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7.13 Der grosse Streit

Es sind drei Wochen vergangen, in denen sich die Baumhausbewohner angeschwiegen oder einander aus dem Weg gegangen sind, doch an diesem Tag kreuzen sich ihre Weg zu oft.

Finn ist gerade aufgestanden und gönnt sich ein Bad, als Marguerite sich im Badezimmer die Zähne putzen und sich allgemein schön machen möchte. Sie klopft ungeduldig an die Türe.

"Ich bade!" ertönt die Stimme der Blondine.

"Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du etwas vorwärts machen würdest" antwortet die Brünette in angenehmen Ton.

"Tja, das tut mir aber leid für dich, ich bin gerade eben erst in die Wanne gestiegen."

"Okay, und wie lange gedenkst du da drinnen zu bleiben?" erkundigt sich die Brünette.

"Zuerst entspanne ich eine Runde, dann wasche ich mir meinen Körper mit Seife und shampooniere meine Haare. Danach dusche ich alles gründlich ab, nimm ein Handtuch und trockne mich. Ich glaube, ich brauche mindestens eine Dreiviertel Stunde" behauptet das Finny.

"Niemals dauert das so lange" widerspricht die Brünette ihr. "Wenn du nicht in einer Viertel Stunde draussen bist, breche ich die Türe auf!"

"Drohst du mir etwa, Herzchen?"

"Nein, ich setze dir bloss eine Zeitlimite, Engelchen" meint Marguerite zuckersüss. "Du bist Punkt Viertel vor neun aus dem Bad, verstanden!?"

"Wie Sie wünschen, meine königliche Hoheit" sagt Finn sarkastisch und verdreht die Augen.

"Halt die Klappe und beeile dich lieber!" ruft Lady Roxton dem Fräulein zu.

"Warum brüllst du denn so?" Roxton steht gähnend im Türrahmen.

"Finn besetzt wie immer das Bad!" behauptet Marguerite sauer.

"Ach Süsse, nimm das alles lockerer." John möchte seine Frau küssen, doch sie weicht zurück.

"Bitte, nicht am Morgen... Mundgeruch ist morgens besonders grässlich."

"Jetzt tu nicht so zimperlich, nur weil du nicht ins Bad konntest und noch keinen Kaffee getrunken hast."

"Nimm das sofort zurück!"

"Lass deine schlechte Laune nicht an mir aus! Ich schlage vor, du gehst spazieren.... wieder mal frische Luft schnappen."

"Du kannst mir nichts befehlen, Lord Roxton." Wütend knallt Marguerite die Türe hinter sich zu. Mailyn erwacht aus dem Schlaf. "Hey, du hast mich geweckt. Ich habe gerade geträumt und der Traum war noch nicht zu Ende" sagt das Mädchen sauer.

"Sorry, ich wollte dich nicht wecken. Was hast du denn geträumt?" erkundigt sich Marguerite bei ihrer Tochter.

"Ich ging im Wald spazieren. Da plötzlich kam ein Bär aus dem Gebüsch springen, zum Glück hat mich Finn gefunden und den Bär erledigt."

"Immer träumst du von Finn! Hallo, ich bin deine Mutter... ich sollte dein Vorbild sein!" schnauzt die Brünette die Kleine an.

"Du bist nun mal nicht so cool wie Finn!" wehrt sich das Mädchen, steigt aus dem Bett und geht in die Küche des neuen Baumhauses, wo Roxton am Tisch sitzt und einen Kamillentee zur Beruhigung trinkt. "May, ich habe dir schon tausend mal gesagt, dass du nicht barfuss durch die Gänge laufen sollst!"

"Ja und, ich habe ein gutes Immunsystem!" behauptet Mailyn.

"Du gehst jetzt sofort wieder ins Zimmer und ziehst dir deine Pantoffeln an!" befiehlt Roxton der Kleinen.

"Vergiss es!"

"In diesem Ton sprichst du nicht mit mir! Eine Woche Hausarrest! Und jetzt Abmarsch ins Zimmer!"

"Nein!" Das Mädchen springt davon ins alte Baumhaus. John steht auf und rennt ihr wütend hinterher. "Bleib stehen, junges Fräulein!"

 

Finn liegt nun wieder bei Richard im Bett. Sie unterhalten sich ein bisschen. "Wenn wir Kinder hätten, wie würdest du sei nennen?" fragt der junge Herr.

"Wenn es ein Mädchen werden würde, dann würde ich sie Emilie taufen und einen Jungen würde ich Jerome...."

"Jerome? Ehrlich" unterbricht Richard seine Freundin. "Ich weiss nicht, ich finde hier gibt es schon zu viele Namen die mit J beginnen. Jesse, John, Joshua, Jessica."

"Es kommt nicht auf den Buchstaben drauf an!" beschwert sich das Finny. "Wie würdest du denn deine Kinder nennen?"

"Bei mir gäbe es eine Claire..."

"Gott, wie altertümlich."

"und einen Cornell" spricht Richard weiter.

"Und du bist dir sicher, dass das ein Name ist!?" hakt Finn nach.

"Ja, Cornell ist ein wunderschöner seltener Name!" beharrt der Herr.

"Siehst du, du würdest auch beide Kinder mit dem selben Anfangsbuchstabe taufen."

"Aber ich höre mich in meiner Gegend um, damit ich keine doppelten oder ähnlichen Namen meinen Kinder gebe... vor allem würde ich den Kindern nie die Namen der Eltern als zweiter Vorname geben! Joshua Thomas und Jessica Abby, das ist doch bescheuert."

"Hey, das ist Veronicas Angelegenheit. Ausserdem finde ich das eine gute Idee, so bleibt ihr Vater und ihre Mutter immer in Erinnerung!" bestreitet die Blondine das Ganze ab. "Wir haben vielleicht nicht alles das Glück, dass unser Eltern noch leben!"

"Mailyn heisst sogar gleich wie ihre Grossmutter!" fährt Richard fort.

"Ja, und!? Marguerite wusste zu der Zeit überhaupt nicht, ob ihre Mutter noch am Leben ist, geschweige denn wie sie heisst! Echt, du hast so was von keiner Ahnung!" stinkwütend verlässt Finn das Schlafzimmer.

 

"Neddy, stehst du auf?" fragt Veronica ihren Mann als Jessica mit weinen beginnt.

"Warum immer ich?"

"Weil es bei mir etwas länger dauert" weist die Blondine auf ihre behinderten Beine.

"Ich helfe dir in den Rollstuhl, okay?" schlägt Malone vor.

"Dann musst du ja auch aufstehen, warum gehst du nicht direkt zu ihr. Das wäre für uns beide einfacher."

"Für dich vielleicht. In letzter Zeit verrichte ich die ganze Arbeit: Windelwechseln, Nachts aufstehen, mit den Kindern spielen. Seit du wieder mit Malen begonnen hast, ist dir die Familie egal!" behauptet Malone.

"Das stimmt doch gar nicht. Wenn ihr mich braucht, dann bin ich für euch da... nur jetzt geht es gerade schlecht. Ausserdem bist du immer derjenige, der sich Sorgen um mich macht, nicht ich!"

"Werde ich jetzt etwa bestraft nur weil ich das Beste für dich will?"

"Ned, das Beste für mich ist momentan ausschlafen!"

"Du bist so eigensinnig! Echt ich kenne dich so gar nicht wieder" meint Malone und verschwindet genervt aus dem Schlafzimmer. "Blödmann, zuerst sorgt er sich um mich und jetzt will er sich weigern die Arbeit zu verrichten. Daraus kann man ja nicht schlau werden" findet Veronica und wendet sich verständnislos auf die andere Seite.

Auf dem Flur begegnet Malone dem Lord. "Hey, was machst du denn hier?" will der Reporter wissen. "Wieso, darf ich etwa nicht mehr in diesen Bereich des Baumhauses, weil ich jetzt im Neuen wohne? Bist du etwa eifersüchtig?" spekuliert Roxton.

"Sicher nicht! Ich habe es nicht so gemeint."

"Ich suche Mailyn, hast du sie gesehen?"

"Bis jetzt noch nicht. Bin erst gerade aufgestanden" meint Malone.

"Ach so. Wenn ich Mailyn gefunden habe, kommst du dann mit mir auf die Jagd?" fragt der Jäger.

"Ich kann nicht, ich muss auf die Zwillinge aufpassen" lehnt Ned das Angebot ab.

"Schon wieder!? In letzter Zeit sehe ich dich nur noch mit den Zwillingen herumhängen. Kann das nicht mal Veronica übernehmen?"

"Sie ist behindert. Ihr fällt diese Arbeit vielleicht nicht so einfach wie mir! Gott, du verstehst echt nichts. Erschiesst zwar deinen eigenen Bruder und erwartest Mitleid von uns, aber für andere hast du nichts übrig!" wirft er dem Lord an den Kopf. Beleidigt macht John sich aus dem Staub. Ned hat bei Roxton einen wunden Punkt getroffen.

 

"Hey, Richie, hast du Lust mit mir auf die Jagd zu gehen?" fragt Roxton weiter.

"Sehr gerne sogar. Kommt Malone auch mit?" erkundigt sich der Herr.

"Leider nicht. Ich habe ihn zuerst gefragt, aber er muss Kinderhüten" erzählt John.

"Eine Frage, Roxton. Hast du mich nur eingeladen, weil Ned nicht kann oder hättest du mich auch so noch gefragt?"

"Ich hätte dich natürlich auch noch gefragt" behauptet der Lord.

"Bist du dir da ganz sicher? Ich meine, ich bin grottenschlecht was das Jagen betrifft. Ich wäre doch nur eine Behinderung für euch gewesen" vermutet Richard.

"Schon möglich" antwortet daraufhin John und merkt nicht, dass er das Falsche gesagt hat.

"Super, du hältst mich für einen Nichtsnutz. Danke, Lord Roxton, für Ihre ehrliche Antwort" meint Richie sauer.

"Hey, du weißt doch, dass ich das so nicht gemeint habe" versucht Roxton sich bei ihm zu entschuldigen, doch der junge Herr aus London stellt auf Taub.

"Vergiss es, ich komme nicht mit!" Wütend geht Richard wieder. Er trifft auf dem Weg ins neue Baumhaus auf Malone. "Schon wieder am Babysitten!?" fragt er überrascht.

"Ja und!? Ich mache das nun mal gerne, ist das so schlimm" fährt er Richard an.

"Sorry, ich wollte nicht unhöflich sein. Hab ja nur gefragt. Mann, heute seid ihr echt alle schlecht drauf!"

"Oder vielleicht liegt es an dir und dir kommt es nur so vor als wären alle launisch" lautet Neds Theorie.

"Schwachsinn! Ihr seid verrückt... nicht ich!"

"Nur weil du aus besserem Hause stammst, musst du nicht automatisch das Gefühl haben, du wärst was Besseres!"

"Ned, verurteile mich nicht wegen meiner Herkunft. Ich konnte mir meine Eltern genau so wenig aussuchen wie du deine. Übrigens ich finde es beschissen, dass ihr den Zwilling die Vornamen von Veronicas Eltern als Zweitnamen gegeben habt."

"Ist mir doch egal, ob dich das stört oder nicht! Hört nicht auf Richie, er ist gerade schlecht gelaunt" sagt Malone zu den Zwillingen. Richard kann sich das nicht länger anhören und geht wieder ins neue Baumhaus zurück.

 

"Finn!" ruft Veronica ihre Freundin.

"Ja, was ist?" fragt die Blondine und erscheint im Wohnzimmer des alten Baumhauses.

"Dein Hund hat schon wieder in meine Hütte gekackt. Der hat überhaupt keine Erziehung und stinkt furchtbar!" behauptet Vee sauer.

"Erstens heisst er Tassilo und zweitens ist er noch jung. Er muss eben noch viel lernen."

"Wo ist Tassilo überhaupt!? Haben wir nicht abgemacht, dass du jederzeit auf ihn aufpassen wirst?" glaubt Veronica sich zu erinnern.

"Na und, du bist auch nicht bei den Zwillingen wie vereinbart" kontert das Finny.

"Weißt du was, lass mich einfach in Frieden. Geh lieber den Silberfang suchen und pass bloss auf, dass der Feuerblitz ihn nicht findet."

"Und du könntest mal wieder auf die Zwillinge aufpassen, anstatt vor deiner Malerei zu hocken." Mit diesen Worten geht Finn wieder. Die beiden Frauen wurden von Challenger und Jesse beobachtet. "So geht das nicht weiter, mein Schatz" sagt Jesse. "Ich ertrage diese giftige, erdrückende Stimmung nicht länger."

"Geht mir genauso" stimmt George seiner Frau zu. "Ich bin der Meinung, wir sollten einen Familienrat führen... in gewisser Art und Weise sind wir ja eine Familie."

"In Ordnung! Wir treffen uns in einer Viertelstunde wieder hier. Ich übernehme das neue Baumhaus und du die Malonefamilie" teilt Jesse die Arbeit auf.

 

"Hey, das ist mein Platz" behauptet Marguerite zu Finn, die angeblich auf ihrem Stuhl sitzt.

"Tja, wer nicht kommt zur rechten Zeit, muss nehmen was übrig bleibt."

"Jetzt tu nicht so besserwisserisch, Finn, wir alle wissen, dass du total bekloppt bist" meint Marguerite ohne zu zögern.

"Du bist doof!" lallt das Finny zurück.

"Hey, meine Frau ist nicht doof" verteidigt Roxton sie.

"Ich kann für mich selber sprechen, John. Immer musst du den Gentleman heraushängen lassen. Du bist ein totaler Macho!" nervt die Brünette sich.

"Ein Macho und Lügner" antwortet daraufhin Richard.

"Sie du lieber still, Bubi!" wirft Roxton ihm an den Kopf.

"Wenigstens macht Richard nicht schlapp, wenn er mal auf die Zwillinge aufpassen muss" mischt sich nun auch Veronica in den Streit ein.

"Ich habe viel mehr Zeit mit den Zwillingen verbracht als du!" behauptet Ned.

"Leute, es geht so nicht weiter! Mir und Challenger gehen eurer Streitigkeiten langsam aber sicher auf den Keks.... habt ihr mich verstanden!?" fragt Jesse in die Runde.

"Sicher, schliesslich sind wir keine Kinder mehr" behauptet Marguerite spitz.

"Und warum verhält ihr euch dann wie Kinder?" kontert Madame Challenger.

"Das tun wir gar nicht" mischt sich nun auch das Finny ein.

"Eine gute Idee" murmelt George seiner Frau zu. "Wir hetzen sie auf uns, so kriegen wir sie am ehesten wieder zusammen."

"Oh doch das tut ihr" beharrt Jesse.

"Sie haben keine Ahnung wie es ist Kinder grosszuziehen" behauptet Richard und trifft damit Jesses wunder Punkt, aber sie lässt sich nicht so einfach unterkriegen. "Da wäre ich mir nicht so sicher. Schliesslich konnte ich bei euch oft genug üben."

"So ein Quatsch, wir sind selbständige, erwachsene Menschen" lautet Roxtons Kommentar.

"Für mich seid ihr eher wie kleine, verwöhnte Kinder! Alle samt!" stichelt Jesse weiter.

"Ich und verwöhnt!? Bitte, ich habe nicht einmal meine Eltern gekannt!" wehrt sich das Finny.

"Genau, die wenigsten von uns haben wahre, langandauernde Liebe von den Eltern verspürt" stimmt Veronica ihrer Freundin zu.

"Ich finde Jesse hat Recht" schliesst sich George seiner Frau an. "Ihr seid total undankbare, eingebildete, arrogante Kids! Und noch was zu Jesse und mir, wir wissen haargenau wie es ist Kinder grosszuziehen... wir hüten ja ständig für euch die Zwillinge und Mailyn, damit ihr euch einen freien Tag machen könnt. Und seid letzter Zeit habe ich zusätzlich noch einen weiteren Begleiter auszuführen. Sein Name ist Tassilo und er kennt mich bald besser als seine eigene Herrin, die zu beschäftigt ist ihre einst beste Freundin zu nerven. Findet ihr das nicht doch etwas kindisch!?" hakt Challenger nach.

"Oh, das ist... sogar wahr" sieht Finn endlich ihre Fehler ein. "Es tut mir leid, Marguerite. Ich war einfach so sauer auf dich und wollte mich bei dir rächen."

"Schon gut, ich war auch nicht gerade ein Engel zu dir" meint die Brünette kleinlaut.

"Wir alle waren ziemlich Eckelpakete" fügt Roxton hinzu.

"Oh ja und wie" stimmt Ned ihm zu.

"Es tut uns leid, dass wir euch genervt haben" sagt Richard zur Challengerfamilie und die anderen entschuldigen sich ebenfalls bei dem älteren Ehepaar. "Geht jetzt und verdaut erst einmal die letzten drei Wochen" schlägt Jesse vor. Die Freunde gehorchen ihr... wie Kinder.

"Es hat funktioniert" freut sich Challenger über den gelungenen Plan.

"Auf uns und eine ruhige Zeit im Baumhaus!" versichert Jesse ihrem Mann.

"Darauf freue ich mich schon riesig!"

7.14 Vermisst!

Marguerite kriecht aus dem Bett und betritt das Esszimmer des neuen Baumhauses, wo sie hofft ihren Mann anzutreffen. Sie hat fürchterliche Kopfschmerzen und fühlt sich im Allgemeinen nicht gerade besonders.

Im Esszimmer angelangt findet sie Richard, Roxton und Finn mit Silberfang bereits angezogen und Abmarsch bereit.

"Wohin wollt ihr denn gehen?" fragt die Brünette überrascht.

"Ich führe Silberfang aus und die Jungs gehen auf die Jagd... das Übliche eben" antwortet Finn.

"Ah, wenn das so ist, wünsche ich euch beiden viel Erfolg und dir, Finn, rate ich gut auf dich und Silberfang aufzupassen." Marguerite ist es recht, dass sie weder bei der Jagd noch beim Spaziergang gebraucht wird.

"Okay, bis später dann!" verabschiedet sich Richard.

"Tschau!" sagt Finn. Das junge Pärchen geht bereits voraus.

"Willst du wirklich nicht mitkommen?" fragt Roxton sehnsüchtig seine Frau. "Wir könnten dich gut gebrauchen?"

"Wer alles begleitet euch denn?"

"Nur noch Malone. Er kommt ebenfalls mit."

"Ah schön! Danke fürs Angebot, aber ich bleibe lieber hier bei Mailyn. Wir können sie nicht ewig alleine lassen" behauptet Marguerite.

"Das sehe ein. Wunderbar, dann bis nachher" sagt John, nimmt die Brünette in seine Arme, drückt sie ganz fest an sich, küsst sie dann auf die Stirn und macht sich sprichwörtlich aus dem Staub. Marguerite schaut ihm lächelnd hinterher.

Sie ist froh, solch einen tollen Mann geangelt zu haben, obwohl es anfangs nicht gerade rosig für die beiden ausgesehen hat.

 

"Ich komme mit dir mit!" meint Veronica ernst.

"Vee, das halte ich für keine gute Idee. Du kannst mit dem Rollstuhl schlecht durch den Wald kurven.... was ist, wenn uns ein T-Rex angreift!? Du bist nicht schnell genug mit diesem Ding!"

"Ich kann fahren wie der Blitz" bestreitet die Blondine diese Anschuldigungen.

"Nein, das kommt wirklich nicht in Frage. Oder was ist, wenn uns der Dark Flareon angreift... hä!? Dann kannst du nicht einfach so aufstehen und ihm einen Tritt in den Arsch verpassen" bleibt das Finny stur.

"Dafür habe ich ja immer noch dich. Du kannst kämpfen und besitzt eine Armbrust. Ausserdem bin ich super im Messer werfen. Was glaubst du, wie ich mich verteidige!?"

"Okay, ich sehe es ja ein. Echt du bist schlimmer als die Zwillinge! Apropos Zwillinge, wer wird die beiden hüten? Ich meine, du und Malone seid beide nicht hier" erkundigt sich das Finny.

"Das kann Jesse übernehmen!"

"Leider nicht möglich. Challenger und Jesse sind gestern Abend zu den Zangas gegangen" erzählt Finn.

"Und warum weiss ich nichts davon!?"

"Weil du und Malone zu dem Zeitpunkt schon im Bett gelegen habt. Es war ein spontaner Entschluss. Ich meine, du kennst doch Challenger, wenn er etwas Wissenschaftliches sieht ist er nicht mehr zu bremsen."

"Du sagst es. Dann muss ich wohl hier bleiben."

"Ach was, geht ihr beiden nur" Marguerite ist aufgetaucht. "Ich werde so lange auf die Rasselbande aufpassen."

"Das würdest du echt für uns tun!?" Veronica scheint ein bisschen überrascht zu sein.

"Klar, schliesslich bist du auch immer für mich da, wenn ich gerade mal einen Babysitter brauche."

"Ich bin kein Baby mehr!" protestiert Mailyn und erscheint ebenfalls im alten Baumhaus.

"Das weiss ich doch, aber man sagt das eben so" erklärt Marguerite ihrer Tochter.

"Falls die Zwillinge Hunger kriegen sollten, dann befindet sich noch ein Fläschen im Kühler, die Windeln findest du im Badezimmer und bitte lasse die Kids nie aus dem Auge.... sie haben angefangen zu krabbeln und sausen nur so durchs Haus" sorgt sich Veronica.

"Keine Panik, Süsse, ich habe alles im Griff, schliesslich habe ich selber ein Kind!"

"Ich weiss. Nochmals vielen herzlichen Dank. Gut, dann zischen wir beiden mal los!" sagt Veronica zu Finn und fährt zum Lift.

 

"George, sollen wir nicht lieber wieder zurückgehen. Sie machen sich bestimmt schon Sorgen um uns, ausserdem haben wir das Baumhaus ziemlich überstürzt verlassen" meint Jesse.

"Schatz, zermartere dir deswegen doch nicht den Kopf. Finn weiss Bescheid und hat es hundertprozentig schon allen erzählt" versucht Challenger seine Frau zu beruhigen.

"Trotzdem finde ich es nicht ganz richtig von uns" bleibt Jesse hartnäckig.

"Wir gehen wieder nach Hause, sobald wir die Meinung von Jakarta zum Ei gehört haben, versprochen!" kann er seine Frau damit schliesslich besänftigen.

"Du bist irre, weißt du das?" meint Jesse liebevoll.

"Ich weiss, aber mich stört diese Tatsache herzlich wenig!" Er umarmt Jesse, hebt dann seine Lendentasche vom Boden auf und trottet aus dem Zelt. Draussen scheint die Sonne und es hat angenehme 25Grad Celsius.

"Morgen, Assai!" ruft er Veronicas Freundin zu.

"Guten Morgen, Challenger" erwidert sie seinen Willkommensgruss.

"Eine Frage, Assai, hast du Jakarta heute Morgen schon gesehen?" will der Professor von der Einheimischen wissen.

"Ja, er ist in seinem Zelt."

"Danke für die Auskunft" bedankt sich Jesse.

"Hab ich doch gern gemacht" behauptet das Fräulein und geht wieder in ihr Zelt zurück.

 

Marguerite hat es sich auf dem Schaukelstuhl bequem gemacht und sich einen kalten Lappen auf die Stirn gelegt.

Sie geniesst es richtig, dass sich Mailyn so gut mit Veronicas und Neds Kindern versteht, somit hat die Brünette genügend erholsame Zeit für sich.

Mailyn spielt sehr gerne mit den Zwillingen. Jedoch gibt es einige Dinge, die dem Mädchen an den Babys stören.

"Joshua, du musst liebevoller mit der Puppe umgehen, sonst machst du sie noch kaputt und dann werde ich stinksauer!" mahnt Mailyn den Jungen. "Und du, Jessica, solltest nicht alles immer in den Mund nehmen. Ich finde deinen Sabber eklig! Mir ist langweilig, ihr spielt sowieso nicht richtig mit den Puppen. Ich gehe lieber malen!" Mailyn setzt sich an den Küchentisch, doch als sie den Malkasten aufklappt und gerade mit Malen beginnen will, stürzen plötzlich eine Unmenge von Affenmenschen ins Wohnzimmer.

"Hilfe!" hört man Mailyn schreien. "Mummy!!!!!!!" Marguerite wünschte sie könnte ihrer Tochter helfen, doch ihr wurde ein Netz über den Körper geworfen, so dass sie sich nicht bewegen kann.

Nun packen die Affenmenschen die Kinder und Marguerite muss hilflos mit ansehen, wie ihre Tochter und die Zwillinge entführt werden... und dann wird ihr schwarz vor den Augen.

 

Jakarta beäugt die goldene Eierschale argwöhnisch. Er dreht und wendet sie, was das Zeug hält.

"Und was meinst du dazu? Kommt dir das bekannt vor?" fragt Challenger ungeduldig.

"Ich sehe diese Eierschale zum ersten Mal persönlich. Ich glaube, in einem der Tagebücher meiner Vorfahren wird das beschrieben sein."

"Darf ich die Tagebücher ausleihen?" fragt der Professor sofort.

"Sicher, aber es sind nicht gerade wenig" behauptet der Medizinmann.

"Wie viele?" erkundigt sich George.

"Um die zwanzig sicher."

"Egal, ich habe Zeit."

"George, übertreibst du jetzt nicht ein bisschen" meint Jesse, als sie die Bücher sieht.

"Nein, es ist mir wichtig herauszufinden, was sich im Ei versteckt" bleibt der Professor stur.

"Gut, von mir aus. Aber ich werde dir nicht beim Tragen der Bücher helfen" weigert sie sich.

"Dann frage ich eben Assai, ob sie uns besuchen kommen möchte!"

"Tu was du nicht lassen kannst!"

 

"Marguerite wir sind wieder Zuhause!" ruft Roxton. Der Fahrstuhl kommt oben an, die drei Männer steigen aus und... sehen ein unordentliches Wohnzimmer.

"Was ist denn hier passiert?" fragt Richard und betrachtet die umgekippten Stühle, die auf dem Boden liegende Bücher, das zersprungene Geschirr.

"Marguerite! Mailyn! Wo seid ihr?" ruft John und schaut sich im Wohnzimmer um. "Verdammt!" Er hat seine Frau entdeckt. Sie liegt bewusstlos am Boden mit einer blutender Stirn, ein Netz hält sie gefangen. "Schatz! Oh mein Gott!" Roxton kniet sich neben ihr nieder, zieht ihr das Netz vom Leib und tätschelt ihre Wangen. Sie bleibt bewusstlos.

Malone überlegt nicht lange, füllt ein Glas mit kaltem Wasser und schüttet es der Brünette ins Gesicht. Sie schreckt auf und holt erstmals wieder tief Luft. "Was... ist passiert?" fragt sie belämmert.

"Das würden wir gerne von dir wissen" meint der Lord sanft. "Wo sind die Kinder?"

Und jetzt erinnert sie sich wieder an alles. "Oh nein! Warum musste diese Vision auch in Erfüllung gehen!?"

"Welche Vision? Marguerite, was ist passiert?" will Ned beunruhigt wissen.

"Mailyns Vision wurde wahr... die dritte Vision wurde war. Die Kinder wurden von Affenmenschen entführt."

"WAS!?" Malone ist ausser sich vor Sorge.

"Es kam alles so überraschend, ich konnte den Kleinen nicht einmal zur Hilfe eilen... Ich sass im Schaukelstuhl und war in Gedanken versunken, als plötzlich ein Netz über mich geworfen wurde und mindestens zehn dieser Affenmenschen hier auftauchten um sich die Kinder zu schnappen und mich schlussendlich niederschlugen!" erzählt die Brünette.

"Oh nein, was haben diese Kannibalen nur mit unseren Babies vor!?" sagt Malone besorgt.

"Nun ja, ich nehme an, die Kinder dienen entweder als Spielkameraden oder als Futter für die Affenmenschenbabies" meint Richard.

Man hört den Fahrstuhl erneut rattern. Veronica und Finn steigen aus und betreten den Raum. Sperrangelweit geöffnete Augen und Münder erscheinen auf ihren Gesichtern.

"Was ist hier vorgefallen!?" fragt Veronica sofort und kurvt zu den Freunden hin.

"Die Kids wurden entführt" lautet Malones Antwort.

 

"Was sollen wir jetzt tun?" Vee ist verzweifelt.

"Oh Mann, es gibt so viele Affenmenschen auf dem Plateau" meint das Finny. "Ich glaube, wir werden die Kinder nicht finden."

"Nein! So schnell gebe ich nicht auf" behauptet Roxton. "Ich werde nicht zu sehen, wie meine kleine Tochter von Kannibalen verspeist wird."

"Marguerite, versuch Mailyn zu kontaktieren und frag sie, wo sie hingeführt wurden und wie es ihr und den Zwillingen geht" schlägt Malone vor.

"Ich kann’s ja mal versuchen." Sie wendet sich von den Freunden ab um sich besser konzentrieren zu können. Marguerite wartet lange, doch sie erhält keine Antwort. Wieder nichts. "Sie antwortet nicht!" klärt sie die erwartungsvollen Gesichter ihrer Freunden auf.

"Nein, du darfst nicht so leicht aufgeben! Versuch es noch einmal" Malone ist wirklich sehr besorgt.

Endlich hat das Mädchen auf die Rufe ihrer Mutter reagiert.

erzählt die Kleine aufgeregt.

"Ihr und den Zwillingen geht es soweit gut. Sie wurden in den Dschungel verschleppt, es hat viele Unterschlüpfe und Höhlen dort" informiert die Brünette die Freunde.

"Frag sie nach genaueren Angaben! Wasserfällen, Berge, von mir aus Tiere oder Baumarten" schlägt Ned vor.

fragt Marguerite weiter.

Das Mädchen schaut sich um.

7.15 Wünsch dir was!

"Marguerite, komm mal her! Ich möchte dir was zeigen" ruft Finn ihre Freundin. Die Brünette trottet lustlos auf das Fräulein aus der Zukunft zu. "Ja, was ist denn Finn!?" fragt sie gelangweilt.

"Ich weiss, dass du traurig wegen Mailyn bist, aber wir werden sie schon noch finden" versucht das Finny ihre Freundin aufzumuntern.

"Ich habe solche Angst um meine Kleine" gesteht Marguerite. "Es sind nun schon drei Tage vergangen und wir haben immer noch keine Spur von ihr oder den Affenmenschen... Ist er wieder mit Silberfang unterwegs?" will Marguerite wissen.

"Ja, Roxton und Malone suchen erneut mit der Hilfe vom Hund die Kids" erzählt Finn. "Komm mit, ich möchte dir was zeigen, das dich vielleicht aufheitern wird." Sie führt ihre Freundin zum Fahrstuhl und geht mit ihr nach draussen. Finn zählt vom Fahrstuhl aus 10Schritte geradeaus, dann 15Schritte nach rechts und 6Schritte wieder zurück. Dann nimmt sie die mitgebrachte Schaufel und gräbt ein Loch in die Erde. Schon nach kurzer Zeit kommt eine Truhe zum Vorschein.

"Was ist denn das?" fragt Marguerite überrascht.

"Das!? Das ist eine Schatztruhe, meine Liebe. Hier drinnen habe ich alles aufbewahrt, was ich bis jetzt auf dem Plateau gefunden habe."

"Ehrlich!? Du sammelst Schätze?"

"Ja, wo immer ich vorbeigekommen bin, habe ich etwas gefunden. Teilweise sogar bemerkenswerte Dinge" gibt die Blondine zu.

"Finn, du hast diese Dinge hoffentlich nicht gestohlen?" vermutet die Brünette sofort.

"Nein, natürlich nicht. Die habe ich alle auf dem Weg durch den Dschungel entdeckt. Ich schwöre!" Sie hält zwei Finger nach oben. Schliesslich öffnet sie die Truhe.

"Wow!" Marguerites Augen weiten sich. "Perlenketten, Goldstücke, Porzellangeschirr! Oh mein Gott, diese Sachen sind echt klasse."

"Das ist erst der Anfang" behauptet das Fräulein, nimmt die oberste Schicht beiseite. Die Brünette staunt erneut. "Seidentücher, Kristalle und... Blumen?"

"Nicht irgendwelche Blumen.... das sind alles vom Aussterben bedrohte Blumen."

"Du interessierst dich für Pflanzen?" fragt Marguerite überrascht.

"Ein bisschen schon. Aber das Beste kommt erst noch" sie greift tiefer in die Truhe hinein und holt eine alte, antike Lampe hervor. "Obwohl sie total verdreckt ist, liebe ich dieses Stück über alles."

"Lass mal sehen." Die Brünette nimmt die Lampe in ihre Hand, dreht und wendet sie, beäugt sie argwöhnisch. "Wenn sie nicht so verschmutzt wäre, wäre sie glatt schön." Marguerite wischt den Staub von der Lampe und reibt mit ihrem Ärmel über den Henkel. Plötzlich beginnt es stark zu winden, Laubblätter werden vom Boden aufgehoben und durch den Wind getragen, Finn versucht verzweifelt sich warm zu halten. Der Wind verschwindet wieder und vor den beiden Frauen steht ein alter, kleiner, buckeliger Mann."

 

"Wer sind Sie?" fragt Finn den älteren Herrn überrascht.

"Ich bin Mr. Deeds, der Geist dieser Flasche" antwortet der Herr. Er ist mit roten und gelben Tüchern bekleidet.

"Ein Geenie? Ich dachte, Aladin wäre ein Märchen" meint Marguerite verdutzt.

"Wer ist Aladin? Was geht hier vor?" Das Finny kennt diese Geschichte nicht und versteht nur Bahnhof. Marguerite erklärt es ihr kurz.

"Und nun hast du drei Wünsche frei?" schliesst die Blondine aus der Geschichte.

"Keine Ahnung! Habe ich jetzt drei Wünsche frei?"

Der Mann nickt und fügt hinzu. "Ich kann Ihnen alles geben… jedoch kein Geld…"

"Gehören Diamanten auch dazu?" unterbricht die Brünette den Geist.

"Ja! Ausserdem kann ich das Schicksal nicht ändern und tote Menschen nicht wieder lebendig machen. Jedoch kann ich ihre Seelen in Form von Geistern wiedererscheinen lassen."

"Können Sie Krankheiten heilen?" lautet Marguerites Frage sofort. Sie denkt an Veronica.

"Nein! Ausser es sind besondere Menschen!" behauptet der Geenie. "Nun, meine Herrin, wünscht Euch etwas!"

"Einen Moment bitte!" meint Marguerite, nimmt Finn zur Seite um mit ihr unter vier Augen zu sprechen. "Ich traue ihm nicht" meint die Brünette argwöhnisch.

"Ach komm schon, er scheint nett zu sein."

"Oh Gott, Finn, du bist so naiv. Es gibt viele gesagte Varianten über Flaschengeister. Manche sind lieb und tun dir nichts, andere schicken dich anstelle von ihnen in die Flasche. Ich werde Veronica noch um Rat fragen... vielleicht weiss sie mehr über dieses Geschöpf."

"Ne, lass das doch. Wünsch dir lieber was!" drängt die Blondine. Schliesslich lässt Marguerite sich doch noch überreden und willigt ein.

"Okay, okay… Mal schauen, was wünsche ich mir? Ich wünsche mir, dass Mailyn und die Zwillinge jetzt neben mir stehen" antwortet die Brünette und schaut den Geenie erwartungsvoll an, doch dieser schüttelt nur den Kopf. "Das kann ich nicht! Es liegt nicht in meiner Macht Verlorenes zurückbringen" behauptet der Mann.

"Für was sind Sie denn gut!?" protestiert Marguerite sofort.

"Ich kann Ihnen aber eine Spur legen."

"Dann tun sie DAS!" meint Marguerite ungeduldig.

"Ihr Wunsch sei mir Befehl!" Er faltet seine Arme ineinander, schliesst die Augen und nickt mit dem Kopf. "Ich habe Ihren Freunden soeben eine Spur gelegt, die sie... in dem Moment entdeckt haben" meint der Geenie.

"Sie haben Roxton und Silberfang eine Spur gelegt. Vielen herzlichen Dank!" ist die Brünette überglücklich.

"Was wünscht meine Herrin noch?"

"Ähm.... ich möchte Sie ja nicht beleidigen oder an Ihren Fähigkeiten zweifeln, aber ich werde nicht eher etwas wünschen bis die Kids wieder hier sind und neben mir stehen."

"Es ist Ihr Entscheidung. Dann nehme ich an, darf ich mich jetzt zurückziehen?" fragt der Geenie um Erlaubnis.

"Sie dürfen zurück in die Flasche!" Der Geist verschwindet wieder in einem Sturm.

"Was denkst du, blufft er?" erkundigt sich Finny bei Marguerite.

"Keine Ahnung, möglich wär’s doch."

 

"Wie sollen wir das anstellen? Hast du einen Plan, Roxton?" will Malone vom Lord wissen. Die beiden sitzen hinter einem Baumstrunk und beobachten den Stamm der Affenmenschen, sie haben die Kinder bereits entdeckt.

"Ja, den habe ich. Ich werde Silberfang losbinden und ihn dazu bewegen, dass er Wasser um sich spukt!" erzählt Roxton.

"Na hoffentlich funktioniert das."

"Das wird es schon. Ausserdem habe ich viel mehr Angst, dass das Wasser den Dark Flareon anlocken wird, aber darum kümmern wir uns später." Der Lord nimmt dem Hund das lederne Halsband ab, gibt ihm einen Klaps auf den Hintern und ruft die zwei Worte ‚Achtung Gefahr!"

Jaulend rennt Silberfang in die Mitte der Raststätte und spuckt Wasser um sich, was das Zeug hält. Die Affenmenschen rennen ängstlich in den Dschungel hinein. Malone schnappt sich die beiden Körbe mit den Zwillingen drinnen, während Roxton den Silberfang wieder an die Leine nimmt und Mailyn vom Pfahl befreit. "Daddy! Ich bin so froh, dass du gekommen bist!" schluchzt das Mädchen hörbar auf.

"Jetzt ist ja alles wieder gut" meint John und schliesst seine Tochter in die Arme.

 

Am späteren Nachmittag tauchen Malone und Roxton endlich mit den Kids auf. Was sie jedoch nicht bemerkt haben ist, dass der Dark Flareon die Spur des Silberfangs aufgenommen hat und auf dem Weg zum Baumhaus ist.

"Seht, was wir hier haben" meint der Lord, als sie das Wohnzimmer betreten. Marguerite springt vom Tisch auf und rennt zu ihrer Tochter hin. Ned geht sofort auf Veronica zu und überreicht ihr die Körbe. "Hallo, meine Süssen. Bin ich froh euch wiederzuhaben." Sie wendet sich an ihren Mann. "Geht es ihnen gut?"

"Ja, es ist alles wieder in bester Ordnung."

"Mailyn, mein Schatz, wie fühlst du dich?" fragt die Brünette überglücklich und besorgt zugleich. "Haben sie dir was angetan?" Das Mädchen schüttelt nur müde mit dem Kopf. "Warte, ich bringe dich ins Bett." Marguerite nimmt Mailyn auf die Arme und trägt sie ins Schlafzimmer, Finn folgt ihr.

"Siehst du, ich habe dir doch gesagt, dass du dem Geenie vertrauen kannst"

"Okay, okay, du warst im Recht und ich im Unrecht, kann ja mal vorkommen."

"Macht nichts. Und, was wünschst du dir jetzt?" fragt die Blondine ungeduldig. Marguerite legt ihre Tochter ins Bettchen und deckt sie zu. "Ich werde erst noch Vee fragen, was sie von dem Geenie hält."

"Ach komm schon, wünsch dir was!" drängt Finn erneut.

"Gut, aber nur, wenn du mir dann versprichst, dass du still bist."

"Ich verspreche es dir" behauptet Finn und kreuzt die Finger hinter ihrem Rücken. Marguerite holt die Lampe unter dem Bett hervor und reibt wie zuvor über den Henkel.... Der Flaschengeist erscheint.

"Mr. Deeds, stets zu Ihren Diensten!" stellt er sich wieder vor.

"Erstmals vielen Dank, dass Sie unsere Kinder zurückgebracht haben."

"Es war mir ein Vergnügen. Wie kann ich Ihnen sonst noch behilflich sein? Welchen Wunsch darf ich Ihnen jetzt erfüllen?"

"Wenn ich mich recht entsinne, haben Sie gesagt, dass sie Krankheiten nicht heilen können..." erinnert sich die Brünette.

"Richtig!"

"Jedoch können Sie Personen heilen, die etwas Besonderes sind, habe ich recht!?"

"Stimmt genau."

"Sehr schön, denn ich habe da jemanden, der eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen hat.... sie ist wirklich etwas Besonderes, weil sie... nun ja, sie ist die Hüterin dieses Plateaus."

"Abigail Layton ist hier?" fragt der Flaschengeist.

"Mein Gott, wie lange waren Sie denn in der Flasche" meint das Finny kopfschüttelnd. "Abigail Layton ist vor zweieinhalb Jahren gestorben. Sie hat das Amt Beschützerin des Plateaus zu sein ihrer Tochter, Veronica Layton, übergeben."

"Veronica Layton? Ist das nicht das junge Mädchen mit den blonden, gelockten Haaren?" will der Geenie wissen."

"Jeep! Und können Sie jetzt Veronica heilen?" fragt die Blondine ungeduldig.

"Was für eine Krankheit hat sie denn?" erkundigt sich Mr. Deeds.

"Vor knapp einem guten halben Jahr hat sie Zwillinge bekommen und dabei ihre Gehfähigkeit verloren, weil wir einen Kaiserschnitt machen mussten" erzählt Marguerite.

"Ich gebe mein Bestes um diesen Wunsch in Erfüllung zu bringen, aber es kann eine Weile dauern bis sie wieder gehen kann, denn meine Fähigkeit Behinderungen zu heilen noch nicht oft benutzt wurde und deshalb etwas eingerostet ist."

"Das macht nichts. Ich wünsche mir, dass Veronica ihre Beine wieder bewegen kann." Der Geenie verschränkt wieder seine Arme und lässt den Wunsch in Erfüllung gehen beziehungsweise gibt dem Heilungsprozess einen Anstoss.

 

Nachdem Marguerite den Geenie wieder in der Flasche verstaut hat, gibt es Abendessen bei den Baumhausbewohnern. Challenger hat mit der Hilfe seiner Frau und Richard ein wahres Festessen auf den Tisch gezaubert. Während Richard für den Salat zuständig war, Jesse die Beilagen wie Bratkartoffeln, Nudeln vorbereitete, grillierte Challenger das Saurier- und Trutenfleisch.

"Wow, das sieht lecker aus" meint Finn und setzt sich an den Tisch.

"Ja, das könntet ihr wirklich öfters machen" sagt Veronica zustimmend.

"Ja, ja, das hättet ihr wohl gerne" lautet daraufhin Richards Antwort, der etwas sauer zu sein scheint.

"Oh nein, das wird mir ein tolles Fest mit diesem Muffel an meiner Seite" stöhnt Finn auf. Richard hat das Gesagte Gott-sei-Dank nicht mitgekriegt.

"So, Veronica, ich habe da eine interessante Frage an dich" beginnt Marguerite das Gespräch. "Weißt du zufälligerweise, ob es auf dem Plateau Flaschengeister gibt?"

"Wieso möchtest du denn das schon wieder wissen?" fragt Roxton überrascht, der das Gespräch mitgehört hat.

"Ach nur so. Mich hat schon immer wunder genommen, ob Aladin eine wahre Geschichte ist."

"Also, ich habe schon öfters gehört, dass solche Flaschen aufs Plateau gebracht wurden, aber ob es auch tatsächlich stimmt, kann ich leider nicht sagen. Sorry" entschuldigt sich die Blondine.

"Kein Problem. Aber weißt du vielleicht, ob Geenies gefährlich oder lieb sind?" erkundigt sich Marguerite bei ihrer Freundin.

"Habe leider keinen blassen Schimmer, aber meine Eltern haben sicher etwas darüber ins Buch der Kreaturen geschrieben" vermutet Vee.

 

Marguerite blättert nun schon über eine Stunde im Buch der Kreaturen und hat bis jetzt noch nichts gefunden. Finn sitzt neben ihr und durchstöbert die Abenteuerbücher der Laytons.

"Oh je, ich brauche unbedingt mal eine Pause" sagt Lady Roxton. "Ich werde mal nach Mailyn sehen. Bis später!"

"In Ordnung, und ich werde in deinem Buch weiterlesen, wo bist du stehen geblieben?" will Finn wissen.

"Seite 332. Zum Glück haben die Laytons die Buchseiten mit Zahlen versehen." Marguerite geht ins Schlafzimmer, wo ihr sofort die Lampe ins Auge fällt. "Ach was soll’s, ich werde meine dritten Wunsch jetzt einsetzen!" Sie nimmt die Lampe, reibt den Henkel, der Geenie erscheint.

"Euer Wunsch sei meine Aufgabe!"

"Was muss ich tun, wenn ich eine verlorene Seele auferwecken möchte?" will die Brünette wissen.

"Damit ich die Seele einer toten Person auferstehen lassen kann, benötige ich einen Kreis vor mir aus brennenden Kerzen."

"Okay!" Marguerite geht zur Kommode hin und öffnet ein geheimes Fach, woraus sie Kerzen und Streichhölzer holt. In diesem Geheimfach befindet sich auch das Zauberbrett und einige Zaubersprüche, welche die Charmedones hier gelassen haben plus noch ein paar seltene Kräuter und ätherische Öle. Sie stellt die Kerzen in einem Kreis auf, zündet eine nach der anderen an und wünscht sich: "Ich wünsche mir Summerlees Seele herbei!"

Ein Wirbelsturm entsteht und dann steht er vor ihr... Er ist ganz durchsichtig, doch als er den Kerzenkreis verlässt, wird er zu Fleisch und Blut. "Oh mein Gott, Arthur!" schluchzt Marguerite überglücklich auf. "Hallo meine Süsse, na wie geht es dir?"

"Gut, es geht mir fantastisch!"

7.16 Die ersten Gehversuche

"Wenn es dir gut gehen würde, dann hättest du mich nicht hierher bestellt" bemerkt Summerlee.

"Du hast Recht, Arthur, mir geht es nicht gerade besonders. Ich habe das Gefühl die Welt bricht über mir zusammen. Veronica kann nicht mehr gehen und dabei ist sie doch die beste Kämpferin von uns, wir haben einen Hund im Haus, der einen tödlichen Feind hat, ich mache mir Sorgen um die Kids, was ist wenn sie noch einmal entführt werden und ich wieder nur hilflos dasitze und nichts tun kann... und Roxton, den kann man immer noch so leicht verführen wie eh und je." Marguerite vergräbt ihr Gesicht in ihren Händen und murmelt "Und meinen allerbesten Freund habe ich im Wasserfall verloren. Du warst für mich der Grossvater, den ich nie hatte."

"Scht! Nicht weinen meine Süsse!" Summerlee nimm Marguerite in die Arme um sie zu trösten.

 

"Ich habe die Seite gefunden!" jubelt Finn auf. Sofort versammeln sich die Freunde um sie. "Geenies und andere Flaschengeister" liest die Blondine vor. "Es gibt elf Arten von Flaschengeistern..."

"Oh Mann, dann sind wir ja ewig damit beschäftigt" meckert Malone. Finn ignoriert ihn.

"Die 1.Gattung trifft man nur in der Nacht... Also den können wir schon mal ausschliessen. Beide Wünsche wurden tagsüber angewandt" klärt das Finny auf. "2.Art: Geister bestehen aus Wasser. Nein. 3.Gattung: weibliche Geister. Nein. 4.Gattung: Der Geist befindet sich in einer Weinflasche. Nein. 5.Art: Geist erscheint mit einem kleinen Wirbelsturm. Hey, das könnte er sein!" behauptet Finn.

"Wer weiss" meint Veronica. "Lass mich weiterlesen. 6.Gattung: Geist ist ständig etwas am Essen." Finn schüttelt den Kopf. "Weiter!"

"7.Gattung: Geist nennt sich Geenie."

"Ja, das könnte er auch sein."

"8.Art: Geist verschwindet erst wieder, wenn man alle drei Wünsche gebraucht hat."

"Wie ist das gemeint?" erkundigt sich Richard.

"Nun ja, das heisst wohl, dass der Genie die ganze Zeit ausserhalb der Flasche/ Lampe ist, bis man sich dreimal etwas gewünscht hat. Aber unser Geenie verschwindet jedes Mal wieder in die Lampe, also können wir diese Gattung ebenfalls ausschliessen."

"Aha!"

"Ich übernehme mit Lesen" meint George und bittet Veronica um das Tagebuch. "9.Gattung: Geist lebt in einer sündhaft teuren Lampe."

"Wahrscheinlich ist das unser Geist, weil wenn man die Lampe verkaufen würde, dürfte man schon um die 4000Dollar verlangen" vermutet Finn.

"10.Art: Geist sitz in einer Lampe fest."

"Wo liegt das bloss der Unterschied zwischen dieser und der 9.Gattung!?" fragt sich Jesse ernsthaft.

"11.Gattung: Geenie erscheint in Form von Tieren. Also, diese Art können wir auch ausschliessen."

"Und nun? Welcher Gattung gehört unser Bursche an?" will Roxton wissen.

 

"Du weißt es also?" fragt Summerlee das Fräulein.

"Was soll ich wissen?"

"Marguerite, ich bin tatsächlich dein Grossvater.... war dein Grossvater."

"WAS!? Aber das ist unmöglich" protestiert die Brünette. "Meine Eltern hätten das doch erwähnt!!"

"Ich hatte von Anfang an eine Vermutung, du könntest meine Enkelin sein. Als ich dich das erste Mal sah, damals in der Grossen Halle, fiel es mir sofort auf, aber dann hast du einen anderen Nachnahmen gesagt, Krux und nicht Montegomery. Du siehst genau so aus wie deine Grossmutter."

"Dann ist Anna also meine Grossmutter" vermutet Marguerite.

"Nein, Darling. Bevor ich Anna heiratete, war ich mit Maria liiert."

"Und warum bist du nicht mit ihr zusammen geblieben?"

"Ich wollte ja, aber ihr grösster Wunsch war es aufs Plateau zu reisen.... ihrem Bestimmungsort. Ich weigerte mich strikte dagegen und so entglitt sie mir langsam aber sicher aus den Armen. Nach der Geburt von unserer gemeinsamen Tochter, verliebte sie sich dann in Karl und reiste mit ihm Hals über Kopf aufs Plateau. Später lebte sie dann wieder in London. Keine Ahnung welchen Rückweg sie genommen haben."

"Wow, du bist wirklich meine Grossvater. Aber wieso hast du mir nie etwas davon erzählt!?" wundert sich die Lady.

"Du hast mir ja auch nicht die Wahrheit über dich gesagt" kontert Arthur.

 

"Also, die 5.Gattung kommt in Frage sowie die 7.Art, die 9. und 10." stellt Challenger klar.

"Okay, wir machen’s so. Jeder liest eine Seite durch" schlägt Finn vor, nimmt das Tagebuch und reist die Seiten heraus. Man hört die Zwillinge im Nebenzimmer weinen.

"Sieht so aus, als ob ich euch das alleine überlassen muss" sagt Vee und geht davon. Malone folgt ihr. Finn überreicht Jesse, Roxton und Challenger je eine Seite.

"Und was ist mit mir? Kriege ich etwa nichts zum Lesen!?" beklagt sich Richard.

"Du kannst bei mir mitschauen" sagt das Finny. Nach einer Weile meldet sich der Lord: "Die 7.Gattung können wir ausschliessen. Es steht hier nämlich, dass der Geenie normale Kleidung trägt und sich somit gut unter Menschen mischen kann. Unser Flaschengeist jedoch trägt rote und gelbe Tücher, er würde in einer Menschenmenge sofort auffallen."

"Gut beobachtet, John" lobt Challenger seinen Freund. "Die 9.Gattung ist er ebenfalls nicht. Hier steht, dass sich der Geenie sehr luxuriös verhält, ständig bedient werden will und nur das Beste vom Beste nimmt. So ist unser ganz bestimmt nicht."

"Wunderbar, jetzt sind nur noch zwei Gattungen möglich" bemerkt Jesse. "Ich hoffe jedoch, dass unser Geenie nicht zur 5.Art zählt, denn das sind die Schlimmsten von allen. Anfangs erscheinen sie nur mit einem kleinen Wirbelsturm, doch den lassen sich nach dem 3.Wunsch zu einem Tornado herbeiwachsen. Und auch im Allgemeinen ist das ganz ein schlimmer Finger."

"Unser Flaschengeist scheint nett zu sein, zumindest nach diesen Angaben" erzählt das Fräulein aus der Zukunft.

"Welcher Geist ist nun unser?" stellt Richard die alles entscheidende Frage.

"Lasst uns das morgen weiter besprechen. Ich bin fix und fertig" gibt der Lord zu.

"Ja, morgen ist auch noch ein Tag" schliesst sich Richard ihm an.

"Okay. Gute Nacht!" meint Finn und geht mit ihrem Freund in Richtung Schlafzimmer.

 

"Arthur... ähm ich meine Grandpa, wie lange kannst du hier bleiben?" fragt Marguerite traurig.

"So lange bis wir alles geklärt haben."

"Okay, dann stelle ich dir von nun an keine Fragen mehr."

"Ich muss es anders formulieren: Ich habe 24Stunden Zeit, jedoch haben wir bereits 2Stunden gequatscht..."

"Das heisst wir haben noch 22Stunden übrig. Tja, wenn das so ist... Ich habe 1000Fragen an dich."

"Schiess los!"

"Hast du den Sturz in den Fluss überlebt, oder warst du da bereits tot?" will das Fräulein nun endlich wissen. "Weil wir haben deine Leiche erst Jahren später gefunden."

"Ich habe gespürt, wie ich ins Wasser plumpste, aber der Pfeil sass zu tief, als dass ich es hätte überleben können. Als ich dann den Wasserfall hinunterfiel, war ich mittlerweile tot."

"Aber warum hast du dann ein Jahr später versucht mit uns Kontakt aufzunehmen?" erkundigt sich die Brünette.

"Ich wollte, dass ihr meine Leiche findet und ich somit ehrenbürtig vergraben werden konnte" behauptet Summerlee.

"Wieso hast du nicht schon früher mit uns Kontakt aufgenommen?"

"Meine Seele konnte nur am Jahrestag auf Wanderschaft gehen."

"Das macht Sinn. Oh Mann, ich habe erst gemerkt wieviel du mir bedeutet hast, als du weg warst. Ich hasse mich dafür..."

"Nein, sag doch so was nicht" fällt der ältere Herr ihr ins Wort. Er geht zum Bettchen von Mailyn hin.

"Sie ist bezaubernd und wie es in unserer Familie so ist gleichen die Töchtern ihren Müttern."

"Ich hoffe, das ist nichts schlechtes?"

"Natürlich nicht! Ihr seid wunderschön."

"Weiss meine Mum, dass du ihr leiblicher Vater bist... warst?" Summerlee schüttelt den Kopf.

"Niemand ausser Maria, Karl und mir hat das gewusst! Aber anscheinend hat er gut für meine Tochter gesorgt."

"Darf ich es ihr erzählen, oder sollte das ein Geheimnis bleiben?"

"Du darfst es ihr schonend beibringen, Marguerite" antwortet daraufhin Summerlee. "Wie heisst sie?" Er deutet auf das schlafende Mädchen.

"Dieses kleine Fräulein ist Mailyn."

"Woher kennst du diesen Namen?"

"Ähm, meine Mum heisst Mailyn. Weshalb fragst du?"

"Wow, ich bin überrascht, dass Maria sich den Namen gemerkt hat. Sie wollte eigentlich immer eine Monica haben, aber ich bestand darauf, sie Mailyn zu taufen."

"Wie bist du auf diesen Namen gekommen?" will die Lady wissen.

"Keine Ahnung. Ich liebe die Jahreszeit Mai und Carol Lynn hiess mein Schwarm. Ich glaube fast, ich habe diese beiden Teile zusammengesetzt und Wort daraus gebildet" vermutet Arthur stark.

"Marguerite? Mit wem sprichst du da?" fragt Roxton, als er die Türe öffnen will, diese jedoch geschlossen ist.

"Mit niemandem" behauptet die Brünette und bedeutet Arthur sich zu verstecken. Danach öffnet sie ihrem Mann die Türe. Der Lord betritt den Raum und sieht den Kerzenkreis am Boden.

"Was soll das denn?" fragt er verwundert.

"Ich habe bloss gebetet, dass es Summerlee im Himmel gut geht!"

"Ich dachte immer, beten sei dir fremd."

"Nicht wenn es um Verstorbene geht" redet sie sich heraus.

"Wie auch immer. Ich werde noch ins Bad gehen, aber ich komme gleich wieder."

"Weißt du was, John. Wenn ich es mir recht überlege, dann bleibe ich doch noch ein Weilchen auf."

"Von mir aus. Übrigens wir haben zwei mögliche Gattungen für unseren Geenie gefunden."

"Super! Erzähl es mir morgen, ja!?"

"Okay." Während der Lord ins Badezimmer geht, schleichen Marguerite und ihr Grossvater ins Wohnzimmer des alten Baumhauses, wo sie ungestört miteinander plaudern können.

 

Am nächsten Morgen geht die gesamte Malonefamilie auf einen Ausflug. Sie haben einen Picknickkorb mitgenommen und es sich 14Kilometer weiter südlich auf einer Blumenwiese gemütlich gemacht.

"Es ist herrlich hier" meint Veronica und strahlt übers ganze Gesicht. Sie hocken auf einer Wolldecke. Die Zwillinge krabbeln wie verrückt umher.

"Ja, das Wetter ist einfach himmlisch!" schmunzelt Malone. "Weißt du was wir mal ausprobieren könnten!?"

"Nein, was denn?"

"Die Zwillinge sind jetzt schon so fleissig mit Krabbeln beschäftigt, da könnten wir doch einen Schritt weitergehen und ihnen das Laufen beibringen" schlägt der Reporter vor.

"Meinetwegen, aber sei bitte vorsichtig!"

"Keine Sorge, Vee, das wird schon klappen" versichert Ned seiner Frau.

"Sie werden bei mir nacheinander starten und du darfst sie auffangen."

"Okay!" Malone nimmt zuerst Jessica, stellt sie vor sich hin und gibt ihr einen leichten Ruck... während Veronica die Arme ausbreitet und immer wieder ‚Komm zu mir, meine Süsse. Jessica, komm zu Mama!‘ sagt.

Das Mädchen torkelt auf ihre Mutter zu und macht dabei einen Schritt nachdem anderen. Jessica kommt dem Rollstuhl immer näher.

"Fantastisch! Super hast du das gemacht!" jubelt die Blondine auf, als das Kind erschöpft in ihre Arme fällt.

"Sie ist ein Genie!" ruft Malone freudig. Danach nimmt er seinen Sohnemann. Doch schon beim Stehen plumpst er aufs Popo zurück. Ned stellt ihn erneut hin. Dieses Mal wagt Joshua einige Schritte. Schwankend, als ob er Alkohol getrunken hätte, trippelt er zu seiner Mutter, doch plötzlich stolpert er. Veronicas Reflexe lassen sie aus dem Rollstuhl aufstehen, läuft auf ihn zu und fängt ihn schliesslich noch rechtzeitig auf.

"Was ist?" fragt Veronica ihren Mann, dessen Augen sperrangelweit geöffnet sind.

"Du... du bist gerade eben... gelaufen."

"WAS!?" Die Blondine fällt vor Schreck auf den Boden zurück.

"Du hast deine Beine bewegt!" sagt Ned immer noch ganz perplex.

 

"Oh nein, da kommt John" warnt Marguerite ihren Grossvater. Dieser versteckt sich hinter der Wohnzimmertüre.

"Warum bist du gestern Abend nicht mehr ins Bett gekommen?" fragt Roxton seine Frau.

"Ich muss wohl beim Lesen eingeschlafen sein" schwindelt die Brünette.

"Ach so. Ähm... du hast doch jetzt noch einen Wunsch frei, oder?" Marguerite erstarrt.

"Wieso fragst du?"

"Wir haben wie bereits erwähnt zwei mögliche Gattungen für unseren Flaschengeist gefunden." Roxton holt das Tagebuch aus dem Regal. "Schlag mal unter der 5. und 10.Art nach."

Marguerite überfliegt kurz die Zeilen und sagt dann unüberlegt: "Die 10.Gattung ist er hundertprozentig."

"Warum bist du dir da so sicher? Hast du etwas den 3.Wunsch bereits angewandt!?"

"Oh Mann... ich konnte nicht widerstehen!" versucht sich die Brünette herauszureden, doch der Lord bleibt knallhart.

"Du hast unser aller Leben aufs Spiel gesetzt!!! Was wäre, wenn er zur 5.Gattung gehört hätte. Hä, dann wären wir jetzt vermutlich alle tot."

"Okay, es tut mir leid." Es herrscht Stille. Nach einer Weile will der Jäger wissen: "Und, was hast du dir gewünscht? Hat es sich wenigstens gelohnt?"

"Ich denke schon." Summerlee tritt aus seinem Versteckt hervor.

"Arthur... was machst du denn hier? Und wie ist das überhaupt möglich?"

"Keine falschen Hoffnungen. Ich bin NICHT wieder vom Tod auferstanden. Ich habe lediglich für 24Stunden menschliche Gestalt angenommen. Aber du kannst mich jederzeit im Körper des Käfers, welcher George gefunden und nach mir benannt hat, bewundern."

"Wow, das ist... unfassbar."

"Leider bleibt Arthur nur noch elf Stunden hier" bemerkt die Brünette. "Ausserdem ist er mein Grossvater" fügt sie lässig hinzu.

"WAS!? Wie? Ich weiss natürlich schon wie das funktioniert hat, aber wie lautet deine Biographie?" Summerlee beginnt die Geschichte zu erzählen.

 

Veronica sitzt fassungslos am Boden, ihren Sohn an sich gedrückt haltend. "Oh mein Gott!"

"Das kannst du laut sagen. Komm, versuche es noch einmal" bettelt Ned.

"Und wenn ich es nicht mehr schaffe? Wenn das alles nur ein Zufall war?"

"Das glaubst du doch nicht wirklich!? Nein, das ist nicht möglich." Er steht auf, nimmt ihr Joshua aus den Armen und setzt ihn zur Seite, dann hilft er seiner Frau aufzustehen. Wackelig hält sie sich an ihm fest. Und dann... dann setzt sie einen Fuss nach dem anderen.

"Es geht!!! Es funktioniert wieder!! Endlich kann ich meine Beine wieder spüren" ruft das Fräulein überglücklich.

7.17 Good News

Veronica, Ned und die Zwillinge betreten das Baumhaus nach Wochen wieder mit Freude.

"Finn! Marguerite! John! Richard! George! Jesse! Wir haben tolle Neuigkeiten für euch" ruft die Blondine so laut sie kann.

"Vee, was ist denn los?" fragt Finn und betritt fast gleichzeitig mit allen anderen das Wohnzimmer.

"Oh mein Gott!" Marguerite ist sprachlos.

"Du... du kannst..." stottert Richard.

"Du meine Güte!" äussert sich Jesse.

"Veronica, du kannst ja deine Beine wieder bewegen" sagt das Finny.

"Wie und wann hast du das bemerkt?" will Challenger sofort wissen.

"Toll, nicht!?" Veronica dreht sich einmal um ihre Achse.

"Ja, das sind wirklich gute Nachrichten" stimmt Marguerite ihrer Freundin zu und nimmt sie überglücklich in die Arme. Mailyn kommt ins Wohnzimmer gesteuert.

"Mami?" Sie bleibt skeptisch stehen: "Tante Vee, wo hast du denn deinen fahrenden Stuhl gelassen?"

"Mailyn, Süsse..." sie kniet sich zu dem Mädchen hinunter "den brauche ich jetzt nicht mehr." Sie wendet sich an alle: "Wir haben auf einer grossen Wiese mit den Kindern das Gehen geübt. Jessica hat es ebenfalls hinbekommen, Joshua braucht jedoch noch etwas Übung..." Malone übernimmt das Erzählen. "Ich wollte ihn hinstellen und zu Veronica laufen lassen, so wie es Jessica gemacht hat, Doch unser Sohn stolperte nur so durch die Gegend. Er stand ca. noch einen Meter vor Veronica, als er fiel..."

"Und wie es meine Reflexe so wollten, stand ich auf, lief hin und rettet ihn vor dem Fallen" vollendet die Blondine den Satz.

"Wow! Dann hat sich mein dritter Wunsch doch noch erfüllt" rutscht es Marguerite heraus.

"Dein Dritter!?" Finn ist schockiert.

"Upsieh!" meint die Brünette nur dazu.

 

"Du hast ihn ohne mich angewandt!?"

"Es tut mir aufrichtig leid, Finn, aber ich konnte nicht widerstehen" versucht sich die Lady herauszureden.

"Das ist keine Entschuldigung!"

"Marguerite, du hast mit dieser selbstlosen Tat all unser Leben aufs Spiel gesetzt" beginnt nun auch Challenger mit kritisieren.

"George, wenn du wüsstest, was sie sich gewünscht hat, dann würdest du ganz anders reagieren" verteidigt der Lord seine Frau. "Auch hat sie die Wünsche nur für gute Zwecke angewandt."

"Das stimmt!" übernimmt Marguerite wieder. "Früher hätte ich die Wünsche für mich eingesetzt, aber heutzutage bin ich grosszügiger und vernünftiger geworden."

"Damit hat sie nicht ganz unrecht" hört man jemanden sagen. George horcht gespannt auf. "Diese Stimme kenne ich doch, aber das ist unmöglich..." Er wendet sich der Stimme zu. "Arthur?"

Summerlee tritt aus seinem Versteck hervor.

"Professor!" Veronica stürmt auf den älteren Herr zu. "Wie geht es Ihnen?"

"Mir geht es wunderbar."

"Wie lange kannst du hier bleiben?" fragt Challenger sofort, der sich damit anscheinend auskennt.

"Jetzt sind es noch genau" er schaut auf seine Uhr "5Stunden und 23Minuten."

"Sie sind also Professor Summerlee" bemerkt das Finny. "Challenger und Marguerite haben mir schon viel von Ihnen erzählt. Sie sind doch derjenige, der in die Wasserfälle gestürzt ist, richtig?"

"Korrekt und Sie sind das Fräulein aus der Zukunft."

"Woher wissen Sie das?" ist das Finny verwundert.

"Ich weiss das, weil ich die ganze Zeit unter euch leben durfte. Sie haben mich sogar vor dem Sturm gerettet." Rückblende: Als der Sturm kommt und Veronica die Tagebücher davor retten möchte, greift Finn sich das Glas, worin der Käfer gehalten wird..

"Das ist jetzt nicht ihr ernst... Ihre Seele steckt tatsächlich im Körper des Käfers fest?" will die Blondine wissen. Arthur nickt lächelnd.

 

Nachdem sich alle um den Esstisch versammelt haben, hören sie gespannt Summerlee zu. Er erzählt, wie er in den Fluss fiel, was er noch gespürt hatte, weshalb er als Geist ein Jahr später erschienen ist und vieles mehr... jedoch verschweigt er den Expeditionsmitglieder, dass er Marguerites Grossvater ist, worüber diese ziemlich erleichtert ist.

"Es ist schön, all diese Geschichten zu hören, aber wir sollten uns wirklich noch einmal um den Flaschengeist kümmern" unterbricht Jesse ihre Freunden "Und Fragen klären wie: Ist die Lampe noch in unserem Besitz oder ist sie verschwunden? Gehört der Geenie tatsächlich zu den Guten oder wird er demnächst einen Wirbelsturm herbeirufen?"

"Jesse hat Recht, bevor wir etwas feiern, sollten wir offene Fragen noch vom Tisch räumen" stimmt George seiner Frau zu.

"Okaaay, ich werde die Lampe holen gehen" meint Marguerite gelangweilt und verlässt den Raum.

"AH!" Marguerite bleibt erstarrt stehen. Kurze Zeit später stehen die Freunde im Schlafzimmer.

"Oh mein Gott!" Veronica betrachtet das Desaster. Das Schlafzimmer wurde durchwühlt, die Bettdecke liegt zerknittert am Boden, sowie die Kleider, welche aus der Kommode und dem Kleiderschrank gerissen wurden. Roxtons Waffen fehlen, so auch Marguerites billig Schmuck, den teuren hat die Brünette clever versteckt und natürlich die Lampe.

"Wer war das?" fragt sich das Finny. Niemand kann ihr eine Antwort geben, ausser Summerlee.

"Möglicherweise wurde der Meister vom Geenie durch den Gebrauch der Lampe herbeigerufen, oder der Geenie selbst konnte sich nach dem dritten Wunsch befreien."

"Wow, nicht schlecht" ist Roxton beeindruckt von dem Professor.

"Sehr wahrscheinlich hat die fliehende Person Spuren hinterlassen" vermutet Challenger. "Wir müssen diesen bloss folgen und schon finden wir, wonach wir suchen. Ich schlage vor, dass Veronica, Marguerite, Roxton, Finn, Summerlee und ich der Spur folgen sollten. Der Rest von euch bleibt hier und passt auf die Kids auf."

"George, bist du dir sicher, dass du mich mitnehmen möchtest, ich bin wirklich nicht mehr der Jüngste."

"Arthur, du bist der Einzige, der sich damit etwas auskennt, schliesslich hat er dich hierher gezaubert."

"Summerlee, hör auf Challenger und komm mit uns" bittet Marguerite ihren Grossvater.

 

Veronica konnte die Spur leicht aufnehmen, der Einbrecher hat nicht versucht sein Verschwinden sonderbar abzusichern, wie zum Beispiel die Fussspuren mit einem Ast zu verwischen.

Es geht über Stock und Stein, auf und ab, kreuz und quer... doch mit Vees Hilfe ist das kein Problem.

Schliesslich kommen sie bei einer Höhle an. "Meldet sich jemand freiwillig und betritt dieses dunkle Loch als Erstes?" fragt Finn eingeschüchtert.

"Ich tu es. Ich meine, mir kann niemand was zuleide tun, ich bin ein Geist" meint Arthur ungerührt und geht schleichend da hinein.

Kurze Zeit später kehrt er zurück. "Alles klar. Keine Fallen weit und breit, ausserdem befindet sich die Person erst 342 Meter weiter vorne" gibt der Professor Auskunft.

"Schön, dann lasst uns hereingehen" sagt Marguerite ohne mit der Wimper zu zucken. Die Freunde betreten die Höhle. Zum Glück ist der Weg mit Fackeln beleuchtet.

"Da, ich höre Stimmen. Sie sind also zu zweit" bemerkt das Finny.

"Oder da führt jemand Selbstgespräche" gibt der Lord von sich. Im Innern der Höhle befindet sich eine Türe, wo hinter man die Stimme hören kann.

"Ist das jemand, oder sind da mehrere drinnen" will Marguerite wissen.

"Ich glaube, da gibt es nur einen Weg, dies herauszufinden" behauptet Veronica. "Haltet eure Waffen bereit!" Roxton durfte das Gewehr von Malone nehmen, Marguerite hat ihre Pistole gut versteckt, so dass der Einbrecher sie nicht finden konnte, Veronica hält die Messer zum Werfen bereit, Finn zückt ihre Armbrust, Challenger zieht seine Pistole aus dem Waffengurt und Summerlee hat ebenfalls eine Waffe eingepackt. "Auf los, geht es los... Wir stürmen das Gebäude. Das wollte ich schon immer mal sagen" erzählt Roxton. "Achtung, fertig, los..."

 

 

Die Freunde stürmen im wahrsten Sinne des Wortes den Ort, nichts ahnend, dass schon wieder eine Überraschung auf sie wartet. Veronica erkennt das Lebewesen sofort: "Tribune. Wieso überrascht mich das nicht!?"

"Was wollt ihr denn hier? Und seit wann lebt der alte Mann wieder" fragt die Echse perplex und schaut dabei Arthur an.

"Summerlee ist nur ein Geist. Und zu deiner ersten Frage... dasselbe sollten wir, glaube ich, dich fragen" bleibt Marguerite kühl.

"Ich bin sein Meister, habt ihr was dagegen."

"Dann hast DU also unser Schlafzimmer verwüstet!?" schliesst Roxton daraus.

"Das war nicht nötig. Mein menschgewordener Geenie hat das für mich erledigt."

"Menschgewordener Geenie?" wiederholt das Finny. "Heisst das also, dass der Flaschengeist nun ein Mensch ist?"

"Korrekt, nach drei Wünschen wird diese Kreatur befreit... Er wollte einen anderen Menschen in die Lampe sperren, dafür brauchte er diese. Wenn er es schafft in 48Stunden eine andere arme Seele an seiner Stelle einzusperren, wird er endgültig zum Menschen und nach einem Monat erhält er sogar seine Unsterblichkeit" erzählt Tribune.

"Und du bist tatsächlich sein Meister?" will Vee wissen.

"Nur so lange bis ich alle drei Wünsche gebraucht habe. Zwei waren mir schon erfüllt worden, als die Lampe spurlos verschwand... von da an verfolgte mich das Pech... Zuerst traf ich auf euch, wobei ihr mir mein Reich zerstört habt. Später wurde ich wegen euch fast gegrillt, nur weil ihr mir das Rezept des Schiesspulvers dagelassen habt. Dann wurde ich beinahe von meiner Echsenfrau gehängt, ich musste euch versprechen ein guter König zu sein und einige Jahre später geht mein Casino pleite... alles nur wegen euch."

"Oh ja natürlich, wir waren SO gemein zu dir. Wer wollte uns töten, wer hat uns ständig in Schwierigkeiten gebracht... ich glaube, das warst DU" sagt Veronica genervt.

"Okay, so übel war es auch nicht wieder euch getroffen zu haben." Er schaut dabei Marguerite an. "Wann habt ihr die Lampe überhaupt gefunden?"

"Die ist mir in die Finger gefallen, als ich auf Kräutersuche war" behauptet das Finny.

"Du Glückskind."

"Eine Frage, Tribune, wofür hast du deine ersten beiden Wünsche eingesetzt?" fragt die Brünette zuckersüss wie eh und je.

"Das hättest du gerne gewusst..."

"Sein 1.Wunsch lautet: Ich will der Herrscher eines Reiches sein" mag sich der Geenie erinnern. "Und sein 2.Wunsch war wie folgt: Ich möchte auf eine kaltherzige Frau treffen, mit der ich Ruhm und Hab teilen kann. Jedoch bin ich nicht Armor und wie ich sehe, hat dieser Wunsch nicht ganz funktioniert."

"Was wäre dein dritter und letzter Wunsch gewesen?" erkundigt sich Challenger.

"Das bleibt mein Geheimnis" verschliesst sich die Echse. Zwinkert Marguerite jedoch noch zu.

"Was würdest du dir jetzt wünschen?" will Summerlee wissen.

"Dass ich eine gute Idee habe um aus meiner Pleite rauskommen zu können."

"Wie ist es überhaupt möglich, dass der Geenie befreit werden konnte, wenn er doch noch eine offene Rechnung mit dir zu begleichen hat" lautet Georges nächste Frage.

"Ich muss nur von dieser Lampe bewünscht werden, nicht von dem Geenie."

"Hey, ich hatte gerade eben einen Blitzgedanke!" äussert sich Veronica und zieht die Mädels zur Seite. "Ja, das könnte klappen" meint Finn.

"Versuchen schadet nichts" gibt Marguerite ihren Senf dazu.

"Gut." Die Blondine wendet sich an alle. "Wie kriegen wir den Geenie in die Flasche?"

"Mit diesem Spruch" Tribune deutet auf den Boden der Lampe. "Jedoch verstehe ich nur Bahnhof."

"Das macht nichts. Marguerite ist unsere Dolmetscherin. Sie wird das schon entziffern." Als der Geenie dies hört, sprintet er los. "Na warte!" Roxton läuft ihm hinterher. Und kann ihn schliesslich am Boden festnageln. "Schnell, meine Süsse!"

"So schnell sollst du uns nicht entfliehen. Leben soll deine Seele in Frieden. Gefesselt sollst du sein in hier, für deine unerbittliche Habgier. Stehlen armen Kinder das Brot, bedeutet für dich nicht der Tod, lediglich den Verdienst ein Sklave zu sein, gezogen wirst du in die Lampe rein." Der Geist wird sofort in die Lampe gezogen.

"Und jetzt?" fragt sich die Echse.

"Du hast ja noch einen Wunsch frei, den kannst du dir nun wünschen. Der Geenie jedoch muss so lange gefangen, bis jemand kommt und alle drei Wünsche bei ihm einholt. So sind alle aus dem Schneider..."

"Clever und hübsch, das sieht man nicht alle Tage" meint Tribune nur dazu. Er reibt an der Lampe. Der Flaschengeist erscheint. "Wie darf ich euch behilflich sein?"

"Ich wünsche mir, dass ich ebenfalls solch einen klugen Gedankenblitz wie Veronica hatte zum Thema ‚Raus aus der Pleite!‘. Ja, das wünsche ich mir." Der Geenie verschränkt seine Arme, nickt und der Wunsch wird demnächst in Erfüllung gehen.

"Gut, nachdem das jetzt geregelt ist, können wir ja wieder nach Hause gehen" drängt das Finny.

"Du hältst es wohl nicht länger ohne Richard aus, hab ich Recht" witzelt der Lord.

"Oh ja klar" verfällt Finn in einen sarkastischen Unterton "Ich kann kaum die Finger von ihm lassen."

"Würdet ihr beide wohl damit aufhören" meint Marguerite sichtlich genervt und wendet sich an Veronica. "Gehen wir! Die beiden finden den Heimweg auch alleine."

"Wohin geht ihr denn?" fragt Tribune enttäuscht.

"Zurück zum Baumhaus. Hast du was dagegen" gibt die Brünette schnippisch zurück.

"Darf ich mitkommen?"

"Ach ja, wirklich? Nachdem was wir dir alles angetan haben, möchtest du doch noch die Zeit mit uns verbringen" erinnert Veronica die Echse an das Gesagt. "Wir wollen doch nicht dein Leben ruinieren. Oder hast du etwa keine andere Freunde?"

"Hör schon auf damit Vee, wenn er unbedingt mit uns mitkommen will, dann soll er das doch tun" mischt sich Challenger ein und verteidigt das Geschöpf.

"Danke, Professor, ich mochte Sie von Anfang an."

"Halt die Klappe und folge uns!"

 

"Schade, dass du schon gehen musst" verabschiedet sich Marguerite von Summerlee. "Es hat mich riesig gefreut, dich noch einmal in Fleisch und Blut gesehen zu haben."

"Keine Ursache... ich bin auch froh, dass wir jetzt endlich reinen Tisch machen konnten..." Er flüstert der Brünette noch ins Ohr. "Mach das Beste aus deinem Leben, meine Enkelin und geniesse die schöne Zeit. Ich liebe dich!"

"Ich liebe dich auch! Oh Mann, das macht mir den Abschied nicht gerade leichter."

"Tut mir leid." Summerlee verabschiedet sich anschliessend noch von allen anderen, bevor er in den Kreis aus Kerzen zurück tritt, immer blasser wird, bis er ganz verschwunden ist.

"Wow, diesen Tag werde ich nie vergessen" seufzt Marguerite. "Und, Finn, was hältst du von Arthur."

"Ich kann nur so viel sagen: Ich bin froh, dass ich ihn vor vier Jahren vor dem Sturm gerettet habe."

7.18 Tribunes neue Vision

"Na, Tribune, wann hast du vor uns wieder zu verlassen?" fragt Veronica die Echse.

"Sobald ich eine Idee habe, wie ich wieder aus dem Schlammassel mit der Pleite herauskomme."

"Oh je, dann dauert das ja ewig" behauptet Marguerite, die den Schluss der Konversation mitgekriegt hat. "Soll das etwa bedeuten, ich wäre dumm?"

"Wer weiss!" Die Brünette wendet sich an Vee: "Was machst du heute so?"

"Ich gehe zu Assai. Schliesslich soll sie auch noch erfahren, dass ich wieder gehen kann."

"Schön! Mailyn und ich würden gerne mitkommen, wenn es dir nichts ausmacht."

"Natürlich nicht."

"Toll. Ich bin so gespannt wie sich Illario, Assais Sohn, gemacht hat und ob er immer noch so gerne mit Mailyn spielt."

"Das ist eine gute Idee. Die Zwillinge sind halt noch etwas jung um mit ihr spielen zu können."

"Ja, das letzte Mal war sie sauer auf Jessica, weil sie immer die Puppe in den Mund nahm" mag sich Marguerite erinnern.

"Morgen alle zusammen" Finn betritt das Wohnzimmer und entdeckt Tribune. "Oh, wie ich sehe, bist du immer noch hier."

"Stell dir vor, Finn, er bleibt so lange hier bis er einen schlauen Gedanken gefasst hat und die Pleite beseitigen kann" erzählt Veronica betrübt.

"Aha. Und du denkst, dass das nur bei uns funktionieren wird" wendet sich das Finny an Tribune.

"Ja, klar!"

"Welch ein Optimist. Und was habt ihr heute so vor?" erkundigt sich die Blondine bei ihren Freundinnen.

"Wir gehen zu dritt zu Assai" antwortet Veronica.

"Ich will auch mitkommen" mischt sich die Echse ein. Doch Finn ignoriert ihn und fragt statt dessen: "Zu dritt?"

"Ja, Mailyn, Veronica und ich" klärt Marguerite auf.

"Darf ich mitkommen?"

"Sicher."

"Cool, dann können wir ja einen Frauentag veranstalten.... nehmen wir noch Jesse mit und die Männer passen auf die Zwillinge auf."

"Mhm... dieser Vorschlag gefällt mir" meint Marguerite und grinst dabei Tribune an. "Schade, dass du ein Mann bist."

"Ihr seid so gemein!" brummt die Echse vor sich hin.

"Wer ist gemein?" fragt Roxton und begrüsst Marguerite mit einem Kuss auf die Lippen.

"Deine Frau und alle Frauen überhaupt auf der Welt" genervt verlässt Tribune das Wohnzimmer.

"Weshalb ist er so sauer?" will der Lord wissen.

"Weißt du John, wir veranstalten einen Frauentag und gehen zu Assai" erzählt die Brünette.

"Und ich darf euch nicht begleiten?"

"Nein, ihr Männer passt auf die Zwilling auf" verkündet Finn.

"Habe ich das richtig verstanden.... Ich muss Kinder hüten?" Richard hat den Raum betreten.

"Jeep. So kannst du gerade mal üben für später" behauptet das Finny.

"Für wie viel später?" fragt Richard ängstlich zurück.

"Einen Monat oder so" schwindelt Finn und bemerkt wie sich Richards Augen weiten. "Das war ein Scherz, mein Schatz." Dieser atmet erleichtert aus. "Ich möchte doch nicht mit 28Jahren Kinder kriegen. Das ist mir entschieden zu früh."

"Hallo zusammen." Malone erscheint im Raum.

"Hi. Heute bist du mit Babysitten an der Reihe."

"Ähm, das ist aber eine ganz liebe Begrüssung" bemerkt Ned. Seine Frau lächelt nur verlegen zurück. Jesse kommt ebenfalls ins Wohnzimmer zusammen mit ihrem Mann. "Jesse, hast du Lust und Zeit mit uns einen Ausflug ins Zanga-Dorf zu machen?" fragt Finn die ältere Dame.

"Oh ja, sehr gerne."

"Da schliesse ich mich euch doch glatt an" meint George.

"Das geht leider nicht, Challenger. Weißt du, das wird ein Frauentag... ihr männlichen Wesen werdet schön hier bleiben und auf Joshua und Jessica aufpassen."

"Ach wie herrlich..."

 

Nachdem die Frauen das Baumhaus verlassen und nicht gemerkt haben, dass Tribune ihnen auf Schritt und Tritt folgt, wird dieser von den Männern vermisst.

"Hat jemand von euch Tribune gesehen?" erkundigt sich Richard bei seinen Freunden.

"Nein, seit er heute Morgen das Wohnzimmer enttäuscht verlassen hat, habe ich ihn nicht mehr gesehen" gibt der Lord Auskunft.

"Er drückt sich wie immer vor der Arbeit" behauptet Ned.

"Genau wie Challenger" meint Richard zähneknirschend.

"Hey, wen du wüsstest, wie viel dieser Mann für uns tut, damit wir einigermassen in Schutz und Reichtum leben können, würdest du nicht so über ihn sprechen" verteidigt John seinen alten Kumpel, für den er sogar durch die Hölle gehen würde.

"Okay, okay, ich nehme alles zurück, was ich gesagt habe. An was arbeitet er momentan."

"Keine Ahnung" gesteht Roxton.

"Mir hat er mal etwas von einem goldenen Ei erzählt, das er nun versucht auszubrüten mit Hilfe einer Wärmelampe und viel Geduld" glaubt sich Ned zu erinnern "aber das ist schon ein ganzes Weilchen her... vielleicht erfindet er gerade einen neuen Nahrungsersatz... nebst dem Kaugummi, versteht sich."

"Nein, das glaube ich nicht, ich meine dieses Kauzeug ist ein wirklicher Erfolg, oder könnte zumindest einen werden" behauptet der Lord und kaut weiterhin auf dem gummigen Ding herum, das seine neuste Beschäftigung zu sein scheint.

Challenger betritt betrübt das Zimmer.

"Was ist los mit dir, George, stimmt etwas nicht?" erkundigt sich Roxton.

"Dieses verdammte Ei, will einfach nicht zu Bruch gehen" beklagt sich der Professor.

"Vermutlich, weiss es, dass Geduld nicht gerade deine Stärke ist" vermutet Ned belustigt.

"Schon möglich. Kann ich euch behilflich sein?"

"Ähm... hast du.... hast du denn keine weitere Projekte am Laufen?" wundert sich Malone darüber.

"Nein, zurzeit will mir einfach nichts einfallen... ich fühle mich so ausgelaugt und aufgebraucht. Ich brauche unbedingt mal wieder eine Pause vom Experimentieren" gesteht der Visionär. "Vielleicht wird aus dem goldenen Ei ein Glückstreffer."

"Stecke in dieses Ei bloss nicht allzu grosse Hoffnung, sonst wirst du am Ende noch fürchterlich enttäuscht" warnt John seinen Freund.

"Ja, ja. Nun, was kann ich tun?"

"Du könntest mit Roxton auf die Suche nach Tribune gehen" schlägt Malone vor.

"Oder beim Babysitten helfen und ich gehe mit Roxton mit" meldet sich Richard zu Wort.

"Oh, wenn ich schon wählen kann, dann bevorzuge ich doch die Natur."

"Sehr schön!"

"Müssen wir diese Echse wirklich suchen gehen!?" will John wissen, der froh ist, das Wesen losgeworden zu sein.

"Auf jeden Fall, sonst bereitet er uns nur wieder Ärger" glaubt Malone ihn zu kennen.

 

"Hallo Assai!" Veronica rennt überglücklich auf ihre Freundin zu.

"Hey Vee, du kannst ja wieder gehen!" ist das Fräulein überrascht.

"Ja, ist das nicht toll."

"Wie hast du das denn hingekriegt?" Während Veronica ihrer Freundin die Geschichte erzählt, schauen sich Finn und Marguerite im Dorf um bis die Brünette Jar, Assais Mann, und Illario entdeckt hat.

"Hallo zusammen!" begrüsst sie die beiden in der anderen Sprache. Nach der Begrüssung begeben sich die Eltern auf eine Holzbank und schauen ihren Kindern beim Spielen zu.

Finn gesellt sich unterdessen zu Veronica und Assai um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

"Ach, es ist so schön zu sehen, wie gut sich die beiden immer noch verstehen" meint Marguerite entzückt von dem Anblick.

"Ja, es kommt nicht oft vor, dass der kleine Racker eine solch gute Beziehung zu anderen Kindern führt. Er ist eher ein Aussenseiter und meidet Kontakte zu anderen Personen, aber bei Mailyn scheint es ihm zu gefallen" bemerkt Jar erfreut.

"Kennst du noch einige Wörter, die ich dir beigebracht habe" will Mailyn von Illario wissen und zeichnet einen Apfel in den Sand.

"Apfel!" meint der Knabe und schaut Mailyn erwartungsvoll an.

"Richtig! Super, du kannst es immer noch." Sie fährt fort und zeichnet wieder Bilder in den Sand in der Hoffnung, dass Illario diese in ihrer Sprache aussprechen kann. Und tatsächlich, weiss er noch die meisten Begriffe, obwohl er erst vier wird.

Tribune schaut eine Weile dem Geschehen zu oder viel mehr beobachtet er die Brünette, welche in ihm immer noch unwiderstehliche Reize auslöst.

Er ist immer noch auf Ideensuche. Er geht dem Zaun entlang und späht erneut hindurch. Er entdeckt Veronica, Finn und Assai... doch die scheinen auch keine grosse Hilfe für ihn zu sein, also geht er weiter.

Wieder versucht er durch die losen Zaunstäbe einen Blick aufs Innenleben der Zangas zu erhaschen. Er beobachtet zwei Frauen, die angeregt über etwas diskutieren. Beide halten Gegenstände in ihren Händen. Sie sprechen aufgeregt aufeinander ein. beschwert sich die Echse.

"Sie haben mich gerufen!" eine Frau taucht neben Tribune auf.

"Ähm, woher kommen Sie, was wollen Sie von mir?" fragt die Echse baff.

"Ich bin Stephanie Seymour. Ich wandere durch die Gegend und helfe Menschen in Not. Wie kann ich Ihnen behilflich sein?"

"Ich habe ein Spielkasino auf der anderen Seite dieses Tales. Leider habe ich Pleite gemacht, da ich dem Besitzer des Grundstückes jeden Monat über 30Gulden zahlen muss und nun weiss ich nicht weiter. Ich brauche eine Inspiration... sind Sie eine Muse?"

"Nein, nicht ganz. Ich bin eine ganz normale Wanderin, die jede Sprache versteht und spricht, sobald ich die Tonlage erfasst und die Wörter zuordnen kann" erklärt Stephanie.

"Wie schön, eine Übersetzerin kann ich zurzeit gut gebrauchen."

"Ich weiss, ich habe Ihren Hilferuf gehört. Was darf ich denn Ihnen übersetzen?"

"Also, folgendes. Ich schaue mich hier um, damit ich Inspirationen erhalte, wie es in einem Stamm zu und her geht. Nun habe ich diese beiden Frauen entdeckt und sie scheinen sich interessiert zu unterhalten. Mich nimmt es wunder, worüber sie sprechen. Können Sie mir weiterhelfen?" fragt Tribune.

"Selbstverständlich! Okay..." Stephanie lauscht. "Während die eine Frau, die rot gekleidet ist, eine Wolldecke in der Hand hält, versucht die Frau im blauen Gewand mit ihr einen Tauschhandel durchzuführen. Sie möchte ihr einen Tonkrug anhängen, welcher der rotenbekleideten Händlerin nicht dicht erscheint." Die Übersetzerin horcht erneut auf.

"Einen Tauschhandel... mhm... ich glaube, das könnte funktionieren" meint Tribune und sein Gehirn beginnt zu rattern.

Ehe Tribune weiterdenken kann, wird er von einem lauten Gebrüll unterbrochen.

"Eindringlinge! Eindringlinge!" ruft der Aufpasser des Zanga-Dorfes und deutet auf Tribune und Stephanie.

 

Sofort stürmen die Zangakriegern aus ihren Hütten, aus dem Tor hinaus und um das Dorf herum. Sie nehmen die beiden gefangen und schleppen sie zurück ins Dorfinnere.

Veronica und ihre Freunde blicken erstaunt auf. "Oh nein... Was machst du denn hier, Tribune?" fragt die Blondine die Echse wutentbrannt und stapft auf ihn zu. "Und wer ist die Frau an deiner Seite!?"

"Hallo, ich bin Stephanie Seymour, seine Helferin in Not." Sie streckt Vee die Hand hin, doch diese nimmt sie nicht an.

"Und warum sind Sie dann nicht erst jetzt aufgetreten?" möchte Marguerite spitz wissen.

"Weil ich andere Fähigkeiten besitze, als eine Kriegerin zu sein. Ich bin eine ganz normale Wanderin und..."

"Who täte?" möchte der Häuptling wissen und kommt auf die Eindringlinge zu geschritten (Wer sind die?)

"Das sind Freund von uns, Häuptling" ergreift Marguerite das Wort in seiner Sprache. "Bitte, lasst sie ungestraft davon kommen."

"Aber sie haben uns beobachtet und belauscht!" behauptet der Aufpasser. "Zudem ist er eine Schlange!"

"Er ist keine Schlange" wendet sich die Brünette an den Aufpasser in einem zornigen Ton. "Er ist eine Echse, das ist ein wesentlicher Unterschied! Und glaubt mir, Häuptling, er könnte keiner Fliege etwas zu leide tun."

"Wow, ihre kleine Freundin scheint sie zu mögen" behauptet Stephanie im Flüsterton zu Tribune. Dieser horcht gespannt auf. "Sie setzt sich total für Sie ein."

"Das höre ich gerne" meint die Echse.

"Ich sage, lasst sie hängen" ergreift der Aufpasser erneut das Wort.

"Wir Zangas sind ein friedliches Volk, wir erhängen keine Fremden, auch wenn sie uns nicht geheuer erscheinen" funkelt der Häuptling den Aufpasser böse an.

"Tut mir Leid, Hoheit" dieser verbeugt sich entschuldigend.

"Aber eine Erklärung möchte ich habe!"

"Oh ja, darauf bin ich gespannt" sagt Finn freudig. Die Übersetzerin ergreift das Wort. "Wir sind mit friedlicher Absicht gekommen. Wir sind hier um mehr über eure Lebenshaltung zu erfahren..."

"Ich sagte doch, das sind Spione!" ruft der Aufpasser wieder.

"Ruhe!" schimpft der Häuptling. "Weiter!"

"Es tut uns schrecklich leid, dass wir ihre Ruhe gestört haben und möchte sie bitten uns gehen zu lassen. Es kommt auch bestimmt nie mehr vor."

"Na schön" gibt der Häuptling schliesslich doch noch nach. "Ihr dürft gehen. Und ich wäre froh, wenn ALLE Besucher das Dorf verlassen würden."

"Oh nein, jetzt sind wir doch erst gerade angekommen" meint Veronica enttäuscht.

"Ich komme mit euch mit" behauptet Assai und überzeugt sogar ihren Mann mit Sohn sie zu begleiten, was Vee glücklich macht. Doch derzeit könnte sie Tribune den Kopf abreissen.

Weiter zum 4.Teil(7.19-7.22)


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