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4.07 Tanzstunden

Joséphine und Richard Brune durften Neds Zimmer beziehen. Da Finn in Summerlees Raum gezogen ist. Nun sitzen alle ausser Marguerite am Tisch und wollen mit dem Abendessen beginnen, warten jedoch, so wie es sich gehört, auf die fehlende Person. Als sie nach dreimal rufen immer noch nicht erschienen ist, äussert sich Finn nicht gerade lobend darüber: "Also, wir haben ihr jetzt schon zum dritten Mal gerufen, wieso kommt sich nicht? Sie muss nicht meinen, dass sie vor ihrem Zimmer abgeholt wird!"

"Finn, ich bin mir sicher, dass irgend etwas nicht in Ordnung ist, sie hat uns noch nie so lange Warten lassen!" lehrt Challenger sie. Roxton schaut nicht von seinem Teller auf. Veronica sieht das.

"Ich werde nachschauen gehen, was mit ihr los ist!" meldet sich Veronica freiwillig und verschwindet.

 

Es klopft an der Tür. Marguerite schaut auf . "Herein!" Als Veronica eintretet ist sie sichtlich erleichtert.

"Hey Marguerite, warum bist du nicht gekommen, als wir dich gerufen haben?" Keine Antwort. "Hat es etwas mit Roxton zu tun?" Marguerite nickt nur. Veronica setzt sich zu ihr hin. "Du weißt, du kannst mir alles anvertrauen!" "Ja, ich weiss!"

"Komm raus damit! Ist es wegen Joséphine, weil er ihr Tanzstunden geben möchte?"

"Ja!... Veronica ich hab solch eine Angst, dass er abhaut und mich mit der Kleinen sitzen lässt!" Sie streicht sich liebevoll über den Bauch. "Wir wüssten nicht, was wir ohne den Daddy machen sollten!"

"Ich kann mir gut vorstellen, was das für ein Gefühl ist."

"Hast du gesehen wie Joséphine ihn anschaut so..."

"Verliebt? Ja, das ist mir aufgefallen!"

"Ich habe das Gefühl sie möchte nur die Tanzstunden nehmen, damit sie ihn berühren und für sich alleine haben kann!" Marguerite schaut ihre Freundin an. Sie ist so froh, dass sie sich mit jemanden unterhalten kann. "Veronica, ich möchte dir noch so vieles erzählen."

"Also, ich habe Zeit!" Und dann erzählt Marguerite ihr von der Vergewaltigung, der Geburtsurkunde, das sie womöglich eine Wiedergeburt einer Druidenpriesterin ist und wie sehr sie Roxton liebt.

Nachdem Marguerite fertig erzählt hat, lässt sie einen tiefen Seufzer von sich hören.

"Ich wusste gar nicht, wie erleichternd es ist, jemanden seine Geheimnisse zu verraten! Und hasst du mich jetzt?" fragt sie schüchternd. Veronica hat ihr die ganze Zeit still zugehört, und richtig mit ihr gelitten: "Natürlich nicht! Marguerite, ich bin so froh, dass du mir das erzählt hast! Ich werde mit Roxton sprechen und wenn dir noch etwas einfällt, dann kannst du ruhig zu mir kommen." Sie möchte gerade zur Türe gehen, als Marguerite aufsteht und sie umarmt. "Veronica! Ich hatte nie eine Schwester, aber ich denke, ich habe heute Abend eine gefunden! Du sollst die Patentante (Gotti) vom Baby werden! Aber nur wenn du willst."

"Danke Marguerite. Selbstverständlich möchte ich das sein! Ich hab dich lieb, mein Schwesterherz!"

Sie verlässt das Zimmer.

 

"Hey! Was hast du so lange gebraucht? Wir haben schon gegessen!" Finn ist gerade daran den Tisch zu putzen.

"Ach wir haben nur mit einander gesprochen. Nichts besonderes eigentlich!" behauptet Veronica.

Sie verschwindet überglücklich in ihrem Zimmer und lässt eine verdutzt dreinblickende Finn zurück.

In der Zwischenzeit reparieren Challenger und Richard Brune den Gleitschirm. Zum Glück wurden nur die Fäden beschädigt und nicht der Stoff. Richard hatte noch Vorrat an Fäden mitgenommen und so können sie ihn problemlos flicken.

Roxton steht auf dem Balkon und schaut in den Sternenhimmel hinauf, als er plötzlich eine Hand auf seinem Arm spürt. "Marguerite, ich bin so froh..." er wendet sich um und zu seiner Enttäuschung steht Joséphine vor ihm "Oh, Joséphine. Ich dächte du wärst, Marguerite. Was willst du?" Sie macht einen Schritte auf ihn zu und flüstert ihm ins Ohr: "Ich habe gehofft, dass du mir heute Tanzstunden gibst!"

"Oh, ja klar. Lass uns hineingehen." Er streckt ihr höflich, so wie es sich einem Gentleman gehört, den Arm hin, sie henkt sich fröhlich bei ihm unter. Gemeinsam gehen sie ins Wohnzimmer.

"Welchen Tanz möchtest du denn zuerst lernen, den Walzer, den Foxtrot oder den Tango?"

"Ich würde gerne mit dem Walzer beginnen, der soll doch so ein leidenschaftlicher Tanz sein, nicht wahr?!"

"Ja, das stimmt. Mal schauen ob hier irgendwo eine passende Musik herumliegt!" Schon nach kurze Zeit findet Roxton eine Platte, auf der es Walzerlieder draufhat. Er legt die Platte auf. Er mag sich noch gut an den Tag erinnern, wo er mit Marguerite genau zu diesem Lied Walzer getanzt hat, damals gab er ihr vor nicht tanzen zu können, sie hat gelacht und konnte nicht mehr, da gestand er ihr, dass er doch Walzer tanzen und hat sie herum gewirbelt , als ob sie eine Feder wäre. Sie hatten mit so viel Power getanzt, es war wunderschön.

Und jetzt schreitet er zu Joséphine hinüber. "Nun leg deine linken Arm um meine Schulter und gib mir deine rechte Hand!"

Mit einem siegessicheren Lächeln folgt sie seinen Anweisungen. Verliebt tanzt sie mit ihm.

Marguerite hört das Lied und erinnert sich ebenfalls an den Tag denkt sie voller Hoffnung und stürmt aus dem Zimmer.

Roxton lächelt Joséphine zu, dann ist das Lied zu Ende, er beugt sich vor und die Beiden küssen sich leidenschaftlich, genau in dem Moment kommt Marguerite die Treppen hoch. Sie bleibt wie angewurzelt stehen. Roxton hat sie nicht bemerkt und knutscht weiterhin mit Joséphine wild herum.

"Roxton!" schreit sie ihn an. Sofort lässt er von Joséphine ab, diese schaut wütend in Marguerites Richtung

"Roxton, wie konntest du mir dass nur antun!? Wie konntest du dass uns nur antun!?" Marguerite bekommt fast keine Luft mehr. "Ich dachte, du liebst mich! Ich hasse dich...AH!!!!!!!!!!!" Sie hält sich an den Bauch, der fürchterlich schmerzt. Sie muss sich am Geländer festhalten. Roxton will ihr helfen, doch sie schlägt seine Hand fort. Jetzt erscheinen die anderen.

"Marguerite, oh mein Gott! Was ist nur passiert!!!" Veronica rennt zu ihrer Freundin und stützt sie.

"Mein Baby!!!" Marguerite schnappt immer noch wild nach Luft.

"Komm wir gehen in dein Zimmer und dort legst du dich dann auch SOFORT hin!" Veronica führt sie zurück ins Zimmer.

"Roxton, was hast du nur gemacht?" fragt ihn Challenger.

"Es ist alles so dumm gelaufen. Ich habe Joséphine Walzer gelernt und dann..."

"Was dann, los raus damit!" zwingt Finn ihn.

"...dann haben wir uns geküsst!" beendet Joséphine den Satz.

"Was?! Ab in dein Zimmer, junge Lady!" befiehlt ihr Richard.

"Aber, ich..."

"Keine Widerrede!" droht er ihr. Widerwillig verlässt sie den Raum. Finn macht es ihr nach, geht jedoch in Marguerites Zimmer.

"Roxton, was hast du dir dabei nur gedacht?" Challenger ist immer noch ganz baff von dem was er gehört hat.

"Ich war irgendwie nicht ich selbst. Es war so ein dummer Moment!" Challenger verlässt ebenfalls kopfschüttelnd den Raum und verschwindet in Marguerites Zimmer.

Richard folgt seiner Nichte ins Schlafzimmer um ihr dort die Leviten zu lesen. "Was hast du dir nur dabei gedacht! Er hat eine schwangere Freundin, sie hätte fast ihr Baby verloren.

"Du bist nicht mein Vater, also lass mich in Ruhe!" gibt sie ihm schnippisch zurück.

"Nicht in diesem Ton, junges Fräulein! Und nun ab ins Bett! Wir werden morgen wieder abreisen!"

"Vorsichtig Marguerite!" Veronica hilft ihr sich aufs Bett zu legen. "Und geht es wieder?"

"Ja, ja. Kannst du schauen, dass Roxton nicht hineinkommt, ich würde es zurzeit nicht verkraften!"

"Klar, das ist doch selbstverständlich!" Es klopft an der Tür und Finn tretet ein. "Na, wie geht es dir?" erkundigt sie sich. "Schon wieder besser!"

Challenger ist jetzt auch im Zimmer und untersucht den Bauch von Marguerite. "So wie es aussieht, bist du nochmals mit einem blauen Auge davongekommen."

"Ich werde jetzt ein paar Wörtchen mit Roxton wechseln" meldet sich Veronica.

"Okay, danke!"

 

Roxton sitzt in einem Stuhl im Wohnzimmer, er hat den Kopf in die Hände gestützt. Veronica erscheint im Raum. "Roxton, ich möchte mit dir sprechen!" sagt sie in einem strengen und bestimmten Ton

"Das was du heute getan hast, war das aller letzte! Das Baby hat nochmals Glück gehabt, aber noch so eine Aufregung wird es nicht überleben. Hast du mich verstanden!!!"

"Ja, ich habe dich deutlich gehört" sagt er niedergeschlagen. "Kann ich zu ihr gehen?"

"Nein, sie möchte dich nicht sehen, was mich ehrlich gesagt nicht wundert. Ich dachte du liebst sie!?"

"Das tu ich doch auch, aber wie schon gesagt, es war eine dumme Situation."

"Warum hast Joséphine überhaupt diese verdammten Tanzstunden versprochen?! Hast du nicht gemerkt, dass sie in dich verliebt ist?!" fragt sie ihn ungläubig.

"Du wirst dich wundern und mir vielleicht nicht glauben, aber ich habe es wirklich NICHT gemerkt!"

"Na schön, ich glaube dir. Jetzt zu etwas anderem. Marguerite hat mir alles erzählt. Das wegen der Vergewaltigung, die nie gesehenen Geburtsurkunde und auch die Gefühle zu dir! Ich kann dir nur sagen, obwohl sie es dir selber sagen sollte, aber... DU bist ihre ERSTE grosse LIEBE! Sie hat eine Heidenangst, dass du sie verlassen oder dass sie dich verlieren wird! Sie freut sich so sehr, dass sie von DIR ein Baby bekommt und sie würde dich...Nein dass darf ich nicht sagen! Egal! Auf jeden Fall braucht sie dich mehr als alles andere auf dieser Welt. Bitte versprich mir, dass du sie nie wieder so enttäuscht wie heute Abend, okay?"

"Ja, in Ordnung! Ich werde jetzt schlafen gehen!"

"Gut dann bis Morgen!"

"Nacht!"

 

Veronica ist wieder im Zimmer von Marguerite zusammen mit Finn und Challenger.

"So ich werde mich jetzt auch aufs Ohr hauen und das solltet ihr auch tun!" meint der Professor.

"Ja, gute Idee. Dann bis morgen!" Challenger und Finn gehen in ihre Zimmer.

"Kann ich dich wirklich alleine lassen?" fragt Veronica unsicher.

"Ja, ich werde dich rufen, falls wieder etwas passiert! Bis bald!"

"Ja. Schlaf gut!" Mit diesen Worten geht auch sie in ihr Zimmer.

Nachdem alle nach draussen gegangen sind, ist Marguerite sofort eingeschlafen.

 

Am nächsten Tag besteigen Challenger, Finn, Richard und seine Nichte einen Berg, von dem sie mit dem Gleitschirm starten und wieder nach Hause fahren möchten.

Marguerite ist Zuhause geblieben weil, sie sich immer noch sehr schwach fühlt. Veronica ist dageblieben, um ihre Freundin zu betreuen, falls sie Hilfe benötigt und Roxton hat sich seit gestern Abend nicht mehr blicken lassen.

"Wie weit müssen wir noch gehen?" fragt Challenger.

"Das sollte eigentlich reichen!" antwortet ihm Richard. Sie breiten den Gleitschirm auf dem Boden aus, alle Fäden müssen parallel daliegen sonst kann es zu Verwicklungen mit Absturz führen. Joséphine steigt in das Gestell des Gleitschirms ein und schnallt sich fest an.

"Challenger, vielen Dank, dass wir bei Ihnen übernachten durften und dass sie uns beim Flicken geholfen haben. Es tut uns schrecklich leid, dass wir Ihnen solche Mühe bereitet haben." Er streckt Challenger die Hand hin.

"Keine Problem. Ausserdem haben wir es doch gerne gemacht!" Er erwidert die Geste.

"Aufwiedersehen, Mademoiselle Finn! Es war mir ein Vergnügen!"

"Aufwiedersehen und gute Reise zurück ins Jahr 2000!" sagt Finn zum Schluss. Dann steigt auch Richard ins Gestell. Beide rennen im Gleichschritt los. Nach 20Meter heben sie vom Boden ab und verschwinden in den Bergen. Challenger und Finn machen sich auf den Rückweg ins Baumhaus.

 

Marguerite hat ausgeschlafen. Sie hat sich gerade den Morgenmantel übergezogen, als es klopft. Sie öffnet die Tür und erwartet das fröhliche Gesicht von Veronica, doch statt dessen steht Roxton in der Tür.

"Was willst du hier?" fragt sie barsch.

"Ich wollte schauen, wie es dir geht?"

"Und was hast du erwartet!? Etwa eine fröhliche Marguerite!?" fragt sie wütend.

"Nein, ich habe an eine wunderschöne Frau mit einem Baby von mir im Bauch gedacht. Ich weiss dass was ich getan habe, wirst du mir wahrscheinlich nie verzeihen, aber ich kann nur Hoffen, dass du uns eine zweite Chance gibst. Ich weiss, dass du mich brauchst und ich möchte, das Verspreche ich dir hoch und heilig, ab heute immer für dich und das Baby da sein! Ich liebe dich, Marguerite."

"John..." Tränen sind in die Augen von Marguerite gestiegen "ich wünschte, dass ich dir wieder Vertrauen könnte... aber ist es nicht immer schon so gewesen, wenn du eine neue Frau getroffen hast, hattest du mit ihr ein Verhältnis beispielsweise die Amazonin, die Voodoo-Priesterin, Isadore die Zigeunerin. Ich weiss einfach nicht mehr, ob ich dir glauben kann, wenn du sagst, dass dies nie mehr passieren wird!"

"Ich möchte es aber versuchen! Bitte... bitte!" er kniet vor sie hin. Sie geht auch auf die Knie und nimmt seinen Kopf in ihre Hände. "Roxton, ich gebe dir eine letzte Chance und ich hoffe, dass du sie nutzen wirst." Er gibt ihr vorsichtig einen Kuss, zu seiner Überraschung küsst sie ihn zurück. Dann stehen sie auf legen sich gemeinsam aufs Bett. Seine Hand ruht auf ihrem Bauch.

4.08 Die Amazonen

"Ich wollte fragen, ob jemand von euch Lust hat mit mir zu den Zangas zu gehen!" Veronica schaut in die Runde "Nun, wer begleitet mich?"

"Also, ich komme sehr gerne mit!" antwortet Finn.

"Du willst doch nur Kalle wieder treffen, nicht wahr!?" meint Challenger mit einem verschmitzten Lächeln.

"Na und, hast du was dagegen?!" fragt Finn in einem schnippischen Ton

"Nein, natürlich nicht!" beruhigt er sie "Ich würde auch gerne mitkommen, vielleicht kann mir Jakarta noch ein paar nützliche Tips geben."

"Und was ist mit euch beiden, wollt ihr uns auch begleiten?" Veronica schaut Marguerite und Roxton an.

"Ja, mir würde frische Luft wieder mal gut tun!" antwortet Marguerite. Roxton schliesst sich ihr an.

Nach etwa einer Stunde sind alle startklar und machen sich auf den Weg zum Dorf. Veronica und Marguerite reden miteinander, Challenger und Finn machen wieder einmal einen Termin ab um das Mienenfeld zu bauen und Roxton trottet ihnen hinter her, immer auf der Hut vor Gegnern.

Plötzlich hört er ein Knacken und schon rennen drei Raptoren auf die Gruppe zu.

Roxton kann einen erledigen, Challenger und Finn bekämpfen den zweiten, Marguerite hat eine tiefe Bisswunde am Bein vom dritten abgekriegt und nun hat sie sich in Sicherheit gebracht. Veronica hat ebenfalls Mühe mit dem dritten und auch sie bekommt einige Kratzer vom Kampf ab.

Roxton ist zu Marguerite gelaufen und versucht das Blut, welches aus der Wunde läuft, mit seinem Taschentuch zu stoppen.

Endlich konnten sie alle drei Raptoren besiegen. Challenger musste ebenfalls dran glauben und hat wie Veronica Kratzspuren auf den Armen und im Gesicht.

"Verdammt!" schimpft Marguerite. "Warum mussten uns diese Reptilien gerade heute angreifen!?" wütend steht sie auf, sinkt jedoch sofort wieder auf den Boden, ihr tut der Kopf weh und ihr Bein schmerzt ebenfalls fürchterlich.

"Wir können nicht weiter gehen, es würde zu lange dauern!" stellt Roxton fest.

"Aber hat jemand von euch eine Idee, wo wir hingehen könnten?" erkundigt sich Finn "Veronica?"

"Nicht weit von hier wären die Amazonen, aber wenn es nach mir ginge, würde ich lieber nach Hause gehen!"

"Dafür haben wir aber keine Zeit!" antwortet Roxton "Also, machen wir anstatt einen Besuch bei den Zangas einen bei den Amazonen!" Er nimmt Marguerite auf seine Arme, weil sie nicht ohne Stütze gehen kann. Challenger darf sich bei Finn einhängen und Veronica schleppt sich hinterher.

 

Nach nicht einmal einer viertel Stunde haben sie die Stadt der Amazonen erreicht. Sie werden von Selina, der Anführerin der Amazonen, herzlich empfangen.

"Veronica! Challenger! Was macht ihr denn hier? Ihr seht aber gar nicht gut aus? Was ist passiert?"

"Hallo Selina! Wir sind in einen Kampf mit drei Raptoren geraten und nun braucht Marguerite unbedingt ärztliche Behandlung!" antwortet Challenger "Wir hoffen, dass wir euch nicht zur Last fallen, aber wir wussten nicht, wo wir sonst so schnell wie möglich hingehen sollten!" erklärt er ihr.

"Schon in Ordnung! Ich werde euch gleich Phoebe und Apolonia zur Hilfe kommen lassen, die zwei kennt ihr ja noch von der letzten Begegnung!" erinnert sich Selina. Sie pfeift nach den anderen, diese erscheinen augenblicklich.

"Was bist den du für ein hübsches Ding?" Selina wendet sich an Finn.

"Ich bin Finn und komme aus der Zukunft. Um genau zu sein aus dem Jahr 2033!"

"Warst du dort eine Kriegerin?" fragt Selina, die Finns Armbrust längst entdeckt hat.

"Ja, das kann man so sagen!" Jetzt erscheinen Phoebe und Apolonia. "Hallo zusammen!"

"Wo habt ihr denn den süssen Journalisten gelassen?" erkundigt sich Phoebe, die damals mit Malone sehr viel Spass hatte. Veronica ergreift als erste das Wort: "Er ist auf der Suche nach Abenteuer! Er reist jetzt alleine im Dschungel umher."

"Wow! Das hätte ich, ehrlich gesagt, nie von ihm erwartet!" gibt Phoebe zu.

"Roxton, schön dich wieder mal zu sehen! Ich habe unsere kleine Schwertromanze noch nicht vergessen!" weißt sie ihn darauf hin. "Oh, hallo Marguerite!" Apolonia hat erst jetzt bemerkt, dass er Marguerite auf seinen Armen trägt. Sie schaut Roxton enttäuscht an.

"Hallo! Apolonia, Marguerite braucht unbedingt ärztliche Hilfe..."

"Schon klar! Folgt oder besser gesagt folge mir!" Die drei verlassen die Gruppe.

"Hey, wer bist denn du!? Du siehst ja genau so aus wie ich!" bemerkt Phoebe und schaut Finn abschätzig an.

"Ich bin Finn und du brauchst gar nicht so zu glotzen. Ich wäre auch lieber KEIN Zwilling!!"

"Hey ihr zwei, hört auf damit! Wir haben, weiss Gott, andere Probleme als eures Aussehen!" Veronica ist müde und sauer.

"Na schön. Kommt mit! Ich werde dich gleich verarzten!" Mit diesen Worten gehen Phoebe, Finn und Veronica ebenfalls in den Palast.

"Vielen Dank, Selina, dass wir bleiben dürfen!" meint Challenger glücklich.

"Keine Ursache!"

"Ich habe eine Frage an dich: Wie kommt ihr mit den Männern zu recht?"

"Wir leben immer noch getrennt, aber wir haben zwei Mal pro Monat ein Fest um uns besser kennen zu lernen und natürlich wegen dem Nachwuchs. Wir haben euch so vieles zu verdanken, darum helfen wir euch sehr gerne!" Auch sie verschwinden im Palast.

 

Roxton legt Marguerite vorsichtig aufs Bett. "Geht es?" "Ja, ja. Alles bestens!"

"Hier, habe ich dir das Ahornblatt, leg es auf die Wunde. Ich werde in der Zwischenzeit Wasser und Früchte holen gehen. Ihr seid sicher hungrig!"

"Danke, Apolonia, das ist lieb von dir!" meldet sich Marguerite. Dann verlässt Apolonia das Paar.

"Darf ich?" fragt Roxton.

"Ja, es bleibt mir ja nichts anderes übrig!" John zieht Marguerite vorsichtig den Rock aus und legt das Blatt auf Marguerites nacktes Bein.

"Wenn ich nicht verletzt wäre, würde ich sofort mit dir schlafen!!" sagt Marguerite ironisch, aber doch ernst.

"Ja... wirklich??"

"Mhm!!"

 

Nachdem Veronica verarztet wurde, ist sie sofort eingeschlafen. Finn und Phoebe führen gerade eine heisse Diskussion. "Wieso bist du mir nur so ähnlich??" fragt Phoebe verwirrt.

"Keine Ahnung, ich meine Zwillinge können wir nicht sein, denn wir sind 100Jahre auseinander! Aber vielleicht...."

"Was vielleicht. Los raus damit, Finn!!"

"Phoebe, vielleicht bist du mein früheres Ich?" vermutet Finn.

"Du meinst, dass ich als du wiedergeboren bin?"

"Ja, das könnte doch durchaus möglich sein!? Ach keine Ahnung! Lass uns zu Challenger gehen und ihn fragen, er ist nämlich ein Wissenschaftler!"

"Na dann, worauf warten wir noch!"

 

"Ach Selina! Ich denke noch oft an deine wilden Küsse von jener Nacht! Schade, dass nicht mehr daraus geworden ist!" Challenger und Selina sitzen auf dem Bett. Er streicht ihr liebevoll eine braune Haarsträhne aus dem Gesicht.

"Ich fand es auch sehr schade! Was meinst du, sollen wir heute dort weiterfahren, wo wir letztes Mal aufgehört haben!?" Sie drückt Challenger sanft in die Kissen und öffnet, während sie ihn küsst, seine Hose.

"Hey, Challenger... OH MEIN GOTT!!!!!!!!!!!" Finn und Phoebe sind abrupt stehen geblieben.

"Selina, es tut uns schrecklich leid, dass wir euch gestört haben. Lasst euch davon aber nicht abhalten! Wir würden Professor Challenger gerne eine Frage stellen und dann werden wir euch auch sofort wieder in Ruhe lassen" verspricht Phoebe.

"Schon gut, mein Kind!" beruhigt Selina Phoebe.

"Was ist das für eine Frage?" wendet sich Challenger an Finn.

"Nun, Phoebe und ich sehen uns doch sehr ähnlich und jetzt wollten wir von dir wissen, ob es möglich sein könnte, dass sie mein früheres Ich ist! Was meinst du dazu?"

"Ja, das kann durchaus der Fall sein!" antwortet er.

"Gut, das wär’s auch schon gewesen. Viel Spass noch!" lachend verlassen die zwei Fräuleins den Raum.

"Und, wo sind wir nur stecken geblieben?!?!?"

 

Roxton sitzt immer noch neben Marguerites Bett und hält ihre Hand. Sie ist vor kurzer Zeit eingeschlafen und er hat sie zugedeckt.

"Marguerite, ich hoffe, dass du es überlebst. Meinetwegen, unseretwegen. Bitte, Gott, lass sie am Leben!! Ich wünsche mir so sehr, dass sie unser Baby bekommt! Und...."

"Entschuldigung Roxton!?" Apolonia steht im Türrahmen mit einem Tablett, auf dem das Wasser und die Früchte plaziert sind, in der Hand. Sie hat alles gehört. Langsam kommt sie auf ihn zu, stellt das Tablett auf den Tisch und setzt sich aufs Bett. "Sie kann sich glücklich schätzen, solch einen Mann wie du es bist zu haben. Ich wünschte, dass ich ein Kind von dir bekäme. Du liebst sie wirklich, nicht wahr?"

"Ja, sie ist die einzige Frau, die mir je etwas bedeutet hat und ich möchte sie heiraten, aber ich will nichts überstürzen."

"Das kann ich gut verstehen! So, ich werde dann mal wieder gehen! Bis Morgen!"

"Gute Nacht!" wünscht er ihr.

"Danke gleichfalls!" Sie geht aus dem Raum. Roxton nimmt eine Decke und ein Kissen und macht es sich wieder auf dem Stuhl bequem. Er hält wieder Marguerites Hand und kurz darauf schläft er ein.

 

Veronica streckt und reckt sich. Sie hat schon lange nicht mehr so gut geschlafen. Sie öffnet ihre Augen Veronica steht auf und schaut sich im Spiegel, der über einer Kommode hängt, an. "Oje, mit diesem Gesicht könnte ich kein Schönheitswettbewerb gewinnen!"

Phoebe und Finn kommen ins Zimmer. "Guten Morgen!" Sagen beide frisch und fröhlich.

"Und, wie geht es dir?" erkundigt sich Finn.

"Wieder besser!! Und wie geht es euch beiden?"

"Super!!" antworten beide wie aus einem Mund.

"Und wieso, wenn ich fragen darf?"

"Nun, wir haben herausgefunden, dass Finn meine Wiedergeburt ist..."

"...und dann haben wir Sachen vergleicht, beispielsweise haben wir beide am 6.November Geburtstag, nur dass sie Jahrgang 1905 ist und ich Jahrgang 2005 bin." beendet Finn den Satz.

"Ausserdem lieben wir die Natur und unsere Freunde sind uns am Wichtigsten!!" fügt Phoebe hinzu.

"Cool, nicht?!"

"Ja, das ist wirklich toll!!" antwortet Veronica ihrer Freundin. "Nun lasst uns aber die anderen holen gehen!"

"Aufwachen, Marguerite!" Roxton tätschelt liebevoll Marguerites Hand, welche er die ganze Nacht über gehalten hat.

"Morgen. Und war es bequem im Stuhl?"

"Naja, geht so. Dafür konnte ich die ganze Zeit bei dir bleiben!" Roxton hilft Marguerite sich im Bett aufzusetzen und zieht ihr die Bedecke von den Beinen. "Ist schon ein bisschen besser geworden!" stellt er fest und reicht ihr den Rock. Nachdem sie sich angezogen hat, nimmt er sie wieder auf seine Arme mit der Begründung, dass sie sich doch noch schonen sollte.

Apolonia erscheint im Zimmer: "Hallo ihr zwei! Die anderen warten schon auf euch!"

 

"Ich möchte noch nicht Abschied nehmen!" sagt Phoebe trotzig. Finn umarmt Phoebe und sagt ihr "Ich werde dich bald wieder besuchen komme, versprochen?" "Cool!"

"Selina! Die Nacht mit dir war echt unglaublich!"

"Von mir aus können wir das jeder Zeit gerne wiederholen!"

Jetzt sind auch Roxton und Marguerite gekommen. Challenger verabschiedet sich schweren Herzens von Selina. Phoebe schenkt Finn ein Freundschaftsarmband und Apolonia wünscht Roxton und Marguerite alles Gute für die Zukunft. Dann verlassen die fünf Freunde die Stadt.

 

Finn, Veronica und Challenger sitzen am Tisch.

"Komm schon, Challenger, wie war es mit Selina?" neckt Finn ihn. Endlich kann sie ihn auch wegen Liebeskummer ärgern und nicht nur er sie mit Kalle.

"Ich werde gar nichts sagen. Das bleibt mein Geheimnis!"

"Ach, Challenger, sei nicht so ein Spielverderber, ja?" schaltet sich nun auch Veronica ins Gespräch ein.

"Also gut es war wieder einmal bitter nötig. Und der Sex mit ihr ist nicht zu toppen!! So jetzt habt ihr alles was ihr hören wolltet!" sagt Challenger genervt.

"Wir wollen, aber auch die Einzelheiten wissen!" grinst Finn.

"Vergesst es!" Challenger geht in sein Labor.

"Schade, jetzt wo es gerade so interessant wurde!" scherzt Veronica.

 

"Und schmerzt dein Bein noch?" erkundigt sich Roxton.

"Nein, es geht schon wieder!"

"Bist du sicher?"

"Ja!" beruhigt Marguerite ihn. "Ausserdem wollte ich dir noch sagen, dass ich gestern Abend nicht geschlafen und alles gehört habe!"

Roxton schaut sie schüchtern an.

"Keine Sorge, John, ich werde dich nicht so schnell verlassen!"

4.09 Hormone

Marguerite Krux steht vor dem Spiegel und betrachtet ihre Figur. Ihr Bauch hat schon kleine Rundungen bekommen und langsam, aber sicher passt ihr ihre Kleidung nicht mehr. Roxton kommt zur Tür hinein und umarmt sie von hinten.

"Na, wie geht es dir?" fragt er sie in einem sanften und warmen Ton.

"Wie soll es mir schon gehen!!!!!! Ich bin fett und meine Kleider passen mir nicht mehr!!!" schreit sie ihr Spiegelbild an.

seufzt Roxton. "Du bist wunderschön, mein Schatz! Und überhaupt nicht fett!" versucht er sie zu beruhigen. Marguerite dreht sich in Roxtons Umarmung um und lehnt ihren Kopf an seine Brust.

"Darf ich von dir ein Shirt ausleihen?" fragt sie schüchtern.

"Klar! Komm mit!" Er zieht sie mit in sein Zimmer und lässt sie dort ein Shirt aussuchen.

"Wie findest du das?" sie hat eines gefunden und zeigt es ihm. Er nickt und sie zieht es fröhlich an, es passt.

"Das steht dir ausgezeichnet!" behauptet er. Sein Herz hängt an diesem Shirt, er hat es von seiner Mutter zu seinem 35.Geburtstag bekommen.

 

"Veronica, heute werden Challenger und ich das Mienenfeld bauen gehen, nur damit du weisst wo wir sind!" erzählt Finn ihrer Freundin.

"Okay, dann werde ich hier oben wieder einmal die Zimmer abstauben. Die haben es bitter nötig!"

"Veronica, könntest du dann auch noch, so all drei Stunden, beim Ei die Temperatur kontrollieren?" fragt der Professor.

"Sicher! Kein Problem!" meint sie. Challenger und Finn verschwinden im Lift.

"Super!!!! Alles darf wieder einmal ich machen!!" wütend holt Veronica die Putzsachen und fängt an die Regale abzustauben.

 

"Challenger, ich habe mir überlegt, dass wir das Mienenfeld um den Zaun bauen könnten, dann werden die Eindringlinge zuerst in die Luft gejagt und wenn sie dann noch leben, erhalten sie einen Elektroschlag! Was hältst du davon?"

"Das ist eine gute Idee, Finn. Dann lass uns mal mit dem Graben beginnen." Finn bearbeitet die eine Hälfte und Challenger die andere Hälfte des Zaunumfangs. Beide haben es sich ein bisschen leichter vorgestellt, weil sie dachten der Boden sei weich und nicht steinhart.

 

"Hey Marguerite, hast du Lust mir beim Abstauben zu helfen?" bittet Veronica sie.

"Willst du mich etwa umbringen!!! Was ist wenn ich von der Leiter stürze!!?!?"

"Oh ja, das hab ich ganz vergessen, sorry!" denkt Veronica sauer. Sie verlässt Marguerites Zimmer wieder. Auf dem Weg zurück in den Wohnraum läuft sie Roxton über den Weg.

"Wie kannst du es nur mit so einer launischen Person aushalten!?" bewundert sie ihn.

"Spielen ihr Hormone wieder einmal verrückt?" er kann sich ein Lächeln nicht unterdrücken.

"Ja, und ich finde es, im Gegensatz zu dir, überhaupt nicht witzig!" Veronicas Laune ist im Eimer, weil Challenger und Finn ein Mienenfeld vor ihrem schönen Haus bauen und weil ihre beste Freundin mies gelaunt ist. Sie macht sich frustriert wieder an die Arbeit.

 

"Boah, Challenger, wie weit bist du?" Finn hat gerade mal 3Meter gegraben und ist schon fix und fertig.

"Naja, nicht gerade weit. Bei mir sind es erst etwa 2,5Meter!" gibt er ihr erschöpft zur Anwort.

"Sollen wir eine kleine Pause einlegen, was meinst du?" fragt Finn.

"Ja unbedingt, wir haben ja noch lange Zeit!" Challenger und Finn setzen sich an den Gartentisch.

"So nun erzähl mir jede Einzelheit von deiner Nacht mit Selina!" Challenger gibt ihr keine Antwort und tut so, als ob er sie nicht gehört hat.

"Wann wirst du sie denn wieder sehen?"

"Ach Finn, lass mich bitte in Ruhe mit dieser ständigen Fragerei!" Challenger ist wütend.

"War’s so schrecklich?" Finn lässt nicht locker.

"Es war toll, grandios! Aber ich habe ein schlechtes Gewissen wegen Jesse, meiner Frau!" gesteht er.

"Denkst du denn, dass sie noch lebt oder zumindest dass sie immer noch auf dich wartet?"

"Ich weiss es ehrlich gesagt nicht, aber wenn sie gewartet hat, werde ich mir mein ganzes Leben lang Vorwürfe machen!"

"Ich rate dir, falls du je wieder einmal mit ihr zusammen bist, solltest du ihr die Wahrheit sagen und..."

"Nein, das würde ihr das Herz brechen!" unterbricht er Finn "Wärst du nicht auch riesig enttäuscht, wenn dich deine grosse Liebe betrogen hätte?"

"Ja, sicher! Aber wenn ich den Mann über alles Liebe, dann würde ich ihm wahrscheinlich eine zweite Chance geben!" sagt sie bestimmt.

"Danke, Finn!"

"Keine Ursache!"

 

"Marguerite, wo bist du?" Roxton steht in ihrem Zimmer und sucht sie. Er schlendert zu ihrer Kommode rüber, als er davor stehen bleibt, entdeckt er ein kleines in Leder gebundenes Büchlein mit der Aufschrift "Tagebuch". Erst möchte er sich davon abwenden, schafft es jedoch nicht. Er nimmt das Buch und setzt sich aufs Bett.

5.März 1924

Heute war ich in einem Fluss baden. Als ich nach einer Weile wieder an Land gehen wollte, stand Lord Roxton am Ufer und beobachtete mich. Ich weiss nicht wie lange er schon da stand, aber ich wusste, dass er diesen Anblick genoss. Ich habe es ebenfalls genossen. Da plötzlich erschien ein Kaiman. Todesmutig sprang er ins Wasser und rettete mir das Leben.

Als er einen Kratzer an meinem Fuss entdeckte, wollte er mich zurück ins Lager tragen und obwohl ich seine Geste mochte, wollte ich nicht das die anderen glauben, ich würde ihn nur des Geldes wegen mögen. Aber das stimmt nicht!! Lord Roxton ist ein attraktiver und liebenswürdiger Gentleman.

Ich hoffe, dass ich ihm das eines Tages sagen kann.

Roxton ist ganz baff über das, was er gerade eben gelesen hat. Er überspringt einige Blätter, dann liest er weiter.

16.September 1924

Roxton und ich waren auf der Suche nach einem Nachhauseweg über die Alpen. Wir übernachteten in einem Zelt. Es war schrecklich kalt. John musste gespürt haben, das ich fror und gab mir einen Teil seiner Wolldecke. Ich spürte sein Bein an meinem und in meinem ganzen Körper kribbelte es. Nachdem ich ihm gesagt habe, dass ich seine Berührung angenehm fand, umarmte er mich zärtlich, dann folgte ein langer leidenschaftlicher Kuss. Ich liebe seine Küsse!! Und seine Berührungen!! Doch dann knackte es, WIEDER EINMAL, in den Büschen und unsere Romanze war verflogen.

Roxton kann nicht anders und blättert weiter.

9.August 1925

Liebes Tagebuch, heute haben Roxton und ich eine Höhle gefunden, aus der grelles Licht scheint. Wir sind durch den Tunnel gelaufen und kamen in ein Dorf. Weil ich mit einer Frau verwechselt wurde, die einen Mann bestohlen hat, haben sie Roxton und mich in eine Zelle gesperrt.

Als wir später ausbrechen konnten wurde Roxton von dem Mann angeschossen und ich musste ihm seine Blutung stoppen, indem ich ein heisses Eisen darauf legte. Er sank in Ohnmacht um die Schmerzen besser ertragen zu können. Ich kniete vor ihm hin und als er erwachte küsst er mich leidenschaftlich. Ich glaube jetzt liebe ich ihn noch mehr als je zuvor. Er hat mich an diesem Tag auch noch vor dem Henken gerettet. Er ist mein Held!!

Roxton hat Tränen in den Augen.

12.November 1926

An diesem Tag wurden er und ich in einer Höhle verschüttet. Zuerst hat er mir schreckliche Wörter an den Kopf geworfen, die ich eigentlich schon längst kannte. Das ich eiskalt bin und keine Gefühle habe. Diese Worte haben mich zutiefst verletzt, später dann erfuhr er eines meiner Geheimnisse, dass ich die Wiedergeburt einer Druidenpriesterin bin.

Er hat mir in der Höhle auch seine Liebe gestanden und wir hatten den schönsten Sex, der Welt.

Er hat an diesem Tag mein Herz endgültig für sich gewonnen. Ich liebe ihn!

grinst er vor sich hin.

8.April 1926

Ich bin SCHWANGER! Ich bekomme ein Baby von Roxton, mein grösster Wunsch geht endlich in Erfüllung. Ich würde ihn auf der Stelle heiraten, ich liebe ihn und möchte die Zukunft mit ihm verbringen!

"Roxton!!!!!!!!!" Marguerite steht entsetzt ihm Zimmer. "Gib das sofort her!" Er gibt ihr das Büchlein. Sie funkelt ihn böse an "RAUS!!!!!!!!!"

Widerwillig verlässt Roxton das Zimmer, er kann es immer noch nicht fassen, dass sie seine Frau werden möchte. Ganz durcheinander von dem Gelesenen geht er in sein Zimmer.

Enttäuscht lässt sie sich aufs Bett fallen.

 

Roxton schaut den Ring an, der ihm seine Mutter vor langer Zeit einmal gegeben hat.

"Schenke diesen Ring jener Frau, bei der du das Gefühl hast sie sei die Richtige! Überstürze nichts, mein Sohn! Du weisst diese Frau wird dann immer an deiner Seite sein!" Er hat diese Worte niemals vergessen.

 

Veronica kontrolliert gerade die Temperatur des Ei, als eine völlig verstörte Marguerite im Labor erscheint.

"Veronica..." Marguerite bricht in Tränen aus. Veronica umarmt sie vorsichtig.

"Was ist los, Süsse?" Sie streicht ihr zärtlich über den Kopf

"Roxton hat in meinem Tagebuch herum gelesen!!" sie schluchzt wie wild. Veronica reicht ihr ein Taschentuch. "Jetzt ist alles aus!!"

"Warum soll jetzt alles aus sein?" wundert sich die Blondine.

"Ich... ich weiss nicht... Jetzt findet er mich sicher nicht mehr attraktiv!"

"Wieso hast du dieses Gefühl?"

"Ich hab ins Tagebuch geschrieben, dass ich ihn sofort heiraten würde! Ich komme ihm jetzt sicher wie eine kleine dumme romantische Gans vor!!" Ihr rollen die Tränen nur so über die Wangen.

"Scht, ist ja gut!" Veronica versucht sie verzweifelt zu trösten.

Plötzlich erscheint Roxton im Raum. "Marguerite, kann ich dich einen Moment alleine sprechen?" fragt er die Brünette.

Veronica ist dankbar über Roxtons Erscheinen und möchte sich von Marguerites Umarmung lösen, doch die Freundin hält sie fest. "Geh jetzt bitte nicht!" flüstert sie Veronica zu.

"Bist du dir da sicher?" erkundigt sie sich.

"Ja!" Marguerite wendet sich zu Roxton um, während sie sich immer noch an Veronicas Arm fest klammert. "Veronica bleibt oder du kannst nicht mit mir sprechen!" droht sie ihm.

"Na schön von mir aus!" Er lässt sich vor Marguerite auf die Knie fallen

"Marguerite Krux, würden sie mich heiraten?" Marguerite schaut ihn erschrocken an, dann blickt sie zu Veronica, die ihr aufmunternd zu nickt.

"Ja, ich will!!" Roxton steht auf und umarmt überglücklich seine Zukünftige.

"Ich wünsche euch alles alles Gute!" Veronica küsst zuerst Marguerite und dann gibt sie Roxton einen Kuss auf die Wange "Das wurde aber auch langsam Zeit!" meint sie mit einem Grinsen.

 

"Auf Marguerite und Roxton!" Sagen Finn, Challenger und Veronica mit einem Glas Sekt in der Hand. Marguerite betrachtet den Ring an ihrem Finger "Er ist wunderschön!" flüstert sie Roxton zu.

"Hey Challenger und Finn, wie weit seit ihr eigentlich mit dem Ausgraben gekommen?" erkundigt sich Roxton.

"Naja, wir haben gerade mal die Hälfte geschafft, aber das wird schon noch fertig!" behauptet Finn.

"Ich habe morgen sicher Muskelkater!" sagt Challenger.

"Naja, damit muss man leben!" grinst Veronica.

4.10 Las Vegas

Die fünf Freunden wandern nun schon seit über drei Tagen im Urwald umher. Nachdem Challenger und Finn endlich geschafft haben einen Mienengraben um den Zaun zu machen, müssen sie jetzt noch ein bestimmtes Mineral finden, mit dem man Mienen bauen kann.

"Challenger, ich will ja nicht meckern, aber so wie es aussieht gibt es hier auf dem Plateau kein solches Gestein!" weist Marguerite ihn darauf hin.

"Wir werden es finden, weil ich habe es schon mal hier gesehen, als Roxton und ich die Werwölfe suchten, sah ich es in dieser Höhle" behauptet er.

"Ja, genau, wir wollten Danu einen Besuch abstatten und da fanden wir den Rudel der Werwölfe in dieser Höhle!" erinnert sich Roxton wieder.

"Na toll und jetzt suchen wir diese Höhle! Die wahrscheinlich schon längst nicht mehr vorhanden ist!" meint Marguerite schnippisch. Ihr geht diese dumme Wanderei langsam auf den Keks.

"Marguerite, ich bin der gleichen Ansicht wie du, aber leider können wir die Herren nicht zur Umkehr überreden und..."

"Hey, ich bin kein Mann. Falls du dich nicht mehr erinnern kannst, ich bin deine liebe Freundin Finn!" wirft sie empört in Veronicas Meinung ein.

"Entschuldigung, aber das sind nun mal wirklich Männerangelegenheiten!" erwidert Veronica.

"Nun du hast ja recht, trotzdem kann ich dir das nur sehr schwer verzeihen!" behauptet Finn.

"Kommt schon, Leute, wir haben es bald geschafft!" versucht Challenger sie zu beruhigen "Ausserdem..." Er beendet den Satz nicht, statt dessen schaut er ein modernes Gebäude an auf dem Kasino/ Spielsalon steht.

"Was ist denn das?" wundert sich Marguerite.

"Ein Kasino!" antwortet Roxton.

"Das sehe ich doch selber, aber ich meine was hat ein solch modernes Gebäude in dieser vorzeitlichen Welt zu suchen!?"

"Damit hast du recht, das habe ich hier wirklich noch nie gesehen. Eigenartig!" bestätigt Veronica.

"Last uns doch nachschauen gehen!" beschliesst Finn.

"Gut Idee! Gehen wir hinein!" unterstützt Challenger sie.

 

Gerade als Challenger die Türklinke runter drücken möchte erscheint eine Person hinter ihnen.

"Hey, was machen Sie da!!??"

"Wir wollen uns nur ein bisschen im Kasino umsehen" versichert Marguerite ihm.

"Aber doch nicht in dieser Kleidung!!!!"

"Was haben sie dagegen?" wundert sich Veronica.

" Ach sie wirken nur ein bisschen unpassenden für eine solch noble Umgebung, ausserdem schätzen es die Leute nicht, wenn man halbnackt durch den Wald läuft. Kommt mit! Ich werde euch schon das passende geben!"

Die fünf Freunde folgen dem Mann in ein Häuschen, das neben dem Kasino steht.

"Wollen wir mal sehen, was wir hier haben!" sagt er. Dann verschwindet der Mann in den Regalen.

Kurze Zeit später kommt er mit drei Abendkleider und zwei Anzügen zurück.

"Für Sie, junge Lady!" er überreicht Finn ein olivgrünes Cocktailkleid mit einem weit ausgeschnittenem Rücken.

"Das ist für Sie!" Veronica erhält ein weisses Kleid mit einem tiefen ausgeschnittenem Dekolleté.

"Hier, das ist für Sie, Miss!" Marguerite bekommt ein weinrotes Kleid mit Schleppe und Handschuhen.

"Und das, meine Herren, sind ihre Anzüge!" Challenger und Roxton kleiden sich in zwei schwarze Anzüge ein, Challenger erhält dazu eine schwarze Krawatte und Roxton eine Gelbe.

Danach führt der Mann die Frauen noch in eine kleine Schmuckecke. Marguerite wählt sich einen grossen goldenen Ring, ein Armband, eine goldene Halskette und die passenden Ohrringe dazu aus.

Veronica steckt sich ihre Haare mit einer silbernen Spange nach oben, dazu trägt sie eine passende Kette und Uhr mit Diamanten drinnen.

Und Finn erhält ebenfalls eine Hals- und eine Bauchkette und ein Armband in der Farbe Bronze.

"Wow, du siehst bezaubern aus!" Roxton betrachtet seine wunderschöne Frau. "Ihr seid natürlich auch hübsch!" wendet er sich an die Blondinen.

"Ja, ja!" antwortet Finn nur auf seinen dummen Anhang.

"Vielen Dank, dass Sie uns eingekleidet haben!" bedankt sich Challenger beim Mann.

"Kein Problem!" antwortet dieser. Sobald die fünf Freunde im Eingang verschwanden, sagte er noch so für sich "Jetzt wird es ein bisschen Party in dieser Bude geben. Mit grün der Hoffnung, weiss dem Beschützerinstinkts, rot der Liebe und Herausforderung, gelb der Eifersucht und mit schwarz dem Hass, Wut und Zorn! Hahahaha...." Der Mann und der Kleidungsladen verschwinden in einem weißen Sprudel.

 

Die Leute staunen nicht schlecht, als sie die Fremden sehen. Finn setzt sich sofort ans Roulette. Veronica stellt sich an die Bar und betrachtet ihr neues Umfeld Skeptisch. Challenger begibt sich an einen Automaten und Roxton und Marguerite setzten sich an den Tisch, wo gewürfelt wird.

"Gibt es dieses Gebäude schon lange?" erkundigt sich Marguerite bei dem Mann, der rechts von ihr sitzt.

"Knapp ein Jahr!" antwortet er kurz und knapp, dann wendet er sich wieder dem Spiel zu.

"Aha! Du, Roxton, ich werde mich an den Black- Jack Tisch begeben, vielleicht bekomme ich dort mehr Informationen. Du kannst hier bleiben, wenn du möchtest. Wir uns sicher später wieder!" verspricht sie.

Dann begibt sich Marguerite an den anderen Tisch und fängt an mitzuspielen. Roxton schaut ihr misstrauisch zu.

 

"Verdammte Automaten!" Challenger verpasst dem Automaten einen Tritt. Wieder drückt er den Hebel hinunter und wieder verliert er.

 

"Einen Whisky, bitte!" ruft sie dem Barchef zu. Sie trinkt den Whisky genüsslich leer. "Füllen Sie das Glas bitte nochmals auf!"

 

"Nun setzte ich auf schwarz!" Finn schaut dem Kügelchen gespannt zu. Es rollt und rollt... "Die 14 schwarz!" ruft der zuständige fürs Roulette aus.

"Juhui, gewonnen!" Finn freut sich wie ein kleines Kind. "Jetzt setze ich auf rot!" Wieder rollt das Kügelchen und es bleibt bei der .... "26 schwarz!" ... stehen.

"Schade!" Finn schaut enttäuscht dem eben gewonnen Geld, das sie jetzt schon wieder verloren hat, hinterher.

 

"Lady, Sie spielen ja ausgezeichnet!" Ein gutaussehender junger Mann, der gegenüber von ihr sitzt lächelt sie freundlich an.

"Danke! Ich spiele zum ersten Mal Black- Jack!" Sie erwidert seine Geste und lächelt zurück.

Roxton hat alles gesehen, bleibt jedoch immer noch an seinem Platz. versucht er sich zu beruhigen.

"Wissen Sie von wem dieses wunderschöne moderne Gebäude ist?" verwickelt Marguerite den jungen Herrn in ein Gespräch.

"Sie meinen "Das Las Vegas des Plateaus?"

"Ja, genau das!"

Tribune, unser Herrscher, hat dies alles errichten lassen. Er hat einen Ausweg von diesem Plateau gefunden und von der anderen Welt hat er dann diese schöne Schätze geholt" gesteht er ihr.

"Tribune, das Reptil? Aber wie hat er denn ein Geschäft führen können, ich meine er wirkt nicht gerade menschlich?!?" fragt Marguerite überrascht.

"Ja, ich weiss! Aber er soll anscheinend einen Freund gehabt haben, ich glaube er hiess Edward!"

"Edward Malone?"

"Ja genau so hiess der gute Herr!"

"Und wo sind die beiden jetzt? Kann ich sie irgendwo treffen?"

"Bedaure, Miss....?"

"Marguerite Krux!" Sie reicht ihm ihre Hand.

 

"Noch einen Whisky, bitte!" Das ist jetzt schon das sechste Glas, das Veronica trinkt. Sie ist schon ein bisschen angesäuselt.

Sie lässt sich in einen Sessel fallen und nickt sofort ein.

 

Wieder hat es bei Challenger nicht geklappt und nun rastet er völlig aus, er fängt an auf die Automaten einzutreten.

"Hey, was machen Sie denn da?" Ein Mann, der wahrscheinlich der Aufpasser dieses Kasino ist, packt Challenger am Arm und zerrt ihn zum Eingang. Dort angekommen verpasst er dem Professor einen Tritt und dieser fliegt im hohen Bogen raus.

"Kommen Sie wieder, wenn Sie sich beruhigt haben. Die Herren Tribune und Malone wollen nämlich solche Störenfriede, wie Sie es sind, in ihrem Kasino vermeiden!" Mit diesen Worten macht er auf dem Absatz kehrt und schreitet wieder die Treppe hinauf.

"Ha, ich bin doch kein Störenfried, ich bin ein Wissenschaftler. Was fällt dem eigentlich ein mich wie ein Stück Dreck zu behandeln!!!!" Wütend öffnet Challenger seine schwarze Krawatte und wirft sie auf den Boden.

"Tribune und Malone!!!" Erst jetzt kommt ihm wieder das Wichtige in Sinn.

 

"Junge Lady, wollen Sie nicht einmal ein anderes Spiel machen als nur immer Roulette!" wendet sich der Aufseher des Roulettes an Finn.

"Meinen Sie mich? Warum?"

"Nun, ich sehe doch das Sie gewinnen, verlieren, gewinnen, verlieren... Lohnt sich das denn wirklich?" "Ja! Wissen Sie, ich gebe die Hoffnung nicht so schnell auf!"

 

"Fräulein Marguerite Krux, leider sind die Herren erst vor ein paar Tagen wieder in die andere Welt gegangen. Sie wollen ein Heilbad errichten lassen mit Sauna und all dem! Aber ich werde Ihnen sofort Bescheid geben, das Sie hier waren."

"Das ist sehr lieb von Ihnen, DANKE!!!" überglücklich gibt Marguerite dem Herrn einen Kuss auf die Wange.

Roxton hat diese Geste gesehen, er springt von seinem Stuhl auf, rennt zum Black- Jack Tisch hinüber und verpasst dem jungen Mann einen Kinnhaken.

"Was fällt Ihnen eigentlich ein, meine Frau zu belästigen!!!!!!!!!!!!!!!!!" schreit er ihn an.

"Roxton, beruhige dich, er hat doch nur...."

"Und du lässt dir das auch noch von ihm gefallen??????!!!!!!!" ungläubig schaut er Marguerite an.

"Roxton, ICH habe IHN geküsst, nicht er mich!" "ZACK" Marguerite erhält eine Ohrfeige, die sie auf den Boden sinken lässt.

"Was fällt dir ein, mir zu sagen ich soll mich mit Ausrutschern zurückhalten und du flirtest mit jedem der dir über den Weg läuft!!!!!!!!!!" Roxton packt sie am Arm und zerrt sie hinter sich her.

"ROXTON! Lass es mich dir doch erklären!"

"HA, für das was ich gesehen habe brauche ich keine Erklärung!"

 

"Was ist denn hier los?" Veronica ist aus ihrem Nickerchen erwacht und schaut verstört um sich.

"Veronica, Finn, Challenger helft mir, BITTE!" Marguerite versucht sich loszureissen, aber Roxton ist zu stark für sie.

Veronica versucht aufzustehen, doch sie fällt wieder in den Sessel zurück

"Roxton lass sie los!" Challenger steht drohend vor dem Freund.

"Warum? Sie hat mich betrogen!" weißt er ihn darauf hin.

"Dieses Kasino gehört Tribune und Malone!" klärt Challenger ihn auf.

"Was, Malone?" Veronica steht jetzt neben dem Professor. Finn hat sich ebenfalls vom Roulette getrennt und stützt ihre Freundin, die jederzeit droht umzufallen.

"Das wollte ich dir vorhin erklären!" meint Marguerite "Ich habe diesen Herrn geküsst, weil ich so froh war, dass wir Malone wieder haben und bald einen Ausweg von diesem Plateau kennen werden!"

"Was!?!?!" fragen alle miteinander.

"Malone und Tribune haben einen Ausweg gefunden, darum gibt es auch dieses moderne Gebäude. Leider sind sie erst vor kurzem wieder gegangen und man weiss nicht wie lange es dauern wird, doch der Herr wird den beiden Bescheid geben!"

"Malone ist zurück!" Veronica kann es immer noch nicht fassen. Überglücklich umarmen sich die Freunde auch Finn, den sie ist ebenfalls froh, das nun alle wieder zusammen sein werden.

"Übrigens war der Mann mit dem Kleiderladen ein Zauberer!" lässt Challenger von sich hören.

"Was?" fragt Roxton ungläubig.

"Ja, der Laden war nicht mehr draussen. Er wollte Unruhe im Kasino stiften und hat uns darum mit Eifersucht, Hass, Beschützerinstinkt, Liebe und Hoffnung verzaubert. Das erklärt auch eure Zustände. Doch wir haben den Zauber durchbrochen, weil wir Freunde sind, die auch in schlechten Zeiten zusammenhalten werden!"

"Cool!" antwortet Finn. Und alle fangen an zu lachen.

"Übrigens..." fügt Challenger noch hinzu "...habe ich draussen das geeignete Mineral für die Mienen gefunden!"

4.11 Das Wasser des Königs

"Wir gehen schwimmen, erwartet uns also nicht zum Mittagessen!" ruft Marguerite den anderen zu.

Sie und Roxton stehen startbereit vor dem Lift.

"Will sonst noch jemand mitkommen?" fragt Roxton.

"Danke, aber Challenger und ich müssen noch die Mienen einsetzen!" antwortet Finn.

"Und du, Veronica, möchtest du nicht doch mitkommen?" erkundigt sich Marguerite.

"Nein, denn ich fühle mich nicht so wohl!"

"Geniesst eure Zeit zu zweit! Viel Spass!" wünscht Challenger ihnen. Das Paar steigt achselzuckend in den Lift und verlässt das Baumhaus.

"Ich werde mich für eine Weile hinlegen, ruft mich falls ihr Hilfe braucht, ja?"

"In Ordnung, Veronica! Komm Challenger, wir haben noch eine Menge zu tun!" Mit diesen Worten begeben sich Finn und der Professor ins Labor, um dort den Sprengstoff zu holen. Danach gehen sie in den Garten, denn die Gefahr ist zu gross, schliesslich wollen sie das Baumhaus nicht in die Luft sprengen.

 

"Hier ist ein geeigneter Platz, findest du nicht auch?" wendet sich Marguerite an Roxton. Sie stehen vor einer Düne mit Felsen und einem kleinen Wasserfall, man könnte es auch eine "Naturdusche" nennen.

"Ja, es ist wunderschön hier, fast so schön wie du es bist!" schmeichelt Roxton seiner Frau.

"John, würdest du dich bitte umdrehen?!?"

"Wieso ich habe dich auch schon entkleidet gesehen!" protestiert er.

"Ja, ich weiss, aber ich möchte doch noch ein bisschen Privatsfähre haben!" antwortet sie bestimmt.

"Ich dachte wir wollten zusammen schwimmen gehen?" er lässt nicht locker.

"John, bitte! Du kannst dann gehen, wenn ich fertig bin. Schliesslich muss jemand aufpassen, dass wir nicht angegriffen werden!" Roxton schaut sie mit seinem Hundeblick an, in der Hoffnung dass sie nachgibt.

"Dein Hundeblick funktioniert schon lange nicht mehr!" Sie hat ihn durchschaut. "Halt deine Augen zu!" befiehlt sie.

"Okay, wenn du unbedingt möchtest!" Während er das sagt, kreuzt er seine Finger hinter seinem Rücken. Er wendet sich von ihr ab. Langsam zieht Marguerite Roxtons geliehen Shirt aus, jetzt kann man schon die Rundungen an ihrem Bauch erkennen. Und die sind schon ziemlich gross, schliesslich ist sie jetzt auch schon im 4.Monat. Sie streift sich den Rock von ihren Hüften Jetzt öffnet sie den BH, plötzlich spürt sie Armen um ihre Hüften. Sie wendet sich in Roxtons Umarmung um und schaut ihm direkt in die Augen.

"Hatte ich dir nicht gesagt, dass ich Privatsfähre haben möchte!?" fragt sie sanft. Sie geniesst seinen brennenden Blick, der auf ihrem Körper ruht.

"Ich konnte dir nicht widerstehen!" haucht er ihr ins Ohr. Vorsichtig öffnet sie ihm sein Hemd, ein Knopf nach dem anderen. Dann streift sie ihm es von seinen muskulösen Schultern. Er kann nicht mehr und zieht sie zu sich hin und dann folgt ein leidenschaftlicher Kuss.

 

"Du, Challenger, wie geht es eigentlich Arthur so?" Finn schüttet gerade das Sprengpulver in die Öffnung einer der Mienen.

"Gut, sein neues Zuhause, das Aquarium gefällt ihm richtig gut..."

"Aber, er hat doch nicht wieder zugenommen, oder?" unterbricht sie ihn erschrocken.

"Nein, nein. Er hat mittlerweile sein normales Gewicht, also 2kg, wieder" antwortet Challenger stolz.

"Und wie läuft es mit dem Ei?" erkundigt sie sich weiter.

"Alles paleti. Nach meinen Berechnung dauert es noch ca. 8 Wochen und dann sollte die Taube eigentlich schlüpfen!"

"Süss, wie wirst du es dann nennen?" hakt sie nach.

"Vielleicht Jesse!"

"So hiess, ich meine heisst, doch deine Frau!?" erinnert sich Finn.

"Ja genau!"

"Du vermisst sie, was?"

"Ja, ich vermisse sie schrecklich. Sie ist die einzige Frau, die ich je geliebt habe!"

"Und Selina ist tabu?"

"Ja, endgültig!" sagt der Professor bestimmt. "Wie läuft es eigentlich mit Kalle?"

"Gut, ich werde ihn bald wieder mal besuchen gehen. Sobald wir das Mienenfeld fertig haben!"

 

Roxton und Marguerite baden in der Düne. Beide lieben diesen Ort und die Anwesenheit des anderen, natürlich geben sie das nicht so direkt zu. Wieder einmal drehen sie sich im Kreis und küssen sich dabei.

"Hier ist es wirklich fantastisch!" Kurze Zeit später liegen sie auf einem Felsen und geniessen die warme Mittagssonne.

Roxton streicht seiner Marguerite liebevoll über die Wange hinunter zu ihrem Bauch. Dann küsst er den schwangeren Bauch zärtlich und lässt seine Zunge mit ihrem Bauchnabel spielen. Da plötzlich hören sie ein Geräusch in dem Gebüsch. Sofort springt Roxton auf und wirft Marguerite das T-Shirt zu.

Er selber zieht sich seine Hosen an und knöpft das Hemd zu. Dann will er nach seiner Pistole greifen, wird jedoch von einer Stimme überrascht.

"Ich würde das nicht tun!" befiehlt die Stimme. Jetzt erscheinen zwei Männer, beide tragen eine Ritteruniform und halten Schwerte in ihren Händen. Der eine nimmt Marguerites Arm und der andere fesselt Roxtons Hände hinter dem Rücken, damit er sich nicht wehren kann. So wird das Paar nun fortgeschleppt.

 

Veronica ist gerade daran das Mittagessen zu kochen, als sie plötzlich den Lift hört.

"Challenger, Finn seid ihr es?" Keine Antwort. Veronica läuft zum Lift und bleibt abrupt stehen: "Ned!!!!!!" Vor ihr steigt Ned Malone, der Reporter, aus dem Lift.

"Ja, ich bin es!"

 

"Wohin bringt Ihr uns?" Marguerite hält die Ungewissheit nicht mehr länger aus.

"Zum König!" antwortet einer der Ritter.

"Zum König?!?" fragt Marguerite ungläubig.

"Ja, denn König Phillippe duldet keine Fremden, die in seinem Wasser baden!"

"Sie meinen, die Düne gehört Eurem König Phillippe?" fragt Roxton noch einmal nach, denn er kann das was er gehört hat nicht glauben.

"Ja!" sagt der Ritter kurz und knapp.

"Nicht gerade gesprächige Leute!" flüstert Marguerite ihrem Mann zu.

"Hier wären wir!" Der Ritter zeigt auf ein Tor, dass ganz verloren zwischen zwei Bäumen steht .

"Eurer König scheint nicht gerade reich zu sein!" bemerkt Marguerite sarkastisch.

"Schweig Weib und geh durch!" Er gibt ihr einen Stoss, Roxton folgt ihr. Kaum haben sie das Tor durchschritten, bleibt ihnen der Atem weg. Vor ihnen steht ein RIESIGES Schloss.

"Ich glaube du hast dich leicht geirrt!" meint Roxton.

"Ja, ich nehme alles zurück. Dieses Schloss ist GIGANTISCH!!!!!!!"

 

"Veronica ich bin so froh, dass ich wieder zurück bin und euch alle wiedersehe!" Er umarmt sie und streicht ihr zärtlich eine Haarsträhne hinter die Ohren, dann küsst er sie. Veronica verliert fast ihr Gleichgewicht. "Wie sehr habe ich deine Küsse vermisst!" flüstert sie ihm ins Ohr.

"Ich auch!" Malone führt sie in ihr Zimmer. Dort legen sich beide aufs Bett und schauen die Decke an. "Ich möchte dir noch so viel erzählen, aber ich weiss nicht wo ich anfangen soll!"

"Sei still und geniesse einfach die Zeit, die wir zusammen verbringen dürfen, bevor die anderen wiederkommen! Wo sind die anderen eigentlich?"

"Bist du Challenger und Finn unten denn nicht begegnet?" Malone schweigt und schaut einfach nur die Decke an.

 

Marguerite und Roxton wurden in das Schloss geführt und nun stehen sie im Tanzsaal. Die Ritter haben ihre Plätze an der Tür eingenommen und warten auf den König. Plötzlich wird die Tür aufgeschlossen und der König, die Königin und die Prinzessin treten ein.

"Ich habe soeben erfahren, dass ihr in meinem Wasser gebadet habt, ist das war?!!!!" fragt er böse.

"Ja, aber wir wussten nicht, dass das Wasser Euch, mein König, gehören würde!" versucht Roxton ihm die Situation, in die sie geraten sind, zu erklären.

"Wer sind sie?"

"Ich bin Lord Roxton und das ist meine Verlobte Marguerite Krux! Mit wem haben wir denn die Ehre" Roxton blickt die zwei Damen, die an der Seite des Königs stehen an.

"Ich bin..." beginnt die Prinzessin, sie wird jedoch von ihrem Vater unterbrochen.

"Hier stelle nur ich die Fragen! Verstanden?" sagt der König jetzt noch wütender.

"Aber Vater, er war doch nur höflich!" protestiert das Mädchen.

"Auf dein Zimmer, Ruani!" Widerwillig verlässt die Prinzessin den Saal.

"Phillippe, sie hat recht. Der Lord war nur höflich. Ich bin Isabelle, die Königin, und das Mädchen von vorhin ist Ruani unsere Tochter!" Der König schenkt seiner Frau einen bösen Blick, diese lässt sich von ihm jedoch nicht beeindrucken. "Wenn sie nichts dagegen haben, würden wir Sie gerne zum Essen einladen!"

"Sehr gerne!" antwortet Roxton sofort.

"Vielen Dank, Königin Isabelle!" sagt Marguerite höflich.

"Bitte nennt mich einfach Isabelle, ja?"

"Okay, danke!"

 

"Malone antworte mir, warum bist du nicht früher zurückgekommen und hast dich statt dessen mit Tribune, den du immer so verabscheut hast, befreundet?" Wieder gibt er ihr keine Antwort. Veronica steht vom Bett auf und plötzlich erscheine vier Affenmenschen im Raum, die über das Dach des Baumhauses gestiegen sind. Zwei von ihnen halten Veronica fest, der Dritte hält Malones Hände fest und der Vierte schlägt mit einer Axt auf Malone ein. Das Blut spritzt nur so.

"NEIN!!!!!!!!!!!!!!!!!! MALONE!!!!!!!!!!!!!!!!!" Veronica wacht schweissgebadet auf. Langsam beruhigt sie sich wieder und ihr Puls bekommt wieder sein normales Tempo. Veronica macht sich an einen Notizblock und schreibt sich den Traum auf. Ihre Eltern haben mal erfahren, dass man es so schlussendlich besser deuten kann. Veronica hat schon über zehn Träume in denen immer wieder Malone vorgekommen ist.

 

Marguerite, Roxton und die Königsfamilie sitzen an einem runden Tisch. Die Königin wollte keinen länglichen Tisch, weil man sonst so weit auseinander sitzen würde, darum haben sie jetzt einen runden Tisch.

"Lord Roxton, haben Sie in ihrer Familie auch Diener gehabt oder ist das nur typisch für Königsfamilien?" erkundigt sich Isabelle. Sie ist sozusagen die Unterhalterin der Runde, denn der König schmort vor sich hin, weil er hätte Marguerite und Roxton am Liebsten sofort erhängen lassen, doch seine Frau hat ihn davon abgehalten. Und Ruani ist das Sprechen vergangen, sie hat Angst, dass sie wieder einen Rüffel von ihrem Vater erhalten wird und das möchte sie vermeiden.

"Ruani, das ist ein schöner Namen, woher kommt der?" fragt Marguerite das Mädchen.

"Er ist singalesisch. Meine Eltern hatten eben mal eine Köchin, die aus Sri Lanka kam und die hat ihnen diesen Namen vorgeschlagen!" antwortet die Prinzessin. "Und wie heissen Sie noch mal?"

"Marguerite Krux!"

"Ich möchte Ihnen, Miss Krux, etwas zeigen. Wenn Sie mir bitte in mein Zimmer folgen würden!"

"Gerne!" Marguerite und Ruani verlassen den Esssaal und gehen ins Zimmer der Prinzessin. Ruani geht zu ihrem Himmelbett und holt ein Stück Papier unter ihrem Kissen hervor.

"Was ist das?" erkundigt sich Marguerite.

"Ich glaube das ist ihre Geburtsurkunde."

"Wie bitte?"

"Die Köchin, welche ich vorhin schon erwähnte, gab mir dieses Stückpapier und sagte wortwörtlich: "Eines Tages mein Schatz wird eine schwangere Frau bei euch auftauchen und dir den Namen Krux angeben" Die Köchin konnte in die Zukunft sehen, leider ist sie vor knapp einem Jahr gestorben. Sie sagte die zweite Hälfte des Oroborus sei gefunden und von der falschen Person eingesteckt worden" erzählt Ruani ihr.

"Ja, Kalle hat mir den Oroborus entrissen! Aber wie ist deine Köchin an meine Geburtsurkunde gekommen."

"Sie sagte, sie war damals in Schanghai eine Dienerin des Meister Xhan gewesen und habe den Deal zwischen Ihnen beiden gehört." Ruani überreicht Marguerite die Urkunde. Roxton erscheint in der Tür.

"John, das ist meine Geburtsurkunde!"

"Was?"

"Ich erkläre dir alles später!" Roxton geht zu Marguerite hinüber. Mit zittrigen Händen öffnet sie das Dokument.

Name des Kindes: Marguerite Montegomery

Geburtsdatum: 16.September 1888

Geburtsort: London

Name der Mutter: Mailyn Montegomery

Name des Vaters: unbekannt

Zitat eines Elternteils: Liebe Marguerite

Bitte verzeih mir, dass ich dich zur Adoption freigesetzt habe, aber ich war noch zu jung, erst achtzehn. Ich hoffe, dass du mir diesen Schritt nicht all zu uebel nimmst. Ich liebe dich, du bist mein ein und alles!

1000 Kuesse von deiner leiblichen Mutter Mailyn

"Ich verzeih dir Mum!" Marguerite bricht in Tränen aus. Roxton zieht sie zu sich.

"Du heisst doch Marguerite!" Er ist überglücklich.

"Vielen Dank, Ruani!" Die Brünette umarmt nun das Mädchen.

"Nichts zu danken!" sagt die Prinzessin verlegen.

 

"Geschafft!!" Finn fällt Challenger freudig in die Armen. Sie haben alle Mienen eingesetzt und können nun endlich entspannt zurücklehnen.

"Wir sind einfach genial!!" sagt Challenger.

"Jetzt kann ich endlich wieder Kalle treffen!!"

4.12 Das Bounty

"Challenger hast du das Gefühl, das ich es mit Marguerite ein bisschen zu schnell angehe. Ich meine wir bekommen ein Baby und werden bald heiraten..."

"Roxton, du machst dir zu viel Sorgen! Ich bin der Meinung, dass ihr zwei sehr gut zusammenpasst und schliesslich kennt ihr euch nun auch schon fast vier Jahre!"

"Okay, danke Challenger!" sagt Roxton erleichtert.

"Keine Ursache!" Der Lord verlässt das Labor und Challenger widmet sich wieder seinem Vogelei.

 

Heute um 16:30Uhr in London

Ein Mädchen sitzt vor dem Fernseher mit einem Bounty in der Hand. Gerade eben läuft eine Werbesendung, in der Autos, Kleider, Waschmittel, Schönheitsprodukte ect. vorkommen.

Das Mädchen reisst die Verpackung des Schokoriegels auf und möchte gerade reinbeissen, als die Bounty- Werbung kommt. Wenn man so einen Riegel isst, wird man sich an einem anderen Ort wiederfinden. "Ha, als ob so was wirklich passiert! Die Werbung besteht doch nur aus Lügen!" lästert das Mädchen. Sie beisst rein und...

"Wo bin ich hier?" Sie steht mitten in einem Urwald, das feuchtwarme Klima bringt sie sofort zum Schwitzen. "Verdammt, ist es heiss hier!" Sie lehnt sich an eine Palme und nickt ein.

 

"Kalle, ich werde mich jetzt wieder auf den Weg zurück zum Baumhaus machen, okay?" fragt Finn ihren Liebhaber.

"Okay, aber sei vorsichtig!" sagt er streng und besorgt zu gleich.

"Das bin ich doch immer!" behauptet sie ihm, dann küsst sich das Paar leidenschaftlich.

"Bis morgen! Ich komme mal zu euch, zusammen mit Assai und du sollst Veronica noch einen Gruss von ihr ausrichten!"

"Gut, ich freue mich schon, dann bis morgen!" Finn verschwindet im Urwald, Kalle schaut ihr sehnsüchtig hinterher.

Kurze Zeit später wandert Finn pfeifend auf einem Pfad und kickt einen Stein vor sich her, plötzlich bleibt sie abrupt stehen. Jemand oder etwas hat sich im Gebüsch bewegt, Finn zückt sofort ihre Armbrust. "Stehen bleiben und mit erhobenen Händen raus kommen!" befiehlt sie. Als ein Mädchen nicht älter als siebzehn aus dem Gebüsch steigt, atmet Finn erleichtert auf.

"Wer bist du und woher kommst?" Finn betrachtet das Mädchen und deren Kleider. Sie trägt ein bunt gestreiftes Trägertop und rote drei viertel Hosen dazu.

"Ich bin Melinda und ich komme aus London, das liegt in England!"

"Und aus welchem Jahr?" hakt Finn nach.

"Nun, bei uns haben wir das Jahr 2003, wieso welches Jahr habt ihr denn?"

"Wir schreiben das Jahr 1922."

"1922?" fragt Melinda erschrocken

"Ja! Übrigens, ich heisse Finn und bin oder für dich besser gesagt werde am 6.November 2005 geboren."

"Aber wie funktioniert denn das?" Finn erklärt es ihr kurz, dass sie eben von der Zukunft zurück in die Vergangenheit gereist ist.

"Komm lass uns zum Baumhaus gehen, da kann ich dir dann die anderen vorstellen, einverstanden?"

"Ja, geht klar!"

 

"Ich bin so froh, dass du jetzt deine Geburtsurkunde wieder hast! Denkst du, dass deine Mum noch lebt?" erkundigt sich Veronica bei ihrer Freundin.

"Ich hoffe es!" "Du hast mir gesagt, dass du die Adoptionspapiere gesehen hast, musste denn da deine Mutter keine Unterschrift setzen?"

"Nein, weil es war eigentlich eine verbotene Adoption, da sie noch nicht verheiratet war und darum hätte ich als ein uneheliches Kind gegolten, das wollte sie nicht. Ausserdem feierte sie erst gerade ihren achtzehnten Geburtstag" erklärt Marguerite ihr.

"Ach so!"

"Ich möchte nicht, dass du Challenger verrätst wie ich wirklich heisse und Finn darf es auch nicht erfahren also..."

"Ich werde es niemandem verraten, keine Angst. Übrigens kann ich mit Geheimnisse sehr gut umgehen und für mich behalten!" unterbricht sie die Brünette.

"Jetzt eine andere Frage: Wie würdest du dein Baby taufen, wenn du eines hättest?"

"Wenn es ein Knabe wäre, würde ich ihn Thomas nach seinem Grosspapa nennen und wenn es ein Mädchen wäre dann Abby, das ist die Abkürzung von Abigail, der Name meiner Mutter!"

 

"Da wären wir!" Finn und Melinda betreten das Grundstück des Baumhauses.

"Wow, hier ist es wunderschön! Ist das um die Tiere fernzuhalten?" Melinda deutet auf den Zaun und geht vorsichtig auf ihn zu um ihn genauer zu betrachten.

"STOP, nicht weiter gehen!!!!!!!!!! Wir haben ein Mienenfeld davor gebaut!" Finn hat gerade noch rechtzeitig reagiert.

"Oh! Danke, dass du mich gewarnt hast sonst würde ich jetzt wahrscheinlich in verbrannten Stücken am Boden liegen! Wie kommen wir zum Baumhaus hinauf?"
"Im Innern des Stammes ist ein Lift eingebaut!"

"Genial!" Melinda staunt nur noch. Finn und sie fahren mit dem Lift ins Wohnzimmer.

"Ich bin wieder zurück! Hallo, wo seid ihr?" ruft Finn ins Haus hinein. Nacheinander erscheinen die Freunde im Raum. "Das ist Melinda, sie kommt aus dem Jahr 2003!" Finn stellt sie kurz ihren Freunden vor. "Hallo zusammen!" Melinda grüsst schüchtern in die Runde.

"Hey, du hast aber schöne Schuhe!" Veronica steht von ihrem Stuhl auf und schaut die mit Pailletten verzierten Sandalen an. "Kann man darin gut laufen?" erkundigt sie sich.

"Eigentlich schon, aber hier im Urwald sind sie nicht gerade die beste Wahl."

"Ich kann dir welche borgen!" offeriert Veronica ihr. "Danke! Das wäre lieb!"

"Melinda, wie alt bist du?" will Marguerite wissen.

"Sweet Sixteen!" sagt sie fröhlich.

"Schön! Ähm... wenn du möchtest kannst du heute bei mir im Zimmer übernachten!" Alle schauen Marguerite verdutzt an, noch nie hat sie jemanden freiwillig ihr Zimmer oder sonst etwas angeboten.

"Vielen Dank!"

"Dann lass uns jetzt ins Zimmer gehen!" Marguerite führt das Mädchen in ihr Zimmer. Die anderen stehen immer noch ganz verdutzt da.

"Habe ich das gerade eben geträumt, oder was!?" fragt Finn in die Runde.

"Nein, denn ich habe auch das alles mitbekommen" bestätigt Roxton der Blondine.

"Vielleicht hat das was mit ihren Hormonen oder so zu tun!" meint Veronica.

"Darauf habe ich leider auch keine Antwort!" sagt Challenger.

"Tja, Professor. Es gibt nicht für alles immer eine Lösung!" spricht Finn weise.

 

"Du kannst hier auf dem Bett schlafen, ich werde es mir im Stuhl daneben bequem machen!"

"Danke, aber ich kann schon auf dem Stuhl schlafen, ich meine Zuhause nicke ich ständig beim Fernsehen im Sessel ein."

"Du hast eine schöne Kette!" Marguerite betrachtet das goldenen Kettchen mit einem goldenen Herzanhänger

"Danke, die hab ich sozusagen geerbt."

"Wie meinst du das?" will Marguerite wissen.

"Nun ja, meiner Urgrossmutter gehört diese Kette und..."

"Darf ich mal die Inschrift lesen?"

"Klar!" das Mädchen öffnet das Herz, Marguerite geht hinüber und liest den Text vor: "Für unsere Tochter Marguerite, die wir nie vergessen werden! Das ist meine Kette!"

"WAS!?"

"Hey, habt ihr bemerkt wie ähnlich diese Melinda Marguerite sieht?" fragt Veronica ihre Freunde.

"Ja, beide haben braun gelockte Haaren und blaue Augen!" bestätigt Roxton.

"Und ihre Vornamen beginnen beide mit einem M! Wir sollten sie mal nach ihrem Familiennamen fragen" meint Finn.

"Gute Idee, ich werde sie mal darauf ansprechen!" sagt Roxton sofort, denn er kennt schliesslich den richtigen Namen von Marguerite.

"Ich werde mich jetzt wieder ins Labor begeben, hat jemand Lust mir Gesellschaft zu leisten?"

"Ja, ich!" meldet sich Finn. "Ich möchte schauen, ob Arthur nicht doch zugenommen hat!" flüstert sie Veronica zu. "Tu, was du nicht lassen kannst!" Die zwei verlassen das Wohnzimmer.

"Ich werde mich jetzt aufs Ohr hauen!"

"Okay, Veronica. Schlaf gut!" wünscht Roxton ihr. Dann geht auch sie aus dem Raum.

 

"DU bist meine Urgrossmutter!!!!!!! DU bist Marguerite Montegomery!!!!!!!!!" Melinda schaut sie fassungslos an.

"Ja, ich bin Marguerite Montegomery! Ich wusste doch, dass das meine Kette ist! Gibt es noch mehr Exemplare davon?"

"Ja, es gibt noch eine weitere Kette mit einem Foto von dir und dem Text "Unsere Tochter Marguerite, die wir über alles lieben!"

"Und wieso bist du hier gelandet als du das Bounty gegessen hast?" erkundigt sich Marguerite weiter. "Ich weiss es nicht, vielleicht weil ich nicht an die Bounty- Werbung geglaubt habe. Ach keine Ahnung!"

"Aber es gibt immer einen Grund für das was geschieht!" sagt Marguerite bestimmt.

"Nun, ich glaube es liegt daran, dass ich dich bewundere. Ich habe sogar mal einen Vortrag über dich gehalten, weil du mich so fasziniert hast. Darum trage ich auch diese Kette, ich wusste, dass sie von dir ist und dass sie dir sehr viel bedeutet! Ich hab dich lieb, Marguerite!" Melinda umarmt ihr Grosi.

"Ich hab dich auch lieb, mein Schatz!" Dann schweigen sie für paar Minuten und stehen einfach nur da und umarmen sich. "Hast du Hunger?" fragt sie Melinda.

"Ja, aber du musst nicht mitkommen. Ich weiss ja wo die Küche ist." Mit diesen Worten lässt sie Marguerite allein.

 

"NEIN MALONE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!" Wieder hatte Veronica einen Alptraum, in dem Malone ums Leben kam. Sie hat Tränen in den Augen.

Veronica begibt sich zum Balkon und schaut in die Sterne "Verdammt Malone, wieso hast du mich verlassen? WIESO!!!!!! Und warum bist du nicht zurückgekommen, liebst du mich denn nicht mehr?"

 

Roxton sitzt am Esstisch und trinkt ein Glas Wasser, als Melinda im Türrahmen erscheint.

"Hallo, ich wollte mir nur etwas kleines zum Essen holen, darf ich?"

"Klar, tritt ein" sagt Roxton.

"Danke!" Sie begibt sich zu der Schale mit den exotischen Früchten und nimmt sich eine Banane. "Darf ich mich zu Ihnen setzen?" fragt Melinda schüchtern.

"Klar!" Als sie sich gesetzt hat, fragt er sie: "Wie heisst du eigentlich mit vollem Namen?"

"Melinda Roxton, und Sie?"

"Das ist aber ein Zufall ich heisse nämlich John Roxton!" sagt er überrascht.

"Das dachte ich mir schon, sie sind mein Urgrossvater!" meint sie gelassen.

"Was?" fragt er erschrocken.

"Nun, du und Marguerite bekommt ein Baby und ihr werdet heiraten..."

"Ja, sie wird mich wirklich heiraten und keinen Rückzieher machen?" unterbricht Roxton Melinda.

"Ja und euer Mädchen wird dann wieder ein Mädchen bekommen, namens Melissa und das ist meine Mutter!" Mittlerweile hat sie die Banane fertig gegessen und wirft die Schale in den Kompostkübel.

"Das ist ja UNGLAUBLICH!" Der Lord kann es immer noch nicht fassen. "Hast du auch das Muttermahl am Schulterblatt?" erkundigt er sich.

"Ja, hier siehst du. Hast du eine Ahnung, was das Muttermahl bedeutet?" Sie zeigt ihm das Muttermahl, welches genau so aussieht wie das von Marguerite.

"Ja, es bedeutet, dass du eine Wiedergeburt einer Druidenpriesterin bist!"

"Cool! Das wusste ich gar nicht! Danke, Opi, dass du mir dass verraten hast!" Sie gibt ihm einen Kuss. "Ich bin müde, ich werde glaub ich schlafen gehen! Gute Nacht!"

"Gute Nacht! Schlaf gut und träum süss!"

 

Am nächsten Morgen sitzen Roxton, Finn, Veronica und Challenger bereits am Tisch. "Jetzt fehlen nur noch Marguerite und Melinda" weißt Finn die anderen drauf hin. Kaum hat sie das gesagt erscheint auch schon Marguerite im Zimmer mit den Sandaletten von Melinda in der Hand.

"Melinda, du hast deine.... Wo ist sie?" Marguerite bleibt stehen.

"Wir dachten sie wäre mit dir!" meint Veronica.

"Nein, das Bett war leer als ich aufgestanden bin." Sie schaut Challenger erwartungsvoll an.

"Schau mich nicht so an, ich weiss nicht wo sie ist! Ausser" Der Professor hält innen.

"Was!" Marguerite kann diese Ungewissheit über ihre verschwundene Urenkelin nicht aushalten. "Womöglich wurde sie wieder nach Hause gebracht. Ich vermute sie hat ihre Arbeit hier erledigt!"

"Nur was war das für eine Arbeit?" fragt Finn ungeduldig.

"Das weiss ich leider auch nicht!" beteuert Challenger. "Habt ihr eine Ahnung?" fragt er die anderen drei. "Also ich hatte nicht viel mit ihr zu tun! Marguerite?" Sie schaut ihre braunhaarige Freundin an. "Keine Ahnung!" schwindelt sie. "Roxton?" Marguerite wendet sich an ihren Mann.

"Natürlich weiss ich es auch nicht! Ich werde jetzt auf die Jagd gehen, kommt jemand mit?" lenkt er die anderen vom Thema ab.

Zum 3.Teil


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