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4.19 London, wir kommen!

"Marguerite, bist du endlich soweit? Wir warten nicht ewig auf dich!" Finn und die anderen stehen im Vorhof des Baumhauses und warten ungeduldig auf Marguerite. "Ich bin ja schon fertig!" ruft die Brünette vom Baumhaus hinunter. Sie drückt den "Nach Unten" Hebel und begibt sich zu den anderen.

"Du willst das aber nicht alles mitnehmen, oder?" fragt Veronica ungläubig, als sie Marguerites vieles Gepäck sieht.

"Doch, denn ich will nicht, dass etwas von mir gestohlen wird!"

"Ach so!" Dann begeben sich die sechs Freunde endlich auf den Weg zurück nach London.

"Die Leute werden Augen machen, wenn wir plötzlich wieder auftauchen!" meint Challenger lachend. Jetzt endlich kann er seinen Kollegen beweisen, dass er ein guter Wissenschaftler ist.

 

"Malone, wie lange dauert es noch bis zum Bergtunnel?" Marguerite wird langsam ungeduldig.

"Noch eine halbe Stunde, dann sind wir dort!" "Das will ich auch hoffen!"

Hinter den beiden gehen Finn und Roxton, sie flüstern miteinander: "Und sie hat wirklich schon gesprochen?" will Finn wissen. "Ja!" bestätigt ihr Roxton. "Aber sie ist erst 7 Wochen alt! Das kann doch gar nicht sein, so schnell lernt niemand seine Muttersprache!" behauptet die Blondine weiter.

"Ich weiss, aber du vergisst, dass ihre Mutter die Fähigkeit der Linguistik beherrscht!"

"Okay, in diesem Punkt muss ich dir recht geben!" stimmt Finn dem Lord zu.

Das Schlusslicht bilden Veronica und Challenger. "Und freust dich schon auf London?" erkundigt sich der Professor bei dem Dschungelfräulein. "Ja, denn ich möchte endlich auch mal die Aussenwelt kennen lernen! Du bist sicher auch froh, dass du deine Jesse wieder siehst, nicht wahr?"

"Ja, sehr. Ich hoffe nur, dass sie mir meine zwei Ausrutscher verzeihen kann!" meint Challenger.

"Das wird sie, schliesslich bist du ein Mann!"

"Was soll denn das schon wieder heissen?"

"Nun, die Männer sind ja berühmt fürs Fremdgehen!" behauptet Veronica. "Mhm. Damit liegst du nicht mal so im Unrecht!" Dann schweigen auch sie und konzentrieren sich auf den Weg.

 

"Können wir mal anhalten? Mailyn muss gestillt werden!" Marguerite setzt sich auf einen Felsen, der neben dem Fluss liegt. "Sicher!" Die anderen machen es ihr gleich.

"Ich werde die Wasserbehälter auffüllen gehen, ihr könnt mir sie einfach hier hinlegen" gibt Finn den anderen Auskunft. "Danke, Finn, dass ist lieb von dir!" sagt Veronica.

"Und wie geht es unserem Schatz?" Roxton steht neben seiner Frau, Marguerite ist fertig mit stillen. "Ihr geht es gut!" beantwortet die Brünette seine Frage. "Aber mir schmerzen meine Beine so sehr!"

"Du hättest eben nicht so viel Gepäck mitnehmen sollen!"

"Ja schon gut. Ich war ein Idiot, bist du nun zufrieden!" sagt sie beleidigt. Sie hasst es wenn Roxton immer Recht hat.

"Ach, sei doch nicht gleich eingeschnappt. Wenn du willst kann ich dich ein Stück tragen!" opfert sich der Lord. "Nein, das geht nicht. Erstens habe ich viel zu viel Gepäck..." "Was du aber Finn und Veronica geben könntest!" unterbricht er sie. "Ja, aber zweitens möchte ich nicht als eine Person gesehen werden, die andere ausnutzt."

"Okay, du hast mich davon überzeugt. Trotzdem sollte ich dich tragen, man weiss ja nie!"

"Nein, es geht mir schon wieder besser!" schwindelt sie. Die Freunde gehen weiter.

 

"Hier ist das Tunnel!" Endlich haben sie es erreicht. "Na worauf warten wir noch, gehen wir durch!" drängelt Marguerite. Sie begeben sich ins Tunnel, zuerst geht es gerade aus und dann kommt eine Steintreppe. Nach nur einer Viertel Stunde, können sie das Ende des Bergtunnels und das Tageslicht sehen.

"Malone, wo kommen wir denn da raus?" will Roxton wissen.

"Am Fluss, wo wir das erste Mal die Trommeln gehört haben! Danach müssen wir noch ca. 3Stunden mit dem Kanu fahren bis wir dann endlich London erreicht haben!"

"Cool, ich freue mich schon riesig darauf!" Finn ist ganz aufgeregt, endlich wird sie eine neue, hoffentlich bessere, Welt kennenlernen.

Sie erreichen den Ausgang, alle gehen durch und schon hören sie das Trommeln wieder. Sie finden drei Kanus am Ufer, welche die Einwohner von einem kleinen Dörfchen in der Nähe dort lagern. "Dürfen wir die denn überhaupt benutzen?" fragt Challenger den Reporter.

"Ja, denn sie sind gute Freunde von mir und Tribune. Ausserdem verlassen sie nur selten das Dorf!" meint Ned.

"Gut dann mal los!" sagt Roxton.

"Wir haben es tatsächlich geschafft!" ruft Marguerite freudig. Alle umarmen sich überglücklich. Gerade eben haben sie London betreten. "Kommt lasst uns zu der Zoologischen Gesellschaft gehen!" fordert Challenger die anderen auf.

Kurze Zeit später betreten die sechs Freunde das Gebäude, sie gehen zum Empfang und Challenger befiehlt der Sekretärin: "Wir wollen um Punkt sieben Uhr eine Rede halten, laden Sie alle Wissenschaftler, Journalisten und Adeligen ein!" "Und wen darf ich melden?" erkundigt sich die Sekretärin.

"Professor George Edward Challenger!"

"Wird gemacht, Sir!" Sofort begibt sich das Fräulein ans Telefon.

"Kommt lasst uns in der Zwischenzeit etwas frisches anziehen gehen, das betrifft auch euch, Veronica und Finn!" sagt Challenger.

"Aber was sollen wir anziehen?" fragt Finn.

"Ich kann euch mit zu mir in die Wohnung nehmen, da habe ich ganz schöne Abendkleider!" behauptet Ned.

"Danke!"

"Wir werden zu meiner Mutter gehen!" sagt Roxton. "Dort kannst du dann auch etwas neues anziehen!"

"Okay!" meint Marguerite. Dann trennen sich die Freunde.

 

"Wie lange dauert es noch, bis wir dein Anwesen sehen können?" fragt Marguerite ungeduldig.

"Nicht mehr lange, mein Schatz!" antwortet Roxton ihr. Bald darauf fährt das Taxi auf ein Grundstück. "Das ist ja RIESIG!!!!" ruft Marguerite erstaunt. Dann halten sie vor einer Villa an. Sie steigen aus, zahlen dem Taxifahrer die Fahrkosten und Roxton betätigt die Klingel.

"Ich komme gleich!" ruft eine männliche Stimme im inneren des Hauses.

"Wer ist das?" fragt Marguerite.

"Das ist Louis, unser Butler, er stammt aus Frankreich!" erklärt Roxton ihr. Dann öffnet der Butler die Türe. "Hallo Louis!" sagt Roxton.

Louis Augen weiten sich. "Sir!? Willkommen Zuhause! Treten Sie doch ein" er macht eine einladende Geste. Das Paar betritt den Flur. "Darf ich Ihnen das abnehmen?" fragt der Butler Marguerite und deutet auf ihren Rucksack. "Ja, danke!"

"Louis, wer ist an der Türe?" ruft eine Stimme von oben hinunter. Jetzt kann man eine ältere Frau auf dem Absatz der Treppe erkennen, sie blickt hinab und.. "JOHN!" Sie eilt die Treppe hinunter. "Oh mein lieber Schatz, du bist wieder heil zurück!!!!" "Ach Mum!!" Sie umarmen sich. Die Mutter löst sich aus den Armen ihres Sohnes.

"Und wer ist diese junge Dame mit dem Baby dort?" fragt Madame Roxton.

"Mum, das ist Marguerite Montegomery, meine Verlobte und das ist Mailyn, unsere Tochter!" sagt er stolz.

"Freut mich Sie kennen zu lernen!" Marguerite reicht ihr die Hand.

"Die Freude liegt ganz auf meiner Seite!" Madame Roxton gibt der Brünette einen Kuss auf die Wange. "Hallo Mailyn!" Sie berührt das Baby sanft. "Darf ich meine Enkelin einmal halten?"

"Aber sicher, Madame Roxton!"

"Nenn‘ mich Mum, Kindchen!"

"Danke, Mum!" sagt Marguerite schüchtern.

"Heisst das, dass du uns deinen Segen für die Hochzeit gibst?" fragt der Lord seine Mutter.

"Aber natürlich, mein Sohn!"

"Vielen Dank, Mum!" Er küsst seine Mutter dankend. "So nun ziehen wir uns aber frische Kleidung an, übrigens werden wir heute Abend um sieben Uhr eine Rede halten" weist John seine Mutter daraufhin.

"Keine Sorge, ich werde mitkommen! Louis, richten Sie mir bitte meine Ausgehkleider!"

"Jawohl, Madame!"

 

Challenger steigt aus dem Taxi, er steht jetzt vor einem niedlichen weissen Haus mit einem wunderschönen Garten. Er klingelt und eine ältere Frau öffnet die Tür.

"Hallo Jesse!"

"George, bist du es?"

"Ja, ich bin wieder Zuhause!"

"Mein geliebter George, du kannst dir gar nicht vorstellen, wie lange ich auf diesen Augenblick gewartet habe!" "Doch, das kann ich mir sehr gut vorstellen!" antwortet der Professor.

"Komm doch rein!" bietet Jesse ihm an. Sie gehen ins Haus hinein und setzen sich an den Tisch.

"Und wie war es, erzähl mir alles!"

"Ned hat alles aufgeschrieben, es werden Bücher davon erscheinen, da kannst du dann alles nachlesen. Ausserdem halte ich heute eine Rede, falls du mitkommen möchtest?"

"Sehr gerne!" Dann schweigen die beiden.

"So da wären wir!" Ned hat eine kleine Wohnung nicht weit von der Stadt entfernt. Die drei Freunde betreten den Raum. "Wow, ist das klein!" bemerkt Finn.

"Ja, ich weiss. Es ist eine 2-Zimmer Wohnung und es ist ja auch nur für den Notfall gedacht!" meint Malone.

"Ich finde es bezaubernd!" sagt Veronica.

"Und wo kann ich duschen?" erkundigt sich Finn.

"Die nächste Türe links!"

"Danke, Malone! Veronica, könntest du mir dann das Kleid ins Bad bringen?" fragt die Blondine ihre Freundin. "Sicher!" Finn geht ins Bad und Ned führt Veronica in sein bescheidenes Schlafzimmer. Er öffnet den Schrank. "Hier habe ich ein paar Kleider, du kannst dir eines aussuchen" sagt Ned zu seiner Frau.

"Ich wähle das hellblau und für Finn nehme ich das rosafarbene!" Dann lässt Veronica Ned alleine im Zimmer zurück.

 

Endlich befinden sich die Freunde wieder zusammen im Gebäude, in welchem Challenger seine erste Rede vor fast fünf Jahren hielt. Der Saal füllt sich langsam mit Journalisten, Adeligen, Bekannten, Wissenschaftlern und sonstigen Interessenten.

Jetzt ist der Saal bis auf den letzten Platz besetzt.

Challenger tritt an den Rednerpult und beginnt mit seiner Ansprache:

"Sehr geehrte Damen und Herren. Wie Sie vielleicht wissen, stand ich schon einmal hier vorne und behauptete dass es eine vorzeitliche Welt gäbe. Nun die Behauptung stimmt. Wahrscheinlich denken Sie jetzt, sowie damals, dass ich nicht ganz bei vollem Verstand bin. Aber zum Glück fand ich vier Freunde, die mir glaubten und es auch bestätigen können, Lord John Roxton, Edward Malone, Miss Marguerite Krux und Dr. Arthur Summerlee. Nun drei davon konnte ich wieder heil und sicher nach Hause bringen. Leider überlebte Dr. Arthur Summerlee nur das erste Jahr, denn er stürzte von einer Brücke in einen reissenden Fluss und den Wasserfall hinunter. Ich könnte Ihnen jetzt noch mehr solcher Geschichten über die "Verlorene Welt" und deren Geheimnisse und Abenteuer auftischen, aber das alles können Sie in Ned Malones Büchern erfahren.

In diesen fünf Jahren geschahen, aber auch wundervolle Dinge. Beispielsweise wurden Bänder der Ehe geknüpft und sogar ein Kind wurde geboren. Miss Krux und Lord Roxton darf ich Sie bitten nach vorne zu kommen." Challenger hat sich an das Paar gewendet, welches hinter ihm auf Stühlen sitzt. Marguerite und Roxton begeben sich mit Mailyn an den Rednerpult. Challenger fährt weiter: "Wie sie hier sehen, gab es schöne Ereignisse in der Verlorenen Welt. Zum Glück trafen wir auf eine junge Frau, die uns anbot in ihrem Baumhaus zu leben. Veronica Layton, würden Sie bitte nach vorne kommen und Sie Ned Malone auch!" Die beiden begeben sich ebenfalls zu den anderen. "Sie knüpften das zweite Band der Ehe. Wir haben vieles erlebt in diesen fünf Jahren. Wir kämpften gegen Affenmenschen, Betrügern, Reptilien und sogar gegen Sauriern. Wahrscheinlich glauben Sie mir das jetzt nicht, aber ich habe als Beweis dieses Saurier Ei mitgenommen und diesen Käfer!" Challenger präsentiert den Leuten Arthur und das Saurier Ei. Dann holt er die Fotografien aus seinem Rucksack.

"Hier habe ich einen weiteren Beweis, dass es Saurier gibt. Ausserdem haben wir auch ein Besuch aus der Zukunft erhalten. Fräulein Finn, darf ich Sie bitten zu uns zu kommen!" Finn steht von ihrem Stuhl auf und geht zu den anderen hinüber. "Würdest du dich bitte vorstellen und ein paar Worte zur Verlorenen Welt sagen! Und ihr alle nachher auch!"

"Ich bin Finn und komme aus dem Jahr 2033. Ich bin zurück in die Vergangenheit gekommen, weil es schreckliche Atomkriege gegeben hat oder für Sie geben wird. Das möchte ich verhindern, darum bin ich Professor Challenger hierher gefolgt. Sie können mir jetzt glauben oder nicht, das liegt ganz bei Ihnen!" Sie reicht das Mikrofon an Veronica weiter.

"Mein Name ist Veronica Layton. Ich wurde im Dschungel in Südamerika geboren. Meine Eltern sind Abigail und Thomas Layton, leider sind beide ums Leben gekommen. Jetzt gründe ich eine neue Familie mit Ned Malone!" Sie reicht dem Reporter das Mikrofon.

"Endlich haben wir es geschafft. Wir sind wieder zurück. Viele von euch werden jetzt denken, dass das alles doch nur Lügen sind, aber ich versichere Ihnen, es sind keine. Ich hoffe, dass Sie meine Berichte schätzen und glauben werden!" Jetzt kommt Roxton zu Wort.

"Wie ihr alle schon wisst bin ich Lord John Roxton. Ich liebe dieses Plateau, es hat mich mit Marguerite zusammengebracht und dafür bin ich dankbar. Ich hatte das grösste Abenteuer meines Lebens!" Roxton hält Marguerite das Mikrofon hin, denn sie hat Mailyn in ihren Armen. Marguerite trägt ein hellgrünes Kleid.

"Ich bin Marguerite und in meinem Armen halte ich Mailyn. Auf dem Plateau konnte ich erstmals wieder frei leben. Ich hatte Freunde, die mich unterstützten, obwohl ich anfangs ziemlich eklig zu ihnen war. Sie respektierten mich, sie gaben mir Schutz und Geborgenheit. Dafür danke ich euch. Ich möchte auch Professor Challenger danken, dass ich mitkommen durfte. Ich bin ein anderer Mensch geworden und ich vermisse das Plateau, darum möchte ich auch nicht, dass es von euch anderen habgierigen Wissenschaftler zerstört wird. Niemand von uns wird Ihnen den Weg auf das Plateau zeigen!! Danke für ihr Verständnis!" Challenger nimmt Marguerite mit sich in eine Ecke. "Was soll das! Sie werden uns nie glauben! Wir müssen Ihnen den Weg aufs Plateau zeigen und...."

"Nein George! Begreifst du nicht, sie würden alles zerstören. Alle sind doch scharf darauf ein Dinosaurier Ei zu besitzen, nicht wahr. Wir können das nicht zu lassen!"

"Wow, Marguerite, dass ich das mal aus deinem Mund hören würde, hätte ich nie gedacht!" bemerkt Ned.

"Okay, machen wir eine Abstimmung: Wer ist dafür dass das Plateau geschützt und unberührt bleibt?" fragt Veronica in die Runde. Alle ausser Challenger erheben die Hand.

"Na schön! Ihr habt ja Recht!"

Nach einer weiteren Viertel Stunde ist der Hauptteil vorbei. Die Journalisten lassen Challenger und Finn nicht mehr aus den Augen. Die anderen vier haben sich in Sicherheit von den schaulustigen Reportern gebracht.

 

Marguerite, Roxton und Mailyn haben sich auf eine Bank, ausserhalb des Rummels, gesetzt.

"Wieso möchtest du nicht, dass das Plateau zerstört wird?" fragt Roxton seine Frau.

"Nun da gäbe es mehrere Gründe, z.B. ist es der Geburtsort von Mailyn und ich möchte nicht, dass er von den Wissenschaftler ect. zerstört wird. Und das Plateau hat uns zusammengebracht und ich habe das erstemal gespürt, wie ungern ich doch unter Leuten bin. Ich möchte wieder nach Hause, ins Baumhaus, dort war ich frei!"

"Ich kann dich gut verstehen!" Marguerite lehnt ihren Kopf an seine Schulter.

"Ich bin so froh dass es dich gibt!"

 

Ned und Veronica sind eine Treppe hinauf gegangen und schauen nun von einer Art Balkon dem Rummel, der unter ihnen stattfindet, zu. Plötzlich sagt eine Stimme hinter ihnen: "Ned, wie schön es nur ist, dass du wieder da bist!" Malone und Veronica drehen sich abrupt um. Vor ihnen steht eine rothaariges Mädchen ganz schick gekleidet. "GLADYS!?!?" Sie will ihn umarmen, doch er wendet sich von ihr ab.

"Was hast du nur, mein Bärchen!"

"Ich bin nicht mehr dein Bärchen. Ich werde heiraten Gladys und zwar Veronica!"

"Aber, ich... ich liebe dich doch!!!!"

"Nein, Gladys, du liebst mich nur, weil ich jetzt berühmt bin. Nicht wahr!?"

"NEIN!! Wie kannst du so etwas nur behaupten!"

"Das ist keine Behauptung. Ich liebe Veronica, sie ist meine Verlobte, verstanden?! Geh jetzt!" Widerwillig verlässt Gladys die beiden.

"Danke Malone! Ich weiss, dass es nicht leicht für dich war, es ihr zu sagen!" meint Veronica.

"Oh doch, es war leicht. Ich liebe nur dich!"

4.20 Verliebt, verlobt, verzeihe mir!

"Wow, morgen heiratet ihr zwei!" Finn kann es immer noch nicht fassen, dass Veronica und Marguerite es wirklich tun wollen. "Nun, ich denke es wird langsam Zeit, nicht wahr, Veronica!?"

"Ja, ich bin derselben Meinung. Wir waren lang genug verliebt und verlobt!" stimmt die Blondine ihrer Freundin zu.

"Dann feiern wir heute noch?" fragt Finn hoffnungsvoll.

"Ja!" antwortet ihr Veronica.

"Cool, dann sehen wir uns heute Abend um acht Uhr im Hotel Stone!" sie eilt zur Tür.

"Ach Finn, da wäre noch was!" hält Marguerite das Mädchen auf. Finn wendet sich langsam um "Ja?" erkundigt sie sich schüchtern

"Wir möchten dass DU unsere Brautjungfer wirst!" trifft es die Brünette auf den Punkt.

"Ist das euer ernst?"

"Ja, schliesslich bist du sozusagen unsere kleine Schwester und wir wollen dich aus unseren Heiraten nicht ausschliessen!"

"Muss ich einen Trinkspruch aufsagen?"

"Nein, keine Bange das übernimmt Challenger!" Veronica kann sich ein Lachen nicht verkneifen. Und jetzt lachen alle drei. "Er wird sicher einen Vortrag halten!"

"Kommt schon, seid nicht so gemein zu Challenger! Also wir sehen uns am Abend!" Mit diesen Worten verlässt Finn das Zimmer von Marguerite, welches natürlich im Haus der Roxton Familie befindet.

"Hast du schon ein Hochzeitskleid?" fragt Veronica ihre Freundin.

"Ja, ich ziehe das von Roxtons Mum an!"

"Wow! Ich kaufe mir heute noch eines? Willst du mitkommen?"

"Ja gerne!" Und dann verlassen die beiden das Anwesen.

 

"Sie ist bezaubernd, nicht wahr, Louis?" Madame Roxton passt auf die kleine Mailyn auf.

"Ja, sie ist wunderschön!" bestätigt der Butler.

"Grandma!" Die Kleine schaut sie mit grossen Augen an.

"Louis, haben Sie das gerade eben auch gehört?" erkundigt sich Johns Mutter beim Butler.

"Ja, Madame! Es scheint so als sei sie ein Wunderkind!"

"Ja, damit könnten Sie recht haben! Das wär’s Louis, danke!" Der Butler wendet sich ab und hat bereits die Türe erreicht als sich die Frau nochmals an ihn wendet. "Louis, richten sie mir bitte den Kinderwagen und den Mantel. Ich werde spazieren gehen!"

"Jawohl!"

"Werden Sie mich begleiten?" fragt die Frau.

"Selbstverständlich!"

 

"Heute hauen wir auf den Putz!" meint Roxton vergnügt zu seinem Freund. Die beiden probieren gerade Anzüge von der Lordfamilie an.

"Kommst du auch, Challenger?" will Ned wissen.

"Sicher! Natürlich nur, wenn ihr nichts dagegen habt. Was wollt ihr an eurem letzten Junggesellenabend denn machen?"

"Ach eine Unterhalterin wäre nicht schlecht..."

"Roxton! Das ist ja widerlich!" unterbricht Malone den Lord.

"Wieso, nachher hast du immer nur ein und dieselbe Person!"

"Wie kannst du nur so etwas sagen!" Malone versteht seinen Freund nicht mehr.

"Tja, also ich weiss noch gut, was ich an meinem letzten Junggesellenabend gemacht habe..." beginnt Challenger seine Geschichte.

 

"Hey, dass wäre doch ein schönes Kleid, findest du nicht auch?" Marguerite zeigt Veronica ein weisses Kleid mit einem weiten Dekolleté.

"Marguerite, DAS kann ich doch nicht auf eine Hochzeit anziehen!"

"Wieso nicht? So zeigst du ihm wenigstens, dass er seine Wahl nie bereuen wird!"

"Aber ich möchte, dass er mir in die Augen schaut und nicht andauernd mein Dekolleté betrachtet."

"Schon gut, war ja nur ein Spass!" beteuert die Brünette "Mhm!!!"

"Ist es nicht ein herrlicher Tag!" Madame Roxton hat sich auf eine Bank gesetzt und geniesst die Sonne. Der Butler steht neben ihr. "Louis, setzten Sie sich doch, bitte!"

"Aber das ist doch nicht erlaubt!"

"Kommen Sie schon, vergessen Sie für ein paar Minuten, dass Sie mein Butler sind!"

"In Ordnung, Madame!" Er setzt sich neben sie.

"Nenn‘ mich doch Silvia!"

"Okay" sagt er unsicher. Dann schweigen die beiden. Ohne zu zögern, nimmt Silvia Louis Hand und legt ihren Kopf an seine Schultern. Er bleibt ganz steif sitzen. "Louis, seien Sie, ich meine du, bitte nicht so verkrampft. Weißt du ich war jetzt lange genug eine Witwe, ich könnte eine Abwechslung gut gebrauchen!"

"Silvia!?" Dann küssen sie sich.

 

Endlich hat Veronica ein passendes Kleid gefunden. "Hey, lass uns doch noch in ein Café gehen!" schlägt Marguerite vor. "Gute Idee!" Sie setzen sich in ein Café und tratschen ein bisschen miteinander.

"Und wann habt ihr euch zum ersten Mal geküsst?" will die neugierige Veronica wissen.

"Das war am ersten Abend bei dir im Baumhaus, er ist mir ins Labor gefolgt. Sein Kuss war leidenschaftlich, doch seine Hand ruhte auf meinem Allerwertesten! Das habe ich ihm dann auch gesagt, dass er mit seinen Fingern aufpassen soll. Ausserdem habe ich ihm damals in die Unterlippe gebissen!"

"Wow, ich als Mann hätte dich sofort fallen lassen!" meint Veronica grinsend.

"Ehrlich gesagt: Ich auch!"

"Aber er ist ein Jäger, nicht wahr!?"

"Wie darf ich das bitte verstehen?"

"Nun kennst du nicht das Sprichwort: Kein Jäger legt wert auf leichte Beute, weil sie ihn nicht fordert!"

"Nein, kenne ich nicht" gibt Marguerite zu. "Danke, dass du mich darüber informiert hast. Jetzt etwas anderes: Warum hast du dich eigentlich in Malone verliebt und nicht in Roxton?"

"Nun, die Frage könnte ich dir auch stellen!?"

"Ich habe mich in Roxton verliebt, weil er mir nachspioniert hat als ich am Baden war!" "Uh!" Veronica grinst ihre braunhaarige Freundin an. "Und weil ich bei ihm wusste, dass er mich begehrt."

"Tja, exakt mein Punkt. Roxton hat sich zu sehr für dich interessiert und weil er auch versucht hat Assai umzubringen, mochte ich ihn anfangs nicht so sehr!" behauptet die Blondine. "Ausserdem habe ich Malone gerettet und er war mir viel sympathischer! Sag das jetzt bloss nicht Roxton!"

"Keine Sorge, das werd ich nicht!"

 

"Challenger!? Ich wusste ja gar nicht, dass du so ein Tier sein kannst!" spöttelt Roxton.

"Tja, meine Freunde! Damals war ich eben noch jung! Was haltet ihr von meiner Idee?"

"Also ich weiss nicht so recht!" meint Malone besorgt.

"Keine Angst, Ned, ich bin mir sicher dass die Frauen nicht weniger feiern werden!"

"Vor allem dann nicht, wenn Marguerite dabei ist!" meint der Lord.

"Okay, von mir aus! Wann und wo treffen wir uns?" erkundigt sich der Reporter.

"Um halb neun im Hotel Stone!" gibt Challenger Auskunft.

"Okay, bis dann!" Dann geht Malone zu sich nach Hause.

 

Als er bei sich zu Hause ankommt sieht er eine Nachricht auf dem Tisch liegen, sie ist von Veronica.

Hallo Ned

Ich werde mir erlauben heute auswaerts zu schlafen, schliesslich darfst du die Braut nicht vor der Hochzeit sehen. Wir sehen uns dann morgen.

Ich liebe dich!

Viele Kuesse von deiner

Veronica

Plötzlich klopft es an der Tür "Ja!?" ruft er.

"Hey Malone! Bist du da?"

Er öffnet und draussen steht... "Hallo Finn!"

"Hi! Könntest du mir echt ein Abendkleid für morgen borgen. Ich bin nämlich die Brautjungfer!"

"Hey, Herzliche Gratulation!"

"Danke, und darf ich jetzt eines?"

"Klar doch!" Ned führt sie in sein Schlafzimmer. Sie betrachtet die Kleider haargenau.

"Ich glaube, ich nehme das rote! Danke!"

"Kein Problem!" Dann verlässt sie den Reporter wieder.

 

Um Punkt acht Uhr treffen sich die drei Frauen im Hotel Stone. "Wir haben auf den Namen Layton gebucht!" sagt Veronica der an der Rezeption stehenden Frau. "Ja genau! Sie haben das Zimmer 204! Hier sind ihre Schlüssel!"

"Danke!" Die drei Frauen gehen ins Zimmer, es ist fast so gross wie eine Suite. "Wow, ist das gemütlich hier!" Finn wirft sich aufs Bett. "Und was werden wir jetzt machen?" erkundigt sie sich bei ihren Freundinnen.

"Ich dachte mir, dass wir zuerst ein bisschen Chinesisch essen und dabei miteinander schwatzen!" gibt Marguerite Auskunft.

"Okay!" Die drei Frauen bestellen sich vom Chinesen das teuerste Shu-Chi, dass sie finden können, schliesslich bezahlt Roxton alles was die Hochzeit betrifft. "Und könnten wir noch zwei Flaschen von dem köstlichen Bordeaux haben, den Sie besitzen? Danke!"

 

"Hey Malone, da bist du ja endlich!" bemerkt Roxton. Der Reporter hat eine Viertel Stunde Verspätung. Sie gehen an die Rezeption. "Wir haben auf den Namen Challenger ein Zimmer gebucht!" sagt Challenger der Empfangsdame. "Jawohl! Hier wären die Schlüssel für das Zimmer 134!" Die Frau möchte ihnen schon die Schlüssel überreichen, als Challenger sich in letzter Sekunde um entscheidet: "Haben sie nicht etwas im zweiten Stock, wo wir Ruhe von all den Leuten haben?"

"Doch da gäbe es das Zimmer 205, jedoch sind sie in dieser Ecke nicht alleine, das Zimmer 204 ist besetzt, falls ihnen das nichts ausmacht!" Der Professor möchte schon wieder reklamieren als Roxton ihn davon abhält: "Das ist super, danke!" Widerwillig nimmt Challenger die Schlüssel entgegen. "Ich hoffe nur, dass die neben an nichts mitbekommen!" droht er Roxton im Flüsterton.

Dann begeben sie sich in ihr Zimmer.

 

"Nein! Das ist nicht euer ernst! Ihr habt tatsächlich einen Mann für heute Abend reservieren lassen!?!?" Finn kann und will es nicht glauben.

"Ach beruhige dich wieder oder hast du schiss einen unbekleideten Mann zu sehen?" fragt Marguerite neugierig. "Natürlich nicht!" Es klopft an der Türe. "Dass muss er sein!" sagt Veronica ganz aufgeregt.

"Ja herein!" ruft Marguerite. Ein Mann in Smoking stosst zu ihnen, er scheint ein Italiener zu sein. Der Italiener ist ein richtiges Muskelpaket und hat seine braunen langen Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden. Er hat einen Radio mitgebracht.

"Ola Chicas! Ich bin Ronaldo und werde euch heute Abend verführen!" Er dreht den Radio an und fängt an seine Krawatte auszuziehen...

 

"Mann, veranstalten die neben an einen Krach!" lästert Challenger, man kann ihm ansehen, dass er lieber ein Zimmer weiter oben gehabt hätte. Es klopft an der Tür. "Bin ich hier richtig bei Challenger, Malone und Roxton?" erkundigt sich eine Stimme vor dem Zimmer. "Ja, kommen Sie doch rein!" antwortet Roxton ihr.

Eine Frau mit gebleichten Haare und überdimensionalen Brüsten betritt das Zimmer, sie hat einen Pelzmantel an und raucht eine Zigarette. "Ich bin Elena, eure russische Verführung!"

"Wow! Gut das sind Malone, Challenger und ich bin John!" Er gibt ihr einen Handkuss.

"Nun, Mister Malone, würden sie bitte die Musik anmachen!?" Malone ist immer noch ganz perplex von der Stripperin. Also übernimmt Roxton die Rolle des Gentleman und dreht die Musik auf, langsam lässt Elena ihren Mantel auf den Boden gleiten...

 

"Oh mein Gott!" Finn kann den Anblick des muskulösen Italieners nicht länger ertragen, ausserdem brennt der Wein in ihrer Kehle. Veronica kichert nun schon die ganze Zeit, auch sie hat ein bisschen zu viel Wein getrunken. Marguerite hingegen schaut nicht gerade interessiert drein

"Sie haben einen tollen Körper!" schwärmt Veronica. Und hilft Ronaldo die Kleider auszuziehen.

"Okay! Veronica und Finn ihr könnt hier bleiben und euch amüsieren, aber ich muss kurz an die frische Luft, bis nachher!" die Brünette verabschiedet sich von den Blondinen, nimmt ihren Mantel und geht aus dem Zimmer.

"Und was machen wir in der Zwischenzeit?" erkundigt sich Ronaldo. Veronica geht zum Radio und dreht ihn voll auf. Dann zieht sie Finn und ihn aufs Bett, sie fangen an sich gegenseitig zu küssen.

"Ich halte diesen Krach nicht länger aus!" Challenger verliert nächstens seine Nerven.

"Schon gut, George, ich werde neben an mal vorbeischauen!" opfert sich Roxton und verlässt das Zimmer. Die Stripperin ist in der Zwischenzeit dran Malone zu verführen.

 

Roxton möchte gerade an die Tür mit der Nr. 204 klopfen, als sie geöffnet wird... "Marguerite???" Roxton ist überrascht sie hier zu sehen. "Was machst du den hier?" "Ich feiere zusammen mit Veronica und Finn. Und du?" "Ich habe meinen Junggesellenabend!"

"Roxton ich muss dir was gestehen!" "Ja? Was denn?" fragt er.

"Nun, ich muss zugeben, dass kein Mann so wunderschön und sexy ist wie du es bist!"

"Wow, das ist wirklich ein nettes Kompliment, glaub ich!" Er zieht sie zärtlich zu sich hin. "Ich kann einfach nicht genug von dir kriegen!" flüstert er ihr ins Ohr.

"Komm mit!" Marguerite zieht den Lord mit sich. Sie verlassen das Hotel, obwohl es draussen regnet. Mitten auf der Strasse bleibt sie stehen, dreht sich zu ihm um und verführt ihn. Zum Glück ist es eine Nebenstrasse!

Der Regen übergiesst das Paar, doch das scheint sie nicht all zu sehr zu stören.

 

Am nächsten Morgen scheint die Sonne wieder. Veronica will sich nochmals im Bett umdrehen, doch leider liegt sie zwischen Finn und Ronaldo, die ihr nicht gerade viel Platz lassen. Widerwillig öffnet sie ihre Augen, sie guckt verschlafen im Zimmer umher. "Wo ist Marguerite bemerkt sie? Und wie spät ist es eigentlich?" Sie schaut auf die roten Anzeiger des Weckers "Erst 7Uhr!!!! Oh Mann, ich könnte noch zwei Stunden schlafen. Was soll’s dann geh ich eben frühstücken!" Veronica geht sich waschen und zieht ihren Morgenmantel an, dann macht sie sich auf den Weg nach unten. Gerade als sie den Liftknopf "R" drücken möchte, erscheint ein verstrubbelter Malone auf dem Flur. "Ned!?" ruft sie in seine Richtung. "Veronica, was machst du denn hier?" "Dasselbe könnt ich dich fragen!"

"Ich feierte meinen Junggesellenabend zusammen mit Roxton und Challenger!" "Und war’s schön?" will die Blondine wissen.

"Naja um ehrlich zu sein, hab ich mit einer russischen Stripperin geschlafen!" gibt er zu. "Kannst du mir verzeihen?" fragt er schüchtern.

"Nur wenn du mir eine Affäre mit Finn und einem Italiener verzeihen kannst!?"

"WAS!!!!" fragt Malone ungläubig.

"Sorry!"

"Schon gut, ich war auch nicht besser! Ich verzeihe dir!" Er gibt er einen Kuss auf die Wange. "Danke, das ist sehr grosszügig von dir!"

 

Marguerite erwacht in Roxtons Armen im Hotelpark auf der grünen Wiese. Sie schaut in den strahlend blauen Himmel und merkt nicht das Roxton ebenfalls erwachen ist. "Was denkst du?" fragt er. Sie niest. Marguerite hat einen Schnupfen bekommen, kein Wunder sie war die ganze Zeit im Regen.

"Ich habe nur gerade an unsere Hochzeit gedacht und wie sehr ich mich darauf freue!"

4.21 Jetzt wird geheiratet

"Veronica, Finn, seid ihr da?" Marguerite schaut sich im Hotelzimmer um.

"Ich bin hier!" ruft Finn aus dem Bad. "Kannst du mal kommen!?"

"Was ist denn?"

"Kannst du mir den Reisverschluss schliessen?" fragt die Blondine Marguerite.

"Sicher!" Die Brünette geht ins Bad. Finn steht vor dem Spielgel und schminkt sich.

"Nicht zu viel rot!" warnt Marguerite sie.

"Warum?"

"Naja, sonst siehst du aus wie ein Flittchen und das wollen wir doch vermeiden, nicht war!? Was machst du mit deinen Haaren?" wechselt die Brünette das heikle Thema.

"Ich stecke mir einen Teil nach oben! Die vorderen Fransen oder so! Nicht?"

"Doch, das ist gut!" meint Marguerite. "Konntest du Ronaldo bezahlen?"

"Ja! Weißt du wo Veronica steckt?"

"Nein, ich habe keine Ahnung, aber ich werde jetzt nach Hause und mich anziehen gehen, du kannst sie dann zu mir schicken!"

"Okay, bis später!" Sie geben sich schnell einen Abschiedskuss. Dann verschwindet Marguerite wieder.

 

"Taxi! Taxi!" Endlich hat die Brünette ein Taxi erwischt. "Wohin geht es?" erkundigt sich der Fahrer. "Zum Anwesen der Roxtons, bitte!" Der Mann tritt aufs Gaspedal. Sie kommen bei der Villa an.

"Das macht 12Dollar!" Marguerite reicht im 15Dollar und sagt: "Den Rest können Sie behalten! Auf Wiedersehen!" Sie klingelt. Louis öffnet die Tür. "Morgen meine Dame!"

"Hallo Louis! John ist nicht zu Hause oder?"

"Nein, Miss! Er kleidet sich bei Mister Malone an!"

"Marguerite!" Madame Roxton erscheint mit Mailyn auf den Armen.

"Mami!" Sie freut sich riesig ihre Mutter wiederzusehen.

"Na, mein kleiner Spatz, wie geht es dir? Heute heiraten dein Daddy und Mummy!" Das Mädchen schaut ihre Mutter mit grossen Augen an, man könnte fast meinen, dass sie es verstanden hat.

"Ich werde mich jetzt umziehen, falls Veronica Layton kommt, schicken Sie sie mir bitte hinauf!" wendet sich Marguerite an den Butler.

"Jawohl, Miss!"

"Soll ich dir behilflich sein, mein Kind?" fragt die Madame.

"Danke, es geht schon!" Dann begibt sich Marguerite in den oberen Stock.

 

"Wie spät ist es, Ned?" erkundigt sich Veronica.

"Bald Viertel nach neun!"

"WAS!!!!!!! Mist ich sollte schon lange bei Marguerite sein! Wir sehen uns dann an der Hochzeit. Wie ich vermute wartet Roxton auch schon auf dich!" Mit diesen Worten verlässt die Blondine den Reporter. Malone bezahlt das Frühstück und danach eilt er zu seiner Wohnung. Als er dort ankommt, wartet Roxton schon ungeduldig auf ihn. "Wo warst du nur solange, Neddyboy?" will der Lord wissen. "Ich war mit Veronica essen, es tut mir leid!" Malone öffnet ihm die Türe.

 

"Ding dong!" Louis geht an die Tür.

"Hallo! Ist Marguerite schon zu Hause?" will die Blondine wissen.

"Ja, Miss Layton. Sie wartet bereits in ihrem Schlafzimmer!"

"Danke!" Veronica geht die Treppe hinauf und klopft an Marguerites Türe an. "Ja, herein?"

"Sorry wegen der Verspätung, aber ich habe noch mit Ned gefrühstückt und da muss ich wohl die Zeit vergessen haben!"

"Kein Problem! Wie findest du meine Frisur?" Marguerite hat ihre Haare nach oben gesteckt und lässt ein, zwei Locken in ihr Gesicht fallen. Sie ist dezent geschminkt, doch bei ihr wirkt es bezaubernd. Das Kleid hat sie bereits an.

"Wunderschön" ist das einzige was Veronica dazu einfällt.

"Kannst du mir den Schleier samt dem Krönchen befestigen?"

"Sicher!" Die Blondine steckt die silberne mit Diamanten eingefasste Krone in die Haare ihrer Freundin. Dazu zieht Marguerite die passenden Ohrringe, Halskette und Uhr, die sie von Roxton an ihrem Geburtstag geschenkt bekommen hat an.

"Und kann man das so lassen?"

"Ja! Wo hast du mein Kleid?"

"Das hängt im Kasten! Warte ich hole es dir!" Marguerite öffnet den Schrank und holt das Kleid von Veronica hinaus. Dann hilft sie ihrer Freundin beim Ankleiden, Schminken und Frisieren.

 

"Malone, könntest du mir vielleicht die Krawatte binden?" fragt der Jäger, der ziemlich hilflos dreinschaut.

"Ja, ja!"

Kurze Zeit später sind die Männer fertig und startklar. Sie gehen in die kleine Kirche. Sie haben nicht viele Leute eingeladen, gerade mal die engsten Freunden. Dennoch sind es rund fünfzig.

 

"Marguerite, Miss Layton, seid ihr fertig!" erkundigt sich Madame Roxton.

"Ja, Mum, wir kommen gleich!" Die zwei Frauen begeben sich auf den Weg nach unten. Veronica hat ihre Haare offen gelassen, jedoch hat ihr Marguerite einen Zickzack gemacht und eine weisse Lilie in das Haar gesteckt. Veronica hat keinen Schleier, dafür aber eine Schleppe. "Hoffentlich stolpere ich dann nicht!"

"Nein, nein, das wird nicht passieren!" versucht Marguerite sie zu beruhigen.

"Ihr seht bezaubernd aus, meine Kinder!" Madame Roxton nimmt die zwei Bräute in die Armen und küsst jede einzeln. Dann flüstert sie Marguerite noch ins Ohr: "Hab keine Angst! John wird ein guter Ehemann sein. Und falls du je Probleme mit ihm haben solltest, dann komm einfach zu mir!"

"Danke! Das ist sehr lieb von dir! Wo ist Mailyn?"

"Louis bringen sie Mailyn und den Kinderwagen!" ruft die Herrin dem Butler zu.

"Jawohl, Madame!" Er bringt die Kleine. Sie hat so wie ihre Mutter auch ein weisses Kleidchen an. Dann kann es losgehen.

 

"Wo steckt Challenger bloss?" Roxton wird immer nervöser. Er möchte, dass alles perfekt wird.

"Da kommt er ja schon!" Malone deutet in eine Richtung. Der Professor stösst zu den Bräutigamen.

"Und schon nervös?" spöttelt er.

"Ja, ein bisschen!" gibt Malone zu.

"Ich auch!" antwortet Roxton. "Jesse kommt auch, nicht wahr?"

"Ja! Ich habe ihr ein Taxi vorbei geschickt, sie sollte eigentlich bald eintrudeln!"

"Zum Glück ist Gladys nicht eingeladen, sonst bekäme ich wahrscheinlich einen Anfall!" behauptet Ned. Dann gehen die drei Männer in die Kirche. "Hey Boys, wartet auf mich!" Finn ist ebenfalls eingetroffen.

"Du siehst aber schick aus!" meint Challenger.

"Danke!"

 

"Wie spät ist es?" fragt Veronica.

"Zehn Minuten später als du das letzte Mal gefragt hast!" meint Marguerite gelassen. Sie nimmt die Hochzeit etwas cooler als ihre blondhaarige Freundin, zumindest scheint es so. "Also dann ist es 10.10Uhr! Wann fängt die Kirche an?"

"Um halb elf!"

"Das schaffen wir doch nie! Machen Sie schon!!!" befiehlt Veronica dem Chauffeur der Lordfamilie. Er drückt aufs Gaspedal.

 

In der Zwischenzeit haben sich alle Gäste in der Kirche besammelt und sich hingesetzt. Roxton und Malone warten in einem kleinem Raum, während Challenger und Finn auf die Bräute warten.

"So da wären wir!" gibt der Chauffeur Auskunft.

"Danke!" Die Frauen steigen aus und begeben sich zur Kirche. Marguerite und Veronica gehen die Hintertür hinein. Madame Roxton, Mailyn und der Butler stossen auf Finn und Challenger.

"Guten Tag, Professor!" Silvia gibt ihm grüssend die Hand.

"Na, wie geht es uns heute?" erkundigt er sich.

"Gut. Ein bisschen nervös, aber ich bin sehr froh, dass er Marguerite heiratet, sie ist nämlich ein sehr reizendes Fräulein. Und ihre Tochter Mailyn noch ein entzückenderes Kind dazu!"

"Ja, da stimme ich Ihnen voll und ganz zu!" Die Hochzeitsfeier kann beginnen.

 

Finn macht den Anfang und begibt sich zum Altar, ihr folgen Challenger und Silvia, die Mailyn auf ihren Armen trägt. Danach kommen Roxton und Malone und dann endlich zeigen sich die zwei Bräute. Sie schreiten Arm in Arm zum Altar nach vorne. Marguerite plaziert sich gegenüber von Roxton und Veronica sich von Malone. Dann beginnt der Pastor mit seiner Rede:

"Sehr geehrte Damen und Herren heute ist der Tag der Vermählung gekommen. Es wird zwei Hochzeiten geben, nämlich die von Miss Veronica Layton und Mister Edward Malone und die von Miss Marguerite Montegomery und Lord John Roxton...." Bei dem Namen Montegomery schauen sich Finn, Malone und Challenger verdutzt an, denn sie kannten den echten Namen von Marguerite noch gar nicht.

"...Falls jemand einen Einwand in diese Ehen haben sollte, dann soll er jetzt reden oder für immer schweigen!" Natürlich hat niemand einen Einwand dagegen oder soll ich sagen zum Glück!?

"Gut, dann kommen wir jetzt zur ersten Vermählung! Mister Edward Malone, wollen Sie die hier Angetraute Veronica Layton zu Ihrer Frau nehmen, sie schätzen und ehren in guten sowie in schlechten Zeiten?"

"Ja, ich will!"

"Und wollen Sie, Miss Veronica Layton den hier Angetrauten Edward Malone zu Ihrem Mann nehmen, ihn respektieren und ehren bis dass euch der Tod scheidet?"

"Ja, ich will!" Der Pastor wendet sich an Malone. "Sie dürfen die Braut jetzt küssen!" Vorsichtig geht Malone auf Veronica zu und küsst sie zärtlich auf die Lippen. Der Saal applaudiert.

"So und nun kommen wir zur zweiten Hochzeit! Lord John Roxton, wollen Sie die hier Angetraute Marguerite Montegomery zu Ihrer Frau nehmen, sie ehren und respektieren bis dass Euch der Tod scheidet?"

"Ja, ich will!"

"Und wollen Sie, Miss Marguerite Montegomery, den hier Angetrauten Lord John Roxton zu Ihrem Mann nehmen, ihn lieben und ehren in guten sowie in schlechten Zeiten?" Marguerite schaut sich in der Kirche um, sie scheint verwirrt zu sein. Challenger und Finn nicken ihr aufmunternd zu, auch Veronica und Malone geben ihr das "Ja" Zeichen. Madame Roxton schaut sie mit grossen verständnisvollen Augen an. Die Wärme welche diese Augen ausstrahlen, lassen alle Ängste und Sorgen in Marguerite verschwinden. "Ja, ich will!" Roxton gibt einen erleichterten Seufzer von sich. Ohne auf die Aufforderung des Pastors zu warten, zieht er seine Frau zu sich und küsst sie leidenschaftlich und dankbar zu gleich. Wieder toben die Gäste vor Freude.

 

"Was kann ich sagen..." Challenger ist mit seinem Trinkspruch an der Reihe "...nun ich kenne diese zwei Paare seit fünf Jahren. In diesen 5 Jahren haben wir vieles erlebt vom ganz normalen bis zum unwirklichen! Ich habe mit ihnen gelacht und gelitten, alle vier sind mir ans Herz gewachsen! Mein guter Freund Roxton, der für mich durch die Höhle gehen würde. Die geheimnisvolle Marguerite, die mir stets Sorgen bereitet. Die liebenswürdige Veronica, die uns aufgenommen und beschützt hat. Und Malone, dem ich vertrauen kann, obwohl er ein Reporter ist! Das sind meine Freunde, natürlich gehört da auch noch Finn dazu, der ich gerne jetzt das Wort überreiche!" Finn schaut ihn verblüfft an. Sie flüstert ihm zu: "Aber ich habe gar keinen Spruch vorbereitet!!!"

"Ach komm schon Finn, das wirst du schon schaffen, sag einfach, dass was dir gerade in den Sinn kommt!"

"Ha ha ha! Sehr witzig!" Widerwillig steht sie auf "Nun, ich habe keinen Trinkspruch vorbereitet, weil ich dachte, dass Challenger, das für mich übernehmen würde. Schliesslich hat er auch sonst immer etwas zu erzählen über seine Erfindungen etc." Einige Leute lachen.

"Okay, was soll ich sagen? Als ich Roxton das erstemal traf, war er ziemlich beschäftigt nicht nur mit den Angreifern, nein auch mit Marguerite, welche mir anfangs ziemlich eingebildet und egozentrisch vorkam. Leider hatten wir auch manche Streits, trotzdem mag ich sie sehr! Dann wäre da noch Veronica. Als ich zur Challenger Expedition beitrat, war Veronica gerade unterwegs, doch sie blieb nicht vergessen, jeden Tag wurde ich auf sie aufmerksam gemacht! Dann bin ich ihr im Wald begegnet. Sie trug einen Mantel mit Kapuze, darum konnte ich ihr Gesicht nicht sehen. Ich habe sie angegriffen. Und an ihrer Kampftechnik wusste ich gleich, DAS ist Veronica. Sie wurde sofort zu meiner besten Freundin. Ein Jahr später stiess Malone wieder zu uns. Ich kannte ihn schon, von meinem früheren Leben her. Er war ausgesprochen nett zu mir, was ich toll fand. Sie sind meine lang ersehnte Familie. Nun ja, das wär’s dann auch schon! Ich bin wie viele von euch auch der Meinung, dass Veronica und Malone zusammengehören! Bei Roxton und Marguerite kann ich nur sagen, was sich neckt, das liebt sich! Auf Roxton und Marguerite!" Die Leute wiederholen es und halten ihre Gläser in die Luft. "Auf Veronica und Malone!" Wieder geschieht die gleiche Geste. "Ich danke Ihnen!" Mit diesen Worten setzt sich Finn hin und ist sichtlich erleichtert.

"So und wo werdet ihr die Flitterwochen verbringen?" erkundigt sich Madame Roxton bei dem Paar. Sie fügt noch hinzu "Selbstverständlich kann Mailyn dann bei mir bleiben!"

"Nun, wir werden die ca. zwei Wochen in der verlorenen Welt verbringen! Challenger und Finn schlafen bei den Zangas. Roxton und ich beziehen den unteren Stock, wo auch unser Zimmer liegt und Veronica zusammen mit Ned werden im oberen Stock hausen! Und falls du uns besuchen kommen möchtest, haben wir dir eine Karte gezeichnet, komme aber nur mit ehrlichen Leuten!"

4.22 Flitterwochen in der verlorenen Welt

1.Tag, Ankunft im Baumhaus

Roxton und Malone besteigen den Lift in ihren Armen tragen sie Marguerite und Veronica sowie es die Tradition vorschreibt. Für Roxton scheint das kein Problem zu sein, doch der schlanke Reporter bricht unter seiner Braut fast zusammen. Endlich sind sie oben angekommen und haben die Frauen über die Türschwelle getragen.

Roxton setzt Marguerite sanft ab. "Danke!" "Kein Problem, schliesslich ist das doch Tradition!!" Malone hat es auch geschafft. "Ich sagte dir doch, dass du mich nicht tragen musst!" meint Veronica. "Aber das ist Tradition!" protestiert er. "Na gut, wenn du meinst! So nun trennen uns unsere Wege. Wir sind oben falls ihr uns sucht!" wendet sich Veronica an das süsse Paar.

"Geht klar! Bis irgendwann!" antwortet Marguerite. Sie und Roxton gehen nach unten. Der Lord hat sie schon wieder auf seine Arme genommen und trägt sie nun ins Zimmer. Er legt sie aufs Bett "Hoffentlich geht es Mailyn gut!"

"Mach dir keine Sorge! Meine Mum passt gut auf sie auf!" versucht Roxton sie zu beruhigen.

"Ja, ich weiss. Trotzdem vermisse ich sie sehr!"

 

in London zur gleichen Zeit

"Grandma!"

"Ja, mein Schatz!"

"Mami vermisst mich!" sagt das kleine Mädchen.

"Ja, weiss! Ich vermisse meinen Sohn schliesslich auch!" behauptet Madame Roxton "Geh jetzt wieder mit deinen Puppen spielen!"

 

2.Tag in der verlorenen Welt

"Ich werde jetzt duschen gehen!" ruft Veronica ihrem Liebling zu, der ganz erschöpft auf dem Bett liegt. "Ich komme mit!"

"Okay, aber sei mir nachher ja nicht schlapp!"

"Verstanden!" Die beiden gehen zur Dusche, doch die ist schon besetzt.

"Wie lange dauert das bei euch noch?" will die Blondine wissen.

"Keine Ahnung! Was meinst du Roxton?"

"Den ganzen Tag!" sagt dieser gelassen.

"Spinnst du!?" protestiert Marguerite "Geht doch frühstücken, bis dann sind wir sicher fertig"

"Okay!" Malone und Veronica setzen sich an den Tisch. "Hast du grossen Hunger?"

"Es geht so. Aber weißt du auf was ich jetzt Lust hätte?"

"Was denn??"

"Erdbeeren mit Schlagsahne!"

"Klingt verführerisch!"

 

im Zanga-Dorf

"Musst du schon wieder auf die Jagd gehen!? Ich wollte mit dir doch noch frühstücken!" Finn schaut Kalle enttäuscht an. Seit er ein ausgebildeter Jäger geworden ist, hat er keine Zeit mehr für seine Freundin.

"Es tut mir wirklich schrecklich leid, aber das ist halt meine Arbeit. Ich bin am Abend wieder zurück!" "Na super!" Finn ist beleidigt. Kalle gibt ihr einen flüchtigen Kuss und dann verlässt er sie. Traurig schaut Finn ihm hinterher, dann nimmt sie ein Foto aus ihrer ledernen Handtasche. Auf dem Foto ist sie mit dem roten Kleid, welches sie an der Hochzeit angehabt hat. Finn wollte ihm das unbedingt zeigen. Sie wollte, dass er sie dann noch mehr begehrt und auch respektiert. Leider ist das nicht so. Wütend steckt sie das Foto wieder weg.

 

Kurze Zeit später im Wohnzimmer des Baumhauses

"Hey ihr könnt nun duschen... oh mein Gott!!!!!" Marguerite hat sich sofort wieder umgedreht, denn Veronica und Malone liegen unbekleidet auf dem Küchentisch.

"Es ist nicht so wie es aussieht!!" versucht Veronica die andern beiden zu überzeugen.

"Nein, gar nicht!!!!" Marguerite findet es einfach widerlich.

"Also, nein! Wir haben doch ausdrücklich abgemacht, dass ihr den oberen Stock dafür benutzt und wir den unteren!" schaltet sich nun auch Roxton in das Gespräch ein.

"Ja, schon kapiert. Es ist einfach passiert wir konnten es nicht steuern! Ehrlich!" gibt Malone unterwürfig zu.

"Ja, ja und das sollen wir euch jetzt glauben!?!?"

"Beruhige dich Marguerite. Wir werden den Tisch säubern und nachher duschen gehen!" sagt Veronica zu ihrer braunhaarigen Freundin.

"Danke!"

 

3.Tag in der verlorenen Welt

Die zwei Paare sitzen am Küchentisch und essen gerade zu Mittag.

"Hast du keinen Hunger, Marguerite!?" fragt Veronica die Brünette.

"Nein, denn ich muss immer wieder daran denken, was gestern hier drauf passiert ist!!!"

"Ach komm schon, Marguerite, wir haben den Tisch doch gesäubert und desinfiziert!" meint Malone. "Trotzdem es ist abscheulich daran zu denken!!"

"Zum hundertsten Mal, ES TUT UNS SEHR LEID!!!!!!!!!!" Veronica ist der Meinung, das Marguerite es ein bisschen übertreibt.

"Warum ist eigentlich Challenger noch in London geblieben?" will Marguerite wissen.

"Weil er noch einige Sachen mit seiner Frau zu klären hat!" gibt Malone Auskunft.

 

in London bei der Familie Challenger

"Jesse, ich muss dir etwas gestehen!"

"Ja, George, was denn?"

"Nun, ich war dir in den letzten fünf Jahren nicht ganz treu! Um ehrlich gesagt habe ich dich zweimal betrogen!"

"Ja?? Mit wem denn?"

"Mit der Amazonin Anfüherin Selina und mit einer Königin. Sie jedoch ist getötet worden von ihren eigenen Dienern."

"Wow, hattest du Spass mit ihnen?"

"Es geht so!"

"Sei ehrlich!"

"Ja, ich hatte sehr viel Spass vor allem mit Selina, aber das war je nur einmal! Kannst du mir verzeihen?"

"Aber natürlich mein Schatz, ich liebe dich doch!" sagt sie verständnisvoll.

"Und nun was ist meine Strafe?" Challenger glaubt seiner Frau nicht. Schliesslich kennt er sie nun schon lange genug.

"Okay, du musst mich mit in diese verlorene Welt nehmen!"

"Aber..."

"Kein Aber, ich möchte dorthin gehen und falls ich sterben sollte bin ich bei dir! Das ist für mich das Wichtigste. Ausserdem möchte ich dich nicht schon wieder an die Wissenschaft verlieren!"

"Na gut von mir aus!"

 

4.Tag in der verlorenen Welt

"Und was sollen wir heute machen, Lady Roxton?" erkundigt sich der Lord bei der Brünette.

"Ich möchte einen Spaziergang machen, ich muss unbedingt wieder mal an die frische Luft!"

"Mir gefällt es hier aber!"

"John, wir haben noch über eine Woche Zeit. Bitte tu mir den Gefallen und begleite mich!"

"Na schön, wenn du so darauf bestehst!"

"Das tu ich!" gibt Marguerite zu.

 

Kurz darauf im Wohnzimmer

"Hey ihr beiden! Wir werden heute einen Spaziergang unternehmen, habt ihr Lust mitzukommen?" fragt Marguerite höflich.

"WAS!?!?" Roxton ist auf diese Frage nicht gefasst gewesen.

"Nein, danke! Wir bleiben heute hier!" meint Veronica.

"Wie ihr wollt! Kommst du?" Roxton und Marguerite verlassen das Baumhaus, jedoch hat Roxton vergessen seine Waffen mitzunehmen.

 

Im Urwald

"Und findest du es jetzt immer noch blöd, dass wir diesen Spaziergang machen?"

"Nein, denn ich wusste gar nicht, wie gut die frische Luft tut" behauptet Roxton.

"Hier ist ein schönes Plätzchen! Was hältst du davon, wenn wir eine kleine Pause einlegen würden!" Marguerite ist auf einer Waldlichtung stehen geblieben, setzt sich ins Gras und geniesst die warmen Sonnenstrahlen auf ihrem Körper. Roxton hat sich nun ebenfalls zu ihr gesetzt. Sanft legt er einen Arm um ihre Schulter.

"Es ist wunderschön hier!" flüstert Roxton seiner Frau ins Ohr. Diese wendet sich zu ihm hin und küsst ihn leidenschaftlich... doch plötzlich hören sie ein Rascheln in den Gebüschen.

"Verdammt, was ist das!?!" schreit Marguerite, als ein Netz über sie fliegt.

"Mist!!! Ich habe meine Pistolen zu Hause vergessen!"

"WAS!!!!!!!!!!!" Marguerite kann nicht glauben wie leichtsinnig Roxton doch nur sein kann. Jetzt treten vier Männer hinter den Gebüschen hervor. Sie zerren Marguerite unter dem Netz hervor und fesseln ihr die Hände. "Lassen Sie mich los! Wer sind Sie überhaupt?"

"Ich bin Ravell, Anführer der Sklavenhändler und du gefällst uns!"

"NEIN!!!! Lassen Sie mich gehen! ROXTON, hilf mir!" Aber Roxton kann sich unter dem Netz nicht bewegen, weil es zu schwer ist und ausserdem ist eine Pistole auf ihn gerichtet. Marguerite wird gegen ihren Willen abgeführt. "ROXTON!!!!!!!!"

"MARGUERITE, NEIN!!!!!!!!!!!!" Ein Sklavenhändler versetzt Roxton einen Kinnhaken und lässt ihn bewusstlos dort liegen.

 

Zwei Stunden später

Der Lord erwacht aus seiner Bewusstlosigkeit. Sein Kopf schmerzt ihn. "Was ist nur passiert? Oh nein, Marguerite!" Zum Glück haben die Sklavenhändler das Netz wieder mitgenommen. Zuerst möchte Roxton ihnen nachlaufen, entscheidet sich dann doch anders. 1. Hat er keine Waffe dabei und 2. Ist man zu dritt viel stärker, als wenn man es alleine versucht.

Also macht er sich auf den Weg zurück zum Baumhaus.

 

Im Baumhaus

"WAS!!!! Marguerite ist von Sklavenhändlern entführt worden??" Veronica kann es immer noch nicht glauben.

"Wir müssen ihr helfen!" sagt Roxton ungeduldig.

"Sicher, aber lass uns zuerst zu den Zangas gehen. Sie können uns ein paar Jäger mitgeben und Finn ist schliesslich auch noch dort!" schlägt Malone vor.

"Gute Idee!"

 

Marguerite und die Sklavenhändler sind immer noch unterwegs, sowie es scheint haben sie ihr Camp ganz weit weg plaziert. "Träum nicht in der Gegend herum, Weib!" Ravell schubst Marguerite vor sich her.

"Schon gut, schon gut. Ich geh ja schon, aber würde sie mich bitte nicht mehr so herum schubsen!?!"

"Wie Sie wünschen, Marguerite!"

"Danke!"

 

in London

"Grandma!" Das Mädchen steht im Türrahmen und schaut ganz verstört drein.

"Was ist denn los, meine Süsse!"

"Mami liebt mich!"

"Natürlich tut sie das!" sagt Madame Roxton kopfschüttelnd, manchmal versteht sie das Kind echt nicht. Mailyn ist wirklich grandios, sie kann jetzt schon ein paar Schritte gehen.

"Nein, sie liebt mich und hat gesagt, dass ich keine Angst haben soll!" Jetzt kullern dem Mädchen dicke Krokodilstränen aus den Augen.

"Wie meinst du das?" Silvia glaubt ihr nicht. "Wieso solltest du Angst haben?"

"Weil Ma... Mami wurde entführt!!!!!"

...

Weiter zur 5.Staffel


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