glaube schon, aber ich brauche etwas Zeit.“

Währenddessen hatten sich Marguerite und Finn von ihrem Sturz erholt.

„Na toll, immer fall ich in irgendwelche Löcher.“ regte sich Marguerite auf.

„Wir sollten ruhig bleiben und versuchen hier wieder rauszukommen.“ antwortete Finn gelassen.

Nach ein paar Metern sah Marguerite ein Funkeln.

„Was ist das?“ fragte sie und trat näher.

In der Grube befanden sich unzählige Diamanten und Marguerite konnte sich nicht mehr zurückhalten.

„Warte, das könnte eine Falle sein.“ warnte Finn.

Tatsächlich, kaum hatte Marguerite einen Diamanten berührt, begannen die Wände sich aufeinander zu zu bewegen.

„Toll Marguerite, jetzt haben wir ein echtes Problem.“

In der Höhle hatte Veronika inzwischen die Schriftzeichen entziffert.

„Das ganze ist eine Geschichte. In der Geschichte ist der Weg vom Plateau versteckt.“ erklärte Veronika.

„Soll das heißen, dass die Botschaft von Summerlee ein Hinweiß war um den Weg vom Plateau zu finden?“
fragte Roxton.

„Sieht ganz so aus.“ erwiderte Challenger.

„Hier steht: ’Über den Himmel gekommen, verließen sie die Welt durch die Erde.’“ berichtete Veronika

„’Über den Himmel gekommen’ ?`- damit könnte unsere Ballonfahrt gemeint sein.“ kombinierte Challenger.

„Dann bedeutet ’verließen sie die Welt durch die Erde.’ – dass der Weg vom Plateau durch irgendeinen unterirdischen Gang führen muss.“ schlussfolgerte Roxton.

„Die Botschaft“ Teil IV


Finn
Challenger
Veronika
Roxton
Marguerite

Finn und Marguerite hatten nicht mehr viel Zeit, die Wände kamen immer näher. Finn versuchte durch den Boden hindurch ein Loch zu graben. Im letzten Augenblick konnten sie entkommen.

„Dauernd muss ich hier durch irgendwelche Löcher im Erdbodenkriechen.“ nörgelte Marguerite.

„Du solltest froh sein, dass wir noch leben.“ konterte Finn.

Sie waren eine halbe Stunde lang einen geraden Gang entlang gelaufen ohne irgendwelche Vorkommnisse.

„Vermisst du deine Heimat New Amazonia?“ fragte Marguerite mit etwas leiser Stimme.

„Nein nicht wirklich, Tag für Tag musste ich vor Sklavenhändlern fliehen und in der ganzen Welt herrschte totaler Krieg.“ antwortete Finn.

„Tut mir leid, dass ich uns vorhin in diese Lage gebracht habe, aber manchmal kann ich einfach nicht widerstehen.“ gab Marguerite zu.

„Na ja, wir leben noch, das ist doch schon was.“ erwiderte Finn.

Zur gleichen Zeit hatte Veronika die Schriftzeichen vollständig entziffert und alles auf einem Zettel niedergeschrieben.

„Wir sollten jetzt Marguerite und Finn suchen .“ schlug Roxton vor.

Sie machten sich auf den Weg.

„Da seht, in diese Grube müssen sie gefallen sein.“ sagte Veronika.

Marguerite und Finn hatten beschlossen eine Pause einzulegen, bevor sie weitergingen.

„Finn? – Marguerite? Wo seid ihr“ rief Challenger

„Hey, hast du das gehört?“ fragte Finn Marguerite.

„Was denn?“ fragte Marguerite wieder etwas genervt.

„Hallo?“ rief Finn zurück.

„Finn? Bist du das? Ich bin’s Veronika, wartet wir kommen zu euch.“

„Wurde ja auch zeit, dass ihr hier aufkreuzt.“ entgegnete Marguerite schnippisch.

„Tja du solltest in Zukunft besser aufpassen wo du hintrittst, dann würdest du nicht immer in irgendwelchen Gruben landen.“ sagte Roxton.

„Seht euch das an, auf dem Boden befindet sich dasselbe Symbol wie auf der Wand in der Höhle.“ erkannte Challenger.

„Die Botschaft“ Teil V

„Das ist der Weg vom Plateau!“ schlussfolgerte Veronika.

„Siehst du John, manchmal ist es doch ganz gut wenn ich in ’irgendwelche Gruben’ falle.“ sagte Marguerite mit einem Funkeln in den Augen.

Sie wanderten stundenlang durch den Tunnel.

„Da vorne ist Licht.“ entdeckte Marguerite.

„Seht ihr das, was ich sehe?“ fragte Roxton.

Es war unglaublich, sie hatten tatsächlich den Weg vom Plateau gefunden. Nach drei Jahren konnten sie endlich nach Hause zurückkehren.

„Wir können endlich nach London zurück.“ entgegnete Roxton.

Veronika freute sich für die anderen, aber für sie war klar das sie auf dem Plateau bleiben würde.

„Ihr wisst, dass ich immer auf dem Plateau bleiben will und werde, es ist meine Heimat und ich muss es beschützen.“ sagte Veronika.

„Finn wirst du mit uns kommen?“ fragte Challenger mit leiser Stimme.

„Die Botschaft“ Teil VI – letzter Teil


„Ich werde mit Veronika auf dem Plateau bleiben, ich fühle mich nicht bereit für eine völlig neue Welt. Ihr seit für mich so etwas wie eine Familie geworden aber ich würde mich in London nicht wohlfühlen und das Plateau ist auch schon immer meine Heimat gewesen.“ erwiderte Finn.

„Hey es ist ja nicht so, dass wir uns nie wieder sehen, wir kennen jetzt den Weg zum und vom Plateau und werden euch mit Sicherheit wiedersehen.“ sagte Marguerite.

Sie verabschiedeten sich und kehrten nach London zurück. Dort angekommen wurden sie sofort von der Presse mit Fragen bombardiert

„Dr. Challenger, konnten Sie, Lord Roxton und Ms. Krux das Plateau entdecken?“

Die drei sahen sich an und wussten was zu tun war. So antwortete Challenger: „Nun wir hatten einen sehr beschwerlichen Weg den Dr. Summerlee mit seinem Leben bezahlen musste und Mr. Malone hatte sich von unserer Expedition verabschiedet um seinen eigenen Weg zu gehen. Leider konnten wir das Plateau nicht entdecken.“


Pr. Georg Edward Challenger blieb weiterhin ein verspotteter Visionär aber hielt weiterhin an seinen Forschungen fest.

Lord John Roxton ließ sich auf seinem Anwesen nieder und gab die Großwildjägerei auf.

Marguerite Krux lebte ihr luxuriöses Leben auf einem Anwesen in Schottland weiter.

Veronika und Finn verbrachten den Rest ihres Lebens auf dem Plateau.

Niemand erfuhr jemals von der „Verlorenen Welt“.

THE END

Hallo ihr Lieben, ich habe mir mal extrem lange Zeit genommen und ein TLW- Epos begonnen, dass heißt ich werde eine FF mit vorraussichtlich 17 Teilen schreiben, wobei ich mir allerdings für jeden Teil sehr viel Zeit lassen werde. Dennoch werde ich zwischendurch auch kleinere FF's weiterschreiben. Also hier der erste Teil. Viel Spaß beim Lesen!

Die Ewigkeit der Zeit >>Teil 1<<

Ein herrlich sonniger Samstag Morgen lässt das Baumhaus in einem hellen Glanz erscheinen. Es ist still im Dschungel. Alle im Baumhaus schlafen noch. Man hört nur das Windkraftrad aus weiter Ferne surren. Auch die Vögel des Urwaldes lassen ihre Lieder erklingen. Fast wie ein Paradies erscheint das Plateau an jenem Morgen.

**

Der Morgentau reflektiert die Sonne und lässt im Dschungel ein Lichterspiel entstehen. Am Vortag hatte es wie aus Kannen geregnet. Die Regenzeit war gerade vorbei. Nun war es die beste Zeit um Gemüse zu ernten. Dies denkt sich auch Veronika und so begibt sie sich als erste aus dem Bett um früh mit dem Ernten anzufangen.

**

Auch Challenger hat sich viel vorgenommen und bei solch einem sonnigen Wetter ist er gleich noch motivierter. Er frühstückt zusammen mit Veronika und geht dann gleich in sein Labor. Doch diesmal nicht um etwas zu erfinden, er hat sich vorgenommen es endlich mal gründlich aufzuräumen. Finn hatte sich eigentlich bereit erklärt ihm zu helfen aber sie zieht es lieber vor zu schlafen.

**

Roxton ist auch gerade aufgestanden. Als Gentleman hat er für Marguerite ein Tablett mit Frühstück vorbereitet und bringt es ihr ans Bett. Marguerite schläft noch. Roxton nähert sich ihr und gibt ihr eine Kuss auf die Wange. Dann streichelt er sanft ihr Gesicht. Marguerite liebt es so geweckt zu werden auch wenn sie es nicht zugeben will. Aber heute hat auch sie mal richtig gute Laune. Dankbar nimmt sie das Tablett an sich und frühstückt zusammen mit Roxton in ihrem Bett.

**

Endlich sind alle wach – na gut fast alle – Finn ist mal wieder nicht aus dem Bett zu kriegen. Für sie ist das Leben auf dem Plateau ziemlich langweilig geworden. Alle haben etwas zu tun, Veronika erntet, doch das ist Finn zu anstrengend. Marguerite wäscht am Fluss die Wäsche, keine Frage, dass das Finn auch nicht gerade anspricht. Roxton putzt die Waffen. Das würde Finn natürlich Spaß machen, aber seit dem sie mit einer Waffe aus versehen ein paar Löcher in das Dach des Baumhauses geschossen hat darf sie keine Waffen mehr putzen. Angeblich seien sie ihr sowieso zu primitiv, sie sei Laserkanonen gewohnt.

Na ja und Challenger räumt auf. Wer räumt schon gerne auf? Das ist wohl eher ein Hobby der etwas älteren Generation aber auf keinen Fall eins von Finn.

Schließlich hat sich Finn doch noch entschieden aufzustehen und torkelt nun noch ganz verschlafen im Baumhaus herum.
„Meine Güte Roxton du kannst doch nicht immer nur Waffen putzen irgendwann wird das doch mal langweilig oder?“ quengelt Finn rum.
„Tja aber wenn sie irgendwann mal nicht mehr funktionieren, wenn wir gerade angegriffen werden wirst du verstehen wie wichtig es ist sie sauber zu halten“ erklärt ihr Roxton.

Marguerite ist immer noch am Fluss und wäscht die Wäsche. Finn hat sich kurzerhand dazu entschossen ihr mal etwas Gesellschaft zu leisten. Sie läuft auf Marguerite zu, als sie plötzlich hinter ihr über etwas stolpert und so nach vorne in den Fluss stürzt wobei sie Marguerite gleich mit reißt. Platschnass sitzen sie nun im Fluss. Finn verzieht das Gesicht, denn sie weiß, dass Marguerite gleich losschreien wird. Und sie soll Recht behalten.
„Sag mal bist du von allen guten Geistern verlassen? Pass auf wo du hintrittst!“ schreit Marguerite sie an.
„Jetzt hab dich nicht so kann doch mal passieren“ beteuert Finn.
„Nein so was passiert nur dir du bist einfach zu ...“ Marguerite kann ihr Donnerwetter nicht beenden denn plötzlich öffnet sich vor ihnen ein riesiges, leuchtendes Tor.
„Wow“ ruft Finn und läuft sofort in das Tor. Sie überlegt nie großartig was sie tut, wahrscheinlich gerät sie deshalb immer wieder in Schwierigkeiten.
„Hey Finn bleib hier! Man das Gör kann es einfach nicht lassen“ flucht Marguerite. Sie will so schnell wie möglich zum Baumhaus rennen wird aber vom Tor angezogen und hineingesogen.
**
„Verdammt noch mal wer stellt denn hier eine gespannte Armbrust hin?!“ flucht Challenger, als er beim Aufräumen von einem Pfeil fast in den Hintern getroffen wird. Er beschließt sich eine kleine Teepause zu gönnen. Denselben Gedanken hatte auch Veronika. Nun sitz sie zusammen mit Roxton und Challenger am Tisch.
„Was macht Marguerite eigentlich?“ fragt Veronika in die Runde.
„Oh sie wollte zum Wäsche waschen“ antwortet Challenger.
„Und was ist mit Finn?“ fragt Roxton.
„Keine Ahnung wahrscheinlich ist sie im Dschungel und macht wieder ihre Turnübungen“ grinst Veronika.
Plötzlich fängt das Baumhaus an zu beben. Die Drei springen erschrocken von ihren Stühlen auf. Auf einmal beginnt der Boden zu glühen und öffnet sich. Genau wie das Tor fängt er an zu leuchten und zieht unsere drei Freunde hinab.

**
Veronika öffnet die Augen. Von ihrem Sturz hat sie ein wenig Kopfschmerzen. Sie ruft nach den Anderen aber sie scheint ganz allein zu sein. Als sie sich umsieht bemerkt sie, dass sie an einem fremden Ort gelandet ist. Sie befindet sich in der Mitte eines zugemauerten Raumes, ungefähr so groß wie der Vorraum des Baumhauses. In der Mitte befindet sich ein Quadrat aus Steinen gelegt. An den Wänden befinden sich mehrere Steinblöcke. Davon hat einer vier Aushöhlungen und die Anderen nur eine. Veronika ist völlig verwirrt und versucht einen Ausgang zu finden. Doch vergebens.
„Verdammt wo bin ich hier gelandet?“ fragt sie sich und sieht sich ihre Umgebung genauer an.

**
Challenger hat sich auch gerade von seinem Sturz erholt und findet sich auf einer riesigen Weide wieder. Nichts außer Gras umgibt ihn.
„Komisch, aber irgendwie kommt mir die Gegend bekannt vor aber das kann nicht sein...“ denkt er laut. Er beschließt ein Stück zu laufen in der Hoffnung irgendwann ein paar Häuser zu finden.

**
Roxton befindet sich vor einer riesigen Ruine. Er kann es kaum glauben, denn er kennt sie genau. Es ist sein Anwesen Fountains Abbey- Studly in Großbritannien. Doch warum liegt es in Schutt und Asche? Er begibt sich in die Ruine um sie sich genauer anzusehen.

**
Marguerite war ebenfalls durch das Tor zu einem anderen Ort gelangt. Noch immer regt sie sich über Finn auf, als sich vor ihr plötzlich ein gewaltiges Gebäude aufbaut. Sie kennt es nur zu gut. Es ist das Churchill House. Winston Churchill ließ es als Landsitz in Chartwell/Kent bauen.
„Na super Winston verfolgt mich auch überall hin. Das ist bestimmt alles nur ein böser Traum“ versucht Marguerite sich einzureden. Auch das Churchill House ist nur noch eine Ruine.

**
Mittlerweile ist auch Finn wieder zu sich gekommen. Verwundert steht sie in mitten von merkwürdigen Felsen. Finn schaut sich das ganze genauer an.
„Wow die sind aber riesig“ sagt sie erstaunt, als sie sich die Felsen ansieht. Jeweils zwei 7 Meter hohe und 50 Tonnen schwere Steine stehen nebeneinander und ein dritter liegt quer auf ihnen.

**
Veronika ist immer noch dabei einen Weg aus dem quadratischen Gewölbe zu finden. Sie betrachtet die Mauer etwas genauer. Es ist deutlich zu erkennen, dass das Gewölbe mit viel Arbeit erbaut wurde. Viele einzelne Steine wurden passgenau aufeinandergelegt. Graue, weiße und auch etwas rötliche Steine ebnen die Wände. Der Bau scheint allerdings schon sehr alt und brüchig. Der Boden besteht aus besonders weichen, weißen Sand. Veronika fühlt sich hilflos. Nirgendwo konnte sie einen Ausgang in diesem kleinen Gewölbe entdecken. Irgendwie erinnert sie das kleine Gewölbe an eine Art Grab.
„Verdammt, wo bin ich hier bloß gelandet. Wo sind bloß die Anderen? Challenger wüsste bestimmt was das hier ist“ spricht sie zu sich selbst.
Plötzlich beginnen die Wände zu beben und an einer Stelle verschieben sich mehrere Steine zu einer Art Durchgang. Veronika zögert nicht lange und betritt den sich nun öffnenden Raum. Sie gelangt in einen Raum, der genauso aussieht wie der vorherige. Sie ist verzweifelt, als sich an den Wänden plötzlich merkwürdige Schriftzeichen abzeichnen. Als sie näher tritt erkennt sie, dass es Zangalisch ist. Sie versucht es zu übersetzen.
„Veronika wo bist du?“ ließt sie laut.
„Momentmal das ist doch Challenger“ erkennt Veronika.
Aber wie sollte er ihr Nachrichten übermitteln können?

**
Challenger hat mittlerweile herausgefunden wo er sich befindet. Auf der riesigen Weide, auf der er gelandet war entdeckte er einen riesigen Wall. Den Hadrianswall. Durch irgendwelche tektonischen Veränderungen konnte er Veronika Nachrichten übermitteln. So schreibt er auf den Wall: „Veronika, ich befinde mich in England, am legendären Hadrianswall. Sag mir wo du bist“ erklärt er Veronika.
Auf dem Wall erscheinen ebenfalls Schriftzeichen, nur ist es diesmal normales Englisch, so antwortet Veronika: „Ich weiß nicht, es sieht aus, als würde ich mich in einem Grab befinden. Überall ist der Boden mit weißem Sand bedeckt.“
Challenger ist sofort klar wo sich Veronika befindet.
„Du befindest dich in einem alten Steingrab. Vor 5000 Jahren wurden solche Gräber gebaut. Im Moment weiß ich noch nicht, wie ich dir helfen kann, verhalte dich am besten ruhig, ich werde versuchen den Anderen ebenfalls eine Nachricht zu schicken“ beruhigt er Veronika.
Mit dieser letzten Nachricht von Challenger versucht Veronika sich erst mal auszuruhen.

**
Roxton sieht sich gerade in den Ruinen seines ehemaligen Anwesens an. Überall sind Rußstreifen zu sehen und Fassadenteile. Alles deutet darauf hin, dass das Gebäude durch einen Brand zerstört wurde. Plötzlich bilden sich auch bei Roxton auf dem Mauerwerk Schriftzeichen ab, ebenfalls in einem einfachen Englisch. Es ist Challenger, der auch Roxton endlich erreichen kann.
„Roxton, wo steckst du? Ich habe mich bereits mit Veronika verständigen können, ich muss erfahren wo du bist um uns hier raus zu holen“ ließt Roxton.
Er sendet eine Beschreibung der Gegend in der er steckt an Challenger: „Ich befinde mich in England, genauer gesagt in Yorkshire auf meinem alten Anwesen“ erklärt er Challenger.

**
Challenger kann auch Marguerite erreichen, die sich in London auf dem Landsitz von Winston Churchill befindet. Nun sendet er Finn noch eine Botschaft: „Finn wo steckst du?“ fragt er sie.
Finn ist gerade dabei sich die merkwürdigen Steinbauten etwas genauer an zu sehen, als sie die Schriftzeichen entdeckt. Leider hat Challenger vergessen, dass es mit Finn’s Leskünsten nicht gerade sehr gut steht. Sie versucht dennoch es zu entziffern. Allerdings ist sie auch nicht gerade die Beste im Schreiben: „Hier bin merkwürdig Steine... Kreis sie bilden tun...sehen aus wie Tore...“
Challenger weiß sofort was sie meint und antwortet: „Du befindest dich in England, genauer gesagt in Wiltshire. Diese Gebilde, die du da siehst sind Jahrhunderte alt. Man nennt dieses Gebilde Stonehenge“ erklärt er ihr.
Finn, die nicht gut lesen kann, versteht gerade mal, dass sie in England ist.

**
Challenger versucht eine Verbindung zwischen den verschiedenen Orten, an denen sie gelandet sind zu finden.
„Merkwürdig, alle sind in England gelandet, und jeder hat mit dem Ort, in dem er gelandet ist irgendwann schon einmal etwas zu tun gehabt. Aber ich kann mir das mit Finn, Veronika und mir nicht erklären... es sei denn... na klar!“
Challenger führt seine Gedanken zu ende und findet die Zusammenhänge heraus.
„Also Roxton ist auf seinem Anwesen gelandet, dort hat er mal gewohnt, Marguerite ist auf dem Landsitz Churchills gelandet, auch sie hat dort einige Zeit verbracht. Dort wo sich Veronika befindet war einmal das Baumhaus, also hat sie dort so zu sagen auch gewohnt. Auf dieser Weide hier, auf der ich gelandet bin stand mein Haus. Aber was ist mit dem Ort an dem Finn gelandet ist?“ Challenger denkt weiter: „Roxtons hat dort gewohnt, nun ist es zerstört, Marguerite hat dort eine Weile gelebt, jetzt ist auch dies zerstört, auch mein Haus wurde dem Erdboden gleich gemacht. Oh mein Gott, jetzt wird mir einiges klar, an der Stelle wo jetzt das Steingrab ist, wo sich Veronika momentan befindet, wird das Baumhaus und der Regenwald erst noch entstehen, aber in England Regenwald? Und da wo Finn ist entsteht später New Amazonia“ schlussfolgert Challenger. So kann sich Challenger auch die Zeichen auf der Bodenmitte des Baumhauses erklären. Doch wenn der Regenwald erst noch entsteht, und sich das Baumhaus in London befinden soll, lebten sie bis jetzt auf dem Plateau in der Zukunft.

**
Unter Challengers Füßen beginnt die Erde erneut zu beben, ebenso bei Marguerite, Roxton, Veronika und Finn. Bei allen beginnt der Boden erneut zu glühen und wieder werden alle in einen leuchtenden Strudel hineingesogen.

**
Völlig benommen von dieser aufregenden Strudelreise, wachen alle im Baumhaus wieder auf.
„Was hatte das zu bedeuten?“ fragt Marguerite verwirrt.
„Ich glaube das war so eine Art Nachricht“ erklärt Challenger.
„Roxton, Marguerite und ich kommen aus dem Jahre 1919, aus London. Doch das Plateau entsteht erst später, und zwar viele Jahrzehnte später in London.“
„Soll das heißen, dass wir uns jetzt in diesem Moment im Jahre neunzehnhundert- irgendwas in London befinden?“ fragt Roxton überrascht.
„Ja genau, ich nehme an im Jahre 1980, da es einige Jahrzehnte braucht, bis sich ein Regenwald bildet. Finn kommt nach wie vor aus dem Jahre 2033.“ Erzählt Challenger weiter.
„Aber wie konnte das passieren?“ fragt Marguerite.
„Wir müssen auf unserer Reise zum Plateau durch irgend ein Zeittor gelangt sein“ mehr kann Challenger im Moment nicht sagen.
„Nun da ich denke, dass die Wahrscheinlichkeit, das Zeittor zu finden und wieder nach Hause zurück zu kehren wohl eher gering ist, sind wir für immer auf dem Plateau gefangen?“ vermutet Marguerite.
„Sieht so aus“ antwortet ihr Challenger. Alle sind verwirrt und jeder fühlt, dass dies das größte Abenteuer ihres Lebens wird. Jeder fühlt, dass es vielleicht ihr letztes gemeinsames Abenteuer wird.

„Und was jetzt? Jetzt wo wir das alles wissen, was können wir dagegen tun? Oder sollen wir überhaupt etwas dagegen tun?“ fragt Finn ganz aufgeregt.
Wie immer hat sie sehr viele Fragen, doch da scheint sie diesmal nicht die einzige zu sein.
„Ich glaube es ist zu spät um etwas dagegen zu tun, wenn wir hier auf dem Plateau die letzten drei Jahre wirklich in der Zukunft gelebt haben, dann haben wir in der Zukunft schon viel zu viel verändert, was sich auf die weitere Zukunft und auf die Vergangenheit negativ ausgewirkt haben könnte“ erklärt Challenger.
„Ich denke du hast recht Challenger, es scheint eine Botschaft gewesen zu sein, aber was wollte sie uns sagen?“ fragt Veronika.
Auf einmal wird der Raum mit einem merkwürdigem Geruch durchflossen.
„Hey, hier riecht es irgendwie verbrannt“ bemerkt Marguerite.
Plötzlich taucht vor ihnen eine seltsame Gestalt auf.
„Mein Name ist Aramäus, ich bin der Herrscher der Zeit, ich habe euch die Botschaft gesandt“ spricht er zu unseren fünf Abenteurern.
„Ihr habt meine Zeitstruktur durcheinander gebracht, als ihr vor drei Jahren hier auf dieses Plateau durch ein Zeittor gelangtet, welches ich aus versehen vergessen hatte zu schließen“ erzählt er weiter. Ich werde euch in 17 weitere Länder der Erde schicken, dort seht ihr die Zukunft der weiteren Welt. Im letzten Land werdet ihr das Zeittor finden, welches euch in eure jeweilige Zeit zurückschickt“ beendet er seine Rede und verschwindet wieder in Rauchschwaden.

**
„Darüber habe ich schon mal gelesen, man nennt diese Reise durch die Zukunft vieler Länder um in seine Zeit zu gelangen „Die Ewigkeit der Zeit““ erklärt Challenger.
Kaum hat er dies ausgesprochen beginnt die Erde erneut zu beben. Stärker als zuvor. Erneut öffnen sich überall leuchtende Tore. Unsere Freunde versuchen sich festzuhalten um nicht erneut in den Strudel gesogen zu werden.
„Nicht schon wieder“ schreit Finn.
„Wenn die Reise jetzt beginnt, sehen wir uns dann je wieder?“ ruft Roxton und wird in den Strudel gezogen.
Auch die Anderen können sich nicht mehr festhalten und werden von dem Strudel mitgezogen.

**
Challenger ist land als erster an einem fremden Ort.
„Also in welchem Land bin ich denn? So wie Aramäus sagte, müssten die Anderen im selben Land sein wie ich“ denkt er sich.
Er sieht sich um. Er kann aus der Ferne eine kleine weiße Kirche entdecken.
„Was rauscht den hier so, hört sich an wie...“ Challenger steht direkt vor einem rieseigen See. In der Ferne des Sees kann er mehrere Inseln entdecken. Er beschließt allerdings sich die kleine Kirch erst mal etwas genauer an zu sehen.
„Nun dem Baustil zu folge, befinde ich mich wohl in Russland, und ich glaube das ist der Ladogasee“ erkennt Challenger schließlich.

**
Marguerite bestaunt gerade ein riesiges Gebäude. Es ist so groß wie eine Burg. Allerdings wundert sie der Baustil etwas. Die vielen Verzierungen erinnern sie an das Barockzeitalter, allerdings hat das Gebäude viele blaue Elemente. Eher untypisch für die Barockzeit. Doch auch sie erkennt am Baustil, dass sie sich in Russland befindet.
„Na super!“ mehr fällt ihr im Moment nicht ein. Sie grübelt immer noch was das für ein Gebäude ist.
„Natürlich! Es ist das Katharinenpalais! So weit ich weiß befand sich hier doch das Bernsteinzimmer?“ funkelt Marguerite. Ihre Gier kennt mal wieder keine Granzen und so betritt sie das Palais um nach dem Bernsteinzimmer zu suchen.

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Auch Veronika befindet sich vor einem riesigen Gebäude. Sie hat allerdings keine Schimmer, was das sein soll. Das Gebäude besteht jedoch auffällig aus roten Steinen. Diese Steine haben die selbe Form wie die aus dem Steingrab. Veronika ist etwas beängstigt. Da sie sich nicht sicher ist beschließt sie das Gebäude lieber nicht zu betreten.

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Finn steht vor einer riesigen Kirche. Die ganze Landschaft ist mit Schnee bedeckt und Finn friert unheimlich. Kein Wunder bei den Klamotten.
„Verdammt immer lande ich in der Kälte, ich will wieder nach Hause!“ quengelt sie und geht zum Schutz vor der Kälte ohne sich weiter etwas dabei zu denken in die Kirche. Als sie in der Kirche angekommen ist und aus dem Fenster schaut, bemerkt sie, dass man im Schnee keinerlei Fußabdrücke von ihr sieht. Sie geht zur Tür und macht eine Abdruck in den Schnee, doch dieser wir sofort wieder zugefroren.
„Oh mein Gott das wird ja immer kälter“ erkennt sie.

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Roxton befindet sich in einem Meer von Gebirgszügen. Ihm kommt die Landschaft sehr bekannt vor. Er befindet sich in Südrussland. Genauer gesagt im westlichen Kaukasus. Dort war er schon als Großwildjäger unterwegs und so weiß er wie gefährlich es dort sein kann.
„Na prima, wie soll ich denn hier wieder rauskommen?“ fragt er sich.
Plötzlich hört er merkwürdige Geräusche. Ihm wird ziemlich unwohl, den im Kaukasus gibt es seltene Tierarten, die nur noch dort leben und nirgendwo anders auf der Welt.

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Challenger hat es sich vor einer Weile am Strand des Ladogasees bequem gemacht und ein Schläfchen gehalten. Als er aufwacht traut er seinen Augen nicht. Er ist völlig durchnässt. Das Wasser ist deutlich gestiegen und der Strand ist so gut wie erschwunden.
„Oh mein Gott, die Insel wird vom Wasser verschluckt!“ erkennt Challenger.

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Marguerite such derweil immer noch nach dem Bernsteinzimmer. Sie ist mit ihrem Kräften auch am Ende und setzt sich kurz hin, als sie plötzlich etwas goldenes durch ein Schlüsselloch schimmern sieht. Sofort öffnet sie die Tür und ein heller, strahlender Glanz kommt ihr entgegen. Sie hat es das tatsächlich gefunden, das Bernsteinzimmer.
„Wow, ich bin die Einzige, die das Bernsteinzimmer seit vielen Jahren sieht“ sie ist total verblüfft. Sie zögert nicht lange und betritt den Raum. Auf einmal schließt sich die Tür hinter ihr mit einem gewaltigem Knall und die Wände beginnen sich aufeinander zu zu bewegen.

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Auch Veronika, die es sich auf der Wiese vor dem roten Gebäude bequem gemacht hat, hält gerade ein Nickerchen, als sie von einem merkwürdigem Erdbeben geweckt wird. Sofort springt sie auf und sieht sich um. Die Erde hinter ihr löst sich auf und ein dunkler Abgrund kommt immer näher, nun ist sie gezwungen in das merkwürdige rote Gebäude zu rennen.

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Finn, die die ganze Zeit versucht hatte wach zu bleiben war doch eingeschlafen. Das war jedoch fatal, denn nun ist sie völlig betäubt und leblos. Die Kirche ist von einem Eismantel überzogen. Finns Puls ist nur noch schwach, ihre Adern gefrieren unaufhaltsam. Alles versinkt im Eis.

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Roxton hat mittlerweile seine Waffe gezogen, denn die merkwürdigen Geräusche kamen immer näher, es war wie ein abgewürgtes sprechen, aber es war nicht menschlich. Blitzartig springt aus einem Felsvorsprung eine seltsame Kreatur hervor. Sie ist dreimal so groß wie Roxton und über und über mit schwarzem Fell bedeckt. Er schießt mehrmals auf die Kreatur doch das scheint ihr nichts aus zu machen. Die Bestie reißt ihn zu Boden und er kann in ihre Augen Blicken.
„Oh mein Gott! William?!“
Roxton erkennt seinen Bruder William in der Bestie wieder. Doch diese kämpft immer weiter und fügt ihm eine Reißwunde am Arm zu.

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Challenger befindet sich nun mehr auf einem kleinen Felsen im Meer als auf der vorhin noch bestehenden Insel.
„Bald wird die ganze Insel im Meer versunken sein, ich muss was unter nehmen! Aber was?“ fragt er sich und seine Situation scheint ausweglos. Plötzlich spürt er, dass es allmählich kälter wird.
„Das Wasser, es beginnt zu gefrieren?“ Challenger ist völlig verwirrt. Doch durch das Gefrieren des Wassers ist er gerettet und kann auf dem Eis weitergehen. In der Ferne kann er ein riesiges Gebäude entdecken. Als sich Challenger dem Gebäude weiter nähert, erkennt er, dass es sich um eine Kirche handelt. Finn ist mittlerweile etwas zu sich gekommen, liegt aber hilflos auf dem Kirchenboden, der völlig mit Eis übersäht ist und auch Finn spürt kaum noch etwas, ihr Körber ist eisig und taub. Als sie Challenger durch ein Fenster der Kirche erblickt will sie ihn auf sich aufmerksam machen, doch sie bringt keinen Ton heraus.
- Wie soll Challenger mich bloß entdecken, meine Spuren vor der Kirche sind alle sofort wieder überfroren -
Finn hat die Hoffnung aufgegeben, als Challengers Neugier siegt. Er betritt das Gebäude und entdeckt Finn. Sie ist ohnmächtig geworden. Er nimmt sie über die Schulter und trägt sie über das Eis.

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Veronika hat sich in dem riesigen Gebäude in Sicherheit gebracht, als auch dieses plötzlich anfängt zu beben. Die Erde scheint verschluckt zu werden und das Gebäude bricht auseinander. Sie rennt weiter vor dem Abgrund weg und gelangt zu dem Katharinenpalais, in dem Marguerite gerade in Schwierigkeiten steckt. Der Abgrund kommt immer näher und Veronika durchquert das Palais um vor ihm zu flüchten. Als sie zum Bernsteinzimmer gelangt, entdeckt sie Marguerite, die mächtig in der Klemme steckt, und das kann man wörtlich nehmen. Durch das Beben, zerbrechen die Wände und Marguerite kann entkommen. Veronika packt sie am Arm und will ihr helfen.
„Nein!“ schreit Marguerite „wir können diesen Reichtum doch nicht einfach hier lassen“ schreit sie.
„Marguerite, seit wann ist dir der Reichtum wichtiger als dein eigenes Leben?!“ schreit Veronika sie an.
Marguerite sieht den zerbrechenden Bernsteinwänden hinterher und ihr wird klar, dass ihre Gier sie fast tötet. Sie und Veronika verlassen das Palais und fliehen weiter vor dem Abgrund.

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Roxton kämpft noch immer mit der Bestie. Er kann sie nicht töten, da sie sein Bruder ist. Er will nicht noch einmal solche Gewissenbisse durchmachen. Doch die Bestie wird immer wilder.
„William, ich bin es John, dein Bruder“ versucht er ihr klar zu machen. Doch die Bestie wird immer wütender.
Roxton überwindet seine Gefühle und zielt mit der Waffe auf das Tier.
- Verzeih mir Bruder – denkt er und schießt der Bestie genau in den Kopf.
Regungslos liegt das Untier am Boden. Doch lange bleibt Roxton nicht um zu verschnaufen, denn die Berge beginnen zu beben und schwere Steinschläge hageln auf ihn nieder. Plötzlich erkennt er Marguerite und Veronika, die stürmisch auf ihn zu rennen.
„Lauf Roxton, die Erde zerbricht“ schreit Marguerite ihm zu.
Alle Drei rennen nun was das Zeug hält davon.

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Challenger trägt noch immer Finn auf seinen Schultern und läuft auf dem Eis entlang. Plötzlich beginnt dieses zu brechen. Auch dort beginnt alles zu beben. Roxton, Marguerite und Veronika kommen ihm entgegen. Ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit, da der Abgrund immer näher rückt.
„Challenger, was ist hier los?“ fragt Roxton völlig außer Atem.
„Ich weiß es nicht, aber ich glaube es ist kein Zufall, dass wir alle hier sind, denn eigentlich lagen unsere Orte kilometerweit entfernt von einander“ spricht Challenger.
„Was it mit Finn? Ist sie...“ fragt Veronika hysterisch und befürchtet das Schlimmste.
„Nein, sie ist nur bewusstlos, aber wenn sie nicht bald ins Warme kommt können wir ihr nicht mehr helfen“ erklärt Challenger.
„Was sollen wir tun? Der Abgrund kommt immer näher“ fragt Marguerite ängstlich.
„Ich weiß es nicht!“ sagt Challenger traurig und hoffnungslos.

Fortsetzung folgt!


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