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Für die nächste Folge müsst ihr Charmed - Die Zauberhaften Schwestern kennen! Da ich auch Fan von dieser Serie bin, habe ich zu zwei Folgen deren Charaktere beigefügt!

Die Zauberhaften Schwestern:

Piper  Phoebe  Paige  Chris

Die Charmedones leben in San Francisco in einem Manor(antiken Haus)! Sie sind die mächtigsten Hexen der Welt, darum haben es viele Dämonen auf die dreien abgesehen. Doch jeder, der ihnen bis jetzt zu nahe getretet ist, ist gescheitert.

Piper Halliwell ist die Älteste der Schwestern. Sie hat einen einjährigen Sohn, der Wyatt heisst. Sie besitzt den Nachtclub P3. Sie hat eine starke Persönlichkeit. Sie ist die ruhige in der Familie, sie hat meistens die Dinge unter Kontrolle. Sie liebt es zu kochen. Sie kann Personen/Sachen erstarren und explodieren lassen.

Phoebe Halliwell ist die mittlere Schwester. Sie arbeitet als Beraterin für Probleme in einem Büro. Sie schreibt viele Artikel und manchmal ist sie auch in einer Fernsehshow zu sehen. Sie hat einen Freund. Sie ist die Powervolle der Familie. Sie ist ein Empath, d.h. sie kann sich in andere Menschen einfühlen. Sie hat Visionen von der Vergangeheit und der Zukunft, ausserdem kann sie schweben.

Paige Matthews ist die Halbschwester von den Halliwells und zugleich die Jüngste der Familie. Sie wechselt von einem Job zum anderen. Sie ist die coolste von den dreien, sie nimmt das ganze nicht so ernst, aber sie liebt es eine Hexe zu sein. Sie ist halb Hexe halb Wächterin des Lichts. Sie kann orben und sie beherrscht die Telekinese(sie kann Dinge zu sich Wünschen und dann erscheinen diese).

Chris ist der Wächter des Lichts von den drei Schwestern. Er ist aus der Zukunft, weil er Wyatt beschützen muss, da dieser in der Zukunft von einem Dämon ermordet wurde. Er will immer alle Dämonen vernichten und geht damit den Schwestern auf die Nerven.

 

5.13 Die Hilfe

Finn ist gefesselt an einen Stuhl und leistet Ravell und dem Gnom Gesellschaft. Sie ist vom Dämon besessen und der Körper ist vom Giftpfeil immer noch gelähmt, darum schafft er es nicht die Ketten mit eigener Kraft aufzumachen. So sehr sich der Finnkörper in seinem Besitz anstrengt, es gelingt ihm nicht. Er ist geschwächt, das nützt die Seele von Finn aus.

"Hier unten ist es ja wirklich gruselig!" meint sie zu Ravell.

"Jetzt siehst du mal wie ich lebe!! Einfach schrecklich!"

"Wenn ich vom Dämon wieder befreit werde, dann werde ich dich laufen lassen!"

"Du lügst!" behauptet der Anführer.

"Das würde ich nie tun!"

"Dann ist das also fest abgemacht!" fragt Ravell nochmals sicherheitshalber nach.

"Ja, wenn ich nicht mehr besessen bin, dann werde ich die freilassen, versprochen!"

"Cool!!!!" Dann übernimmt der Dämon wieder Finns Körper.

 

Die anderen sitzen am Tisch und führen eine heisse Diskussion.

"Wir könnten wieder dasselbe machen, was wir vor drei Jahren bei Malone versucht haben, als er ein Werwolf war!" schlägt Roxton vor.

"Du meinst, Finn die Fotoentwicklungsflüssigkeit spritzen?" erkundigt sich Veronica.

"Ja, wieso nicht!?"

"Das halte ich für keine gute Idee, schliesslich haben es wir hier mit einem Dämon in ihrem eigenen Körper zu tun, und nicht mit einer Formenverwandlung!" sagt die Blondine.

"Veronica hat recht, es würde den Körper von Finn zerstören, aber wir wollen ja nur ihre Seele wiedererlangen!"

"Da muss ich dir zustimmen, George! Aber hast du nicht eine Lösung dafür, immerhin bist du der Wissenschaftler!" meint Marguerite.

"Das würde viel zu lange dauern, bis dahin könnte sie schon tot sein!"

"WAS, das geht?" fragt Marguerite überrascht.

"Ja, denn der Dämon wird versuchen sie aus dem Körper zu vertreiben!"

"Ganz genau, Roxton! Wisst ihr was wir brauchen könnten?" fragt Challenger in die Runde.

"Nein, was denn?" will die Brünette wissen.

"Wir könnte magische Hilfe gut gebrauchen! Immerhin wird der Dämon in die Kategorie der Hexen und Zauberer gesteckt!"

 

In San Francisco in unserer Zeit, also im Jahre 2003

"Phoebe! Piper! Paige! Wo seid ihr?" ruft Chris vom Dachboden des Halliwell Manors hinunter. Er hat im Buch der Schatten herumgeblättert, weil er von dem Dämon in der verlorenen Welt erfahren hat. Er hat bereits den Vernichtungsspruch gefunden und auf ein Blatt notiert.

Piper erscheint genervt in der Tür, auf ihren Armen hält sie Wyatt "Was, ist denn nun schon wieder los?" fragt sie Chris.

"Wo sind deine Schwestern?" will der Wächter des Lichts wissen.

"Phoebe ist bei der Arbeit und Paige ist ins P3 gefahren, weil sie dort eine Geburtstagsparty für ihre Freundin vorbereitet" antwortet die Brünette ihm. "Was gibt es denn so dringendes? Doch nicht schon wieder einen Dämon!"

"Doch, es handelt sich um einen...."

"Chris, wir haben dir schon tausendmal gesagt, dass wir nicht mehr so viel auf Dämonenjagd gehen wollen!" unterbricht sie ihn.

"Aber, es steht zu viel auf dem Spiel! Wenn ihr diesen Dämon nicht vernichtet, dann...."

"Scht, Chris, ich will davon jetzt nichts hören!" Mit diesen Worten verlässt Piper den Dachboden. "Verdammt! Na gut, dann werde ich es eben mal bei Phoebe versuchen!" Er orbt davon.

 

Phoebe sitzt an ihrem Schreibtisch und ist gerade daran einen Text in ihren Computer zu tippen, als Chris hereingeorbt kommt.

"Bist du wahnsinnig geworden!?" fragt sie ihn fassungslos, springt von ihrem Bürostuhl auf und schliesst die Türe, die vorher weit offen gestanden hat.

"Ich brauche eure Hilfe!"

"Geht es schon wieder um einen Dämon?" rät sie.

"Ja, und zwar um einen, der durch eine lilafarbene Blume in fremde Körper schlüpfen kann!" erzählt der Wächter des Lichts ihr.

"Was hält Piper davon, schon wieder auf eine Dämonenjagd zu gehen?" Bevor er etwas sagen kann, fügt sie noch hinzu "Lüge mich ja nicht an, denn ich werde es so oder so herausfinden!"

"Na schön, sie will nicht! Aber wir müssen ihn vernichten, oder etwas schreckliches wird passieren!" "Das sagst du doch immer! Hör mal Chris, ich würde liebend gerne helfen, aber erstens will Piper nicht und zweitens muss ich diesen Text morgen früh meiner Chefin abgeben. Also, könntest du mich bitte weiter arbeiten lassen?" Sie schiebt ihn aus der Türe ohne auf eine Antwort zu warten.

Mit diesen Gedanken orbt er zu Paige in den Club.

 

Paige ist mitten in den Geburtstagsvorbereitungen, als Chris hinter ihr auftaucht. Sie wendet sich gedankenverloren um und ihr Herz bleibt vor Schreck fast stehen: "Mann, hast du mich erschreckt!" fährt sie ihn an "Kannst du nächstes Mal nicht vorher anklopfen!?"

"Tschuldigung, ich wollte mit dir über etwas sprechen!"

"Über einen Dämon vielleicht?"

"Jeep! Es handelt sich um einen Dämon! Er ist sehr gefährlich und kann fremde Körper an sich nehmen! Aus diesem Körper will er dann die eigentlich Seele vertreiben! Er führt böses im Schilde!"

"Ach, Chris, das sagst du doch immer!" seufzt Paige.

"Aber dieses Mal ist er sehr ernst, glaube mir, bitte!" Er schaut sie hoffnungsvoll an.

"Na gut, von mir aus können wir ihn vernichten!"

"Da gäbe es noch ein klitzekleines Problem...."

"Meine Schwestern sind dagegen!" beendet Paige den Satz.

"Leider, vielleicht kannst du sie überreden! Bitte Paige, es ist wichtig!" fleht er sie an. "Wenn der Dämon es schafft eine bestimmte Seele zum Leben zu erwecken, dann wird die Welt zerstört werden!" "Okay, ich versuche es mal bei Phoebe!"

"Danke!" Chris gibt ihr den Zettel mit dem Zauberspruch darauf und orbt erleichtert davon. Er hat seinen Job erledigt, jetzt sind die drei Schwestern auf sich gestellt. Paige hinterlässt eine Nachricht im P3, dass sie später wiederkommt. Dann orbt sie zu ihrer Schwester ins Büro. Ohne grosse Anstrengung schafft sie es Phoebe auf ihre Seite zu ziehen. Gemeinsam orben sie in den Halliwell Manor zu Piper.

 

In der verlorenen Welt

Challenger ist im Labor und geht noch einmal alle Fakten durch, doch er kommt auf keinen grünen Zweig.

"Schon eine Lösung gefunden?" Marguerite steht im Türrahmen und schaut dem Professor beim Arbeiten zu.

"Nein, leider noch nicht! In diesem Fall bin ich ratlos! Kannst du mal nach Finn schauen gehen?"

"Ja, ist gut!" Dann verlässt Marguerite das Labor wieder und geht in die Kammer daneben, wo Finn, Ravell und der Gnom drinnen sind. Sie schliesst die Türe auf und betretet die Kammer.

"Und, wie geht es euch?" fragt sie Finn und Ravell.

"Super!" übertreibt Ravell masslos.

"Beschissen!" sagt wieder diese grässlich Männerstimme aus Finns Körper.

"Et du, ho eri chu?"(Und wie geht es dir?) Wendet sich Marguerite an die Schachtel in der Gnom sein soll. Weil sie jetzt wieder erwachsen ist, kann sie ihn nicht mehr sehen.

"Challa una flate quasseg?"(Könnte ich ein bisschen Wasser haben?) fragt der Gnom.

"Süle!"(Sicher!) Marguerite geht in die Küche und holt ein Glas Wasser. Kurze Zeit später hat sie dem Gnom, das Wasser in die Schachtel gestellt. Er hat sein Versprechen gehalten und ist nicht abgehauen. "Finn hat mir versprochen, wenn sie von dem Dämon erlöst wird, dann wird sie mich befreien!" sagt Ravell stolz.

"Ja, ja und ich glaube immer noch an den Osterhasen!" meint Marguerite sarkastisch.

"Nein, das habe ich ihm wirklich versprochen!" Finn konnte sich mal wieder durchringen.

"Finn, Süsse, wie geht es dir?" fragt Marguerite, sie macht sich grosse Sorgen um ihre Freundin. Sie geht zu Finn hinüber und kniet vor sie hin.

"Ich bin ziemlich geschwächt, ich glaube ich werde verlieren!"

"Nein, das wirst du nicht und das darfst du auch nicht! Du musst weiterkämpfen! Challenger arbeitet daran."

"Ich hoffe, dass das nicht mehr lange dauert!" Dann schliesst Finn die Augen und schläft ein.

"Ich werde nicht zu lassen, dass er gewinnt!" sagt Marguerite und gibt ihrer Freundin einen Kuss auf die Stirn.

"Du bist unglaublich!" meldet sich Ravell zu Wort.

"Was? Wieso?" fragt sie verblüfft.

"Wenn du hier bist, verfliegen alle negativen Gedanke bei ihr und auch bei mir!" meint er nur dazu. "Na, das will ich doch schwer hoffen!" Mit diesen Worten verlässt sie die Kammer und geht in den Wohnraum zu Roxton, Mailyn und Veronica.

 

In San Francisco

"Piper, bitte! Nur noch diesen einen Dämon, ja!?" fleht Paige ihre Schwester an.

"Nein, ich habe keine Lust! Ausserdem muss ich heute mit Wyatt zu seinem Kinderarzt gehen!" "Kannst du den Termin nicht verschieben?" fragt Phoebe hoffnungsvoll.

"Ich musste ihn wegen diesen blöden Dämonen schon dreimal verschieben, wenn ich dort nochmals anrufe, dann kann ich gleich meine Koffer packen!"

"Ach komm schon Piper, jetzt sei nicht so störrisch!" meint Paige. "Immerhin geht es in diesem Fall um die ganze Welt, die durch ihn zerstört werden kann!" erinnert sie ihre Schwester daran.

"Wir können Wyatt doch mitnehmen, er kann sich ja beschützen!" weißt Phoebe ihre ältere Schwester daraufhin. "Dann kannst du, wenn wir den Dämon besiegt haben, gleich zum Arzt gehen!"

"Na schön, ich werde mitkommen!" gibt Piper nach. "Habt ihr denn überhaupt einen Zauberspruch um ihn zu vernichten oder soll ich ihn explodieren lassen?"

"Nein, nein, du musst nichts hochgehen lassen. Chris hat mir diesen Vernichtungszauber gegeben!" Paige zeigt ihnen den Zettel.

"Gut, dann kann es ja losgehen!" meint Phoebe.

"Warte mal, wohin geht die Reise überhaupt?" will Piper wissen.

"In die verlorene Welt!" sagt Paige.

"Toller Scherz, wohin?" fragt Piper noch einmal, sie ist ein bisschen genervt.

"Die Reise geht ins Jahr 1928, nach Südamerika auf ein bemerkenswertes Plateau!"

"Wieso bemerkenswert?" fragt Phoebe.

"Dort soll es angeblich noch Dinosaurier, Affenmenschen und längst ausgestorbene Pflanzen geben! Das behauptet zumindest Chris!" sagt Paige.

"Wow! Davon will ich mich doch selbst überzeugen! Auf zum Plateau!" ruft Piper und dann orben die drei Schwestern und Wyatt davon.

 

In der verlorenen Welt

Piper, Phoebe, Paige und Wyatt sind in der verlorenen Welt angekommen. Dummerweise hat Paige sie genau in ein T-Rex Nest georbt. "Und was jetzt!?!" fragt Piper ihre Schwestern "Soll ich ihn explodieren lassen?"

"Nein!" sagt Phoebe "Paige orb uns hier weg!" Paige nimmt wieder die Hände ihrer Schwestern und orbt davon.

 

"Mist! Ich habe keine Ahnung, was ich in diesem Fall machen soll! Zum erstenmal bin ich ratlos!" meint Challenger entrüstet. Dann schaut er auf seine Taschenuhr. "Und die Lähmung wird auch bald nach lassen, noch 30Minuten um genau zu sein!" Dann schaut er nach oben

Plötzlich sieht er ein weisses Licht auf sich zukommen. Und vor ihm erscheinen drei junge Frauen und ein Baby. "Woher kommt ihr denn? Und wer oder was seit ihr?" fragt Challenger erstaunt.

"Wir sind die Charmedones! Oder anders formuliert, wir sind Hexen. Ich bin Paige Matthews!" sie streckt Challenger die Hand hin. Er nimmt sie an "Professor George Edward Challenger! Aus welchem Jahr seit ihr?" fragt er die drei Frauen und betrachtet ihre Kleidung.

"2003!" sagt Piper. "Ich bin Piper Halliwell, das ist Phoebe, meine Schwester und dieser kleiner Mann" sie deutet auf Wyatt in ihren Armen "ist Wyatt, mein Sohn!"

"Freut mich Sie kennenzulernen!"

"Wir sind auf der Suche nach einem Dämon, wissen Sie vielleicht, wo der sein könnte?" fragt Phoebe. "Ja, ich führe sie gleich dorthin! Warten Sie hier einen Augenblick!" Dann verlässt er das Labor.

"Wo sind wir hier?" fragt Piper und schaut sich im Raum um.

"Ich vermute in einem Labor!" sagt Phoebe und geht zum Fenster hinüber "Und wir befinden uns in einem Baumhaus"

"Wow, ich wollte schon immer einmal in einem Baumhaus leben!" meint Paige freudig.

 

Challenger ist ins Wohnzimmer gestürmt und hat den anderen erzählt, dass Rettung gekommen ist. Alle folgen ihm sofort ins Labor. Challenger stellt den Schwestern seine Freunde vor. "Das ist Veronica Layton, ihr gehört das Baumhaus!"

"Hallo!" sagt sie schüchtern.

"Das ist Lord John Roxton!"

"Freut mich!" sagt der Lord.

"Und das ist Marguerite Roxton Montegomery! Ach ja, und die kleine auf ihren Armen ist Mailyn, ihre und Johns Tochter!"

"Und mit wem haben wir unser vergnügen?" fragt Marguerite.

"Ich bin Paige Matthews, das sind meine Schwestern Piper und Phoebe Halliwell und das ist Wyatt, Pipers Sohn!" Nach der Begrüssung geht es schon an die Arbeit. Die drei Schwestern werden in die Kammer geführt. Finn ruht sich gerade aus. "Das ist Finn! Sie ist von einem Dämon besessen!" sagt Veronica.

"Na dann, lasst uns den Spruch sagen!" meint Piper. Paige holt den Zettel hervor. Sie sagen den Spruch auf:

"Tödliche Essenz, lass die gute Seele ruhn
Die Kraft der Liebe macht der Besessenheit ein Ende nun."

Finn schreckt auf, dann fängt sie lauthals an zu schreien. In Finns Körper zerspringt die Seele des Dämons. Marguerite kann ihre Freundin nicht länger leiden sehen und wendet sich von ihr ab. Roxton nimmt seine Frau und Tochter in seine Arme. Veronica verzieht ihr Gesicht und Challenger? Der schaut fasziniert dem Phänomen zu. Plötzlich bleibt Finn regungslos auf dem Stuhl sitzen. "Ist sie... tot?" fragt Marguerite unsicher, sie hat sich umgewendet.

"Nein! Ich war auch mal besessen, sie ist erschöpft, aber das geht wieder vorbei!" meint Piper. Jetzt öffnet Finn ihre Augen, sie hat wieder ihr schönes blau zurück. "Was ist passiert und wer seid ihr denn?" fragt Finn. Marguerite geht zu ihrer Freundin hinüber und öffnet die Fesseln. "Das sind Hexen, sie haben den Dämon aus dir vertrieben!" Dann umarmt Marguerite ihre Freundin überglücklich.

5.14 Neue Freunde

"Vielen Dank, ihr habt mir das Leben gerettet!" Finn geht zu den Charmedones hinüber und umarmt sie.

"Keine Ursache, schliesslich ist es unsere Bestimmung Unschuldigen zu helfen!" meint Paige stolz. "Es hat uns wirklich sehr gefreut, dass wir euch helfen konnten, aber wir müssen jetzt wieder in unsere Zeit zurückkehren" sagt Piper. Sie nickt ihren Schwestern zu, doch diese wollen lieber noch ein bisschen länger bleiben.

"Du kannst deinen Arzttermin mit Wyatt doch sausen lassen, schliesslich können wir nicht jeden Tag Dinosaurier und ausgestorbene Lebewesen betrachten" Phoebe schaut sie hoffnungsvoll an.

"Bitte, Piper! Nur noch einen Tag und dann gehen wir nach Hause, versprochen!" versucht Paige ihre Schwester zu überreden.

"Na gut von mir aus, aber nur noch diesen einen Tag!"

"Super!" Die beiden Schwestern umarmen Piper überglücklich.

"Nun zu einem anderen Thema: Hat jemand von euch Lust mit mir schwimmen zu gehen?" fragt Finn in die Runde.

"Ja, ich würde dir gerne Gesellschaft leisten!" meint Paige freudig.

"Okay! Bis später!" Dann verlassen die beiden das Baumhaus.

"Ich würde gerne wieder mal zu Assai ins Zanga-Dorf gehen! Ausserdem würde mir ein Spaziergang gut tun!" sagt Veronica.

"Spaziergang? Ich würde liebend gerne ein bisschen durch diesen vorzeitlichen Dschungel schlendern! Wenn du also nichts dagegen hast, begleite ich dich!" meint Phoebe.

"Natürlich habe ich nichts dagegen! Okay, dann werden Phoebe und ich jetzt gehen!" Mit diesen Worten verlassen die beiden ebenfalls die Gruppe, welche immer kleiner wird.

"Wieso willst du mit deinem Sohn zum Arzt gehen, hat er irgendwelche Beschwerden?" will Marguerite von Piper wissen.

"Nein, nein. Ihm geht es blenden! Ich wollte nur mal wieder eine Kontrolle machen! Vielleicht muss er gegen Krankheiten geimpft werden, oder so!"

"Tja, das könnte meine Kleine auch gebrauchen!" Marguerite schaut Piper in die Augen, endlich hat sie eine Seelenverwandte gefunden.

"Roxton und ich werden jetzt auf die Jagd gehen" gibt Challenger den beiden Frauen Bescheid. "Ihr werdet also ungestört sein!"

"Wir wollten auf die Jagd gehen?" fragt der Lord überrascht.

"Ja, John, das wollten wir!" meint Challenger nur und wirft ihm einen vielsagenden Blick zu. Obwohl Roxton es nicht ganz geschnallt hat, geht er mit dem Professor nach draussen.

 

"Hier ist es wirklich fantastisch!" meint Paige. Sie ist begeistert von der ausgestorbenen Pflanzen- und Tierwelt.

"Ja, das finde ich auch!" gibt Finn zu. "Du bist wohl auch die Unternehmungslustige der Familie, was?"

"Ja, das könnte man so sagen! Ich liebe es einfach eine Hexe zu sein! Und ich finde es toll, dass ich jetzt Schwestern habe mit denen ich nicht nur biologisch sondern auch magisch verbunden bin! Was machst du so in deiner Freizeit?"

"Am liebsten gehe ich auf die Jagd!" Finn holt ihr Armbrust hervor. Paige tritt einige Schritte zurück und schaut Finn unsicher an.

"Was ist? Habe ich dich erschreckt?" fragt die Blondine.

"Ein bisschen! Es ist eben so, dass es sogenannte Wächter der Dunkelheit gibt(ebenfalls Dämonen), die uns Wächter des Lichts mit einem Giftpfeil, der aus einer Armbrust abgefeuert wird, töten können!"

"Aber ich bin doch kein Dämon!"

"Ich weiss, dass du es nur gut meinst Finn und das finde ich süss, trotzdem haben wir uns schon so oft in Menschen getäuscht, darum bin ich ein bisschen unsicher."

"Oh, das tut mir leid!" Finn packt die Armbrust wieder weg. "Du kannst orben, hast du gesagt!?"

"Ja, ich bin halb Hexe, halb Wächterin des Lichts!"

"Das finde ich witzig!"

"Ja, es ist wirklich sehr interessant!" sagt Paige.

"Wenn ich ehrlich bin, habe ich gar keine Lust schwimmen zu gehen, viel mehr würde ich gerne San Francisco kennenlernen. Dort wohnt ihr doch!?"

"Ja, genau!"

"Wie du weißt, komme ich aus der Zukunft und damals wurde die Welt völlig zerstört! Ich habe bereits London gesehen und jetzt würde ich gerne San Francisco im Jahre 2003 mir anschauen gehen! Natürlich nur wenn du willst!"

"Ich wollte zwar noch länger hierbleiben und diese wunderschöne Welt betrachten, aber ich tue dir liebend gern diesen Gefallen!"

"Cool! Du bist wirklich eine tolle Freundin!"

"Danke, das finde ich auch von dir!" Dann nimmt Paige Finns Hand und gemeinsam orben die beiden nach San Francisco.

 

Marguerite und Piper haben es sich auf den Wohnzimmerstühlen bequem gemacht und plaudern ein bisschen. Wyatt und Mailyn sind gerade mit malen beschäftigt.

"Sind die beiden nicht niedlich?" fragt Piper ihre neue Seelenverwandte.

"Doch das sind sie!" muss Marguerite zugeben. Plötzlich fängt Pipers Magen an zu knurren.

"Oh, Entschuldigung! Ich hatte heute morgen eben noch keine Zeit für ein Frühstück!"

"Schon in Ordnung! Wenn du willst kannst du dir etwas kochen, wir sollten genug Nahrungsmittel im Haus haben. Leider beherrsche dieses Talent nicht!"

"Ach, das ist kein Problem für mich! Ich liebe es zu kochen! Ich war früher einmal Geschäftsführerin eines Restaurants! Jetzt bin ich Besitzerin eines Nachtclubs!" sagt Piper stolz.

"Ist ein Nachtclub so etwas ähnliches wie eine Bar?"

"Ja, genau!" Piper steht auf, geht zum Kühlschrank hinüber und wirft einen Blick hinein. "Sieht ganz so aus, als ob es heute Pfannkuchen geben würde!" meint sie und holt die nötigen Zutaten hervor. "Wenn du willst kann ich dir das Kochen ja bei bringen!?"

"Das wäre sehr lieb von dir!"

"Na dann, lass uns damit beginnen!"

 

"Und du bist hier wirklich aufgewachsen?" fragt Phoebe überrascht.

"Ja, das Traurige daran ist, dass mich meine Eltern, als ich zehn war, verlassen haben! Zumindest dachte ich das immer, bis ich dann herausfand, dass mein Vater gestorben ist, als er mich und Mum retten wollte und meine Mutter starb vor knapp einem halben Jahr!"

"Oh, das tut mir leid! Meine Mutter starb, als ich zwei war! Aber ich sehe sie jetzt des öfteren als Engel. Meinen Vater sehe ich auch nur sehr selten, weil er nichts mit dem Hexenkram zu tun haben will. Naja, so ist halt das Leben!" Sie schweigen eine Weile, bis Phoebe plötzlich die Blondine fragt: "Was hast du? Hast du Stress mit jemanden?"

"Meinst du mich?" fragt Veronica.

"Ja, ich spüre doch, dass dich etwas bedrückt!"

"Bist du eine Hellseherin, oder was?"

"Ich bin ein Empath! Ich kann mich in andere Menschen einfühlen. Nun komm schon raus damit, was bedrückt dich so sehr, dass du nachts nicht mehr schlafen kannst?"

"Na gut! Ich sag es dir! Hast du einen Freund?" erkundigt sich Veronica.

"Ja, ein toller Kerl, nur leider arbeitet er in Hongkong. Ich sehe ihn also nicht gerade oft!"

"Dann geht es dir ja ähnlich wie mir!"

"Wie meinst du das?"

"Mein Mann ist zurzeit geschäftlich in London unterwegs!" sagt die Blondine traurig "Ich frage mich, ob er mich überhaupt noch liebt!"

"Wie kommst du auf diesen Gedanken?" fragt Phoebe überrascht.

"Nun, er war fast ein Jahr fort. Hat nichts, aber auch rein gar nichts, von sich hören lassen. Dann ist er zurückgekommen, wir haben geheiratet, alles lief bestens. Und dann nach nur einem halben Jahr Ehe, verlässt er mich schon wieder. Wegen seinem Job hat er mich sitzen lassen...."

"Naja, besser als wegen einer Frau verlassen zu werden!" unterbricht Phoebe sie, merkt aber sofort dass dieser Satz unpassend war. "Sorry!"

"Macht nichts! Ich finde das einfach so unverständlich! Was habe ich nur getan, dass ihm diese Entscheidung so leicht gefallen ist!?" Veronica ist verzweifelt.

"Vielleicht fiel sie ihm auch nicht leicht."

"Da wäre ich mir nicht so sicher!"

"Okay, ich kann dich nicht leiden sehen! Es gibt da so einen Spruch, der einem eine Frage beantwortet! Aber ich weiss nicht, ob dieser Spruch auch bei dir funktioniert. Schliesslich bist du keine Hexe!"

"Würde der Spruch vielleicht mit dieser Kette funktionieren?" Veronica zeigt Phoebe ihre Halskette mit der Lichtpyramide.

"Das ist das heilige Zeichen der Beschützerin, ja damit müsste es eigentlich klappen!"

"Toll und wie lautet der Spruch?"

 

Nachdem Piper Marguerite das Kochen beigebracht hat und die Frauen alle Pfannkuchen verschlungen haben. Marguerites Blick fällt auf den kleinen Wyatt mit seinen blauen Augen und blonden Haaren. "Wyatt ist wirklich ein süsser Knabe!"

"Danke! Er kommt ganz nach seinem Vater!"

"Ja, das sehe ich!" meint Marguerite nur dazu und schaut die Brünette, die gegenüber von ihr sitzt an. Jetzt orbt Wyatt Mailyn den grünen Buntstift aus der Hand, mit dem sie gerade eben noch eine Wiese malte.

"Oh mein Gott, der kann ja auch schon zaubern!?" rutscht es aus Marguerites Mund.

"Ja, er ist ein Genie, was das Zaubern betrifft, darum sind auch alle Dämonen und bösen Kreaturen hinter ihm her! Ausserdem ist er der ausgewählte Ritter von Camelot!" erzählt Piper der Brünette.

"Camelot? Ich war mal die Königin von Camelot!"

"Genau wie ich! Wir haben wirklich viele Gemeinsamkeiten!"

"Ja, das haben wir!" Marguerite lächelt Piper an, diese lächelt zurück. Jetzt steht Mailyn neben ihrer Mutter und zieht ihr am Rock, sie hat Tränen in den Augen.

"Wyatt hat mir meinen Buntstift geklaut!" sagt die Kleine schluchzend.

"Mailyn kann schon Sprechen?" fragt dieses Mal Piper ganz erstaunt.

"Jeep, wir besitzen beide die Linguistik!"

"Das finde ich grossartig!"

"Geht mir genau so! Ist manchmal ein bisschen unheimlich, wenn man eine völlig fremde Sprachen ohne sich gross anzustrengen übersetzen kann!"

"Das kann ich mir gut vorstellen!" Dann Schweigen die beiden Frauen wieder und schauen ihren Kindern genüsslich zu.

 

"Lass uns in diesen Laden dort gehen!" Finn ist im Shoppingfieber. Sie kauft sich Klamotten, Schuhe und Schmuck. Paige bezahlt es ihr, da Finn kein Geld besitzt. Aber Paige macht das nichts aus, sie hat es gerne, wenn sie andere Leute glücklich machen kann.

"Von mir aus, lass uns dort hineingehen!" Finn und Paige betreten einen McDonalds.

"Oh, das ist ja ein Essladen! Darf hier etwas probieren?" fragt Finn unsicher.

"Klar doch!" Und dann bestellt sich Finn ein Portion Pommes Frites mit Ketchup, Chicken Nuggets mit Cocktailsauce, einen Cheeseburger und zum Trinken eine Cola.

"Ich kann mich an das gar nicht mehr erinnern!"

"Wie alt warst du als die Welt zerstört wurde?" erkundigt sich Paige.

"Sieben!"

"Und wo hast du gelebt! Es war ja alles mit Chemikalien verwüstet!"

"Anfangs, als es noch ganz schlimm war, wohnten wir in den Schächten! Nach ca. 5Jahren konnte wir dann wieder an die Oberfläche gehen! Nur leider waren dann die Sklavenfänger unterwegs. Sie suchten Arbeiter und Arbeiterinnen für die vielen Ölfelder."

"Wow, das muss ja schrecklich für dich gewesen sein!?"

"Ja, aber wie du siehst habe ich es überlebt!" Finn beisst genüsslich in den Cheeseburger.

"Und schmeckt es dir?" will Paige wissen.

"Ja, es ist einfach fettig!" Dann fangen beide an zu lachen.

"Ich glaube wir sollten uns jetzt langsam wieder auf den Weg in die verlorene Welt machen!"

"Ist gut!"

 

"Und habt ihr einen schönen Tag miteinander verbracht?" fragt Roxton seine Frau.

"Ja, es war super!"

"Sind Phoebe und Veronica schon wieder zurückgekommen?" erkundigt sich Piper.

"Ja, sie sind noch in Veronicas Zimmer!" sagt der Lord.

"Und wo ist Paige?"

"Keine Ahnung!"

"Die kommen sicher bald zurück! Finn ist zuverlässig!" meint Marguerite. Und schon kommen die beiden hereingeorbt.

"Wo wart ihr denn?" fragt Piper ihre Schwester.

"Wir waren in San Francisco!" sagt Finn freudig. "Es war der Hammer! Schaut was ich mir alles gekauft habe!" Und dann packt Finn alles aus.

"Das ist für dich Marguerite!" Finn streckt Marguerite eine Schneekugel hin, in der London abgebildet ist.

"Das ist aber süss! Danke!" Die Brünette umarmt ihre Freundin und danach Paige.

"Wo ist Veronica?" fragt Finn in die Runde.

"Schon da!" sagt die Blondine. "Was hast du da schönes? Und woher?"

"Von San Francisco! Hier dieser Badeanzug ist für dich!" Finn überreicht Veronica ein Bikini das in den Farben rot, rosa, weiss, hellblau und wasserblau gestreift ist.

"Danke, meine Süsse!" Auch sie bedankt sich bei Finn und Paige.

"Tja, nun müssen wir leider Abschied von einander nehmen!" sagt Phoebe mit Wehmut in der Stimme.

"Ja, leider!" meint Marguerite traurig.

"Wir werden euch wieder mal besuchen kommen!" versucht Piper ihre neue Freundin aufzuheitern und gibt ihr zum Abschied eine Kuss auf die Stirn.

"Ich werde dich und San Francisco vermissen!" Finn umarmt Paige.

"Ich werde dich auch vermissen!" sagt Paige. Phoebe umarmt Veronica und flüstert ihr noch zum Abschied in die Ohren: "Zwischen dir und Malone wird alles wieder gut! Und vergiss nicht, denn Spruch an einem Vollmondtag aufzusagen, ja!?"

"Das werde ich machen! Danke nochmals... für alles!"

"Ich möchte mich ebenfalls bei Ihnen bedanken!" sagt George und hält den Charmedones die Hand hin.

"Auch von mir ein Dankeschön!" sagt Roxton. Dann nehmen sich die drei Schwestern an die Hände und verschwinden in einem weissen Lichtstrudel...

5.15 Kurzer Abstecher nach London

Es ist Abend in der verlorenen Welt. Veronica sitzt vor ihrer Staffelei und zeichnet die drei Charmedones. Finn schleift die Metallpfeil für ihre Armbrust. Challenger notiert sich wie immer die neuesten Ergebnisse und Forschungen über die Pflanzenwelt. Er hat diese Aufgabe seit Summerlees Verschwinden übernommen.

Marguerite und Roxton sitzen auf dem Boden und spielen mit Mailyn. Roxton muss immer wieder seine Frau anschauen, die er über alles liebt und er kann bis heute nicht glauben, dass sie ihm ihr Herz geöffnet und sogar ein Kind mit ihm hat!

Plötzlich meint Challenger in die angenehme Stille hinein: "Wie wär’s wenn wir morgen nach London gehen würden?"

"Das wäre cool!" sagt Finn freudig. Sie liebt London, alles ist noch schön dort, nicht verwüstet wie in New Amazonia!

"Ich weiss nicht so recht. Was glaubt ihr, will Malone mich sehen?" fragt Veronica in die Runde.

"Sicher, meine Süsse! Für ihn wird das eine grosse Überraschung sein!" versucht Marguerite ihre Freundin aufzumuntern. "Er liebt dich!"

"Da wäre ich mir nicht so sicher" rutscht es Veronica aus dem Mund, die anderen schauen sie verwirrt an "Wenn du das sagst, dann wird es stimmen!" Veronica will nicht, dass die anderen all ihre Gefühle und Ängste mitbekommen.

"Also ich komme mit! Mama wird sich sicher freuen! Und Louis auch! Vielleicht haben die beiden ja geheiratet" behauptet Roxton.

"Wie kommst du denn da drauf?" hackt Marguerite nach.

"Nun, Mum hat mir alles erzählt, die Gefühle für den Butler und so."

"Wow, und du hast keine Probleme damit?" erkundigt sie sich weiter.

"Ich habe ihr einfach gesagt, dass sie ihr Leben so schön wie nur möglich gestalten soll!"

"Das ist aber grosszügig von dir! Sie wird überglücklich sein, wenn wir sie besuchen und wenn sie dich wieder nach langer Zeit zu sehen kriegt!" Marguerite legt ihre Hand auf die von Roxton. Er schenkt ihr ein Lächeln.

"Hast du etwas bestimmtes vor in London?" fragt Veronica den Professor.

"Nein, eigentlich nicht. Ich möchte nur Jesse wiedersehen, das ist alles!"

"Mist! Ich kann gar nicht mitkommen!" erinnert sich Finn.

"Warum nicht?" fragt Veronica sichtlich enttäuscht.

"Wer passt auf Ravell auf, wenn wir fort sind? Jemand muss hierbleiben und schliesslich bin ich nicht an London gebunden."

"Ach, das ist doch Quatsch!" sagt Challenger bestimmt. "Trotzdem hast du recht! Was sollen wir mit Ravell machen?"

"Er könnte Stallbursche werden" bringt Roxton den Vorschlag "Ich meine, da wir vier Pferde besitzen und unser jetzige Bursche ein Vermögen kostet. Ausserdem müsste er dann endlich lernen, die Sachen richtig anzupacken!"

"Hey, das ist eine klasse Idee! Und so breche ich auch mein Versprechen nicht!" Finn ist erleichtert.

"Welches Versprechen?" will Marguerite wissen.

"Du weißt doch, dass ich ihm gesagt habe, als ich besessen war. Wenn ich von Dämon befreit werde, dass ich ihn dann freilassen würde!"

"Ach ja genau!" jetzt kommt es Marguerite wieder in den Sinn.

"Ich werde ihm gleich Bescheid geben und ihm vom Stallbursche sein berichten!" Mit diesen Worten eilt Finn in die Kammer.

 

"WAS!!!! Ich soll die Kacke der Pferde wegmachen!?!" fragt Ravell sauer und überrascht zugleich. "Hey, was gefällt dir daran nicht!? Ich weiss, dafür braucht man Muckis, hast du denn welche?" lockt Finn den jungen Mann aus der Reserve.

"Ich bin so stark, dass ich mit links einen Baum ausreissen könnte!" gibt Ravell masslos an.

"Gut, dann wird das für dich doch kein Problem darstellen!"

"Aber...."

"Ausserdem" unterbricht sie ihn "haben wir dich somit ständig unter Kontrolle und wehe du versuchst zu fliehen!"

"Was dann?" will er wissen.

"Werden wir dich ins Gefängnis bringen wegen illegalem Sklavenhandel!"

"Ha, das könnt ihr doch gar nicht beweisen!" behauptet er.

"Ach, Marguerite muss nur ein bisschen weinen und klagen und schon fliegst du für 5Jahre in den Knast, dort kannst du dann auch Disziplin lernen. Aber auf eine härtere, fiesere Art!" sie funkelt ihn an. "Ich habe also gar keine Wahl?"

"Du hast es erfasst!" Finn klopft ihm auf die Schultern.

"Und wenn ich euch nicht nach London begleiten möchte?" erkundigt er sich.

"Dann wirst du hier wohl verrecken!" bringt es Finn auf den Punkt.

"Und was geschieht mit dem Gnom?"

"Der kommt natürlich auch mit, schliesslich ist er ein Phänomen!"

"Ja, ein Phänomen, dass man nicht sehen kann!" meint Ravell schadenfreudig, dieses Mal hat er gewonnen. Finn verlässt genervt die Kammer.

 

Am nächsten Morgen machen sich die Freunde auf den Weg nach London. Sie nehmen nur das Nötigste mit. Ravell hat eingewilligt ein Stallbursche zu sein, schliesslich hatte er keine andere, bessere Wahl.

Sie laufen und laufen und laufen.... Jetzt endlich sehen sie den Bergtunnel, gehen dadurch und kommen am Fluss an. Wie immer befinden sich zwei Boote am Ufer. Sie klettern hinein. Marguerite, Mailyn, Roxton und Challenger in das eine. Finn, Veronica und Ravell machen es sich im anderen bequem.

Schon nach kurzer Zeit erreichen sie den Amazonas und dann geht alles ganz schnell. Sie sind an ihrem Reiseziel angekommen... in London.

Jetzt trennen sich ihre Wege. Challenger geht mit der Kiste, in welcher der Gnom ist, zu Jesse, seiner geliebten, verständnisvollen Frau.

Veronica und Finn gehen zu Malones Appartement, sie wollen ihn dort überraschen.

Und der Rest der Gruppe fährt mit einem Taxi zum Avberry Gelände, wo die Lordfamilie wohnt.

 

"Mama, ich bin wieder zu Hause!" ruft Roxton ins Haus hinein. Madame Roxton erscheint an der Treppe. Als sie ihren Sohn entdeckt hat, eilt sie sofort zu ihnen.

"Wie geht es euch, meine Lieben?"

"Gut, Mum! Wir sind ein bisschen müde von der Reise!" gibt Marguerite zu.

"Das kann ich gut verstehen, bei mir war es auch nicht anders!" Erst jetzt bemerkt die Dame Ravell und erkennt ihn wieder.

"Was will der denn hier?" fragt sie geschockt.

"Er wird unser neuer Stallbursche!" sagt der Lord stolz.

"Und wer soll ihm beibringen, wie man sich richtig benimmt?" will Silvia wissen.

"Ich könnte das übernehmen!" Louis kommt einige Schritte auf die Ankömmlinge zu "Herzlich Willkommen zu Hause!" und streckt seine Arme aus.

"Ach, wie habe ich Sie nur vermisst!" meint Marguerite nur und lässt sich vom Butler umarmen.

"Louis, ich freue mich Sie zusehen!"

"Die Ehre liegt ganz auf meiner Seite, My Lord!" Er streckt Roxton die Hand hin, dieser nimmt sie an. "So, dann wollen wir dir mal dein Zimmer zeigen" wendet sich der Butler an Ravell und begleitet ihn in den oberen Stock.

"Na, wie geht es meiner süssen Enkeltochter?"

"Gut, Grandma!" sagt die Kleine liebevoll.

"Dann bist du also nicht mehr böse auf mich, weil ich dir eine Ohrfeige verpasste?" fragt die Dame unsicher.

"Vergeben und vergessen!"

"Mailyn! Du bist einfach unglaublich!" Silvia nimmt ihre Enkelin in die Arme und drückt sie herzlich. "So, nun sollten wir aber schlafen gehen, es ist schon halb zehn!" meint Marguerite nimmt ihre Tochter und verschwindet gemeinsam mit Roxton ebenfalls im oberen Stock. Madame Roxton schaut ihnen glücklich hinterher.

"Malone? Bist du da?" Finn klopft an seine Wohnungstür, weil Veronica zu aufgeregt ist. Jetzt hört man den Schlüssel im Loch umdrehen. Malone öffnet die Tür.

"Überraschung!" sagen die beiden Blondinen gleichzeitig. Er bleibt geschockt stehen, er braucht einige Sekunden um sich davon erholen zu können.

"Was macht ihr denn hier?" fragt er verdutzt.

"Wir wollten wieder mal London sehen!" meint Finn freudig. "Können wir heute bei dir übernachten?"

"Sicher! Kommt doch herein!" Er macht eine einladende Geste. Erst jetzt gelingt es Veronica etwas zu sagen: "Hallo! Wie geht es dir?"

"Gut! Und bei euch?"

"Auch gut!" Er gibt ihr einen flüchtigen Kuss und wendet sich dann an Finn.

"Ich habe zwar nicht ein zweites Bett, aber jemand von euch kann es sich auf der Couch bequem machen und für die andere Person hätte ich da noch eine Matratze im Abstellraum. Ich werde sie kurz holen gehen, bin gleich zurück!" Mit diesen Worten lässt er die beiden Frauen alleine.

"Siehst du, er ist mir gegenüber eiskalt!" beklagt sich Veronica im Flüsterton bei ihrer Freundin. -"Normalerweise würde ich in seinem Bett schlafen, sowie im Baumhaus!"

"Vielleicht ist er müde oder im Stress?" meint Finn.

"Nein, das denke ich nicht!" Malone kommt zurück mit der Matratze unter dem Arm, zwei Wolldecken und zwei Kissen. "Hier! Wenn ihr etwas braucht, ich bin in meinem Zimmer!" sagt er und verschwindet. Veronica bricht schluchzend zusammen. "Er hasst mich!"

"Nein, das tut er nicht! Süsse, glaub mir, er braucht dich, ja?"

"Ich... ich... versuche es doch schon die ganz.. ganze Zeit, aber es will mir nicht.... nicht gelingen!" Sie sinkt in Finns Arme.

"Rede mit ihm! Sprich ihn darauf an!"

"Ich... ich kann nicht und...."

"Doch du kannst!" sagt Finn hart. Dann steht das Mädchen aus der Zukunft auf und klopft an Malones Türe an.

"Herein!" hört man seine Stimme sagen.

"Ich wollte dir nur Bescheid geben, dass ich nochmals kurz weg muss! Bis später!" Dann geht Finn ohne sich nach Veronica umzudrehen.

 

"KLINGELING!" macht die Glocke an der Tür. Jesse öffnet und... "George, was machst du denn hier? Das ist aber eine grosse Überraschung! Mit dir habe ich überhaupt nicht gerechnet!" sagt sie freudig und umarmt ihren Mann.

"Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Jesse!" Challenger streckt ihr ein Geschenk hin.

"Du hast meinen Geburtstag also doch nicht vergessen!" Sie hat Tränen in den Augen. "Komm doch rein!" Dann gehen die beiden ins Haus.

Sie setzen sich an den Küchentisch. Jesse öffnet das Geschenk und holt ein Kleid daraus hervor und zwei Karten.

"Was ist das?" fragt sie ihn sprachlos.

"Tickets für die Oper und das passende Kleid dazu!" sagt er stolz.

"Ich liebe die Oper!"

"Ich weiss!" meint der Professor nur dazu. "Wir werden morgen Abend dorthin gehen."

"Das ist der schönste Geburtstag meines Lebens!" Dann küssen sich die beiden.

"Wir sollten jetzt schlafen gehen!" meint Challenger "Ich bin hundemüde!"

"Das kann ich mir gut vorstellen!" Das Paar verschwindet im Schlafzimmer.

 

"Klopf, klopf" Veronica hat all ihren Mut gefasst und steht nun vor Malones Türe.

"Ja?"

"Ich bin’s Veronica! Darf ich hereinkommen?" fragt sie unsicher. Nichts geschieht, keine Antwort, nichts! versucht Veronica sich selber Mut einzureden.

"Kann ich mit dir sprechen?" fragt sie noch einmal. Die Türe wird jetzt geöffnet. "Sicher!" sagt Malone nur "Was willst du mit mir besprechen?" fragt er kühl.

"Gibt es einen Grund warum du nach London gegangen bist und mich alleine zurückgelassen hast?" fragt sie ihn.

"Das habe ich dir doch schon alles erklärt! Ich hatte geschäftlich zu tun!"

"Ich gehe dir offensichtlich auf die Nerven?" sagt sie ihm direkt ins Gesicht. Er antwortet nicht.

"Also doch! Du bist in eine andere verliebt! Gladys etwa? Schwirrt sie dir immer noch im Kopf herum?"

"Nein! Es ist nicht wegen ihr!"

"Wegen wem dann sonst? Wegen mir? Habe ich dir etwas angetan?" fragt sie. Er schweigt. Lange Zeit herrscht Stille.

"Bereust du es, dass du mich geheiratet hast?" Er kann ihr die Frage nicht beantworten, denn Finn kommt genau in dem Moment ins Zimmer gestürmt. "Oh, Entschuldigung!" Sie will sich wieder umdrehen, doch Malone geht zu ihr hinüber.

"Wir waren eh gerade fertig!" sagt er. "Ich werde jetzt schlafen gehen!" Ohne Veronica anzusehen, geht er in sein Zimmer und schliesst die Türe ab.

"Und was hat er gesagt?" fragt Finn ungeduldig.

"Nichts! Zumindest nichts was ich vorher nicht schon wusste!"

"Habe ich euch gestört?"

"Nein, du bist im richtigen Augenblick zurückgekommen!" Mit diesen Worten legt sich Veronica auf die Couch und wendet sich von Finn ab. Die Blondine macht es sich auf der Matratze gemütlich und schläft sofort ein. Sie hört nicht wie Veronica leise anfängt zu weinen.

5.16 Die Suche

Es ist Morgen in London. Roxton kommt die Treppe hinunter in seinen Armen hält er Mailyn. "Wo ist Marguerite?" fragt er seine Mutter und überreicht ihr die Kleine.

"Draussen auf der Schaukelbank!"

"Danke!" Roxton geht in den Garten, schon von weitem entdeckt er die weisse Schaukel, die umgeben von Sträuchern ist und einen herrlichen Blick über das Avberry Gelände verleiht.

"An was denkst du gerade?" fragt er Marguerite und setzt sich zu ihr.

"Oh! Ich habe dich gar nicht kommen gehört" meint sie nur.

"Denkst du an deine Mum?"

"Ja!" Marguerite legt sich in Roxtons Arme.

"Wenn du willst können wir doch heute alle Montegomerys, die in London wohnen besuchen gehen!" "Es sind zu viele!"

"Warum bist du dir da so sicher?"

"Weil ich schon ins Telefonbuch geschaut habe, es gibt über 60 M. Montegomerys in dieser Gegend!" Sie zeigt ihm das Telefonbuch "Wahrscheinlich wohnt sie gar nicht mehr hier!"

"Das ist doch nur eine Behauptung! Ich werde dich begleiten, wir werden sie suchen gehen, keine Widerrede!" sagt Roxton bestimmt.

"Na gut, wenn du meinst!"

 

"Veronica, geht es dir nicht gut?" fragt Finn ihre Freundin. Veronicas Augen sind ganz rot und angeschwollen, sie hat die ganze Nacht geweint!

"Es geht schon wieder!" behauptet sie.

"Nein, das sehe ich so! Du wirst mir jetzt erzählen, wie es gestern gelaufen ist, oder ich werde Malone zur Rede stellen!" Finn ist wütend.

"Ich kann nicht!"

"Ned!" ruft Finn in die Richtung seines Zimmers.

"Er ist nicht hier! Er hat uns heute morgen ganz früh verlassen!"

"Erzähl mir, was ist passiert?"

"Das geht dich nichts an Finn, ausserdem...."

"Das geht mich sehr wohl etwas an, schliesslich bist du meine Freundin!" unterbricht Finn Veronica, jetzt ist die Blondine sauer "Ich will dich nicht leiden sehen! Verstehst du das denn nicht!?"

"Ich werde jetzt zu Challenger gehen!" weicht Veronica dem Mädchen von der Zukunft aus. "Bis später!" Sie lässt Finn einfach stehen.

"Toll!" meint die Blondine nur zu dieser Geste "Dann werde ich mich eben alleine vergnügen!" Mit diesen Worten verlässt sie ebenfalls das Appartement und macht sich auf den Weg in die Stadt. Sie hat von Challenger ein bisschen Geld erhalten, damit sie sich etwas kaufen kann.

 

"Mum? Marguerite und ich werden heute den ganzen Tag weg sein! Kannst du in der Zwischenzeit auf Mailyn aufpassen?" fragt Roxton seine Mutter.

"Sicher! Dann bis zum Abendessen!"

"Bis später!" Das Paar verlässt das Haus und macht sich auf den Weg in die Londoner Innenstadt.

"Was meinst du, werden wir sie finden?" fragt Marguerite ihren Mann unsicher.

"Natürlich! Da bin ich mir ganz sicher!"

"Ich liebe dich!" Man sieht Marguerite die Erleichterung deutlich an.

"Ich liebe dich auch!" flüstert Roxton ihr ins Ohr, nimmt ihre Hand und gemeinsam durchqueren sie die Innenstadt. Marguerite hält in der Hand das Telefonbuch.

 

"Klingeling" Veronica steht vor dem Haus der Familie Challenger. Der Professor öffnet die Türe und fragt sichtlich erschrocken: "Was ist los mit dir? Was ist passiert?"

"Nichts! Ich habe nur eine Frage: Weißt du wann Vollmond ist?"

"Du bist aber nicht so eine Person, die bei Vollmond durchdreht, oder?" fragt Challenger sicherheitshalber nach.

"Nein, natürlich nicht! Könntest du mir nur bitte diese Frage beantworten oder ist das zu viel verlangt!" Veronica ist ungeduldig. Challenger schwirren Tausende Gedanken durch den Kopf, was Veronica zugestossen sein könnte.

"Da muss ich kurz im Mondkalender nachschauen gehen, komm doch herein!"

"Nein, danke! Ich warte lieber hier." Challenger geht in die Küche und kommt dann kurze Zeit später wieder zurück. In der Hand hält er immer noch den Mondkalender.

"Also vorgestern war Vollmond!"

"Und wann ist der nächste wieder?"

"Tja, eigentlich findet Vollmond jeden Monat statt, aber es gibt immer solche Monate, die kein Vollmond haben: So genannte Tote Mondmonate!"

"Oh, nein, ausgerechnet jetzt muss dieser tote Dingsbums sein! Und wann ist der nächste?" fragt sie noch ungeduldiger als zuvor.

"In zwei Monaten!"

"Wann genau!?" Veronica flippt nächstens aus.

"Am 25.Mai! Kann ich dir sonst noch wie helfen?"

"Nein, das wäre alles, danke!" Veronica wendet sich auf dem Absatz um, doch bevor sie das Gartentor erreicht, fragt Challenger noch "Wozu wolltest du das wissen?"

"Nur so!" Mit dieser Antwort verschwindet die Blondine aus seiner Sichtweite.

 

"Wir werden sie NIE finden!" jammert Marguerite.

"Sag niemals nie!" belehrt Roxton seine Frau, sowie immer. "Wir dürfen nicht aufgeben, wir waren ja erst bei 14Familien!"

"Erst!?" fragt sie ungläubig. "Es ist Sonntag und wir stören diese lieben Familien beim Ruhetag!"

"Wir brauchen nur noch rund vierzig! Das werden wir schon schaffen!"

"Nur noch vierzig, wie beruhigend! Wieso können sie nicht die Vornamen ausschreiben!? Dann wüssten wir es sofort!"

"Jetzt beruhige dich mal wieder!" Er gibt er einen Kuss auf die Wange.

"Ich will mich doch beruhigen, aber es will mir einfach nicht gelingen!" sagt sie verzweifelt.

"Entspanne dich, mein Schatz! Vielleicht sollten wir das ganze in ein Spiel fassen!"

"Wie meinst du das? John?"

"Keine Sorge, es ist nicht gefährlich! Du schliesst deine Augen und fährst über das Telefonbuch!" "Und was soll das bringen?" fragt die Brünette ein bisschen genervt.

"Du musst ganz in dein Herz horchen und wenn du denkst diese Person könnte es sein stoppst du und wir werden weiter sehen, ja?"

"Na schön, von mir aus!" Sie schliesst ihre Augen und fährt lässig über die Buchseiten.

"Du musst die anstrengen und es ernst nehmen, sonst funktioniert es nicht!" Marguerite nimmt all ihre Kraft zusammen und horcht in sich hinein. Sie fährt langsam die Seite hinunter, plötzlich stoppt sie und schaut die Adresse an "Guldinweg 9, SW4 L603"

"Das liegt südlich von London" behauptet Roxton.

"Bist du dir ganz sicher?" hackt Marguerite nach.

"Jeep! SW bedeutet südwestlich! Taxi!" Ein Taxi hält an, sie steigen ein. "Zum Guldinweg! Das liegt doch südlich von hier!"

"Ja, damit liegen sie vollkommen richtig!" sagt der Fahrer.

"Siehst du, was habe ich dir gesagt!" weißt Roxton seine Frau stolz daraufhin. Schon wieder belehrt er sie.

"Ja, ja, du bist der Grösste!" Marguerite blickt genervt aus dem Taxifenster.

Sie schaut sich um. "Mist, was ist den heute nur mit den Einkaufsläden vor?" Finn steht in London und schaut die geschlossenen Geschäfte an.

Ein Passant läuft an ihr vorbei. "Entschuldigen Sie bitte, aber warum haben den heute alle Läden zu?" fragt Finn den Herrn.

"Guter Scherz, junge Dame!" meint der nur dazu und will weitergehen.

"Das ist kein Scherz!"

"Na schön, wenn du Spiele spielen willst! Heute ist Sonntag!"

"Und was soll das bedeuten?"

"Du hast wirklich keine Ahnung!"

"Na, sehe ich so aus als würde ich es kapieren?" fragt sie sauer zurück.

"Immer Sonntags ist Ruhetag, das heisst, dass dann niemand arbeiten muss, alle haben frei!"

"Cool!"

"Wenn Sie wollen, lade ich Sie zu einem Café ein!"

"Und wohin, es ist ja alles geschlossen!" Finn kommt nicht mehr draus.

"Nein, die Bars und Restaurants haben offen!" erklärt der feine Herr es ihr geduldig.

"Okay, ich komme mit!" Sie hakt sich bei ihm ein. "Und wohin gehen wir?"

"Ich kenne da so eine Bar ganz in der Nähe!"

"Super!"

 

"Guldinweg! Wir wären hier!" Das Taxi hat in einer noblen Gegend gehalten. Weisse Häuser, grosse Gärten. "Hier kann unmöglich meine Mum wohnen!" flüstert Marguerite ihrem Mann zu.

"Na warten wir es mal ab!" sagt Roxton nur und wendet sich an den Fahrer "Wie viel macht das?" "Dreizehn Dollar und 70Cent!" Roxton bezahlt.

"Könnten Sie hier warten? Vielleicht sind wir am falschen Ort!" fragt der Lord den Taxifahrer.

"Sicher!" Marguerite und Roxton steigen aus.

"Ich habe Angst!"

"Das musst du nicht haben!" Dieses Mal ist es Marguerite, die nach Roxtons Hand greift. Sie betreten den Vorgarten. Jetzt stehen sie vor der hölzernen Türe, Roxton klingelt, weil Marguerite zu aufgeregt ist. Lange Zeit passiert nichts.

"Vielleicht hat sie es nicht gehört" flüstert Marguerite ihm zu. Also betätigt der Lord noch einmal die Klingel. Wieder geschieht nichts.

"Wahrscheinlich nicht zu Hause!" Marguerite will sich schon wieder umdrehen und zum Taxi gehen, als die Tür geöffnet wird...

 

"Jesse, bist du endlich so weit? Wir wollen doch nicht zu spät erscheinen!" ruft Challenger seiner Frau ungeduldig zu.

"Ich komme gleich!"

"Das hast du schon vor fünf Minuten gesagt" protestiert der Professor.

"Dieses Mal meine ich es ernst!" Und es ist wahr, sie steht oben an der Treppe, in einem dunkelblauen Abendkleid, die passende Perlenkette dazu und die Haar nach oben gesteckt.

"Wow, du bist wunderschön, einfach bezaubernd!" kann Challenger nur dazu sagen.

"Danke für das Kompliment!" Sie hakt sich bei ihm unter. Er trägt einen edlen Anzug und gemeinsam machen sie sich auf den Weg zur Oper...

 

"Hier wären wir!" In der Zwischenzeit sind der junge Herr und Finn an einer Bar angelangt. Sie betreten es. Drinnen läuft Musik, die Barhocker sind mit weinrotem Leder bedeckt und das Licht erhellt den Raum so dass sich daraus eine romantische Atmosphäre ergibt.

"Was wollen Sie trinken?"

"Nenn mich doch Finn!" meint die Blondine und duzt ihn gleich mit.

"Schöner Name! Ich bin Richard!"

"Ich nehme an sie kommen aus einer besseren Familie?"

"Ja genau! Und was darf ich Ihnen... ich meine dir, zum Trinken anbieten?" fragt er sie ganz höflich.

"Was kannst du mir empfehlen?"

"Ein Rosé de Chateau!"

"Gut, das nehm‘ ich!" Finn hat keine Ahnung, dass das Wein sein soll. Sie hat noch nie Wein getrunken...

 

Veronica befindet sich wieder in Malones Appartement. Finn und er sind nicht da. Sie ist ganz allein. Vor lauter Selbstkummer zerstört sie sich selber.

Sie legt sich auf das Sofa. Schon nach kurzer Zeit fallen ihr die Augen zu, doch bevor sie einnickt, sitzt sie schon wieder kerzengerade da.

"Da Malone weg ist, könnte ich mich ein bisschen in seinem Zimmer umsehen. Vielleicht finde ich noch etwas interessantes!" Sie eilt in sein Zimmer und beginnt die Schubladen zu durchwühlen. Sie hört nicht wie Malone nach Hause kommt...

5.17 Die Erkundung

"Mann, wie lange dauert das noch bis wir etwas zu trinken bekommen?" stürmt Finn, sie kann nicht länger auf das neue Getränk warten. Sie muss es jetzt probieren. Endlich begibt sich der Kellner von vorhin wieder zu ihnen. Er bringt den Wein und zwei Gläser auf einem silbernen Tablett.

"Hier, der Rosé de Chateau!" er zeigt Richard die Weinflasche. Dieser nickt zufrieden. Dann schenkt der Kellner das Getränk ein und begibt sich wieder an den Tresen. Finn nimmt das Weinglas, doch bevor sie draus trinken kann, sagt Richard noch: "Wir müssen auf etwas trinken!"

"Oh! Na gut... und vorauf?"

"Dass wir uns getroffen haben?"

"Okay!" Sie stossen darauf an und dann leert Finn das Ganze auf einmal runter.

"Wow, du bist aber durstig!!" meint der junge Herr erstaunt.

"Mehr!!!!!" Finn hält das Glas hin und er schenkt ihr ein.

 

"Was machst du da!?" Malone hat etwas Rascheln gehört und ist diesem Geräusch gefolgt, es hat ihn in sein Zimmer geführt.

"Nichts!" antwortet Veronica kurz und knapp.

"Das glaube ich dir nicht! Spionierst du mir jetzt etwa schon nach?"

"Nein, natürlich nicht" sagt sie mit nervöser Stimme "Ich wollte nur mal sehen an was du gerade so arbeitest!" kann sie sich grad noch rausreden.

"Bist du dir ganz sicher?" hakt er nach.

"Mhm!"

"Und hast du was interessantes gefunden?"

"Leider nichts! Ich geh dann mal wieder!"

"Du bleibst hier!"

"Soll das etwa eine Drohung sein!?" Weil er nicht antwortet und immer noch den Ausgang blockiert, fügt sie hinzu "Lass mich durch! Oder hast du mir noch etwas wichtiges zu beichten?"

"Nein! Und wenn würde es dich nichts angehen!" rutscht es Malone heraus.

"Ach nein! Ich bin ja nur deine Ehefrau in der unwirklichen verlorenen Welt, nicht wahr!?" Sie will sich an ihm vorbei drängeln, doch er hält sie am Arm zurück.

"Lass mich los!!" sagt die Blondine wütend und will sich von ihm losreissen, doch es gelingt ihr nicht. "Das habe ich nie behauptet!"

"Nein, aber du gibst mir dieses Gefühl!" Malone ist von diesem Satz so überrascht, dass er unbewusst den Griff lockert, so dass Veronica fliehen kann. Sie packt ihre Sachen und verschwindet. Sie will nur noch weg von hier.

 

Die Türe wird geöffnet. "Ja, wie kann ich Ihnen behilflich sein?" fragt ein Frau um die fünfzig. Trotz ihres Alters sieht sie noch recht jung aus. Sie hat blaue Augen und einen braunen Lockenschopf. Marguerite findet keine Worte, das erstemal nach vielen Jahren ist sie sprachlos.

Roxton übernimmt: "Sind Sie Miss Mailyn Montegomery?"

"Ja, das bin ich! Wieso?"

"Nun... ähm..." stottert er, Roxton hat nicht mit einem Volltreffer an diesem Tag gerechnet. "Das ist..."

"Ich bin Marguerite, deine Tochter!" fällt Marguerite ihrem Mann ins Wort.

"Wie bitte?" erkundigt sich die Frau.

"Mum, ich bin zurückgekehrt!"

 

Finn hat schon das dritte Glas innerhalb von einer Viertelstunde geleert. Langsam spürt sie wie der Alkohol in ihr brennt und dass sie ein bisschen duselig ist.

"Mir ist schwindlig!"

"Soll ich dich nach Hause begleiten?" fragt Richard sofort.

"Ja, das wäre sehr lieb von dir!"

"Ich hole dir die Jacke, du wartest hier!"

"Jawohl, Sir!" sagt Finn. Sie sitzt jetzt ganz stramm da, ihre rechte Hand an die Stirne gelegt. Richard schaut sie verwirrt an, nun müssen beide Lachen. Der junge Herr geht zur Garderobe und holt Finns Jacke. Die Blondine steht auf, Richard stützt sie. Sie zieht ihre Jacke an und verliert dabei wieder ihr Gleichgewicht, doch Richard hat schnell reagiert und sie fangen können. Nach diesem Zwischenfall begeben sie sich nach draussen.

"Taxi!" ruft Richard und hebt die Hand in die Höhe, während er mit der anderen versucht Finn zu stützen.

Sie haben Glück und ein Taxi fährt vor, sie steigen ein.

"Wohin darf es gehen?" fragt der Fahrer.

"Finn, wo ist dein Zuhause?"

"In der verlorenen Welt!" meint sie beklommen.

"Bitte, ich habe jetzt keine Lust auf Spielchen!"

"Okay, schon verstanden!" sagt Finn beleidigt "In London wohne ich!"

"Mädchen, das hilft uns nicht viel, wo genau soll ich Sie hinbringen?" fragt der Fahrer, er wird langsam aber sicher ungeduldig genau wie Richard.

"Ich lebe zurzeit bei einem Freund, er heisst Ned Malone!"

"Mister Edward Malone, der Reporter?" fragt Richard sicherheitshalber nach.

"Jeep, den meine ich!"

"Darum bist du mir so bekannt vorgekommen, DU bist das Mädchen aus der Zukunft, du bist DIE Finn, stimmt’s?"

"Woher weißt du das?" fragt die Blondine sichtlich erschrocken.

"Ich war dabei, als ihr über die verlorene Welt berichtet habt in dem Gebäude der Zoologischen Gesellschaft!"

"Echt? Das ist ja voll cool!"

"Oh, ist dir kalt?" fragt Richard besorgt.

"Nein, nein, das ist so ein sprachlicher Ausdruck aus der Zukunft! Wir haben uns also schon einmal getroffen, das finde ich einfach Hammer!"

"Ich verstehe zwar kein Wort wegen deinen komischen Ausdrücken, aber ich zumindest finde das toll!"

"Ich will ja nicht unhöflich sein, aber wohin soll es jetzt gehen?" meldet sich der Taxifahrer zu Wort. "Zur Woolton Road 11!"

denkt der Fahrer so bei sich und tritt aufs Gaspedal.

 

"Du bist meine Tochter, meine süsse und liebe Marguerite?" die Frau kann es immer noch nicht fassen. "Ja, Mum, ich bin es wirklich!" Tochter und Mutter umarmen sich überglücklich. Endlich ist die Familie wieder vollständig.

"Dann konnte Priyanthi, gelernte Köchin, aus Sri Lanka stammend dir deine Geburtsurkunde überreichen!? Wie geht es ihr?"

"Also um genau zu sein, ist sie vor kurzem gestorben! Woher kennst du sie?"

"Sie ist... war eine gute Freundin von mir, ich habe sie gebeten auf dich und deine Urkunde aufzupassen, doch du bist ihr eines Tages entwischt. Vor etwa 5Jahren war das!"

"Also ich mich der Challenger Expedition angeschlossen habe!" vervollständigt Marguerite.

"Aber von wem hast du denn die Urkunde erhalten?"

"Von Prinzessin Ruani, reizendes Mädchen um die 16Jahren!"

"Du warst also doch auf dem Plateau? In der verlorenen Welt?" Bevor Marguerite dazu etwas antworten kann, erscheint ein gleichaltriger Mann(also um die fünfzig) neben Mailyn.

"Wer sind diese Leute? Und was wollen sie?" fragt er die Dame, welche sich zu ihm umgedreht hat. "Das ist Marguerite, unsere Tochter!"

"WAS!? Aber das... Herzlich Willkommen zu Hause, mein Schatz!" Er nimmt sie in seine Arme und drückt sie ganz fest an sich, so dass die Brünette nach Luft ringen muss.

"Und wer sind Sie?" fragt Marguerites Mutter Roxton.

"Mum, Dad, das ist Lord John Roxton, mein Ehemann und Vater meiner zweijährigen Tochter!"

"Wir sind Grosseltern!" meint die Frau überglücklich.

"Wo ist das kleine Ding jetzt?" erkundigt sich der Vater von Marguerite.

"Bei mir zu Hause, meine Mum passt auf sie auf: Wenn Sie wollen...."

"Ach sag doch du zu uns!" unterbricht Mama Montegomery den Lord.

"Na gut, wenn ihr wollt, könnten wir dorthin gehen! Ausserdem steht das Taxi schon startbereit!" Er deutet auf die Strasse, tatsächlich steht das Taxi noch am selben Ort wie zuvor.

"Jetzt sofort sollen wir mitkommen?" fragt Mailyn unsicher.

"Ja, Mum, jetzt gleich!"

"Na gut!"

"Kleine Zwischenfrage: Du meinst doch schon das Haus auf dem Avberry Gelände, oder irr ich mich da?" wendet sich der Papa an Roxton.

"Nein, du irrst dich nicht! Ich gehöre der Lordfamilie an!"

 

"So da wären wir!" Challenger und Jesse sind bei dem Gebäude, wo die Oper drinnen stattfindet angelangt.

"Ich bin ja so aufgeregt!" sagt Jesse

"Na das will ich doch auch hoffen!" Der Professor führt seine Frau in den grossen Eingangssaal.

"Ich habe mir erlaubt, uns die Logenplätze zu reservieren, ich hoffe das geht in Ordnung bei dir! Oder willst du lieber irgendwo anders sitzen?"

"Nein, das ist perfekt!" Sie begeben sich nach oben und setzen sich auf die goldenen Stühle mit den roten Polster.

"Wow! Ich kann es immer noch nicht glauben! Mein Wunsch wird wahr!" Die Show beginnt, Jesse flüstert ihrem Mann noch zu: "Ich liebe dich!" Und dann geniessen die beiden einen wunderschönen Abend miteinander.

 

"Kindchen, was ist denn nur los mit dir?" fragt Madame Roxton besorgt.

"Ich... Mir..." schluchzend fällt Veronica der Dame in die Arme. "Darf ich heute bei Ihnen übernachten?" fragt die Blondine schüchtern.

"Selbstverständlich, meine Liebste! Geht es dir wirklich gut?" fragt sie nochmals nach. Obwohl Veronica nickt, legt Madame Roxton ihre Hand auf die Stirn des Fräuleins. "Nur um sicher zu gehen" murmelt sie ihr zu. "Du hast Fieber!" stellt Silvia erschrocken fest. "Komm, ich bringe dich jetzt ins Bett!"

Bevor Veronica einschläft, erzählt sie Roxtons Mutter alles. Sie schüttet ihr das Herz aus.

 

"So, Ravell, nun sattle das Pferd!" befiehlt Louis, der Butler, dem Neuankömmling, nachdem dieser das Pferd striegeln und im Stall ausmisten musste.

"Ich hab vergessen wie das geht! Könnten Sie mir es noch einmal vorzeigen, bitte!"

"Wie du willst!"

"Wie heisst das Pferd schon wieder?" erkundigt sich Ravell. Es scheint so, als würde es das Pferd richtig gerne haben.

"Es ist eine Stute und heisst Frederica."

"Das ist aber ein schöner Name!" Frederica ist braun und hat einen weissen Punkt auf der Nase. "Welche Rasse?"

"Ein Hannoveraner!" gibt der Butler Auskunft.

"Darf ich sie auch mal ausreiten, oder bin ich nur der Stallbursche?"

"Es kommen öfters Leute vorbei, meistens Kinder, die eigentlich die Pferde bewegen, aber Frederica sollte eigentlich noch frei sein!"

"Toll!"

 

"So, wir sind an der Woolton Road angelangt!" sagt der Taxifahrer.

"Wieviel macht es?" fragt Richard.

"16Dollars 30Cent, wenn Sie so gut wären!"

"Hier, das sollte reichen!" Er gibt ihm ein zwanzig Dollarschein. Dann steigen Finn und er aus. Der Blondine geht es nicht gerade gut, sie spürt langsam den Kater aufkommen.

"Mir tut alles weh!" beklagt sie sich bei Richard.

"Tja, das nennt man einen Kater haben! Das geht wieder vorbei!" Sie sind an der Wohnungstüre angelangt. Finn klingelt.

"Hallo Finn, weißt du wo Veronica sich aufhält?" fragt Malone.

"Hallo Ned! Nein, ich habe keine Ahnung! Das ist Richard, er kommt aus einer besseren Familie!" Mit diesen Worten schläft Finn ein.

"Sie hat ein bisschen zu viel Wein getrunken!" gibt Richard dem gleichaltrigen Malone Bescheid.

"Das kenne ich!"

"Sie sind also Edward Malone, der berühmte Reporter und Schriftsteller!?"

"Ja, das bin ich!"

"Ich habe all Ihre Bücher gelesen über die verlorene Welt und über den Krieg."

"Wie schön das zu hören! Wollen Sie hereinkommen?"

"Eigentlich bin ich nur hier, weil ich Finn nach Hause bringen wollte! Ich muss mich zu Hause blicken lassen bevor es sieben wird. Naja, dumme Regeln aber was soll’s! Ich würde Finn gerne meine Telefonnummer zurücklassen..."

"...und jetzt benötigen Sie einen Stift und Zettel!" beendet Malone den Satz.

"Genau!" Der Reporter holt die gewünschten Sachen und Richard schreibt seine Adresse und Telefonnummer darauf. Dann verlässt dieser die Woolton Road wieder.

 

"Es war einfach herrlich!" schwärmt Jesse von der Vorstellung. Ihr hat es sehr gut gefallen.

"Willst du gleich nach Hause gehen oder sollen wir uns noch ein bisschen in den Park setzen?" fragt Challenger seine Frau.

"Ich würde gerne noch ein bisschen die Sterne und den Mond geniessen!" Das Paar setzt sich auf eine Bank. Jesse blickt den Mond schon ein ganze Weile an.

"Was findest du so interessant am Mond?" erkundigt sich der Professor.

"Ich habe mir nur gerade vorgestellt, wie es dort oben sein könnte!"

 

"KLINGELING!" Louis öffnet die Türe.

"Guten Abend schon wieder zurück? Das Essen steht bereit!"

"Danke Louis! Ach übrigens das sind meine Eltern Oscar und Mailyn Montegomery!"

"Freut mich Sie kennenzulernen!" Er verneigt sich ein bisschen vor ihnen. Dann tretet er weg. "Mum? Bist du da?" ruft Roxton in den oberen Stock.

"Ja, ich bin schon unterwegs!" Marguerite stellt die Eltern sich gegenseitig vor.

"Mami!" Die kleine Mailyn kommt angerannt!"

"Das ist unsere Tochter Mailyn!"

"OH, du hast sie nach mir benannt! Ich bin ja so glücklich!"

"Ich auch!" meint Marguerite.

5.18 Das Leben ist kein Sugus!

"Oh, habe ich Kopfschmerzen!" beklagt sich Finn bei Malone am nächsten Morgen. "Was war das nur für ein grässliches Getränk?"

"Du meinst den Wein?" hakt er nach.

"Ja, was ist dort drinnen, dass mir solche Schmerzen verleiht?"

"Alkohol! Wenn man zu viel davon trinkt, bekommt man einen Kater!"

"Super, und wie lange dauert der an?" erkundigt sich Finn.

"Einen halben Tag, vielleicht auch einen ganzen! Ich kann dir ansonsten ein Gegenmittel geben, wie wär’s?" bietet Malone an.

"Gerne!" Malone will gerade in die Küche gehen, als Finn ihn fragt: "Wo ist eigentlich Veronica?" "Keine Ahnung! Wahrscheinlich bei den Roxtons!" Er bereitet ihr ein Getränk vor.

"Und wieso ist sie dort?" will Finn wissen. "Hattet ihr einen Streit?" Malone überreicht ihr das Glas mit dem Gegenmittel drin. "Ist halt nicht gerade das Beste vom Besten, aber es hilft."

"Danke! Nun zu meiner Frage zurück? Hattet ihr Streit?"

"Nun, es war so..." und dann erzählt Malone ihr vom gestrigen Abend. Finn hört ihm gespannt zu. "Liebst du sie denn überhaupt noch?"

"Ja, aber irgendwie habe ich ein komisches Gefühl dabei! Ach übrigens das ist noch die Telefonnummer von Richard und die Adresse!" Der Reporter überreicht Finn den Notizzettel in der Hoffnung, sie damit ablenken zu können, doch das gelingt ihm nicht so ganz.

"Ähm, das verstehe ich jetzt nicht ganz! Was meinst du mit komisches Gefühl?"

"Ich... ich... Es ist besser wenn ich jetzt gehe, zur Arbeit meine ich!" Mit diesen Worten verlässt er seine Wohnung.

"Toll, mir erzählt man wie immer nichts!?" meint Finn beleidigt. Finn bekommt Selbstzweifel.

 

Die Familie Montegomery hat bei den Roxtons übernachtet, nun sitzen alle am Frühstückstisch, ausser Veronica. Sie will nicht, dass Marguerite das mit Malone erfährt.

"Und, meine Liebste, hattest du eine schöne Kindheit bei der Familie Smith?" will Mailyn, ihre Mutter, wissen

"Könnte man nicht so sagen! Sie waren ziemlich mit sich selbst beschäftigt! Haben mich nicht beachtet! Und wahre Freunde hatte ich auch keine! Als ich dann achtzehn wurde bin ich ausgezogen!"

"Und was hast du dann gemacht?" fragt Papa Montegomery weiter.

"Tja, da ich die Linguistik beherrsche, wurde ich Dolmetscherin. Ich arbeitete im Auftrag der britischen Krone, als Spionin in Deutschland!"

"Du warst eine Spionin?" fragt Mailyn sichtlich erschrocken.

"Ja, so wurde ich wenigstens gebraucht! Ich habe in Deutschland geheiratet, einen Offizier Dietrich Biesoldt! Ich lief unter dem Namen Sophie Tannheimer. Ich war damals um die 24Jahre alt, und arbeitete als Sängerin in einer Bar. Die Ehe ging dann später in die Brüche, weil er Alkoholsüchtig war. Ich habe nie mehr etwas von ihm gehört. Nach meinem erledigten Auftrag reiste ich nach Paris, dort lernte ich meine gute Freundin, Adrienne Monteclaire, und meinen zweiten Ehemann, James Worthing, kennen..." Alle hören Marguerite gespannt zu, selbst die kleine Mailyn, lauscht ihrer Mutter beim Erzählen.

 

Finn sitzt immer noch in Malones Appartement. "Was fällt Veronica eigentlich ein, mich nicht in ihre Geheimnisse einzuweihen!? Was habe ich ihr denn angetan, dass sie gleich zu Marguerite rennen muss!? Wahrscheinlich wird sie dort bleiben bis wir wieder nach Hause gehen. Doch wenn du, Veronica Layton, nicht zu mir kommst, dann komme ich eben zu dir!" Entschlossen steht die Blondine auf, packt ihre Sachen und begibt sich zum Avberry Gelände.

Jesse liegt noch immer im Bett, während Challenger schon wieder auf den Beinen steht. Er bastelt an einer neuen Erfindung herum. Jetzt konnte sich auch Jesse aus dem Bett in die Küche, wo Challenger am Arbeiten ist, schleppen.

"Na, wie geht es uns heute so?" fragt sie ihren Mann.

"Gut! Und selbst?"

"Ein bisschen müde, aber das wird schon wieder. Was bastelst du da eigentlich?" fragt sie den Professor und schaut ihm über die Schultern.

"Ich dachte nur an eine Maschine, die ins Weltall fliegen und auf dem Mond landen könnte!" erzählt er ihr stolz über seine Idee, welche ihm gestern Abend, als sie auf der Bank gesessen haben, ergriffen und ihm eine schlaflose Nacht bereitet hat.

"Das ist doch verrückt!" kopfschüttelnd bereitet sich Jesse ihr Frühstück zu.

 

"Adrienne arbeitete in der Bar als Kellnerin und ich als Unterhalterin. Eines Abends traf ich dann auf James, er war fein gekleidet. Ich dachte mir nichts dabei und sprach ihn an. Fünf Wochen später heirateten wir. Wir wohnten nicht zusammen und so merkte ich nicht, wie er aus meinem Blickfeld verschwand.

In der Zwischenzeit lernte Adrienne ebenfalls einen Mann kennen, verliebt sich in ihn. Dieser besass viele Diamanten, er war ein Spezialist von diesem Gestein. Doch die Habgier war stärker als die Liebe. Sie klaute ihm die Diamanten und gab sie mir. Jetzt waren wir reich, doch sie wollte nicht fliehen. Ihr hat es zu gut in Paris gefallen, das war der grösste und dümmste Fehler, den sie je gemacht hat. Der Mann schnappte sie eines Abends und zerrte sie mit sich. Ich wollte ihr helfen, doch sie sagte immer zu mir, dass ich die Diamanten behalten sollte. Was ich dann auch tat. Ich habe sie seither nie mehr wiedergesehen. Nein, das stimmt nicht ganz, ich habe sie schon noch einmal gesehen, aber da war sie ihm Besitz eines Geistes, aber das... das ist eine andere Geschichte." Die Brünette nimmt ihren Kaffe und trinkt einen Schluck daraus, bevor sie weiter erzählt.

"Einige Tage später erfuhr ich durch eine Freundin, dass James nach Montecarlo gereist sei. Ich folgte ihm dorthin. Leider wollte es der Zufall nicht anders und dort traf ich auf Kallum, ich machte einige Geschäfte mit ihm und seinem Boss, Meister Xhan. Leider gingen die in die Hose! Ich wurde geschnappt und nach Schanghai verschleppt. Meister Xhan bot mir an oder besser gesagt zwang mich, auf das bemerkenswerte Plateau, die verlorene Welt, zu gehen um dort nach der zweiten Hälfte des Oroborus zu suchen! Im Gegenzug würde ich so meine Geburtsurkunde erhalten, die ich nie gesehen habe bis ich Prinzessin Ruani traf. Zum Glück hat Priyanthi mich beschattet, so konnte sie die Urkunde aus dem Safe von Meister Xhan holen. Doch ich wollte nicht auf dieses Plateau gehen, zumindest nicht für ihn, darum stahl ich die eine noch vorhandene Hälfte, die im Besitz von ihm war und begab mich nach Konstantinopel. Als ich merkte, dass mir Kallum folgte reiste ich nach Berlin, wieder zurück nach Paris und schlussendlich landete ich in Leningrad. Wo ich meinen dritten Ehemann kennenlernte, einen alten Millionär. Ich heiratete, doch schon nach einem Jahr starb er an Herzversagen. Ich erbte die Milliönchen, weil er keine lebende Verwandte mehr hatte!

Ich zog zurück in meinen Heimatort, nach London! Dort erfuhr ich das die Familie Smith bei einem Zugunglück ums Leben kam. Ich lebte gerade mal zwei Monate wieder zu Hause, als ich von der Challenger Expedition hörte, also nahm ich all meinen Mut und meine Milliönchen zusammen, spazierte in das Gebäude der Zoologischen Gesellschaft und sagte dass ich die Expedition finanzieren würde! Tja und so bin ich auf die verlorene Welt gekommen!" beendet Marguerite ihre Lebensgeschichte.

"Meine Tochter, du hast aber schon eine ganze Menge erlebt für dein junges Alter!" meint ihr Vater dazu.

"Ich weiss, leider zu viele Dinge, die ich jetzt, im Nachhinein, bereue! Ich habe immer noch Angst, dass plötzlich Meister Xhan auftaucht oder Adriennes Freund! Naja, das Leben ist kein Sugus."

"Dieser Meinung bin ich auch!" Alle wenden ihre Köpfe nach der Wohnzimmertüre, wo Veronica steht.

"Süsse, was machst du denn hier?" fragt Marguerite überrascht.

"Malone hatte zu wenig Platz!" sagt sie ohne mit der Wimpern zu zucken.

"Das ist Veronica Layton, sie hat uns im Baumhaus aufgenommen! Das sind meine Eltern Oscar und Mailyn Montegomery!" sagt Marguerite stolz.

"DING DONG!" Finn steht vor der Türe der Roxtonfamilie. Louis öffnet ihr.

"Ja, wie darf ich Ihnen behilflich sein?" fragt dieser höflich.

"Ist Veronica Layton hier?"

"Ja, soll ich sie holen gehen?"

"Gerne, das wäre super!" meint Finn ein bisschen gereizt.

"Wen darf ich melden?"

"Sagen Sie eine enttäuschte und verletzte Finn!" Der Butler merkt sich die Worte und geht Veronica holen. Die Blondine kommt kurze Zeit später über den Flur geschlurft.

"Ja, was ist?" fragt sie gelangweilt.

"Warum hast du nicht mit mir gesprochen? Warum bist du einfach abgehauen ohne mir etwas zu sagen? Ich habe mir grosse Sorgen gemacht!!!! Ich weiss, dass du Streit mit Malone hast! Warum erzählst du deine Probleme nur Marguerite und nicht mir?"

"Das habe ich doch gar nicht gemacht, Finn, ehrlich! Sie weiss nichts von meinem und Neds Streit!"

"Na das will ich auch hoffen! Würdest du mir jetzt bitte alles erzählen und die Betonung liegt nur so als Hinweis auf ALLES!!!!"

"Gut, wenn du unbedingt willst, aber könnten wir das irgendwo anders besprechen?"

"Von mir aus, aber wo, Veronica?"

"Im Garten gibt es eine Schaukelbank dort drauf können wir uns setzen!"

"Was ist eine Schaukelbank?"

"Das ist eine Bank, die man nach vorne und hinten bewegen kann, eben eine Schaukelbank" erklärt es Veronica ihrer Freundin. Dann gehen die beiden Frauen nach draussen.

 

"Und wie weit bist du mit deiner Erfindung schon gekommen?" will Jesse wissen.

"Leider noch nicht so weit! Ich habe bereits ein Modell gebastelt, aber ich weiss nicht wie man das fahren bzw. fliegen lassen könnte!" Challenger zeigt seiner Frau eine Art Rakete.

"Schön" meint diese nur dazu. "Ich werde jetzt einkaufen gehen, okay?"

"Ja, ja!" sagt der Professor abwesend, er ist ganz auf seine Arbeit fixiert.

 

"Du hast noch einen Teil der Geschichte vergessen!" behauptet Roxton.

"Ja? Welchen denn?"

"Sagt dir das Wort Iridium vielleicht etwas?" weist John sie auf die Doppelagent Zeit hin.

"Ach ja genau! Ich war eine Doppelagentin mit dem Namen Parzival."

"Eigentlich ein ‚Trippelagent‘!" meint Roxton gelassen.

"Was????" Mailyn ist wieder geschockt.

"Tja, wie gesagt das ist meine schlimme Vergangenheit."

"Und wie hast du dort geheissen?" will Papa Montegomery wissen.

"Berenice von Halfy! Und auf der Challenger Expedition hiess ich Marguerite Krux. Zum Reisen benutze ich Monteclaire und als Dolmetscherin und Händlerin war ich immer die legendäre Miss Smith! Doch jetzt bin ich Lady Marguerite Roxton Montegomery, und ich bin stolz darauf!"

"Lord Roxton, ist es für dich nicht ein unwohles Gefühl zu wissen, dass sie bereits schon so wie viele Ehemänner hatte?"

"Mama!" fährt es aus Marguerites Mund.

"Nein, denn ich weiss, dass sie mich liebt und schliesslich haben wir auch ein Kind zusammen! Was alle anderen nicht hatten, ausserdem leben wir nun schon seit über fünf Jahren zusammen, das übertrifft alle Beziehungen ihres Lebens!"

"Danke, mein Schatz!" meint Marguerite glücklich.

"Und mit wem hattest du sonst noch ein Verhältnis?" fragt Oscar seine Tochter.

"Mister Montegomery, das fragt man doch nicht!" mischt sich Madame Roxton endlich ins Gespräch ein.

"Entschuldigung!" gibt er kleinlaut bei. "Wo warst du überall? In welchen Städten und Länder?"

"Huch, das sind sehr viele: Schanghai, Paris, Berlin, London, Montecarlo, Konstantinopel, Leningrad, Südamerika, in der Schweiz war ich auch für kurze Zeit, Kairo. Und viele viele mehr!!!! Die Liste ist endlos lang!"

"Tja, jetzt weiss ich nicht was ich tun soll! Es ist einfach dumm gelaufen, dass er gerade in dem Moment kommen musste!" beendet Veronica die Geschichte um ihre Ehe.

"Das ist echt hart!" meint Finn nur dazu.

"Das Leben ist kein Sugus!"

"Wem sagst du das! Das könnte mein Leitspruch werden!"

"Finn, Veronica, was macht ihr denn hier draussen?" fragt Marguerite ihre Freundinnen.

"Wir haben uns nur ein bisschen unterhalten! Ich habe gehört, dass du deine Familie gefunden hast!?" "Ja, Finn, das ist korrekt!"

"Wir freuen uns für dich!" sagt Veronica bestimmt.

"Danke, ich bin mir ganz sicher du wirst auch noch alle Antworten auf deine Fragen bekommen!" Marguerite umarmt die beiden "So, ich werde jetzt wieder hineingehen, kommt ihr mit?"

"Nein, wir bleiben noch ein bisschen hier und geniessen die Aussicht!" behauptet Finn.

"Ja, es ist wirklich bezaubernd, das ist mein Lieblingsplatz.... Also gut, ich werd‘ dann mal" sie deutet zum Haus.

"Okay, bis später!" sagt Veronica und die Brünette begibt sich wieder ins Haus.

 

"Mum? Dad?" Marguerite ist im Gästezimmer angelangt.

"Ja, was ist, Sweetheart?" fragt Mailyn liebevoll.

"Ich wollte nur fragen, ob ihr diese Kette immer noch habt?" Marguerite nimmt die goldene Kette mit dem Herzanhänger und der Inschrift aus ihrer Tasche.

"Ja, Schatz, die haben wir noch! Wieso fragst du?"

"Nur so als Sicherheit! Und hat jeder von euch eine?"

"Nein, nur ich trage diese Kette!" Mailyn greift in ihre Bluse und holt die Halskette hervor.

"Wieso habt ihr mir zur Adoption freigeben? War ich unerwünscht?"

"Nein, Kindchen, du warst schon immer mein Traum, aber du bist zu früh gekommen, ich war zu jung und mit deinem Vater noch nicht verheiratet! Du wärst ausgeschlossen worden! Das wollten wir nicht."

"Konntet ihr die Leute aussuche, zu denen ich kommen sollte?" erkundigt sie sich.

"Nein" sagt ihr Vater bestimmt "weil wie schon gesagt wir zu jung waren und das Ganze illegal ist." "Mum, hast du auch dieses Muttermahl?" fragt die Brünette weiter und zeigt ihren Eltern das Muttermahl auf ihrer Schulter.

"Ja, das habe ich auch!"

"Und beherrscht du auch die Linguistik?"

"Ja!"

"Bin ich eine Druidenpriesterin? Und wer ist Morgan?"

"Ja, wir sind alle indirekt eine Druidenpriesterin und..."

"Alle, wen meinst du mit allen?" unterbricht sie ihre Mutter.

"Du, ich, Mailyn, deine Grossmutter, Urgrossmutter... bis zu Morgan. Sie hat diese Gabe erhalten, sie ist die Auserwählte!"

"Dann bin ich auch eine Auserwählte?" fragt Marguerite unsicher.

"Ja, zur Hälfte bist du eine Auserwählte!"

"Und wie geht das, zur Hälfte?"

"Naja, du bist nicht auf dem Plateau geboren, aber hast es besucht!" erklärt es ihre Mutter.

"Bist du auch eine Auserwählte?"

"Ja, doch ich wollte das nie sein, darum bin ich nicht aufs Plateau gegangen! Nur wer dort wohnt, wird automatisch zur Auserwählten!"

"Darum ist mir Borkra(Out of the Time) begegnet! Und wurde als Morgan gehalten(letzte Folge 3.Staffel)!"

"Genau!" sagt ihr Vater.

"Mailyn wurde auf dem Plateau geboren, ist sie jetzt die Auserwählte?"

"Ja, deine Tochter ist die Nachfolgerin von Morgan!" meint Oscar.

"Wie unheimlich!"

Und weiter geht's zum 4.Teil


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